Advertisement

Die Theorie der sozioökonomischen Funktionsvoraussetzungen der Demokratie

  • Manfred G. Schmidt
Chapter
Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 1887)

Zusammenfassung

Welches sind die Funktionsvoraussetzungen stabiler Demokratien und unter welchen Bedingungen brechen sie zusammen? Diese Fragen beschäftigten die Demokratietheoretiker seit alters her. Die aristotelische Theorie z.B. zählte zu den Funktionsvoraussetzungen der Demokratie die überschaubare Größe eines Gemeinwesens, die Homogenität der Gesellschaft und die relative Stärke der Mittelschichten. Diese Auffassung spielt mehr als 2000 Jahre nach Aristoteles noch immer eine große Rolle: ein überschaubares Gemeinwesen und die Homogenität der Bürgerschaft gehören — mit Einschränkungen — für Montesquieu und — ohne Einschränkung — für Rousseau zu den Grundlagen einer Demokratie. Erst in den Theorien über moderne Demokratien trennt man sich von der Vorstellung, Demokratie sei nur in kleinen Gemeinwesen zu verwirklichen. Aber auch dort teilt man mit der älteren Lehrmeinung die Auffassung, daß die Demokratie bestimmte sozialstrukturelle Voraussetzungen habe. Im Gegensatz zur aristotelischen Lehre zählen jedoch die modernen Theorien auch ein Mindestniveau wirtschaftlicher Entwicklung zu den Voraussetzungen stabiler Demokratie.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Manfred G. Schmidt
    • 1
  1. 1.Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergDeutschland

Personalised recommendations