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Die aktuellen Leistungs- und Aktivitätsspektren und deren Differenzierung

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Part of the Schriften des Otto-Stammer-Zentrums im Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin book series (SOSZ, volume 88)

Zusammenfassung

Die aktuell — d.h. im Erhebungszeitraum — vorfindlichen Leistungs- und Aktivitätsspektren der untersuchten Industrie- und Handelskammern weisen ähnlich wie die Organisationsstrukturen erhebliche Varianzen auf, aber auch massive Gleichförmigkeiten. Für die konkrete Gestalt(ung) dieser Leistungen einschließlich der daraus gebildeten Muster sind wegen des Umbruchs und der durch ihn ausgelösten Neu- und Restrukturierungen der Unternehmen wie der regionalen Infrastruktur auch noch längerfristig gegenüber den herkömmlichen Aktivitätsspektren, wie sie in den alten Bundesländern ausgeformt sind, durchweg starke Abweichungen zu erwarten. Dies gilt, obwohl Dienstleistungen wie Interessenvertretungs- und Gestaltungsaktivitäten in den Jahren seit der Wende bereits eine — in Kapitel 2.2. skizzierte — starke Dynamik der Entwicklung und Veränderung durchlaufen haben.

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Literatur

  1. 153.
    Vgl. auch in Kapitel 2.2. die drei Entwicklungsphasen.Google Scholar
  2. 154.
    Die Fördermittelberatung wird wegen ihres hohen Stellenwerts als Dienstleistung gesondert im fol genden Unterkapitel behandelt, auch wenn sie realiter zumeist zur Existenzgründung dazugehört.Google Scholar
  3. 155.
    Z.B. fier Marktanalysen zumeist an private Unternehmensberater.Google Scholar
  4. 156.
    Bei der größten IHK (Halle-Dessau) schätzt man, dass seit der Wende insgesamt - für alle Wirtschaftssektoren - 30.000–35.000 Existenzgründungsberatungen inklusive Stellungnahmen zu Fördermittelanträgen durchgeführt wurden.Google Scholar
  5. 157.
    Dies belegt einen gewissen Einfluss der Kammerphilosophie; allerdings wird dieser Tendenz insofern zugleich entgegengewirkt, als - wie in Kapitel 4.1. dargestellt - eine Zusammenfassung aller allgemeinen Beratungsleistungen in der neu errichteten Abteilung “Mittelstand” erfolgen soll mit dem Ziel, diese Leistungen zu verbessern.Google Scholar
  6. 158.
    Allerdings verweist der Vergleich der IHK-Situation mit “Banken” darauf, dass auch in persönlichen Beratungsgesprächen Problempunkte nur angesprochen werden können, aber keine Entwicklung von Problemlösungen möglich ist. Dennoch gehen so konzipierte Beratungen - nach Einschätzung westdeutscher Hauptamtlicher - weit Ober die reine “Gutachter-”Haltung hinaus, wie sie offensichtlich in vielen westdeutschen Kammern praktiziert wird, indem sie aktiv-gestaltende Momente aufweisen. Dies gilt auch für den analog ausgestalteten Teil der Existenzgründungsberatungen der anderen neuen IHKn.Google Scholar
  7. 159.
    “Da wird den Leuten klar, was auf sie zukommt.”Google Scholar
  8. 160.
    Die wichtigsten allgemeinen Förderprogramme sind zur Zeit der Erhebung: der von der EU getragene europäische Strukturfonds für Regionalentwicklung (EFRE) und der europäische Sozialfonds (ESF), die vom Bund und den Ländern gemeinsam betriebene Gemeinschaftsaufgabe “Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GA), mehrere weitere Förderprogramme des Bundes - insbesondere verschiedene EKH-(=Eigenkapitalhilfe) und ERP-Programme, die zumeist von der KfW und der Deutschen Ausgleichsbank durchgeführt werden - sowie eine Vielzahl zusätzlicher Förderprogramme der Länder in Gestalt von Zuschüssen, Darlehen, Liquiditätshilfen und Landesbürgschaften oder Unternehmensbeteiligungen. Hinzu kommen spezifische Förderprogramme für Innovation, Technologie usw.Google Scholar
  9. 161.
    Dies wird auch von den anderen Befragtengruppen ziemlich durchgängig bestätigt.Google Scholar
  10. 162.
    Bei EKH u.ä. ist der Antrag weitgehend “formularmässig”.Google Scholar
  11. 163.
    Denn die IHK will den Unternehmen zwar helfen, aber nur erfolgversprechende Anträge empfehlen. 164 Die IHK Frankfurt hat beispielsweise 1991/92 fast jeden Monat eine solche Veranstaltung durchgeführt.Google Scholar
  12. 165.
    Diese Strategie spielt vor allem bei der kleinen IHK Neubrandenburg mit ihrer besonders knappen personellen Kapazität eine wichtige Rolle.Google Scholar
  13. 166.
    So z.B. die IHK Halle-Dessau zeitweise u.a. für Mittel für “Aufschlussberatung” im Umweltbereich; die IHK Südthüringen derzeit für Fördermittel zur Entwicklung und Einführung neuer Technologien sowie zur Vorbereitung der Qualitätszertifszierung.Google Scholar
  14. 167.
    Speziell für die Funktion der Informationssammlung über betriebliche Interessen und Probleme setzen etliche IHKn auch ihre Ausbildungsplatz-Entwickler ein, indem diese bestimmte Fragen zusätzlich stellen oder Fragebögen ausfüllen (lassen).Google Scholar
  15. 168.
    Allerdings betrifft der Großteil der Unternehmenskontakte bei den Außenstellen die Branchen Handel, Dienstleistungen und Gastronomie, während Industrieunternehmen eher zu direkten Kontakten mit der Zentrale tendieren, wenn sie sich auch bei bestimmten “einfachen” Fragen oder Auskünften zu lokal gebundenen Sachverhalten durchaus an die Außenstelle wenden.Google Scholar
  16. 169.
    Besonders hervorgehoben wird dieses Problem im strukturschwachen Ostbrandenburg: “Leider kommen sie großenteils nach drei Jahren wieder, weil sie… Liquiditätsprobleme bekommen”; dies ist eine “Art periodischer Prozess”, “es ist relativ selten, dass wir einen Existenzgründungsprozess begleiten und die Leute dann aus den Augen verlieren”.Google Scholar
  17. 170.
    Das Industrie-Paten-Programm des DIHT können alle Kammern nutzen: Wenn eine IHK bei Kontakten mit Unternehmen einen Unterstützungsbedarf feststellt (z.B. Lücken im Marketing), empfiehlt sie ggf. eine derartige Patenschaft. Wird sie vom Untemehmen grundsätzlich akzeptiert, so prüft der in der IHK zuständige Koordinator den Bedarf genau und schlägt einen bestimmten “Paten”, d.h. Senior-Experten, vor. Während seines Einsatzes informiert dieser die IHK weiterhin, so dass sie am Ende abschätzen kann, ob weitere Hilfe notwendig ist. De facto wird dieses Programm sehr unterschiedlich genutzt und bewertet. Bei einer IHK wurde eine eher ablehnende Haltung der Klientel aufgrund früherer extrem negativer Erfahrungen mit westdeutschen Beratern festgestellt.Google Scholar
  18. 171.
    Als Faustregel gilt, dass Kooperation desto notwendiger wird, je kleiner ein Unternehmen ist. Allerdings sind etliche Unternehmen in dieser Hinsicht noch immer uneinsichtig, obwohl sie beispielsweise als bloße Zulieferer stark von konjunkturellen Schwankungen abhängen.Google Scholar
  19. 172.
    Der DIHT hatte schon kurz nach der Wende damit begonnen, für interessierte Unternehmer in Ost und West Kontakt-und Maschinenbörsen zu organisieren. Daraus sind inzwischen mehrere Börsen-Informationssysteme entstanden, wie die Existenzgründerbörse, die Kooperationsbörse, spezielle Börsen für Technologie, Abfall usw.Google Scholar
  20. 173.
    Rechtlich-formell sind die BIB von der IHK abgetrennt.Google Scholar
  21. 174.
    Bei der IHK Frankfurt/0 existiert analog ein Service-und Beratungs-Centrum, das ebenfalls längerfristige Unterstützungsleistungen erbringt, allerdings weit unabhängiger von der Kammer agiert als in Südthüringen. Es wird daher unter den eigenständigen Einrichtungen betrachtet.Google Scholar
  22. 175.
    “Hauptklientel für uns sind die bestehenden produzierenden Unternehmen.”Google Scholar
  23. 176.
    Diese Einrichtungen werden jeweils von allen IHKn und Handwerkskammern eines Landes getragen, in einigen Fällen ist auch das Land selbst beteiligt.Google Scholar
  24. 177.
    Die Aktivitäten umfassten die Auswertung und Weitergabe öffentlicher Ausschreibungen sowie umgekehrt den Aufbau und die Pflege von Auftragsanbieterkarteien. Für beides sind aktuell an sich die ABStn zuständig, teilweise werden derartige Vermittlungen aber auch noch von der IHK miterledigt.Google Scholar
  25. 178.
    Die IHK Leipzig war hierbei “Pilot-Kammer”.Google Scholar
  26. 179.
    Auch in der Presseöffentlichkeit wird diese Kammeraktivität positiv registriert. So titelte die Leipziger Volkszeitung in ihrer Ausgabe vom 7.9.1995: “Runder Tisch rettete in Leipzig 100 Firmen.”Google Scholar
  27. 180.
    So schätzt man etwa bei der IHK Halle-Dessau, dass ein Viertel der Unternehmen zu spät kommt, in Neubrandenburg nennt man umgekehrt eine bisherige Erfolgsquote von 70%.Google Scholar
  28. 181.
    Neben der Hausbank sind dies häufig die Träger der gesetzlichen Sozialversicherung (wenn Beiträge nicht abgeführt wurden), Finanzämter und sonstige Gläubiger.Google Scholar
  29. 182.
    Eine gewisse Ausnahme bildet die ländlich strukturierte Region Neubrandenburg, wo “Innovation/ Technologie” eher ein künftiges Entwickungspotenzial darstellt (technologisch orientierte Unternehmensgründungen machen 3–5% aller Existenzgründungen aus), aber real noch kein großer Beratungsbedarf existiert.Google Scholar
  30. 183.
    Die Klientel besteht überall ursprünglich überwiegend oder fast ausschließlich aus Existenzgründern, allerdings gibt es zwischen den IHKn Unterschiede, inwieweit auch bereits länger bestehende Unternehmen Beratung nachfragen.Google Scholar
  31. 184.
    So hat im Kammerbezirk Leipzig ein Großteil dieser Unternehmer “aus seinen wissenschaftlichen Ergebnissen” eine Existenz gegründet; sie “hatten schon zu DDR-Zeiten Wirtschaftspraxis”, aber man musste ihnen jetzt das Kaufmännische beibringen; Arbeitsgebiete sind hier vor allem der wissenschaftliche Gerätebau, d.h. Mess-, Steuer-und Regelungstechnik, Medizintechnik, Isotopen-und Strahlenforschung, Biotechnologie.Google Scholar
  32. 185.
    So verweist etwa die IHK Frankfurt/0 darauf, dass zur Vorbereitung bestimmter Fördermittel-Anträge “jemand 14 Tage im Unternehmen mit dabei sein muss”, was die IHK schon rein kapazitätsmäßig nicht leisten kann.Google Scholar
  33. 186.
    Agentur für Innovationsförderung und Technologietransfer.Google Scholar
  34. 187.
    D.h. für (innovative) Existenzgründer ist - auch in anderen Kammerbezirken - insgesamt eine breite Palette möglicher “Unterstutzer” vorhanden. Für einen Gutteil der genannten Institutionen wird allerdings zugleich die Einschränkung gemacht, sie verfügten nicht über die Breite der Informationen wie die IHK und würden daher - umgekehrt - ihre Klientel häufig zur IHK schicken.Google Scholar
  35. 188.
    Sie kann durch ihre Kombination von IHK-eigener Technologieberatung und ihrem Informations-Service MIPO ebenfalls umfangreiche Unterstützungsleistungen erbringen.Google Scholar
  36. 189.
    Thüringer Agentur für Technologietransfer und Innovationsfürderung.Google Scholar
  37. 190.
    Allerdings ist dies ein mühevolles Unterfangen, da die meisten Unternehmer in dieser Region offenbar sehr kurzfristig denken und selbst im Falle von Innovationen eher auf schnell wirksame Kostensenkung (durch Rationalisierung) als auf langfristige Wettbewerbsvorteile (durch neue Produkte) orientiert sind.Google Scholar
  38. 191.
    Z.B. für Marktuntersuchungen oder für Qualitätsmanagement.Google Scholar
  39. 192.
    Eine Ausnahme bildet die IHK Neubrandenburg mit ihrer landwirtschaftlichen Regionalstruktur insofern, als es hier von Anfang an verhältnismässig wenige Anfragen zur Umweltthematik gab.Google Scholar
  40. 193.
    Da die Unternehmen sonst teilweise die Orientierung zu verlieren drohen.Google Scholar
  41. 194.
    /91 “konnte man alles anfassen, egal was. Wir hatten kaum private Unternehmer, da klafften überall riesige Lücken. Da haben sich auch manche etabliert, die es heute nicht mehr schaffen würden.”Google Scholar
  42. 195.
    Dieses Thema bildet vor allem bei Verkehrsunternehmen zusammen mit “Transportaufkommen” und “vorhandene Betriebe” einen zentralen Aspekt der Existenzgründungsberatung.Google Scholar
  43. 196.
    Gemäß der allgemeinen Beratungsphilosophie - “der Unternehmer will konkret etwas wissen” - werden mögliche Informationen daraufhin geprüft, ob sie dem Unternehmen in seiner konkreten roblemlage nützen und was sie für die Entwicklung der Region (Arbeitsplätze usw.) bedeuten. Beides ist mit standardisierten Informationen nicht zu leisten.Google Scholar
  44. 197.
    Dies wird z.B. in der Außenstelle Dessau allein schon an der Anzahl der Seminare deutlich: In den Anfangsjahren wurde dort alle 14 Tage ein Existenzgründerseminar veranstaltet, aktuell nur noch alle sechs Wochen.Google Scholar
  45. 198.
    Hier geht es in erster Linie darum, Existenzgründer vor “schlechten” Verträgen zu bewahren. Die 1HKn arbeiten mehrheitlich mit dem Franchise-Verband zusammen und überprüfen ggf. auch Verträge.Google Scholar
  46. 199.
    Die Qualität der Beratung und sonstigen Unterstützung der Unternehmen durch derartige Organisationen wird nicht nur von IHK-Seite, sondern auch von befragten Unternehmern als sehr hoch eingeschätzt; sie ersetzt offenbar entsprechende Beratungsleistungen der Kammern vollständig.Google Scholar
  47. 200.
    So z.B. Buchhaltung, Aufstellung der Gewinn-und Verlustrechnung, gemeinsame Werbeaktionen.Google Scholar
  48. 201.
    Fördermittelberatung inklusive Stellungnahmen werden auch von den meisten IHK-Außenstellen selbständig erledigt und als gewichtiger Teil ihrer Dienstleistungen bewertet.Google Scholar
  49. 202.
    Wenn z.B. ein “gestandener ” Einzelhändler aus Wettbewerbsgründen umprofilieren muss.Google Scholar
  50. 203.
    So z.B. Durchschnittspersonalkosten, Durchschnittsumsatz pro m2 Verkaufsfläche usw.; Datenlieferanten sind für den Einzelhandel u.a. das Institut für Handelsforschung an der Universität Köln, für die Gastronomie der DEHOGA.Google Scholar
  51. 204.
    Dies gilt zumindest für strukturschwache Regionen wie Ostbrandenburg.Google Scholar
  52. 205.
    Bei der IHK Neubrandenburg gehören diese Handlungsfelder zum “Unternehmensservice”, sind aber auch personell spezialisiert.Google Scholar
  53. 206.
    Analoges gilt bei der IHK Neubrandenburg für den Geschäftsbereich Unternehmensservice.Google Scholar
  54. 207.
    Allerdings haben derartige fallspezifische Unterstützungsanforderungen hier eher einen nennenswerten Umfang als im Industriebereich, wo sie als sehr selten eingestuft werden. Dort beschränkt man sich zumeist auf Informierung via Gewerbe(gebiets)atlas o.ä.Google Scholar
  55. 208.
    Eine gewisse Ausnahme bilden die IHK-Außenstellen. Dort wird - nach eigener Einschätzung - des Öfteren nach geeigneten Standorten nachgefragt, und zwar auch von externen Investoren. Offenbar spielt hier die (sub-)regionale Verortung insofern eine Rolle, als diesen Dependenzen sowohl gute Ortskenntnis als auch Unabhängigkeit zuerkannt wird.Google Scholar
  56. 209.
    Bei den IHKn Halle-Dessau und Südthüringen sind z.T. auch die Außenstellen in die Erledigung dieser Aufgaben eingebunden, und zwar vom Gewerbe-und Wettbewerbsrecht bis hin zu UK-Stellungnahmen.Google Scholar
  57. 210.
    Für “Gefahrengut” wurden im Erhebungszeitraum noch immer pro Jahr Hunderte von Prüfungen veranstaltet, Fachkundeprüfungen für den Personen-und Güterverkehr pro Monat zweimal, daneben pro Jahr ca. zwei Prüfungen im Einzelhandel.Google Scholar
  58. 211.
    Hierzu konstatiert die IHK Leipzig: In den ersten zwei bis drei Jahren gab es kaum Probleme, dann “brach die Hölle los”.Google Scholar
  59. 212.
    Diesen Bereich deckten allerdings hauptsächlich die freien Bildungsträger ab. Inzwischen haben sich die IHKn aus diesem Feld fast gänzlich zurückgezogen.Google Scholar
  60. 213.
    Wobei die Hauptzielgruppe die kleinen und mittleren Unternehmen darstellen. Westdeutsche Konzerne mit Niederlassungen in Ostdeutschland übernehmen beispielsweise die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zumeist in eigener Regie.Google Scholar
  61. 214.
    Auch die Weiterbildungsabteilung der IHK Leipzig betont ihre unternehmensorientierte Strategie bezüglich der Weiterbildung, schränkt aber ein, dass die Weiterbildung als Bestandteil der Entwicklung von Unternehmen noch nicht greift.Google Scholar
  62. 215.
    Diese Angebote sowie gesonderte EU-Projekte, z.B. ‘Beschäftigungssicherung durch neue Markte“ für exportorientierte Unternehmen oder ein Trainingsprogramm für Ausbilder aus Osteuropa, unterstreichen die starken Aktivitäten der IHK Frankfurt/0 im Bereich der Außenwirtschaft sowie eine enge Zusammenarbeit dieser Abteilung mit der ”Weiterbildung“.Google Scholar
  63. 216.
    Diese Maßnahmen können durchaus mehrere Betriebe betreffen, wenn beispielsweise ein Lehrgang “Runder Tisch” eingerichtet wird, in dem die betroffenen Unternehmen über die Krisenberatung durch die vom Runden Tisch gestellten Betreuer hinaus längerfristig unterstützt werden.Google Scholar
  64. 217.
    Eine solche Herangehensweise erfordert ein recht aufwendiges Verfahren; es umfasst eine erste Abklärung der Problemlage des Unternehmens, das “Aufspüren” eines geeigneten Dozenten, die gemeinsame Entwicklung eines Konzeptes sowie die organisatorische Begleitung der Maßnahme durch die IHK und evtl. noch Anschlussmaßnahmen.Google Scholar
  65. 218.
    Dies bestätigt auch - durch seine vielfältigen Kontakte mit den Unternehmen ausgewiesen - das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Suhl.Google Scholar
  66. 219.
    Die IHK Halle-Dessau berichtet über 1.500 Fortbildungsprüfungen pro Jahr, die im Vergleich wesentlich kleinere IHK Neubrandenburg brachte es auf 1.000 Fortbildungsprüfungen.Google Scholar
  67. 220.
    Insgesamt und im Vergleich mit der IHK Südthüringen wird der Weiterbildung allerdings kein so hoher Stellenwert beigemessen.Google Scholar
  68. 221.
    Darüber hinaus haben die IHKn von Mecklenburg-Vorpommem gemeinsam einen Landesverband Aus-und Weiterbildung gegründet, um durch Eigenkontrolle die Qualität zu sichern und gleichzeitig ein Forum für Gespräche mit der Landesregierung zu schaffen.Google Scholar
  69. 222.
    In den alten Bundesländern nehmen die Kammern eine solch ausgeprägte Koordinierungsfunktion nicht wahr.Google Scholar
  70. 223.
    Bei einer solchen Schwerpunktsetzung auf perspektivische Aktivitäten sehen sich die IHKn allerdings zugleich der wachsenden Schwierigkeit gegenüber, diese der eigenen Klientel (als Finanzier) zu vermitteln.Google Scholar
  71. 224.
    Sie haben eine Stellung zwischen Dienstleistung und Strukturpolitik inne und sind in ihrer Schwer punktsetzung eher Ausdruck der regionalen Struktur(probleme) sowie der Entwicklungsstrategien.Google Scholar
  72. 225.
    In den neuen Bundesländern ist der Bedarf der Unternehmen an “kontinuierlicher, ganzheitlicher Betreuung” wegen der Vielfalt der Probleme und des Drucks, der aus der zeitlichen Kurze für Lösungen resultiert, generell weit größer als in den alten Bundesländern.Google Scholar
  73. 226.
    Die IHK berat hier insbesondere zu Fragen wie dem Branchenmix bei der Anwerbung bzw. Ansiedlung von Unternehmen.Google Scholar
  74. 227.
    Auch die Beteiligung an einem Projekt “Medienzentrum”, das inzwischen gescheitert ist, verweist in diese Richtung.Google Scholar
  75. 228.
    Sie ist hervorgegangen aus dem ehemaligen Patentrecherchenzentrum der Chemiekombinate.Google Scholar
  76. 229.
    Die Arbeit der ATI wird von IHK-Seite als qualitativ gut eingeschätzt. Probleme ergaben sich aus einer partiellen Konkurrenz dieser Einrichtungen zu mehreren anderen Beratungseinrichtungen sowie zu privaten Unternehmensberatern, denen gegenüber sie durch ihre erhebliche staatliche Förderung im Vorteil waren.Google Scholar
  77. 230.
    D.h. landesgeförderte Einrichtungen.Google Scholar
  78. 231.
    So urteilt ein kommunaler Wirtschaftsförderer (und Einrichtungsträger), man habe beim Betreiben des TGZ von den Vertretern der Kammer “im Sinne eines Technologiegestaltens nur wenig” erlebt; hauptsächliche Stoßrichtung der Aktivitäten sei sich “einzuklinken”, verbunden mit einem “eher fachbezogenen Agieren”.Google Scholar
  79. 232.
    Dabei ist die IHK z.T. Mitgesellschafter, z.T. ist sie - dort, wo lokale Initiativen vorhanden waren - nur als Unterstützer aufgetreten, der in erster Linie dafür da war, öffentliche Mittel einzuwerben sowie Bonität und genügend Verbündete zu schaffen.Google Scholar
  80. 233.
    Die Strategie, technologisch-innovative Keimzellen zu bilden, hat sich in diesem strukturschwachen Raum als äußerst schwierig erwiesen, weil auch das wenige vorhandene “Human”-Potenzial - z.B. ehemals im Elektronikunternehmen SMI in Frankfurt/0 oder im Stahlwerk EKO in Eisenhüttenstadt Beschäftigte - abzuwandern drohte, da anderen Orts günstigere Arbeitsmöglichkeiten geboten wurden.Google Scholar
  81. 234.
    Seine Zusammenarbeit mit der IHK ist insofern “kontinuierlich”, als es von ihr häufig Hinweise auf Betreuungsbedarf bekommt; dies betrifft vor allem äußerst zeitintensive Maßnahmen wie die “Begleitung” eines Unternehmens über mehrere Wochen hinweg, eine Leistung, die keine IHK selbst erbringen kann.Google Scholar
  82. 235.
    Dies ist eine auf Zeitmodelle, variable Arbeitszeit usw. spezialisierte Beratung, die vom Bundesministerium für Familien finanziert wird.Google Scholar
  83. 236.
    Thüringer Agentur für Technologietransfer und Innovationstbrderung.Google Scholar
  84. 237.
    Hierbei dürfte die ablehnende Haltung des Ehrenamtes gegenüber einem finanziellen Engagement der Kammer eine Rolle spielen.Google Scholar
  85. 238.
    Thüringer Außenwirtschaftsfòrdergesellschaft.Google Scholar
  86. 239.
    So übte die IHK Südthüringen z.T. heftige Kritik an der “Verzettelung” durch zu viele Gewerbegebiete und befürwortet eine räumliche Konzentration von Ansiedlungen.Google Scholar
  87. 240.
    Bzw. Gemeinschaftseinrichtungen und technische Dienstleistungen.Google Scholar
  88. 241.
    Christine Tamâsy, Technologie-und Gründerzentren in Ostdeutschland - eine regionalwissenschaftliche Analyse, Münster 1996, S. 19.Google Scholar
  89. 242.
    So stellt Tamasy fest, dass “eine auschließlich auf innovative Unternehmen ausgerichtete Konzeption in strukturschwachen Räumen wenig erfolgversprechend” sei, da potenzielle Gründer wenig mobil seien und sich daher kaum aus anderen Räumen dorthin begeben dürften (ebd, S. 18).Google Scholar
  90. 243.
    Z.B. durch komplexe Laborversuche, die der interessierte Unternehmer selbst nicht durchführen kann.Google Scholar
  91. 244.
    Soweit größere Unternehmen(seinheiten) von westlichen Investoren übernommen wurden, sind sie in den von uns untersuchten Kammerbezirken - von wenigen Ausnahmen abgesehen - entweder zu Teilbetriebsstätten oder “verlängerten Werkbänken” der westlichen Zentralen geworden, oder sie haben im Falle weitgehender Selbständigkeit im Rahmen des Konzerns nicht die ausgesprochen innovativen Geschäftsfelder, die große F&E-Abteilungen erfordern würden.Google Scholar
  92. 245.
    Nach einer Analyse des DIW konzentriert sich in den neuen Bundesländern die industrielle F&E vorwiegend auf kleine Unternehmen, während diese in den alten Bundesländern herkömmlicherweise gutenteils bei Großunternehmen angesiedelt ist; damit fehlt in den neuen Bundesländern auch ein industrielles Netzwerk mit arbeitsteiligen Strukturen zwischen Groß-und Kleinunternehmen, in das in den alten Bundesländern die Mittelständler eingebettet sind. Vgl.: Im Osten forscht vor allem der Mittelstand, in: Der Tagesspiegel vom 17.10.1996.Google Scholar
  93. 246.
    “Was brauchen wir Kooperationspartner, wir haben unsere Abnehmer.”Google Scholar
  94. 247.
    Gerade für diese Kontaktnetze spielt die Tatsache eine wichtige Rolle, dass die entsprechenden IHK-Referenten häufig selbst aus dem Forschungsbereich kommen oder zu DDR-Zeiten zumindest zeitweise dort tätig waren.Google Scholar
  95. 248.
    Diese Forschungs-GmbHs stellen zum guten Teil Rudimente der zentralen Forschungseinrichtungen der Kombinate dar, daneben Ausgründungen von Instituten, z.B. aus der Akademie der Wissenschaften.Google Scholar
  96. 249.
    Auch die IHK Leipzig war beteiligt, aber nicht so intensiv wie Halle-Dessau.Google Scholar
  97. 250.
    So waren Bietergemeinschaften zur Zeit unserer Erhebung noch ein Dauerthema.Google Scholar
  98. 251.
    Allerdings wird auch hier eingeschränkt: “Aufgabe der Kammer kann nur sein, Türen zu öffnen, Partner zu sensibilisieren, zu organisieren. Die Arbeit muss der Unternehmer tun.”Google Scholar
  99. 252.
    Trotz starker Bemühungen wird dies auch im Kammerbezirk Leipzig noch zu wenig praktiziert, wenngleich im Baubereich inzwischen einige Bietergemeinschaften entstanden sind.Google Scholar
  100. 253.
    Eine solche Beteiligung ist von Seiten der Kommunen her freiwillig, wird aber von vielen praktiziert, da sie zugleich eine gewisse Absicherung gegen (ungerechtfertigte) Vergabe-Kritik bietet.Google Scholar
  101. 254.
    Sie wurde vom damaligen Hauptgeschäftsführer sogar zur “Chefsache” gemacht.Google Scholar
  102. 255.
    Gegebenenfalls werden als erste Zwischenstufe die Unternehmen zur eigenen Anwendungsforschung über eine gemeinsame Nutzung teurer Laborgeräte animiert, um daraus weitergehende Kooperationen zu entwickeln.Google Scholar
  103. 256.
    Das Kunststoffzentrum Leipzig ist eine aus einem DDR-Kombinat hervorgegangene Forschungs-GmbH mit “hoher fachlicher Kompetenz”, die anwendungsorientierte Forschung als “Kerngeschäft” betreibt und viele Aufträge von Industrieunternehmen erhält, daneben bekommt sie in geringerem Maße auch öffentliche Forschungsförderung. Die kooperierenden Unternehmen versuchen sowohl über diese Forschung als auch durch gemeinsame Außenwirtschafts-Aktivitäten ihre Kräfte zu bündeln und vermittels entsprechender Strategien gezielt Märkte zu erschließen. So haben das “Zentrum” und mittelständische Firmen aus unterschiedlichen Bereichen der Kunststoffindustrie eine “Fördergemeinschaft Moskau” gegründet, die den russischen Markt systematisch vorbereiten soll. Hierfür wurden u.a. bereits russische Kooperanten gewonnen und Vertriebsbüros aufgebaut.Google Scholar
  104. 257.
    Entsprechend dieser Logik gehören zu jeder Innovationsstrategie zwei Aktivitatsebenen: die Organisierung des “unternehmerischen Unterbaus”, der wiederum auf die parallel zu entwickelnden “regionalen Projektvorstellungen” ausgerichtet werden muss.Google Scholar
  105. 258.
    Auch im F&E-Bereich werden daneben quasi als Vorstufe Veranstaltungen in Form regelmäßiger “Technologie-Foren” angeboten, auf denen sich Unternehmer untereinander und mit Vertretern der F&E-Einrichtungen treffen. Ebenso wie auf den Kontakttagen ist die Themenwahl außerordentlich wichtig fur das Gelingen.Google Scholar
  106. 259.
    “Offizielle Kontakte sind zwar als Good-will-Erklärungen unverzichtbar, leisten aber selbst nicht die Vermittlung.”Google Scholar
  107. 260.
    Die Thüringer Landesregierung kommt diesen Erwartungen auch mit ihren vielen Strukturierungsversuchen entgegen.Google Scholar
  108. 261.
    Zum Ersten ist der industrielle Besatz insgesamt sehr dünn, zudem ist die Branchenstruktur ungünstig und vor allem zu schmal. Zum Zweiten stellen einige der (ohnehin wenigen) größeren Unternehmen aufgrund ihrer Stellung im (westdeutschen) Konzern nicht viel mehr dar als “verlängerte Werkbänke” bzw. “Lohnbetriebe” und bleiben daher ohne Ausstrahlung auf die Region.Google Scholar
  109. 262.
    Diesen Weg nutzt die IHK Frankfurt/0 stärker als die anderen Kammern; hierbei kooperiert sie auch eng mit dem Verein für Qualitätswesen. Auch das Land Brandenburg fördert das Qualitätsmanagement massiv.Google Scholar
  110. 263.
    Hierzu gehörten auch Interviews mit den ausgewählten Unternehmen sowie die Kooperation mit einer Fachhochschule für konzeptionelle Arbeiten.Google Scholar
  111. 264.
    Den wenigen technologisch zukunftsträchtigen Unternehmen, die nach dem Umbruch noch vorhanden waren, fehlen z.T. entweder weitere Verarbeiter in der Region, oder die F&E hat ihren Sitz woanders, so dass hier ebenfalls keine Ausstrahlung auf die Region erfolgen konnte und kann.Google Scholar
  112. 265.
    Die IHK berät jeweils mit den Trägern vor Ort, wie sie die Projekte konkret unterstützen kann, z.B. die Gründung des Technikums.Google Scholar
  113. 266.
    Allerdings nimmt hier oft der Großinvestor bzw. Projektentwickler alleine diese Gestaltungsfunktion wahr.Google Scholar
  114. 267.
    Vor allem Handler gelten als Klientel, die nur unter großen Schwierigkeiten zusammenfindet.Google Scholar
  115. 268.
    Analoges gilt für viele Stadtteilzentren resp. Bezirke in Großstädten. In größeren Städten kann allerdings auch durch die Konkurrenz mehrerer zu kleiner Interessenzirkel eine Zersplitterung der Interessenvertretung eintreten.Google Scholar
  116. 269.
    Diese Kritik kam gerade von Seiten einiger befragter Unternehmer.Google Scholar
  117. 270.
    Beispielsweise von der Kammer Halle-Dessau; dagegen hat die IHK Leipzig keine diesbezüglichen Initiativen unternommen.Google Scholar
  118. 271.
    So hat die IHK in Ostbrandenburg die Erfahrung gemacht, dass man im Industriebereich solche Vereinigungen nicht von außen schaffen kann; “sie müssen wachsen”, sonst funktionieren sie nicht. Dagegen wird in Südthüringen konstatiert, dass man sogar die einzelnen Stammtischtreffen thematisch vorbereiten müsse.Google Scholar
  119. 272.
    Hier gibt es als Variante häufig den “Behördenstammtisch”.Google Scholar
  120. 273.
    In Leipzig hat beispielsweise der Sächsische Unternehmerverband etliche Stammtische organisiert.Google Scholar
  121. 274.
    Dies gilt gleichermaßen für Stadtentwicklungskonzepte, für die Entwicklung touristischer Regionen und für die Entwicklung und Sicherung industrieller Standorte inklusive Bestandspflege, Vorrathaltung von Flachen u.a.Google Scholar
  122. 275.
    Primär über die Bewertung verschiedener Standorte in den Regionalplanen, vgl. weiter unten.Google Scholar
  123. 276.
    Stellungnahmen waren für die IHKn bis 1993/94 ein “Massengeschäft”, zugleich aber von Anfang an aufwendig. Inzwischen ist eine gewisse Routine eingetreten; der fallspezifische Aufwand differiert stärker als früher.Google Scholar
  124. 277.
    Am häufigsten sind Hinweise in den Kammerzeitschriften, daneben eigene Broschüren oder Hinweise via Presse.Google Scholar
  125. 278.
    Haben derartige Projekte wegen ihrer Größe überörtliche Bedeutung, werden sie z.T. vom RP oder Land bearbeitet.Google Scholar
  126. 279.
    Deutlich wird der große Druck an folgender Äußerung eines IHK-Mitarbeiters: “Ich habe für jedes Vorhaben maximal vier Wochen Zeit und erhalte jeden Tag stapelweise diesbezügliche Post.”Google Scholar
  127. 280.
    Hierbei geht es vor allem um die Planungen von kleineren Kommunen sowie um die Interessen von Industrieunternehmen.Google Scholar
  128. 281.
    Zudem benutzt die IHK Neubrandenburg derartige planungsbedingte Kontakte dazu, langfristige Aspekte der Standortvorsorge zu besprechen und die Unternehmen über das konkrete Vorhaben hinaus mit der Gemeinde ins Gespräch zu bringen.Google Scholar
  129. 282.
    So z.B. großflächige Freizeiteinrichtungen oder Ferien-Wohnanlagen.Google Scholar
  130. 283.
    Hier ist “die Gesamtvertretung der IHK gefragt”.Google Scholar
  131. 284.
    Diese werden zwar häufig vom Bund finanziert, aber vom Land unter Einbeziehung der Kommunen und Landkreise geplant.Google Scholar
  132. 285.
    So z.B. in SchwedtlOstbrandenburg.Google Scholar
  133. 286.
    Derartige Maßnahmen werden zumindest in größeren Städten häufig im Zuge der Verkehrsentwicklungsplanung durchgeführt.Google Scholar
  134. 287.
    Mitteldeutsche Zeitung (MZ) vom 19.7.1995.Google Scholar
  135. 288.
    Vgl. u.a. “IHK gegen weitere Hemmnisse in City” (MZ vom 13.7.1995), “Wird Parkverbot in City ausgeweitet” (MZ vom 14.7.1995), “Politiker sind gefragt” (MZ vom 22.7.1995), “Hindernis für Lieferverkehr” (MZ vom 5.8.1995).Google Scholar
  136. 289.
    So hat die IHK Halle-Dessau zum LEP eine vierzigseitige Stellungnahme abgegeben, an deren Erarbeitung auch Unternehmensvertreter beteiligt waren.Google Scholar
  137. 290.
    So stellt man bei der IHK Halle-Dessau fest: “Dies ist ein zeitaufwendiger Prozess, in den wir uns von Anfang an eingebracht haben.”Google Scholar
  138. 291.
    In (Süd-)Thüringen haben beispielsweise die regionalen Raumordnungspläne unmittelbar gravierende Auswirkungen auf die Kommunen, indem die Möglichkeit, Wirtschaftsfördermittel zu erhalten, stark von ihnen abhängt. Die IHK versucht daher im Zuge ihrer Aktivitäten für diese Planungen direkt mit den Kommunen in Diskussion zu treten und diese zu aktivieren.Google Scholar
  139. 292.
    Dies umfasst gleichermaßen Hinweise auf kommunale Pläne und Aktivitäten in den einzelnen Orten als “Initialzündung”, um als Kammer aktiv zu werden, wie auch Informationen Ober konkrete Sachverhalte, Probleme (i.S. einer Datensammlung), um angemessen handeln zu können.Google Scholar
  140. 293.
    Dies umfasst Bewertungen kommunaler Konzepte, Vorschlage oder sonstige informationelle Hilfsmittel, die für eine effektive Selbstvertretung erforderlich sind.Google Scholar
  141. 294.
    Die wichtigsten Mitakteure sind hier der Einzelhandelsverband und der DEHOGA.Google Scholar
  142. 295.
    Soweit neben diesen kommunalen Gremien auf höherer Ebene (RP, Land) entsprechende öffentliche Gremien bestehen, arbeiten die Kammern auch in ihnen mit, in Brandenburg z.B. beim Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr.Google Scholar
  143. 296.
    Am 11.1.1995 beginnt die Berichterstattung mit den Meldungen “Zuviel Kaufkraft fließt nach Paunsdorf’ und ”Stadt hat ungenügend kontrolliert“ mit dem Vorwurf der IHK, es sei mehr Verkaufsfläche gebaut worden als genehmigt. Sie endet am 17.8.1995 mit der Meldung ”Konflikt um Paunsdorf Center ist beigelegt“ (nachdem die zuviel gebaute Fläche umgewidmet werden sollte).Google Scholar
  144. 297.
    Dies ist - wie in Frankfurt hervorgehoben wird - vor allem dann der Fall, wenn externe Planer beauftragt werden, die nach Konzepterstellung ihre Aktivität beenden.Google Scholar
  145. 298.
    Hierfür hat die IHK sogar ein eigenes Konzept entwickelt.Google Scholar
  146. 299.
    Sie haben nach Einschätzung der Kammer inzwischen Hilfe zumeist nötiger als größere Kommunen, da sie nicht in gleichem Maße wie diese an Fördermittel herankommen.Google Scholar
  147. 300.
    So gestaltet die IHK u.a. zusammen mit dem DEHOGA den Wettbewerb “gastliches Thüringen”.Google Scholar
  148. 301.
    Die Kammern beziehen, anders als in den alten Bundesländern, keineswegs prinzipiell eine negative Stellung zu Arbeitsbeschaffungs-Maßnahmen, da diese in ihren Regionen angesichts der großen sozialen und strukturellen Probleme z.T. unverzichtbar sind. Auch die IHK-Klientel ist bzgl. AB-Maßnahmen durchaus gespalten; während die einen darin eine “unlautere” Konkurrenz sehen, votieren andere dafür, da sie von derartigen Projekten mittels Folgeaufträgen profitieren.Google Scholar
  149. 302.
    Analoges gilt aus Sicht der IHK Halle-Dessau für ihr Regionalforum.Google Scholar
  150. 303.
    Diese Orientierung zieht die Konsequenzen aus der anfänglichen Entwicklung: So waren in der “ersten Euphorie” allzu viele Gremien entstanden, die zu einer Reihe von parallelen Arbeiten geführt haben; daher drängt die Kammer jetzt auf “rigorose Verdichtung”.Google Scholar
  151. 304.
    Resp. regional-sektorale Entwicklungsstudien für Tourismus, Industrie, Landwirtschaft.Google Scholar
  152. 305.
    Mitglieder sind die Gebietskörperschaften, die IHK, Umweltverbände und andere Träger.Google Scholar
  153. 306.
    In Brandenburg beispielsweise werden derartige Konferenzen via Landesarbeitsgemeinschaft der IHKn organisiert; dabei wird abgesprochen, wer welche Konferenz veranstaltet; “die Politik” wird regelmäßig eingebunden.Google Scholar
  154. 307.
    Vgl. hierzu die Darstellung der Aktivitäten der Kammern für derartige Einrichtungen in Kapitel 5.2.1. 308 Die IHK hat die Anforderungen der an diesem Standort befindlichen Unternehmen einschließlich der en Entwicklungsinteressen ermittelt und intensiv in den für die Vermarktung bestehenden Arbeits kreis eingebracht.Google Scholar
  155. 309.
    Hier wird als entscheidende Ebene die Einflussnahme im Rahmen der regionalen Raumplanung gesehen.Google Scholar
  156. 310.
    “Die Meinung der IHK ist bei öffentlichen Institutionen viel gefragt.”Google Scholar
  157. 311.
    Vgl. auch Kapitel 7.2., wo die Unterschiede im Verhältnis Wirtschaftsförderer - IHK und ihre Ursachen exemplarisch aus kommunaler Sicht untersucht werden.Google Scholar
  158. 312.
    Dabei sind Landräte für die Industrie-Infrastruktur wichtiger als Kommunen.Google Scholar
  159. 313.
    So z.B. die beiden mittleren IHKn.Google Scholar
  160. 314.
    Hierbei handelt es sich zum einen um die Bewilligungsausschüsse der öffentlichen Banken und Förderinstitutionen, zum anderen zumeist um bei der Landesregierung eingerichtete Beratungsgremien.Google Scholar
  161. 315.
    Auf Landesebene sind hier auch -je nach Land unterschiedlich zugeschnitten - Landesförderinstitute, Landesentwicklungsgesellschaften oder Wirtschaftsfördergesellschaften aktiv, wobei zu den IHKn statt Kooperation teilweise ein Konkurrenzverhältnis besteht.Google Scholar
  162. 316.
    Vor allem Außenwirtschafts-, Zoll-und Steuerrecht inkl. Präferenz-und Ursprungsrecht.Google Scholar
  163. 317.
    Damit ist der Informationsbedarf der Unternehmen auch ohne Kammern mit vertretbaren Kosten ab-deckbar.Google Scholar
  164. 318.
    Seit neuerer Zeit kommen noch die Delegiertenbüros und Repräsentanzen hinzu.Google Scholar
  165. 319.
    Derartige Arbeitsteilungen bestehen vor allem zwischen den Kammern eines Landes im Rahmen der Landesarbeitsgemeinschaft, indem beispielsweise alle großen internationalen Messen bearbeitungsmäßig verteilt werden.Google Scholar
  166. 320.
    Z.B. zum Thema “ökologisches Bauen”, derartige Kooperationstreffen sind gutenteils EU-gefordert.Google Scholar
  167. 322.
    Zu den generellen Strukturen der Einflussnahme auf die politischen Rahmenbedingungen siehe Kapitel 5.4.Google Scholar
  168. 323.
    In Thüringen existiert beispielsweise eine Arbeitsgemeinschaft der Thüringer Kammern in Verbindung mit dem Verband der Thüringer Wirtschaft und dem Landeswirtschaftsministerium.Google Scholar
  169. 324.
    Zudem sind die Außenstellen beider Kammern in die unternehmensbezogenen Dienstleistungen einbezogen, indem sie einfache Außenwirtschafts-Informationen vermitteln und einen Guteil der Außenwirtschafts-Dokumente für ihre Subregion ausstellen bzw. beglaubigen. Primäre Zielrichtung dieser Einbindung ist ein orts-und unternehmensnaher Service.Google Scholar
  170. 325.
    Diese sind wiederum häufig eng verknüpft mit den Einflussaktivitäten auf den unteren Politikebenen.Google Scholar
  171. 326.
    Im Baubereich wurden als wichtige Themen u.a. genannt: VOB, Werkvertragsrecht, EU-Arbeitskrafteregelung und Entsenderichtlinie sowie Schlechtwettergeldregelung.Google Scholar
  172. 327.
    Z.B.: ÖPNV-Gesetz, Güterverkehrs-und Gefahrengutgesetzgebung.Google Scholar
  173. 328.
    Generell werden der Mitwirkung in Gremien als Funktionen zugeschrieben: (1) frühe Informationsgewinnung, (2) die Möglichkeit, im Vorfeld von Konzeptentwicklung und Entscheidungen “mitzumischen” und (3) gegenüber der eigenen Klientel Präsenz zu demonstrieren.Google Scholar
  174. 329.
    Dies führte z.T. bis in die neuere Zeit dazu, dass sie gezwungen waren zu versuchen, an den bereits ausformulierten Gesetzesentwürfen Änderungen durchzusetzen, was weit schwieriger ist als eine Einflussnahme im Vorfeld.Google Scholar
  175. 330.
    So wird in einigen Regionen angesichts inzwischen fehlender geeigneter Standorte die Aufbereitung von altindustriellen Standorten (“Industriebrachen”) auch für IHKn zum wichtigen Thema.Google Scholar
  176. 331.
    Nämlich für mittelständische Unternehmen.Google Scholar
  177. 332.
    Dies geschah durch ein komplexes strategisches Vorgehen auf mehreren Ebenen, zuletzt gebündelt via DIHT.Google Scholar
  178. 333.
    So stellt Adam fest: “Die Quantifizierung des politischen Einflusses, d.h. des Ausmaßes, in dem staatliche Entscheidungen als Folge von Verbandsaktivitäten abgeändert wurden, bildet zweifellos den schwierigsten Teil einer Untersuchung über die Folgen der Verbandstätigkeit.” Adam, Der Einfluss der Industrie-und Handelskammern auf politische Entscheidungsprozesse (Anm. 4), S. 53.Google Scholar
  179. 334.
    Nach Einschätzung mehrerer Kammern wird von politischer Seite teilweise die Kritik potenter Unternehmer wichtiger genommen als die Kritik von IHK-Hautptamtlichen.Google Scholar
  180. 335.
    So ist die Kammer auf kommunaler, regionaler und Landesebene sowohl für die “üblichen” Handlungsfelder weit häufiger in Gremien vertreten - 1995 beispielsweise mit fünf Sitzen bei öffentlichen Banken u.ä., drei Sitzen bei der TLG inkl. Ablegern, zehn Mitgliedschaften in Beiräten oder Aufsichtsräten von Wirtschaftsfördergesellschaften, Initiativen u.ä., acht Sitzen bei Sanierungs-und Qualifizierungsträgern und elf Sitzen bei TGZ o.ä. - als auch in zusätzlichen Feldern wie der Landesgruppe RKW, dem VDI-Arbeitskreis, dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle u.a.Google Scholar
  181. 336.
    In Sachsen-Anhalt war erst kurz vor unserer Erhebung die Landesarbeitsgemeinschaft nach jahrelangem Dissens “ins Laufen gekommen”. Die Brandenburger Kammern dagegen hatten sich von Anfang an überregional, d.h. mit der IHK zu Berlin, zusammengeschlossen.Google Scholar
  182. 337.
    Abteilungsleiter oder Referenten.Google Scholar
  183. 338.
    Von mehreren Akteuren wird darauf hingewiesen, dass die Kooperation in der Anfangsphase intensiver war, weil man sich noch zu vielen Fragen abstimmen musste, während inzwischen “diese Dinge eingespielt” sind.Google Scholar
  184. 339.
    Daher kann innerhalb einer Kammer die Einschätzung sowohl der prinzipiellen Bedeutung der LAG als auch des aktuellen Funktionierens erheblich zwischen den Abteilungen differieren.Google Scholar
  185. 340.
    Die Spannweite wird an folgenden Einschätzungen deutlich: “Die Inhalte dieser Gremiensitzungen sind sehr differenziert in der Wirkung für unsere Arbeit vor Ort zu werten.” Die Sitzungen bieten “indirekt ein hohes Maß an fachlicher Weiterbildung” vs. die Mitarbeit ist “nicht so nützlich, aber man muss wissen, was dort läuft.”Google Scholar
  186. 341.
    So z.B. im Arbeitskreis “Innovationsberater”.Google Scholar
  187. 342.
    Hierbei handelt es sich sowohl um Informationen “im Vorlauf”, d.h. über Gesetzesvorhaben u.ä., die erst noch diskutiert werden, als auch um Informationen Ober Veränderungen von Regelungen, z.B. neue Wirtschaftsforderregeln o.ä.Google Scholar
  188. 343.
    Hier liegen viele Probleme im Grenzbereich zwischen beiden Kammerbezirken. Gerade beim Thema “grüne Wiese” ist in der Anfangsphase vieles nicht geglückt - vgl. den überdimensionierten “Sachsenpark” -, da die erforderliche Abstimmung auf öffentlicher Ebene nicht erfolgte.Google Scholar
  189. 344.
    Dieser wurde von der Bundesregierung durchgeführt.Google Scholar
  190. 345.
    In Dessau waren die wirtschaftlich Verantwortlichen und Unternehmen im Erhebungzeitraum z.T. eher auf den Berliner Raum orientiert.Google Scholar

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