Advertisement

Gefühlsaspekte literarischen Schreibens und Lesens

  • Henrike F. Alfes
Chapter
  • 86 Downloads
Part of the Konzeption Empirische Literaturwissenschaft book series (KEL)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel wird versucht, modelltheoretische Standorte zu beschreiben, die Emotionskategorien in Beschreibungen literarischer Kommunikation, insbesondere den Bereichen der Literaturproduktion und -rezeption, unter Berücksichtigung der aktuellen emotionstheoretischen Forschung zugewiesen werden können. Im Anschluß an eine einleitende Beschreibung grundlegender literaturtheoretischer Verankerungsebenen emotionaler Kategorien (Kap. 5.2) werden erste bestehende und erweiterte Modellierungsbereiche von Emotionskategorien literarischer Kommunikation im Beschreibungsrahmen der empirischen Theorie der Literatur skizziert (Kap. 5.3). Da m.E. sozialpsychologische Gefühlsaspekte literarischen Schreibens nicht mehr im Rahmen eines primär psychoanalytisch argumentierenden Schreib(erin)modells diskutiert werden können, wird den produktionstheoretischen Gefühlsbeschreibungen ein Entwurf alternativer kognitionspsychologisch fundierter Basiselemente eines Modells literarischer Produktion vorangestellt (Kap. 5.4). Danach werden verschiedene Integrationsmöglichkeiten emotionaler Aspekte literarischer Rezeption aus verstehenstheoretischer Perspektive beschrieben (Kap. 5.5). Das Kapitel endet mit einer zusammenfassenden Darstellung emotionstheoretischer Erweiterungs-Kategorien für das ETL-Modell literarischer Kommunikation (Kap. 5.6) und der Ergebnisdarstellung zweier Untersuchungen zum Schreiben und Lesen literarischer Texte (Kap. 5.7).

Literatur

  1. 55.
    Wie z.B. der Einsatz eines emotionalen Parameters bei lustbetonten Handlungsregulation im Rahmen kreativer Phantasietätigkeit sensu Fuchs 1985.Google Scholar
  2. 56.
    Zumal es sich auf - im weitesten Sinne - krankhafte/neurotische Prozeßmotivationen bezieht; cf. die Kritik von Groeben 1972 oder Schmidt 1982.Google Scholar
  3. 57.
    Cf. dazu die Überlegungen von LeyBryden 1981; Underwood (Ed.) 1982; Underwood/ Stevens (Eds.) 1979–82.Google Scholar
  4. 58.
    Cf. Bereiter 1980; cf. auch das “Monitor”-Konzept von Hayes/Flowers 1980 oder das “Central Processor” -Konzept aus der Rezeptionstheorie (im nächsten Kapitel).Google Scholar
  5. 59.
    Zu den neuesten Entwicklungen im Bereich (literarischer) Textverstehens-Forschung cf. u.a. Ballstaedt et al. 1981, Collins et al. 1980, Heringer 1984; Meutsch/ Viehoff (Eds.) 1988.Google Scholar
  6. 60.
    Zu ersten Untersuchungen der Rezeption narratologisch/nicht-narratologisch strukturierter Textbasen cf. Meutsch/Schmidt 1988; cf. auch die Alternativ-Vorschläge von van Dijk 1980, 1983; Petöfi 1988; darüber hinaus sind hier m. E. herkömmliche textorientierte Erzähltheorie-Konzeptionen durchaus als fruchtbares heuristisches Instrumentarium zur Beschreibung narrativer Strukturen zu nutzen; cf. dazu u.a. Vogt 1990.Google Scholar
  7. 61.
    Zum Thema “Literarische Bedürfnisse” ist ein Sonderheft von SPIEL (1988) erschienen; zu Rezeptionsmotivationen cf. auch Drabczynski 1984; Fritz 1989; Meutsch/ Schmidt 1988.Google Scholar
  8. 62.
    Cf. Anm. 59; darüber hinaus cf. u.a. Bernard 1972; Brewer/Lichtenstein 1982, Das et al. 1955; Gribble 1982; Kirkland 1974.Google Scholar
  9. 63.
    Zu spezifischen Aspekten literarischen Wissens cf. auch Hoppe-Graff/Schell 1989.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Henrike F. Alfes
    • 1
  1. 1.EssenDeutschland

Personalised recommendations