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Traumtheorien

Chapter
Part of the Kulturwissenschaftliche Studien zur deutschen Literatur book series (KSDL)

Zusammenfassung

Bevor ich das Verhältnis von Ratio und Imagination näher untersuche, will ich Weiss’ Traumdiskurs mit der verbreitetsten Traumtheorie, mit Freuds „Traumdeutung,“ in Beziehung setzen und schärfer herausarbeiten, worin sein Interesse am Traum besteht. Auch wenn man berücksichtigt, daß Weiss nicht die Perspektive des Arztes einnimmt, sondern den Traum als einen Bezugspunkt der Kunst begreift und vor allem an die ästhetischen Phänomene der Traumform anknüpft, sind doch auch deutliche Differenzen in Fragen der Traumtheorie erkennbar.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. hierzu die Studie von Götze über Weiss’ Abschied von den Eltern (Veröffentlichung für 1991 geplant), in der der Autor im Zusammenhang seiner psychoanalytischen Deutung nachweist, daß sich Weiss in seiner autobiographischen Selbstdeutung fast schulmäßig an den Freud’schen Kategorien orientiert und sich bis hin zu einzelnen Formulierungen als kenntnisreicher Freud-Rezipient erweist.Google Scholar
  2. 2.
    Weiss im Interview mit dem SPIEGEL, in: Gerlach u. Richter (Hg), Peter Weiss im Gespräch, Frankfurt a.M. 1986, S. 147.Google Scholar
  3. 3.
    Weiss im Interview mit Sun Axelsson, in: Gerlach u. Richter (Hg), S. 122.Google Scholar
  4. 4.
    Weiss im Interview mit Hiekisch, Roos u. Spielmann, S. 39.Google Scholar
  5. 5.
    Freud, Das Unbehagen in der Kultur, Frankfurt a.M. 1986, S. 103.Google Scholar
  6. 6.
  7. 7.
    Ebd., S. 109.Google Scholar
  8. 8.
    Ebd., S. 128.Google Scholar
  9. 9.
    Ebd., S. 92.Google Scholar
  10. 10.
    Laplanche/Pontalis, Das Vokabular der Psychoanalyse, Frankfurt am Main 1975, S. 536.Google Scholar
  11. 11.
    Ebd., 397.Google Scholar
  12. 12.
  13. 13.
    Ebd., S. 398.Google Scholar
  14. 14.
    Freud, Die Traumdeutung, Frankfurt a.M. 1985, S. 141.Google Scholar
  15. 15.
    Ebd., S. 126.Google Scholar
  16. 16.
    Ebd., S. 261.Google Scholar
  17. 17.
    Laplanche/Pontalis, S. 519; vgl. auch Freud, Die Traumdeutung, S. 129, über die zensurierende Instanz, die „sich nur abwehrend, nicht schöpferisch gegen den Traum verhält.“Google Scholar
  18. 18.
    Freud, Die Traumdeutung, S. 235.Google Scholar
  19. 19.
    Ebd., S. 248.Google Scholar
  20. 20.
    Ebd., S. 239.Google Scholar
  21. 21.
    Ebd., S. 255.Google Scholar
  22. 22.
    Ebd., S. 286.Google Scholar
  23. 23.
    Ebd., S. 282f.Google Scholar
  24. 24.
    Ebd., S. 399.Google Scholar
  25. 25.
    Ebd., S. 171.Google Scholar
  26. 26.
    Ebd., S. 445.Google Scholar
  27. 27.
  28. 28.
  29. 29.
    So taucht beispielsweise selbst der in die Alltagssprache eingegangene Begriff des „Unbewußten“ meiner Beobachtung nach nur ein einziges Mal in den „Notizbüchern 71–80” auf.Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. Anmerkung 11.Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. Freud, Die Traumdeutung, S. 263: „Die Kausalbeziehungen darzustellen hat der Traum zwei Verfahren, die im Wesen auf dasselbe hinauslaufen. Die häufigere Darstellungsweise, wenn die Traumgedanken etwa lauten: Weil dies so und so war, mußte dies und jenes geschehen, besteht darin, den Nebensatz als Vortraum zu bringen und dann den Hauptsatz als Haupttraum anzufügen. (...) Stets entspricht dem Hauptsatz der breiter ausgeführte Teil des Traums.“Google Scholar
  32. 32.
    Ebd., S. 472.Google Scholar
  33. 33.
    Ebd., S. 471.Google Scholar
  34. 34.
    Bloch, Das Prinzip Hoffnung. In fünf Teilen, Frankfurt a.M. 1959, . 98.Google Scholar
  35. 35.
    Ebd., S. 97.Google Scholar
  36. 36.
  37. 37.
    Vgl. hierzu insbesondere: III, 84ff. und III, 241: „Für Hodann reichte Kultur weit über die Gebiete von Dichtung, Bildkunst, Musik und Philosophie hinaus, und gab es hier auch Werke von internationaler Größe, so vermißte er doch den Ausdruck der eigentlichen Erfahrungen seiner Zeit. (...) es war, als scheue man davor zurück, sich Rechenschaft abzulegen über die Situation, in die man geraten war, oder es hinderten Verzagtheit und Verwirrung die Bearbeitung der Erlebnisse, denen Briefe und Tagebücher noch am nächsten kamen.“Google Scholar
  38. 38.
    Vgl. Weiss’ Notiz: „immer noch kann ich nicht den Gedanken aufgeben, daß die grundlegenden menschlichen Absichten nicht so verschieden von einander sind, daß man nicht zu einer Verständigung finden könnte.“ (Nb, 656)Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1991

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