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Die Öffentlichkeit der Public Relations

Plädoyer für ein normatives Basiskonzept
  • Hartmut Weßler
Chapter

Zusammenfassung

Öffentlichkeitsarbeit bearbeitet Öffentlichkeit. Dieser scheinbar triviale Satz hat seine Tücken. Denn was da bearbeitet wird, muß zunächst einmal theoretisch fruchtbar und empirisch angemessen bestimmt werden. Die Vorstellungskraft wehrt sich gegen die Auffassung, daß Öffentlichkeit ein Gegenstand sei, ein Werkstück, das mit den richtigen Werkzeugen in die erwünschte Form gebracht wird: Öffentlichkeit ist kein lebloses Ding, sondern ein dynamisches Gefüge.

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Literatur

  1. 1.
    Die vorbürgerliche Form von Öffentlichkeit bezeichnet Habermas (1990) als „repräsentative Öffentlichkeit“; das Publikum ist hier nur „Kulisse” für die Demonstration von Macht und Status, nicht deren Legitimationsinstanz.Google Scholar
  2. 2.
    Eine explizite Diskussion zu verständigungsorientierter Öffentlichkeitsarbeit findet sich bei Bentele/Liebert 1995.Google Scholar
  3. 3.
    Gerhards (1997) tut dies, wenn er untersucht, ob zivilgesellschaftliche Akteure in der Medienöffentlichkeit tatsächlich diskursiver kommunizieren als Akteure aus dem Zentrum des politischen Systems. Seine Analyse zeigt, daß dies keineswegs der Fall: Diskursivität läßt sich als Kommunikationsmodus der Medienöffentlichkeit nicht über die Repräsentanz bestimmter (zivilgesellschaftlicher) Akteurstypen, sondern allenfalls und in bescheidenem Rahmen über kommunikative Sonderleistungen von Journalisten herstellen (vgl. Weßler 1998 ).Google Scholar
  4. 4.
    Nicht geklärt ist bislang auch, welche realen Wirkungen die metakommunikativ geäußerten Sanktionierungen von Journalisten auf das Außerungsverhalten dieser Akteure (und damit auf den Diskursverlauf) haben (vgl. Gerhards/Neidhardt/Rucht 1998, 167).Google Scholar
  5. 5.
    Im folgenden greife ich wiederholt auf meine Ausführungen in Weßler (1999, 23ff und 221ff) zurück.Google Scholar
  6. 6.
    In bezug auf die Rolle der Journalisten in Mediendiskursen habe ich ein (normatives) Modell der „eigenständigen Öffentlichkeit der Massenmedien“ vorgeschlagen, das sich an den Leitwerten Offenheit, Lernfähigkeit und Kontinuität der journalistischen Beobachtung orientiert und vom Anspruchsniveau zwischen dem Modell diskursiver Öffentlichkeit und dem weit weniger anspruchsvollen Modell liberaler Öffentlichkeit angesiedelt ist (vgl. Weßler 1999, 231–240).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Hartmut Weßler

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