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www.ihr-kandidat-fuer-den-landtag.de Einstellungen von Kandidaten bei Landtagswahlen zum Einsatz neuer Medien in der Wahlkampf-Kommunikation

Chapter
Part of the Kursbuch Internet und Politik book series (KBIUP, volume 2)

Zusammenfassung

Das Internet ist ein großer „Markplatz der Information“, schreibt Michael L. Dertouzos in seinem Buch „What Will Be: Die Zukunft des Informationszeitalters“1. Verkauft, gekauft, getauscht oder zumeist noch verschenkt werden dort Informationen aller Art, wobei im Rahmen dieser Abhandlung vor allem politische Informationen im Vordergrund stehen werden. Über die Nachfrager der Informationen im Netz weiß man inzwischen einiges. Hier seien nur zwei Beispiele genannt: Nach den Ergebnissen einer Studie der Europäischen Kommission aus dem Frühjahr 2000 — dem Eurobarometer 53 —2 ist das Versenden von E-Mails die häufigste Form der Internet-Nutzung. An 14. Stelle (aus einer Liste von 27 möglichen Formen der Internet-Nutzung) steht der Besuch einer Regierungs-Webseite (16 Prozent der Internet-Nutzer haben dies schon einmal getan), an 18. Stelle steht der Besuch der Webseite einer Partei — dies haben 13 Prozent der Internet-Nutzer bereits getan.3

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Anmerkungen

  1. 1.
    Michael L. Dertouzos: What Will Be. Die Zukunft des Informationszeitalters. Wien: Springer 1999.Google Scholar
  2. 2.
    Das Eurobarometer ist eine repräsentative europaweite Umfrage. die zweimal pro Jahr im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt wird. Die Daten können über das Zentralarchiv in Köln bezogen werden.Google Scholar
  3. 3.
    Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen: Nach heutigem Stand (I I. Juni 2002) gibt es die Internet-Adresse www.ihr-kandidat-fuer-den-landtag.de nicht!Google Scholar
  4. 4.
    Der (N)Onliner-Atlas wurde von eMind@emnid, der lnternetforschung der TNS Emnid, in Zusammenarbeit mit der Initiative D2I von März bis Mai 2002 durchgeführt. Insgesamt wurden über 30 000 Interviews durchgeführt, repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung im Alter von über 14 Jahren.Google Scholar
  5. 5.
    http://www.politik-digital.de/e-demokratie/test.Google Scholar
  6. 6.
    Siehe Florian Wachter: Kandidaten-Websites: Politiker als virtuelle Popstars?, in: Alexander Siedschlag/Alexander Bilgeri/Dorothea Lamatsch (Hg.): Kursbuch Internet und Politik, Bd. 1/2002. Schwerpunkt: Wahlkampf im Netz. Opladen: Leske + Budrich 2002, S. 25–34.Google Scholar
  7. 7.
    Eine Ausnahme bilden hier Dorothea Lamatsch/Alexander Bilgeri: Der MdB im WWW, in: Alexander Siedschlag/Alexander Bilgeri/Dorothea Lamatsch (Hg.): Kursbuch Internet und Politik, Bd. 1/2002. Schwerpunkt: Wahlkampf im Netz. Opladen: Leske + Budrich 2002, S. 75–89. Sie präsentieren die Ergebnisse einer von April bis Juli 2001 durchgeführten Befragung unter Bundestagsabgeordneten rund um das Thema „Internet und Politik“.Google Scholar
  8. 8.
    Im Folgenden wird immer ausschließlich von „Kandidat“ oder „Kandidaten” die Rede sein, was jeweils männliche wie weibliche Personen umfasst.Google Scholar
  9. 9.
    Hierzu Thorsten Faas: Email für einen Direktkandidaten. Methodische Erfahrungen mit einer Email-Befragung unter Direktkandidaten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, unveröffentlichtes Manuskript, das auf Anfrage vom Autor bezogen werden kann.Google Scholar
  10. 10.
    In Baden-Württemberg führt der Weg in den Landtag ausschließlich über eine Direktkandidatur in einem Wahlkreis.Google Scholar
  11. 11.
    Um E-Mail-Adressen zu finden, wurden vor allem die Wahlkampfseiten der Landesverbände, aber auch Seiten von Kreisverbänden durchsucht. Zudem wurden auch die Webseiten der Landtage überprüft, um E-Mail-Adressen der wieder antretenden Abgeordneten zu finden.Google Scholar
  12. 12.
    Dies kann durchaus ein Effekt des dortigen personalisierten Wahlsystems sein. Der einzelne Kandidat spielt in Baden-Württemberg eine deutliche größere Rolle als seine Pendants in Rheinlad-Pfalz und Sachsen-Anhalt.Google Scholar
  13. 13.
    In Sachsen-Anhalt fällt vor allem der niedrige Wert der SPD auf. Allerdings sei hier darauf hingewiesen, dass die SPD mit insgesamt 96 Kandidaten antrat (gefolgt von der CDU mit nur 58), was an ihrer extrem langen Landesliste lag. Insbesondere die Kandidaten. die auf den hinteren Plätzen der Landesliste standen, waren kaum erreichbar.Google Scholar
  14. 14.
    Als Abgeordnete wurden dabei jene Kandidaten gewertet, die entweder vor der Wahl, nach der Wahl oder vor und nach der Wahl eine Mandat inne hatten.Google Scholar
  15. 15.
    Vergleiche hierzu die entsprechende Ubersicht bei J.E. Krieger: Rollenorientierungen, Rollenerwartungen und Rollenverhalten von Ost-Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Frankfurt/M. u.a.: Lang 1998.Google Scholar
  16. 16.
    Eine Ausnahme bilden auch hier die sozialdemokratischen Kandidaten in Sachsen-Anhalt, siehe Anm. 13.Google Scholar
  17. 17.
    Z.B. Rachel K. Gibson/Stephen J. Ward: U.K. Political Parties and the Internet. “Politics as Usual” in the New Media?, in: Harvard International Joumal of Press/Politics 3 (1998), S. 14–38: Michael Margolis/David Resnick/Joel D. Wolfe: Party Competition an the Internet in the United States and Britain. in: Harvard International Journal of Press/Politics 4 (1999), S. 24–47.Google Scholar
  18. 18.
    Jan W. van Deth: Das Leben, nicht die Politik ist wichtig, in: Oskar Niedermayer/Bettina Westle (Hg.): Demokratie und Partizipation. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 2000, S. 115–135.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003

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