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Molekular-Ethologie: ein unbescheidener Versuch semantischer Klärung

  • Heinz von Foerster
Chapter
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Part of the Wissenschaftstheorie Wissenschaft und Philosophie book series (WWP, volume 21)

Zusammenfassung

Die molekulare Genetik ist ein Beispiel für den erfolgreichen Brückenschlag zwischen einer Phänomenologie unmittelbar erfahrener makroskopischer Dinge (einer Taxonomie von Arten, Variationen innerhalb einer Art usw.) und der Struktur und Funktion einiger weniger mikroskopischer Elementareinheiten (in diesem Falle einer spezifischen Menge organischer Makromoleküle), deren Eigenschaften aus anderen, eigenständigen Beobachtungen abgeleitet worden sind. Ein wichtiger Schritt in diesem Brückenbau ist die Erkenntnis, daß diese elementaren Einheiten nicht notwendig die alleinigen Konstituenten der an Dingen beobachtbaren makroskopischen Merkmale sind, sondern vielmehr Determinanten der Synthese von Einheiten, die die makroskopischen Entitäten aufbauen. Gleichermaßen hilfreich ist die Metapher, die die elementaren Einheiten als „Programm“ und die synthetisierten Bestandteile in ihrer makroskopischen Erscheinung als Ergebnis einer „Errechnung“ auffaßt, welche durch das entsprechende Programm eingeleitet und gesteuert wird. Die Gene, die blaue Augen festlegen, sind nicht selbst blaue Augen, in blauen Augen jedoch finden sich Kopien der Gene, die die Entwicklung blauer Augen bestimmen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1985

Authors and Affiliations

  • Heinz von Foerster

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