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Von der Literatur zum Alltag

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Zusammenfassung

Dem heutigen Leser der Arbeiterliteratur öffnet sich ein seltsames Panorama der Klassenkämpfe des 19. Jahrhunderts. Bevölkert ist die Szenerie von Gestalten wie “Prometheus”, “Tantalus”, “Siegfried Proletariat” oder der „Männerschaft“, die „die freie offne Männerbrust“ zeigt. Wir erfahren, daß sie „Muskeln, hart wie Stahl“ haben, „die schwielige Faust“ recken, daß es „zur letzten Schlacht“ geht. Die „jungen Recken“ werden zu Heldentaten angefeuert: „Zusammen! Mann für Mann/ der letzte Krieg bricht an!“ und ein andermal ermutigt: „Heran, heran die kühne Schar,/ es bläst der Sturm, es fliegt das Haar“. Die Waffengattungen erscheinen recht rückständig: „Wirf in die Feinde deinen Speer!“, „aus der Kett’, die uns entehrt,/ schmieden wir ein blitzend Schwert“. Bisweilen tauchen am Rande dieser kriegerischen Männerwelt auch Frauen auf: „Auch euch, ihr kühnen Weiber, die ihr die volle Brust/ dem Blei der Henker botet, des hohen Ziels bewußt,/ [...] euch hat ins Herz geschlossen das Proletariat.“

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Stephan, 1981.Google Scholar
  2. 2.
    G.St.Jones, der die Kultur der Londoner Arbeiter zwischen 1870 und 1900 untersucht hat, weist auf den Wandel von der Bildung zur Unterhaltung hin und spricht von einer “Kultur des Trostes” um 1900 (Gareth Stedman Jones: Kultur und Politik der Arbeiterklasse in London 1870–1900, in: Puls, 1979, 317ff).Google Scholar
  3. 3.
    Vorwort zu ‘Deutsche Arbeiter Dichtung’ (1892/93), in: Arbeiterdichtung, 1973, 238.Google Scholar
  4. 4.
    Münchow, 1981, 400.Google Scholar
  5. 5.
    In der DDR wurde die Arbeiterliteratur des 19. Jahrhunderts kontinuierlich seit den sechziger Jahren wissenschaftlich ediert. Wichtigstes Unternehmen ist die im Akademie-Verlag erscheinende Reihe ‘Textausgaben zur frühen sozialistischen Literatur in Deutschland’ (1963ff). Einen Eindruck vom Umfang der Arbeiterliteratur vermittelt auch das vom ’Institut für deutsche und ausländische Arbeiterliteratur’ in Dortmund herausgegebene Bestandsverzeichnis (1983).Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Lesanovsky, 1984.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Kunze/Wegehaupt, 1985, 45f.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Walter Benjamin: Eduard Fuchs, der Sammler und Historiker, in: Benjamin, 1968, 95ff.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Arno Herzig: Die Lassalle-Feiern in der politischen Festkultur der frühen deutschen Arbeiterbewegung, in: Düding/Friedemann/Münch, 1988, 321.Google Scholar
  10. 10.
    Schenda, 1973; Engelsing, 1973.Google Scholar
  11. 11.
    Strobach, 1981, 80.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. Steinberg, 1983, 17ff.Google Scholar
  13. 13.
    Strobach, 1981, 116.Google Scholar
  14. 14.
    Wolfgang Emmerich: Kleines literarisches Nachwort oder: Auch ein deutscher Sozialismus in Versen, in: Steinberg, 1983, 164.Google Scholar
  15. 15.
    Zum Begriff der Normalisierung siehe Foucault, 1977a.Google Scholar
  16. 16.
    Anonym.: Die Arbeiterpoesie, in: Münchow, 1981, 20.Google Scholar
  17. 17.
    Diederich, 1911, [ohne Seitenzählung].Google Scholar
  18. 18.
    Rudolf Lavant An unsere Gegner, in: Münchow, 1982, 5–7.Google Scholar
  19. 19.
    Rudolf Lavant Pro domo, in: Münchow, 1982, 136.Google Scholar
  20. 20.
    Diederich, 1911, [ohne Seitenzählung].Google Scholar
  21. 21.
    Anonym.: Die Arbeiterpoesie, in: Münchow, 1981, 20.Google Scholar
  22. 22.
    Adolph Lepp: Der deutsche Chansonnier, in: Witte, 1977, 51.Google Scholar
  23. 23.
    Eduard Fuchs: Dichter, da ist dein Platz! in: Witte, 1977, 51.Google Scholar
  24. 24.
    Rudolf Lavant: Pro domo, in: Münchow, 1982, 135.Google Scholar
  25. 25.
    Anonym.: Die Arbeiterpoesie, in: Münchow, 1981, 20.Google Scholar
  26. 26.
  27. 27.
    Rudolf Lavant: Pro domo, in: Münchow, 1982, 136.Google Scholar
  28. 28.
  29. 29.
    Rudolf Lavant: An unsere Gegner, in: Münchow, 1982, 5.Google Scholar
  30. 30.
    Diederich, 1911, [ohne Seitenangabel.Google Scholar
  31. 31.
    Wilhelm Hasenclever: Lerche und Rebhuhn (1874 im Kerker zu Zeitz), in: Münchow, 1982, 42.Google Scholar
  32. 32.
    Ibid. In der Vormärz-Tradition ist die Lerche das Symbol des politischen Dichters (Herwegh wird z.B. von Heine die “Eiserne Lerche” genannt). In semantischer Opposition dazu steht die ‘romantische’ Nachtigall.Google Scholar
  33. 33.
    Rudolf Lavant Pro domo, in: Münchow, 1982, 136.Google Scholar
  34. 34.
    Ibid. 135.Google Scholar
  35. 35.
    Rudolf Lavant An unsere Gegner, in: Münchow, 1982, 5.Google Scholar
  36. 36.
    Vgl. Jones: Kultur und Politik der Arbeiterklasse, in: Puls, 1979, 317ff.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. Münchow, 1981, 83–97.Google Scholar
  38. 38.
    Zit. n. Trommler, 1976, 215. Die Naturlaute’ würden eher die das Exotische suchende moderne Literaturen der Jahrhundertwende aufmerken lassen als die Arbeiterleser.Google Scholar
  39. 39.
    Es sei daran erinnert, daß zu den entscheidenden Bedingungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Erlangung der Schriftmündigkeit, die Entstehung einer Arbeiterintellektuellenkultur und eine institutionalisierte Öffentlichkeit gehören, die sich von der hegemonial-dominanten Kultur abgrenzt.Google Scholar
  40. 40.
    Steinberg, 1983, 7–9.Google Scholar
  41. 41.
    Emmerich hat in seinem Nachwort auffällige Unterschiede verneint (in: Steinberg, 1983, 161ff).Google Scholar
  42. 42.
    Mahnruf einer deutschen Mutter, an die gemißhandelten deutschen Soldaten, in: Steinberg, 1983, 18f.Google Scholar
  43. 43.
    Gustav Eurig: Der Krieg, in: Steinberg, 1983, 113.Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. Bachtin, 1969, 32ff.Google Scholar
  45. 45.
    Drei Raecher und drei Zecher, in: Steinberg, 1983, 87.Google Scholar
  46. 46.
    Vgl. Bachtin, 1969, 35ff und Jean-Pierre Peter/Jeanne Favret: Das Tier, der Wahnsinnige, der Tod, in: Michel Foucault (Hg.): Der Fall Rivière, Frankfurt a. M. 1975, 207ff.Google Scholar
  47. 47.
    Friedrich Bosse: Die Arbeiter und die Kunst. Schwank in einem Akt, Münchow, 1987, Bd. I, 153–193.Google Scholar
  48. 48.
    U. Münchow hat die in Bosses Schwank dargestellten unterschiedlichen Einstellungen und Meinungen der Arbeiter zwar deutlich, aber mit idealisierender Tendenz herausgearbeitet (Münchow, 1981, 130ff).Google Scholar
  49. 50.
    Friedrich Bosse: Die Arbeiter und die Kunst, in: Münchow, 1987, 160.Google Scholar
  50. 51.
    Ibid. 176f.Google Scholar
  51. 52.
    Vgl. Jonas, 1988.Google Scholar
  52. 53.
    Friedrich Bosse: Die Arbeiter und die Kunst, in: Münchow, 1987, 160Google Scholar
  53. 54.
    Ibid. 175. “[N]amentlich für uns wird es zur Unmöglichkeit, noch Feste zu feiern, die Sinn und Herz aus der Alltäglichkeit heben können.” (Ibid.).Google Scholar
  54. 55.
  55. 56.
    Ibid. 156.Google Scholar
  56. 57.
    Ibid. 171.Google Scholar
  57. 58.
    Ibid. 161.Google Scholar
  58. 59.
  59. 60.
    Ibid. 169.Google Scholar
  60. 61.
    Ibid. 159.Google Scholar
  61. 62.
    Ibid. 176.Google Scholar
  62. 63.
    Ibid. 177.Google Scholar
  63. 64.
    Otto Erich Hartleben: Hanna Jagert. Eine Komödie, in: Hartleben, 1909, Bd.3, 39ff.Google Scholar
  64. 65.
    Ibid. 104.Google Scholar
  65. 66.
  66. 67.
  67. 68.
    Vgl. ibid. 45 u. 54.Google Scholar
  68. 69.
  69. 70.
  70. 71.
    Vgl. Fähnders, 1987.Google Scholar
  71. 72.
    Hartleben: Hanna Jagert, in: Hartleben 1909, Bd.3, 60.Google Scholar
  72. 73.
  73. 74.
    Ibid. 104. 182Google Scholar
  74. 75.
    Vgl. Braulich, 1976 u. Rüden, 1973.Google Scholar
  75. 76.
    Sozialdemokratisches Laientheater, Arbeiterdramatik und Geschichte der Volksbühnen gehören zu den am gründlichsten erforschten Bereichen der Arbeiterliteratur des 19. Jahrhunderts. Zu den wichtigsten neueren Arbeiten gehören neben den in Anm.75 genannten: Schröder, 1965; Knilli/ Münchow, 1970; Trempenau, 1979. Ich werde mich deshalb auf einige Thesen zur Funktion des Laientheaters und der Arbeiterdramatik beschränken können. Zu den vorliegenden Forschungsarbeiten sei angemerkt, daß sie die Arbeiterdramatik meist aus sozialhistorischem Blickwinkel (“sozialistische Dramatik ist vorwiegend als historisches Bewußtseinsdokument differierender sozialistischer Regungen zu betrachten” [Trempenau, 1979, 65]) und in einem teleologischen Gesamtrahmen (“’Vorformen’ sozialistischer Dramen” [ibid. 77]) untersucht haben.Google Scholar
  76. 77.
    Eine Umfrage unter sozialdemokratischen Arbeitern nach der Jahrhundertwende ergibt, daß die Mehrzahl der Befragten zumindest ein Drama von Schiller auf der Bühne gesehen hat. Andere Autoren folgen mit großem Abstand (Trempenau, 1979, 69).Google Scholar
  77. 78.
    Vgl. Trempenau, 1979, 58f.Google Scholar
  78. 79.
    Vgl. Pehlke, 1971.Google Scholar
  79. 80.
    Vgl. Sollmann, 1982.Google Scholar
  80. 81.
    Vgl. Kapitel III, Abschnitt ‘Die Ordnung des literarischen Wissens’. Der bekannte sozialdemokratische Theaterkritiker R. Franz schreibt zu dieser Frage: “Die Eroberung der Macht durch die Arbeiterschaft, die Vollendung der proletarischen Emanzipation ist ja nicht so vorzustellen, daB das Proletariat in seiner heutigen Gestalt plötzlich innerhalb weniger Jahre sämtliche Institutionen zu übernehmen, sämtliche Künste und Wissenschaften auszuüben, ja auch nur zu beaufsichtigen hätte! Denn was gäbe das für eine Bureaukratie! Und folglich: Was gäbe das für eine Klassenjustiz! Wer möchte sich da operieren lassen! Alle Künste und Wissenschaften müssen allmählich erobert werden, müssen innerlich errungen sein.” (Franz, [1896], 21).Google Scholar
  81. 82.
    Vgl. Evans, 1989.Google Scholar
  82. 83.
    Arno Herzig: Die Lassalle-Feiern, in: Düding/ Friedemann/ Münch, 1988, 327.Google Scholar
  83. 84.
    Vgl. die Karikatur aus dem ‘Wahren Jacob’ in: Münchow, 1982, 131.Google Scholar
  84. 85.
    Zit. n. Gerhard, 1985, 30.Google Scholar
  85. 86.
    Vgl. Helga Stachow: Gedenkfeier, Herbstvergnügen und literarisch-musikalischer Unterhaltungsabend. Stiftungsfeste der Sozialdemokratischen Partei in Hamburg zwischen 1890 und 1914, in: Lehmann, 1984, 283ff.Google Scholar
  86. 87.
    Nach Trempenau, 1979, 72.Google Scholar
  87. 88.
    Vgl. Dieter Düding: Einleitung. Politische Öffentlichkeit - politisches Fest - politische Kultur, in: Düding/ Friedemann/Münch, 1988, 21.Google Scholar
  88. 89.
    Hellkuhl, 1983, 33.Google Scholar
  89. 90.
    Vgl. Wunderer, 1980; Birker, 1973.Google Scholar
  90. 91.
    Trommler, 1976, 192.Google Scholar
  91. 92.
    Münchow, 1981, 148 u. 149.Google Scholar
  92. 93.
    Vgl. die schon erwähnten Arbeiten von Schröder, Münchow/ Knilli, von Rüden und Pehlke.Google Scholar
  93. 94.
    Münchow, 1981, 157.Google Scholar
  94. 95.
    Nach Trempenau, 1979, 81, sind die allegorischen Festspiele auch ein Mittel, die politische Zensur ohne Eingriffe zu passieren.Google Scholar
  95. 96.
    Münchow, 1981, 157.Google Scholar
  96. 97.
    Nach Gottfried Korff (Rote Fahnen und Tableaux Vivants. Zum Symbolverständnis der deutschen Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert, in: Lehmann, 1984, 124) gehören Lebende Bilder “vor allem nach 1890 zu den beliebtesten Formen der ästhetisch-kulturellen Unterhaltung auf den Parteiveranstaltungen”.Google Scholar
  97. 98.
    Vgl. Trempenau, 1979, 276–278.Google Scholar
  98. 99.
    Tenfelde, 1982; Korff, in: Lehmann, 1984; Düding/ Friedemann/ Munch, 1988.Google Scholar
  99. 100.
    Korff: Rote Fahnen und Tableaux Vivants, in: Lehmann 1984, 110.Google Scholar
  100. 101.
    Ibid. 126.Google Scholar
  101. 102.
  102. 103.
    Ibid. 127f.Google Scholar
  103. 104.
    Ibid. 129.Google Scholar
  104. 105.
    Trempenau, 1979, 170ff u. Münchow, 1981, 430ff.Google Scholar
  105. 106.
    Siehe Anm. 90.Google Scholar
  106. 107.
    Vgl. Münchow, 1981, 430ff.Google Scholar
  107. 108.
    Die Widersprüche dieser Verteilungskämpfe um Macht und Wissen haben wir im III. Kapitel ausführlich dargelegt.Google Scholar
  108. 109.
    Erinnert sei hier nur an die satirische Darstellung der Kunstvorlieben der Gründerzeitbourgoisie in Fontanes Roman ‘Frau Jenny Treibel’.Google Scholar
  109. 110.
    Vgl. den Lyrik-Teil der Anthologie von Witte, 1977.Google Scholar
  110. 111.
    Die Gedichte zum 1. Mai bilden ein eigenständiges Genre heraus.Google Scholar
  111. 112.
    So auch Gerald Stieg: Thesen zur Arbeiterlyrik von 1863–1933, in: Arbeiterdichtung, 1973, 33. Zu einer anderen Auffassung gelangt Wolfgang Steinitz, 1962, der die Melodien einbezieht. Bei ihm finden sich allerdings nur wenige Beispiele. Auch bei der Wahl der Melodien scheint die jeweilige aktuelle Beliebtheit wichtiger als die volkstümliche Tradition gewesen zu sein. Vgl. Lidtke, 1979, 61, 71, 76. Zu den beliebtesten Melodien gehören die ‘Marseillaisé, ’Zu Mantua in Banden’, das ’Rheinlied’ und sogar ’Die Wacht am Rhein’.Google Scholar
  112. 113.
    Vgl. Bogdal, 1978, 131 u. 232.Google Scholar
  113. 114.
    Münchow, 1981, 432.Google Scholar
  114. 115.
  115. 116.
    Zit. n. Hellkuhl, 1983, 79.Google Scholar
  116. 117.
    Zit. n. Hellkuhl, ibid.Google Scholar
  117. 118.
    Vgl. Groschopp, 1985.Google Scholar
  118. 119.
    Zur Bedeutung der Kollektivsymbolik für das ‘Kampflied’ vgl. Link/Link-Heer, 1980, 312.Google Scholar
  119. 120.
    Nach Kämpchens Tod finden im Ruhrgebiet Jahr für Jahr Gedächtnisfeiern statt. Vgl. das bei Hellkuhl, 1983, 58, wiedergegebene Programm einer solchen Veranstaltung des Arbeitergesangsvereins ‘Bruderliebe’.Google Scholar
  120. 121.
    Die Gedichte sind wieder abgedruckt in: Kämpchen, 1984, 76ff.Google Scholar
  121. 122.
    Walter Benjamin: Der Erzähler, in: Benjamin, 1980, Bd. II, 2, 443.Google Scholar
  122. 123.
    Ibid. 442.Google Scholar
  123. 124.
    Ibid. 445.Google Scholar
  124. 125.
    Vgl. Michel Foucault: Was ist ein Autor? in: Ders.: Schriften zur Literatur, München 1974, 23.Google Scholar
  125. 126.
    Heinrich Kämpchen: Mein Glaube, in: Kämpchen, 1984, 193.Google Scholar
  126. 127.
    Heinrich Kämpchen: Bergmannslos, ibid., 28 u. 29. Noch 1913 führt der ‘Allgemeine Arbeitergesangsverein Dortmund im Rahmen eines Gastspiels ein Stück unter dem Titel ’Bergmannslos’ auf. Vgl. Hellkuhl, 1983, 67.Google Scholar
  127. 128.
    Heinrich Kämpchen: Bergmannsmale, in: Kämpchen, 1984, 27.Google Scholar
  128. 129.
    Heinrich Kämpchen: Der Pfeilerbruch, ibid., 42.Google Scholar
  129. 130.
    Heinrich Kämpchen: Das Grubenpferd, ibid., 42.Google Scholar
  130. 131.
    In einem seiner bekanntesten Gedichte ‘Ein Bild’, ibid., 47.Google Scholar
  131. 132.
    Heinrich Kämpchen: Der Lohntag, ibid., 61.Google Scholar
  132. 133.
    Dieses Lied wird mit der Melodie von Ch. J. Zahns ‘Frisch auf, Kameraden, aufs Pferd’ zur offiziellen Verbandshymne des Bergarbeiterverbands. Aus zeitgenössischen Quellen lassen sich ein enormer Bekanntheitsgrad und große Beliebtheit erschließen. In einem Bericht aus dem Jahre 1891 heißt es über die Wirkung: “Eine solche Wirkung, wie sie hierauf folgte, kann nicht künstlich hervorgerufen werden; sie ist der Ausfluß echten Gefühls und darum in ihrer Wirkung so überwältigend.” (Zit. n. Hellkuhl, 1983, 80).Google Scholar
  133. 134.
    Vgl. dazu Koch/Tocking, 1990.Google Scholar
  134. 135.
    Heinrich Kämpchen: Die Katastrophe von Zeche Radbod, in: Kämpchen, 1984, 76.Google Scholar
  135. 136.
  136. 137.
    Heinrich Kämpchen: Die Klage der Toten, ibid., 78.Google Scholar
  137. 138.
    Vgl. Ferdinand Freiligrath: Die Toten an die Lebenden, in: Freiligrath, 1967, 129–131. Es ist wahrscheinlich, daß dieses in der Arbeiterbewegung verbreitete Gedicht Kämpchen als Vorbild gedient hat. Vgl. auch den ‘Nachruf auf Ferdinand Freiligrath’ von F. W. Fritzsche. Dort heißt es: “Einst ließest du Tote zu Lebenden sprechen” (Münchow, 1982, 44).Google Scholar
  138. 139.
    Heinrich Kämpchen: Die Frauen von Radbod, in: Kämpchen, 1984, 79.Google Scholar
  139. 140.
    Heinrich Kämpchen: Radbod (Eine Leichenbergung), ibid., 80.Google Scholar
  140. 141.
    Zur Heroisierung des Massentods in der sogenannten Arbeiterdichtung vgl. Rülcker, 1970, 57ff.Google Scholar
  141. 142.
    Vgl. Dürler, 1936. Eine Vermittlerrolle spielen die Werke von Theodor Körner und Novalis, die beide wegen ihrer Tätigkeit im Bergbau unter Bergarbeitern u.E. bekannt waren.Google Scholar
  142. 143.
    Heinrich Kämpchen: Radbod (Ein Nachtstück), in: Kämpchen, 1984, 81.Google Scholar
  143. 144.
    Heinrich Kämpchen: Nach dem verlorenen Streik von 1893, in: Kämpchen, 1984, 103.Google Scholar
  144. 145.
    Heinrich Kämpchen: Unentwegt! ibid., 96.Google Scholar
  145. 146.
    Heinrich Kämpchen: Arbeitsbrüder, ibid., 145. An anderer Stelle heißt es: “Wir sind ein Riese, wenn wir geeint” (Ibid. 124).Google Scholar
  146. 147.
    So Trommler, 1976, 180f.Google Scholar
  147. 148.
    In: Witte, 1977, 23–24.Google Scholar
  148. 149.
    Vgl. Heinrich Kämpchen: Georg Herwegh, in: Kämpchen, 1984, 161.Google Scholar
  149. 150.
    Die Metonymie “Schwert” gehört zum Standardrepertoire politischer Lyrik.Google Scholar
  150. 151.
    Wir werden die beiden letzten Verse im Rahmen einer geschichtsphilosophisch vertiefenden Analyse unten noch einmal aufgreifen.Google Scholar
  151. 152.
    So die einschlägigen Arbeiten von Münchow, 1981, Trommler, 1976, Stieg/Witte, 1973.Google Scholar
  152. 153.
    In: Witte, 1977, 25–26.Google Scholar
  153. 154.
    “Wohlan, die Tat, die kühne, soll mich lösen!” (Lassalle, 1974, 165.).Google Scholar
  154. 155.
    Johanna Greie: Zum Todestag Ferdinand Lasalle’s [sic!], in: Steinberg, 1983, 38.Google Scholar
  155. 156.
    Vgl. Lidtke, 1979, 71.Google Scholar
  156. 157.
    Auch auf lokaler Ebene finden in den neunziger Jahren noch Lassallefeiern statt. Vgl. Hellkuhl, 1983, 34.Google Scholar
  157. 158.
    Robert Schweichel: Florian Geyers Heldentod, in: Münchow, 1982, 52ff.Google Scholar
  158. 159.
  159. 160.
    Diese Handlungsweise wird in eingeschränktem Maße auch Marx zugeschrieben. Bei ihm ersetzt - signifikanterweise - die Wissenschaft die Rhetorik.Google Scholar
  160. 161.
    Robert Schweichel: Florian Geyers Heldentod: in: Münchow, 1982, 78.Google Scholar
  161. 162.
    So zu Recht Friedrich Knilli: Kitsch im Klassenkampf? in: Arbeiterdichtung, 1973, 77.Google Scholar
  162. 163.
    Vgl. Lidtke, 1979.Google Scholar
  163. 164.
    Zit. n. Hellkuhl, 1983, 41.Google Scholar
  164. 165.
    In: Witte, 1977, 94–95. Vgl. die Interpretation von Münchow, 1981, 46f.Google Scholar
  165. 166.
    Münchow, 1981,44.Google Scholar
  166. 167.
    Zur Evolution und Transformation von Kollektivsymbolen vgl. Drews/Gerhard/Link, 1985, 286ff.Google Scholar
  167. 168.
    Vgl. Kapitel IV.Google Scholar
  168. 169.
    Dieses Phänomen kritisiert schon Marx im Blick auf die Sprachregelungen der sozialdemokratischen Programme. “Das Wort ehern ist eine Signatur, woran sich die Rechtgläubigen erkennen.” (Karl Marx: Kritik des Gothaer Programms, in: MEW Bd. 19, 25.Google Scholar
  169. 170.
    Brieler u.a., 1986, 62. Die Kollektivsymbole der Arbeiterliteratur tendieren allerdings dazu, das Alltagswissen auszulöschen anstatt Vermittlungsarbeit zu leisten.Google Scholar
  170. 171.
    Vgl. ibid. 63.Google Scholar
  171. 172.
    Vgl. das Beispiel des Arbeitersports bei Brieler u.a., 1986, 63ff.Google Scholar
  172. 173.
    Vgl. Jäger, 1971.Google Scholar
  173. 174.
    Karl Frohme: Ostern, in: Witte, 1977, 59.Google Scholar
  174. 175.
    Jakob Audorf: Unsere feste Burg, in: Witte, 1977, 83.Google Scholar
  175. 176.
    Karl Frohme: Ostern, in: Witte, 1977, 59.Google Scholar
  176. 177.
    Robert Seidel: Kein Heiland ist noch je erschienen, in: Seidel, 1925, 21.Google Scholar
  177. 178.
    Vgl. Tenfelde, 1982.Google Scholar
  178. 179.
    Max Kegel: Märzlied, in: Witte, 1977, 70 u. 71.Google Scholar
  179. 180.
    Karl Frohme: Völkerlenz, in: Witte, 1977, 75.Google Scholar
  180. 181.
    Hermann Greulich: Arbeiterlied, in: Witte, 1977, 99.Google Scholar
  181. 182.
    Rudolf Lavanc An unsre Gegner, in: Münchow, 1982, 5.Google Scholar
  182. 183.
  183. 184.
    Karl Frohme: Völkerlenz; in: Witte, 1977, 75.Google Scholar
  184. 185.
  185. 186.
    Friedrich Wilhelm Fritzsche: Prolog zur Feier des 18. März, in: Witte, 1977, 131 u. 132.Google Scholar
  186. gun.
    g über das Wissen der Zeit neben der politischen, ökonomischen und sozialen Interessensvertretung das wichtigste Element ihrer Autonomie:Google Scholar
  187. 187.
    Max Kegel: Sozialistenmarsch, in: Münchow, 1982, 116.Google Scholar
  188. 188.
    Vgl. Münchow, 1981, 47f.Google Scholar
  189. 189.
    Franz Mehring: Ideale Güter, in: Mehring, 1964, Bd. 14, 566.Google Scholar
  190. 190.
    Lassalle, 1974, 29.Google Scholar
  191. 191.
    Vgl. Schiller Seff: Selbstbefreiung, in: Witte, 1977, 176ff.Google Scholar
  192. 192.
    August Geib: Mailied, zit. n. Münchow, 1981, 48.Google Scholar
  193. 193.
    Vgl. die Bestandsaufnahme von Diehl, 1980, 334–349.Google Scholar
  194. 194.
    Ernst Klaar: Dem Andenken der Kommune, in: Münchow, 1982, 186.Google Scholar
  195. 195.
    Max Kegel: An die Internationale, zit. n. Münchow, 1981, 72.Google Scholar
  196. 196.
    Anonym.: Der letzte Generalmarsch, in: Witte, 1977, 35.Google Scholar
  197. 197.
  198. 198.
    Ibid. Bei diesem Refrain wird der Einfluß der Lyrik eines Theodor Körner oder E. M. Arndt deutlich. Vgl. Münchow, 1981, 202.Google Scholar
  199. 199.
    Hermann Greulich: Arbeiter-Feldgeschrei, in: Witte, 1977, 89.Google Scholar
  200. 200.
    Hermann Greulich: Arbeiter-Marseillaise, in: Witte, 1977, 29.Google Scholar
  201. 201.
    Heinrich Kämpchen: Zum Sturm, zit. n. Münchow, 1981, 202.Google Scholar
  202. 202.
    Vgl. Theweleit, 1978, Bd. 2, 112ff.Google Scholar
  203. 203.
    Jakob Audorf: Unsere feste Burg, in: Witte, 1977, 84.Google Scholar
  204. 204.
  205. 205.
    Heinrich Kämpchen: Arbeitsbrüder, in: Kämpchen, 1984, 145.Google Scholar
  206. 206.
    Heinrich Kämpchen: Hinein in den Verband! in: Kämpchen, 1984, 134.Google Scholar
  207. 207.
    Vgl. Bogdal, 1988, 81–84.Google Scholar
  208. 208.
    Ernst Preczang: Stiftungsfestprolog, in: Witte, 1977, 41.Google Scholar
  209. 209.
    Ibid. “Die Zeit hat manches Elend gesehen,/ Doch unser Verein, der blieb bestehen!” (Friedrich Bosse: Die Alten und die Neuen, in: Witte, 1977, 192).Google Scholar
  210. 210.
    Robert Seidel: Der großen neuen Zeit entbiet’ ich Gruß, in: Seidel, 1925, 29.Google Scholar
  211. 211.
    Georg Gradnauer: 1863–1913, in: Achten, 1980, 206.Google Scholar
  212. 212.
    Ernst Preczang: Der Arbeit Fest, in: Achten, 1980, 97.Google Scholar
  213. 213.
    Vgl. Eduard Fuchs: Der Prometheus unserer Zeit, in: Witte, 1977, 83.Google Scholar
  214. 214.
    Ernst Klaar: Hammerlied, in: Münchow, 1982, 183.Google Scholar
  215. 215.
    Andreas Scheu: Sehnsucht nach der Freiheit, in: Münchow, 1982, 105.Google Scholar
  216. 216.
    Ferdinand Freiligrath: Von unten auf! in: Freiligrath, 1967, 89.Google Scholar
  217. 217.
    Anonym.: Der letzte Generalmarsch, in: Witte, 1977, 36.Google Scholar
  218. 218.
    Robert Schweichel: Florian Geyers Heldentod, in: Münchow, 1982, 86.Google Scholar
  219. 219.
    August Geib: Der Tod des Rebellen, in: Münchow, 1982, 46 u. 47. In Schweichels Erzählung ‘Florian Geyers Heldentod’ heißt es: “Aus dem Blut der Märtyrer entsprießt die opferfreudige Barmherzigkeit der Frauen.” (in: Münchow, 1982, 79).Google Scholar
  220. 220.
    Walter Benjamin: Über den Begriff der Geschichte, in: Benjamin, 1980, Bd. I,2, 698.Google Scholar
  221. 221.
    Max Kegel: Weihnachts-Marseillaise, in: Witte, 1977, 57.Google Scholar
  222. 222.
  223. 223.
  224. 224.
    Walter Benjamin: Über den Begriff der Geschichte, in: Benjamin, 1980, Bd. I,2, 700.Google Scholar
  225. 225.
    Lassalles ‘Franz von Sickingen’ endet mit dem Vers. “Künft’gen Jahrhunderten vermach ich unsre Rache!” (Lassalle, 1974, 177).Google Scholar
  226. 226.
    Anonym.: Der Überfall, in: Münchow, 1982, 198.Google Scholar
  227. 227.
    Zit. n. Münchow, 1982, 204.Google Scholar
  228. 228.
    Andreas Scheu: Der Arbeitsvölker Maienbund, in: Witte, 1977, 156.Google Scholar
  229. 229.
    August Geib: Lied der Internationalen, in: Witte, 1977, 35.Google Scholar
  230. 230.
    Friedrich Wilhelm Fritzsche: Der Tantalus des XIX. Jahrhunderts, in: Witte, 1977, 80f.Google Scholar
  231. 231.
    Eduard Fuchs: Der Prometheus unserer Zeit, in: Witte, 1977, 81ff. Zum Entstehungskontext des Gedichts siehe Münchow, 1981, 385.Google Scholar
  232. 232.
    August Geib: Lied der Internationalen, in: Witte, 1977, 34.Google Scholar
  233. 233.
    Ernst Klaar: Das Lied der Freiheit, in: Münchow, 1982, 192.Google Scholar
  234. 234.
    Max Kegel: Weihnachts-Marseillaise, in: Witte, 1977, 57.Google Scholar
  235. 235.
    Robert Seidel: Kein Heiland ist noch je erschienen, in: Seidel, 1925, 21.Google Scholar
  236. 236.
  237. 237.
  238. 238.
  239. 240.
    Dazu ausführlich Tanja Bürgel: Das Problem der Unterhaltungsliteratur in der deutschen Arbeiterpresse vor dem Sozialistengesetz, in: Literatur und proletarische Kultur, 1983, 169f.Google Scholar
  240. 241.
    Vgl. Bürgel, 1987.Google Scholar
  241. 242.
    So z.B. bei Schweichel: “Rachsucht, Scham vor sich selbst über die eigene Schwäche und Niedertracht und das Bestreben, durch den Schrecken eine Herrschaft wieder zu befestigen, die in den Ideen der Zeit keinen Halt mehr besitzt, das ist’s, was alle Reaktionen so schrecklich blutig macht.” (Robert Schweichel: Florian Geyers Heldentod, in: Münchow, 1982, 82).Google Scholar
  242. 243.
    Tanja Bürgel, die sich intensiv mit der Erzählprosa auseinandergesetzt hat, übernimmt partiell diese Haltung, indem sie die sentimentale Beschreibung der Leiden und Demütigungen rügt und den Autoren vorhält, nur die alltäglichen Probleme der sog. ‘kleinen Leute’ behandelt zu haben (Bürgel: Das Problem, in: Literatur und proletarische Kultur, 1983, 171 u. 173). ManGoogle Scholar
  243. 244.
    Minna Kautsky: Ein Maifesttag, in: Münchow, 1982, 337.Google Scholar
  244. 245.
    Robert Schweichel: Florian Geyers Heldentod, in: Münchow, 1982, 86.Google Scholar
  245. 246.
    Vgl. Münchow, 1981, 48.Google Scholar
  246. 247.
    So Gramsci, 1967, 150f.Google Scholar
  247. 248.
    Ibid. 151.Google Scholar
  248. 249.
    Ibid. 152.Google Scholar
  249. 250.
    Ibid. 151.Google Scholar
  250. 251.
    Ibid. 170.Google Scholar
  251. 252.
    Minna Kautsky: Ein Maifesttag, in: Münchow, 1982, 337. Die “großen und allgemeinen Siege” heben den kleinen und privaten Schmerz auf. Auch in der sentimentalistischen Prosa funktioniert der Grundmechanismus pathetischer Literatur.Google Scholar
  252. 253.
    Franz Mehring: Robert Schweichel; in: Mehring, 1961, Bd. 11, 456.Google Scholar
  253. 254.
    Ibid. 462f.Google Scholar
  254. 255.
    Ibid. 462.Google Scholar
  255. 256.
    Ibid. 456.Google Scholar
  256. 257.
    Ibid. 457.Google Scholar
  257. 258.
    Vgl. Karlheinz Rossbacher: Heimatkunstbewegung und Heimatroman. Zu einer Literatursoziologie der Jahrhundertwende, Stuttgart 1975.Google Scholar
  258. 259.
    Vgl. Münchow, 1981, 261ff.Google Scholar
  259. 260.
    Vgl. Bollenbeck, 1976 u. Münchow, 1973.Google Scholar
  260. 261.
    Schneider, 1980, 117.Google Scholar
  261. 262.
    Lepp gehört zu den wenigen Arbeiterschriftstellern des 19. Jahrhunderts, von denen ein Nachlaß existiert (Akademie der Wissenschaften der DDR).Google Scholar
  262. 263.
    Münchow, 1976, 70f.Google Scholar
  263. 264.
    Emmerich, 1974, Bd. I, 105.Google Scholar
  264. 265.
    Münchow, 1976, 276.Google Scholar
  265. 266.
    Zu Göhre siehe Lexikon, 1973, 196–198.Google Scholar
  266. 267.
    Keinem der beiden Narrationsschemata folgen mündliche Lebensberichte von Arbeitern und Arbeiterinnen, die z.B. von Psychologen oder Soziologen vor dem I. Weltkrieg aufgezeichnet worden sind (vgl. Emmerich, 1974, Bd.I).Google Scholar
  267. 268.
    Vgl. Schneider, 1980, 117.Google Scholar
  268. 269.
    Mehring, 1961, Bd. 11, 497.Google Scholar
  269. 270.
    Ibid. 498.Google Scholar
  270. 271.
    Zit. n. Emmerich, 1974, Bd. I, 151.Google Scholar
  271. 272.
    Mehring, 1961, Bd. 11, 494.Google Scholar
  272. 273.
    Vgl. Schneider, 1980, 124.Google Scholar
  273. 274.
    Georg Herwegh: Bundeslied für den Allgemeinen deutschen Arbeiterverein, in: Witte, 1977, 24.Google Scholar
  274. 275.
    Vgl. Diehl, 1980, 208–223.Google Scholar
  275. 276.
    Hermann Greulich: Arbeiterlied, in: Witte, 1977, 99.Google Scholar
  276. 277.
    Anonym.: Die Revolution, in: Diehl, 1980, 719.Google Scholar
  277. 278.
    Hermann Greulich: Arbeiterlied, in: Witte, 1977, 99.Google Scholar
  278. 279.
    Zit. n. Diehl, 1980, 357.Google Scholar
  279. 280.
    Johann Most: Die Arbeitsmänner, in: Münchow, 1982, 40.Google Scholar
  280. 281.
    Leopold Jacoby: Die neue Zeit, in: Diederich, 1911, Bd. 2, 276.Google Scholar
  281. 282.
    Franz, [18961,11.Google Scholar
  282. 283.
    Vgl. G.W.F. Hegel: Wissenschaft der Logik, in: Hegel, 1969, Bd. 5, 148f.Google Scholar
  283. 284.
    Karl Marx: Das Kapital, in: MEW Bd. 26.3, 421.Google Scholar
  284. 285.
    Hegel, 1971, Bd. 1, 434.Google Scholar
  285. 286.
    Hagen, 1974, 23.Google Scholar
  286. 287.
    Hegel, 1952, 558.Google Scholar
  287. 288.
    Ibid. 560.Google Scholar
  288. 289.
  289. 290.
  290. 291.
    Benjamin, 1980, Bd. I,2, 703.Google Scholar
  291. 292.
    Walter Benjamin: Eduard Fuchs, der Sammler und Historiker, in: Benjamin, 1967, 100.Google Scholar
  292. 293.
    Benjamin, 1980, Bd. I,2, 702.Google Scholar
  293. 294.
    Anonym.: Ein prophetisches Wort zu seiner Zeit, in: Steinberg, 1983, 30.Google Scholar
  294. 295.
    Max Kegel: Sozialistenmarsch, in: Witte, 1977, 28.Google Scholar
  295. 296.
    Anonym.: Der letzte Generalmarsch, in: Witte, 1977, 36.Google Scholar
  296. 297.
    Anonym.: Streiklied, in: Witte, 1977, 90.Google Scholar
  297. 298.
    Anonym.: Arbeiterlied, in: Witte, 1977, 100.Google Scholar
  298. 299.
    Vgl. Witte, 1977, 26, 35, 38.Google Scholar
  299. 300.
    Auch hier liegt eine Anleihe aus Lassalles Franz von Sickingen’ vor: “Wenn einer der Genossen unsres Bundes] Von wem es immer sei, befehdet wird,/ So sind wir alle in den Krieg verwickelt./ Wir wollen stehn mit unsrer ganzen Macht,/ Mit unsrer Habe, unsern Sippen, alle/ Für einen, bis auf unser letztes Blut./ Einer für alle, alle auch für einen!/ Und Glück und Unglück sei gemeinschaftlich.” (Lassalle, 1974, 107).Google Scholar
  300. 301.
    Adolph Lepp: Der Bauer, in: Münchow, 1982, 95.Google Scholar
  301. 302.
    Vgl. Louis Althusser: Lenin und die Philosophie, Reinbek, b. Hamburg 1974.Google Scholar
  302. 303.
    So die Allegoriedefinition Schopenhauers (zit. n. Benjamin, 1972, 177). Benjamin arbeitet in diesem Abschnitt seines Buchs zum Trauerspiel den appellativen und identifikatorischen Charakter der Allegorie heraus.Google Scholar
  303. 304.
    Vgl. den ausgezeichneten Aufsatz von Knut Hickethier: Karikatur, Allegorie und Bilderfolge-zur Bildpublizistik im Dienste der Arbeiterbewegung, in: Rüden, 1979, 79ff. Auf die konstituierende Bedeutung der Allegorie für die Arbeiterliteratur haben als erste Stieg/Witte, 1973, hingewiesen.Google Scholar
  304. 305.
    Vgl. Edith Lerch: Die Maifeiern der Arbeiter im Kaiserreich, in: Düding/Friedemann/Münch, 1988, 352ff. Bachtin schreibt zur Adventus-Tradition: “Alle diese ohnehin mit Zeit und utopischer Zukunft, mit den Sehnsüchten und Bestrebungen des Volkes prall gefüllten Gestalten dienen jetzt dazu, das fröhliche letzte Geleit der sterbenden Epoche, der alten Mächte und der alten Wahrheit auszudrücken.” (Bachtin, 1969, 44).Google Scholar
  305. 306.
    Hier ist der Einfluß von Delacroix’ ‘Freiheit auf den Barrikaden’ nicht zu übersehen. Vgl. dazu Hobsbawm, 1978.Google Scholar
  306. 307.
    Edith Lerch: Die Maifeiern der Arbeiter im Kaiserreich, in: Düding/Friedemann/Münch, 1988, 364.Google Scholar
  307. 308.
    Hickethier, in: Rüden, 1979, 81.Google Scholar
  308. 309.
    So Hickethier, ibid. 84.Google Scholar
  309. 310.
    So Gerald Stieg: Thesen zur Arbeiterliteratur von 1863 bis 1933, in: Arbeiterdichtung, 1973, 28.Google Scholar
  310. 311.
    Ibid. Vgl. auch Rentmeister, 1976, 92ff.Google Scholar
  311. 312.
    Zum Begriff der Diskursintegration vgl. Jürgen Link, kultuRRevolution Nr. 4 (1983), 48.Google Scholar
  312. 313.
    Vgl. die von Hickethier, in: Rüden, 1979, auf Seite 107 wiedergegebene Karikatur “An diesem Bund ist alles böses Tun verloren”.Google Scholar
  313. 314.
    In visuellen Darstellungen ist eine zusätzliche Beschriftung üblich. Dazu ein Beispiel: der Adler, der an der Leber des Prometheus (= Proletariat) nagt, trägt die Beschriftung “Kapitalismus”.Google Scholar
  314. 315.
    Zit. n. Hickethier, in: Rüden, 1979, 164.Google Scholar
  315. 316.
    Vgl. Fietkau, 1978, 141.Google Scholar
  316. 317.
    Ruppert, 1986, 48.Google Scholar
  317. 318.
    Vgl. Ibid.Google Scholar
  318. 319.
    Ibid. 59: “Mit der Herausbildung kultureller Codes von Zeichen, Symbolen und dinglichen Objektivationen wurden Binnensprachen geschaffen, die der klassenspezifischen Arbeiterkultur ihre eigenen inneren Ausdruckformen gaben und zugleich der Außendarstellung dienten.” Diese Aussage bleibt jedoch nicht ohne Einschränkung: “Allerdings bleibt festzuhalten, daß die Formen ‘entwickelter’ Arbeiterkultur ohnehin immer nur für eine aktive Minderheit gegolten hat.” (ibid. 64).Google Scholar
  319. 320.
    Vgl. Drews/Gerhard/Link, 1985, 256ff.Google Scholar
  320. 321.
    Rühle, zit. n. Kuczynksi, 1981, 222f.Google Scholar
  321. 322.
    Rühle, zit. n. Kuczynksi, 1981, 224.Google Scholar
  322. 323.
    Maipredigt, in: Achten, 1980, 113.Google Scholar
  323. 324.
  324. 325.
    Ernst Klaar: Prolog zu Stiftungsfesten politischer Arbeitervereine, in: Witte, 1977, 39. Die drei ‘Mütter’ des Sozialismus fordern eine psychoanalytische Interpretation geradezu heraus, die an dieser Stelle jedoch vom Thema wegführen würde.Google Scholar
  325. 326.
    Karl Marx: Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte, in: MEW Bd. 8, 560.Google Scholar
  326. 327.
    So Althusser in einer ein wenig mißglückten, aber zutreffenden Formulierung. (Louis Althusser: Die Bedingungen der wissenschaftlichen Entdeckungen von Marx, in: Arenz u.a., 1973, 90).Google Scholar
  327. 328.
    Ibid. 91 - Die Übersetzung wurde von mir korrigiert.Google Scholar
  328. 329.
    Lassalle, 1974, 148. Den Hintergrund dieser Verse bildet die Trennung der Arbeiterbewegung von bürgerlich-liberalen sozialpolitischen Vereinen. Des ‘eignen Banners Farbe’ ist das Rot, das als Symbolfarbe der Arbeiterbewegung eine wichtige Rolle spielen wird. Vgl. Gottfried Korff: Rote Fahnen und Tableux Vivants. Zum Symbolverständnis der deutschen Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert, in: Lehmann, 1984, 103ff.Google Scholar
  329. 330.
    Die primär sozial-integrative Funktion allegorischer Kunst ist der ausschlaggebende Grund dafür, daß Georg Lukâcs in seiner Literaturgeschichtsschreibung und Ästhetik die Arbeiterliteratur des 19. Jahrhunderts weitgehend negativ beurteilt. Da die Arbeiterliteratur als Die auffällige Beliebtheit der Allegorie in der Arbeiterliteratur legt die Verdezidiert anti-realistische Kunst “jene glückliche Mitte zwischen allgemeiner Bestimmtheit des Gehalts und freier Beweglichkeit in der Formgebung” (Lukacs, 1972, Bd. 4, 159) nicht erringt, müßte sie nach Lukâcs dem Partikulären und Dekorativen zugeschlagen werden, das Wirklichkeit nicht adäquat wiederzuspiegeln vermag. In seiner grundsätzlichen, an Walter Benjamins Trauerspielbuch sich abarbeitenden Kritik des Allegorischen in der Kunst bemerkt er allerdings zutreffend, daß die Allegorie künstlerische Formen “ins Rituell-Zeremonielle” (ibid.) verwandle. Das, was Lukács daraus folgernd als fehlende Wesenshaftigkeit (Substantialität) rügt, ist genau jener Spielra m, den die Arbeiterliteratur zu ihrer Konstituierung benötigt.Google Scholar
  330. Kurz, 1982, 37.Google Scholar
  331. Vgl. Althusser, 1973, 156ff und Bogdal, 1990, 82ff.Google Scholar
  332. Drews/Gerhard/Link, 1985, 270.Kult- und MerkbilderGoogle Scholar
  333. Hier dominiert die Funktion, technisch-ökonomische Modernität und kulturell-politische Tradition diskursiv zu ‘versöhnen’.Google Scholar
  334. Zur mystifizierenden Rhetorik vgl. Kurz, 1982, 38.Google Scholar
  335. Der ‘gefesselte Prometheus’ ist für den durchschnittlich gebildeten Bürger des 19. Jahrhunderts zunächst eine Figur der griechischen Mythologie, bei entsprechender Goethekenntnis vielleicht noch ein Symbol der um ihre Autonomie ringenden Menschheit. Für den Leser der Arbeiterliteratur ist er darüber hinaus eine Personifikation des unterdrückten Proletariats.Google Scholar
  336. Kurz, 1982, 41.Google Scholar
  337. Diese Allegorie steht in der Tradition der ‘Psychomachia. Vgl. Kurz, 1982, 46f.Google Scholar
  338. Schiller Seff: Selbstbefreiung, in: Witte, 1977, 177.Google Scholar
  339. Ibid. 182f.Google Scholar
  340. Vgl. Robert Seidel: Der großen neuen Zeit entbiet’ ich Gruß. Zum Internationalen Sozialistischen Arbeiterkongreß, Zürich 1893, in: Seidel, 1925, 29: “Nie war die Zeit so mächtig, stark und groß-/ Sie läßt mit Menschenglück nicht länger spielen,/ Sie macht dem Elend allen Volks ein Ende/ Und schafft ein Paradies für fleiß’ge Hände.”Google Scholar
  341. Karl Frohme: Völkerlenz, in: Witte, 1977, 76.Google Scholar
  342. Zit. n. Hellkuhl, 1983, 57.Google Scholar
  343. Kurz, 1982, 57.Google Scholar
  344. Poore, 1987, 118–122.Google Scholar
  345. Ibid. 118.Google Scholar
  346. Ibid. 119.Google Scholar
  347. Ibid. 120.Google Scholar
  348. Ibid. 121.Google Scholar
  349. Benjamin, 1972, 193.Google Scholar
  350. Poore, 1987, 35–42.Google Scholar
  351. “Aber vereint mit dir, göttliche Schwester Gleichheit, bin ich unbesieglich.” (ibid. 36).Google Scholar
  352. In den ‘Fest-Gedanken’ der Maizeitung aus dem Jahre 1891 heißt es: “Und so soll denn, wie jetzt der Lenz mit seiner ganzen Pracht ins Land gezogen ist, auch einst der berauschende Völkerfrühling anbrechen, an welchem alle das, was wir heute ahnen und herbeiführen, wirkliche, allbeglückende Wahrheit geworden ist. Wenn die Frühlingsstürme, die heute erst leise durch die Völker dahin wehen, in gewaltigem Brausen verrauscht sein werden, dann feiert die Menschheit ihren Mai, der nimmer enden wird.” (Achten, 1980, 28).Google Scholar
  353. Ibid. 77. Die ‘Ehe der Arbeit mit der Kunst’ ist demnach nicht nur ein Grundkonzept der Festgestaltung, sondern das angestrebte Ziel zukünftiger Lebensweise.Google Scholar
  354. Georg Lukács geht hingegen davon aus, daß die Dialektik der Geschichte ein zunächst verborgenes Kollektivsubjekt als wirkliches ‘Wesen’ des Fortschritts enthüllen werde. Die Allegorie, die Verhältnisse und Dinge fetischisiere, könne derartige historische Prozesse nicht adäquat gestalten. Im Gegenteil gehöre die “Vernichtung der unmittelbaren, der sinnlichen Wirklichkeit […] zum Wesen der Allegorie.” (Lukács, 1972, Bd. 4, 170) Die Arbeiterliteratur glaubt, mit Hilfe der Allegorie das Gegenteil erreichen zu können: die Veranschaulichung und Versinnlichung einer abwesend/ anwesenden Wirklichkeit.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1991

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