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Forschungsproblem, theoretischer Bezugsrahmen und Untersuchungskonzept

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Part of the Schriften des Otto-Stammer-Zentrums im Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin book series (SOSZ, volume 88)

Zusammenfassung

Einen grundlegenden Aspekt des umfassenden gesellschaftlichen Wandels im Gefolge des Zusammenbruchs der DDR stellte der Übergang von einer zentral geplanten und gesteuerten Wirtschaft zu einer weithin selbstregulierten (Markt-) Wirtschaft dar. Ein wesentliches Moment für das Gelingen dieser Transformation war — nach übereinstimmender Sicht der sozialwissenschaftlichen Forschung über die DDR-Wirtschaft im Umbruch1 — wiederum die (Neu-)Bildung weitgehend autonomer Interessenvertretungs- und Regulierungs-Institutionen.

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Literatur

  1. 1.
    Zur Literatur vgl. exemplarisch folgende Sammelbände und Beiträge: Volker Eichener et al. (Hg.), Organisierte Interessen in Ostdeutschland, Marburg 1992, 2 Bde; Frank Löbler/Josef Schmid/ Heinrich Tiemann (Hg.), Wiedervereinigung als Organisationsproblem: Gesamtdeutsche Zusammenschlüsse von Parteien und Verbänden, Bochum 1991; Josef Schmid/Frank Löbler/Heinrich Tiemann, Organisationsstrukturen und Probleme von Parteien und Verbanden (Probleme der Einheit, Bd. 14), Marburg 1994; Wolfgang Streeck (Hg.), Staat und Verbände, PVS-Sonderheft 25, 1994; Helmut Wiesenthal, Absturz in die Moderne. Der Sonderstatus der DDR in den Transformationsprozessen Osteuropas, ZeS-Arbeitspapier Nr. 8/91, Zentrum für Sozialpolitik Universität Bremen; Gerhard Lehmbruch, Dilemmata verbandlicher Einflusslogik im Prozess der deutschen Vereinigung, in: Streeck (Hg.), Staat und Verbände, S. 370ff; Wolfgang Krumbein, Situativer Korporatismus, in: Eichener et al. (Hg.), Organisierte Interessen in Ostdeutschland, I. Halbband, S. 211 ff; Ralf Kleinfeld, Zwischen Rundem Tisch und Konzertierter Aktion. Korporatistische Formen der Interessenvermittlung in den neuen Bundesländern, in: Eichener et al. (Hg.), Organisierte Interessen in Ostdeutschland, 1. Halbband, S. 73ff; Fred Henneberger, Arbeitgeber-und Wirtschaftsverbände in den neuen Bundesländern, in: Schmid/Löbler/Tiemann, Organisationsstrukturen, S. 119ff; Fred Henneberger, Transferstart. Organisationsdynamik und Strukturkonservatismus westdeutscher Unternehmerverbände - Aktuelle Entwicklungen unter besonderer Berücksichtigung des Aufbauprozesses in Sachsen und Thüringen, in: Streeck (Hg.), Staat und Verbände, S. 644ff; August Ortmeyer, Industrie-und Handelskammem in den neuen Bundesländern, in: Löbler/Schmidt/Tiemann, Wiedervereinigung als Organisationsproblem, S. 130ff; Hans-Dieter Manegold, Industrie-und Handelskammern. Eine Institution mit langer Tradition im Prozess der Wiedervereinigung, in: Schmid/Löbler/Tiemann, Organisationsstrukturen, S. 101 ff; Google Scholar
  2. 2.
    Mit Ausnahme der Handwerksbetriebe, die in den analog zu den IHKn etablierten Handwerkskammern organisiert sind.Google Scholar
  3. 3.
    In den neuen Bundesländern tritt diese Bewegung erst mehrere Jahre später auf.Google Scholar
  4. 4.
    Als Ausnahmen sind lediglich Hermann Adam zu nennen, der sich aber auf den Aspekt der politischen Einflussnahme beschränkt, und einige wenige Autoren wie Manfred Groser, die aus eher politisch-ökonomischer Sicht einzelne Aspekte diskutieren; siehe: Hermann Adam, Der Einfluss der Industrie-und Handelskammern auf politische Entscheidungsprozesse, Frankfurt a.M./New York 1979; Manfred Groser, Organisationsdynamik öffentlich-rechtlicher Zwangsverbände, in: Jahrbuch fir Neue Politische Ökonomie, 11. Band, Tübingen 1992, S. 128ff.Google Scholar
  5. 5.
    Besonders deutlich wird die absolute Dominanz des Kammerschrifttums in der vom DIHT herausgegebenen ausführlichen “Bibliographie zur Geschichte und Organisation der Industrie-und Handelskammern und des DIHT”, Bonn 1986.Google Scholar
  6. 6.
    “Planungsregionen” sind i.d.R. auf die Erfüllung aller “Daseinsgrundfunktionen” bezogen, während “Wirtschaftsregionen” eher an gegebenen wirtschaftlichen Verflechtungen und Grenzen orientiert sind, z.B. die früheren “Montanregionen” in Nordrhein-Westfalen als Problem-und Entwicklungsraum.Google Scholar
  7. 7.
    Oder allgemeiner für die gesamte Wirtschaft: einen “intraregionalen Kreislauf”; vgl. Hans PohleGoogle Scholar
  8. Ziele, Leitbilder und Konzepte der Deutschen Regionalpolitik und Regionalentwicklung im Wandel, in: Manfred Holthus (Hg.), Elemente regionaler Wirtschaftspolitik in Deutschland, Baden-Baden 1995, S. 56.Google Scholar
  9. 8.
    Dies wird gleichermaßen deutlich an dem umfänglichen, aber auch sehr heterogenen gesetzlichen Planungsinstrumentarium und einer Vielzahl an beteiligten Institutionen (vgl. nächstes Unterkapitel) wie an der breiten wissenschaftlichen Institutionalisierung des Themas von mehreren “Akademien für Raumforschung und Landesplanung” bis hin zu einer Vielzahl von “Instituten für Stadtentwicklung”.Google Scholar
  10. 9.
    Allerdings wird auch für die räumliche Planung konstatiert, dass sich die Rahmenbedingungen in rascher Veränderung befinden, woraus sich vor allem für die Regionalplanung erhöhte und teilweise neue Anforderungen ergeben; vgl. z.B.: Akademie für Raumforschung und Landesplanung Hannover (Forschungs-und Sitzungsberichte), Zukunftsaufgabe Regionalplanung, Hannover 1995, S. 1Xf.Google Scholar
  11. 10.
    So z.B. Wolfgang Krumbein, Vorwort, in: ders. (Hg.), Ökonomische und politische Netzwerke in der Region, Münster/Hamburg 1994, S. 2.Google Scholar
  12. 11.
    Vgl. z.B. Joachim Gensko, Netzwerke, innovative Milieus und Globalisierung - einige Anmerkungen zu einer regionalökonomischen Diskussion, in: Gert Schmidt/Rainer Trinczek (Hg.), (DFG- Schwerpunkt “Regulierung und Restrukturierung der Arbeit im Spannungsfeld von Globalisierung und Dezentralisierung”), Arbeitspapiere 1, Kolloquium am 27./28. Juni 1996 in Erlangen, S. 36ff.Google Scholar
  13. 12.
    Aus sozialwissenschaftlicher Sicht erscheint dies dagegen selbstverständlich; so stellt etwa Gensko fest, die im Zuge der Globalisierung zunehmend erforderlichen regionalen Netzwerke “werden ausgefüllt durch (staatliche und nicht-staatliche) Akteure. So gesehen lassen sie sich als Policy-Netzwerke verstehen.” Gensko, Netzwerke (Anm. 11), S. 36. Analog werden von regionalwissenschaftlicher Seite auf einem 1995 veranstalteten Kolloquium der Europäischen Akademie Bayern und der Universität Bayreuth sowohl mehrere Städtenetze als auch Unternehmensnetze vorgestellt; vgl. Jörg Maier (Hg.), Netzwerke in der Kommunal-und Regionalpolitik (Arbeitsmaterialien zur Raumordnung und Raumplanung, Heft 150), Bayreuth 1996.Google Scholar
  14. 13.
    Der bayerischen Staatsregierung wurde in der Vergangenheit denn auch von liberaler und konservativer Seite im Hinblick auf ihre Wirtschafts-und Industriepolitik immer wieder Interventionismus resp. “Staatskapitalismus” vorgeworfen, so insbesondere im Zusammenhang mit ihrer Nutzung öffentlicher Unternehmen für wirtschaftspolitische Zwecke. Vgl. Ingeborg Haag, Drei Varianten staatlicher Beteiligung und die Strategien ihrer Kontrolle in der BRD im historischen Abriss, in: Nils Diederich/Ingeborg Haag/Georg Cadel, Die Kontrolle öffentlicher Unternehmen (Berliner Arbeitshefte und Berichte zur sozialwissenschaftlichen Forschung, Nr. 89), Berlin 1994, S. 54.Google Scholar
  15. 14.
    Bemerkenswert ist, daß regionale Wirtschaftspolitik auch bei wenig regulierungsfreundlicher Betrachtung dann durchaus akzeptabel ist, wenn sie als “Standortpolitik” mit einer “Konkurrenz der Regionen” verstanden wird. Vgl. exemplarisch die verschiedenen Auf-und Ansätze in: Bernhard Gahlen/Helmut Hesse/Hans Jürgen Ramser, Standort und Region. Neue Ansätze zur Regionalökonomik, Tübingen 1995.Google Scholar
  16. 15.
    Vgl. Helmut Voelzkow, Die Regionalisierung der Strukturpolitik in NRW: Erfahrungen und Perspektiven, in: Achim Momm u.a. (Hg.), Regionalisierte Entwicklungsstrategien. Beispiele und Perspektiven integrierter Regionalentwicklung in Ost-und Westdeutschland, Bonn 1995, S. 61 ff.Google Scholar
  17. 16.
    Einen Überblick über die Entwicklung von der kommunalen zur regionalen Wirtschaftsforderung sowie von der Einbeziehung neuer Politikfelder, Akteure und Instrumente mit Fallbeispielen gibt z.B. Petra Hartmann, Beziehungen zwischen Staat und Wirtschaft. Unter besonderer Berücksichtigung neuartiger Kooperationsformen im Bereich der regionalen und kommunalen Wirtschaftspolitik, Baden-Baden 1994.Google Scholar
  18. 17.
    Einen Überblick über verschiedene Analyseansatze zur regionalen Entwicklung sowie über die Tauglichkeit der unterschiedlichen wirtschaftswissenschaftlichen Theorien für eine Analyse der regionalen Verflechtung der Wirtschaft geben z.B.: Ulf Hahne/Klaus von Stackelberg, Regionale Entwicklungstheorien. Konkurrierende Ansätze zur Erklarung der wirtschaftlichen Entwicklung in Regionen, Freiburg 1994.Google Scholar
  19. 18.
    So z.B. Rainer Danielzyk, Regionalisierte Entwicklungsstrategien - “modisches” Phänomen oder neuer Politikansatz, in: Momm u.a., Regionalisierte Entwicklungsstrategien (Anm. 15), S. 9f. Weit- gehend analog dazu heben andere Autoren starker auf die “selbstverantwortliche Beteiligung” der regionalen Akteure ab; so z.B. Astrid Ziegler/Hans Gabriel/Rainer Hoffmann (Hg.), Regionalisierung der Strukturpolitik, Marburg 1995, S. 12.Google Scholar
  20. 19.
    So konstatiert etwa Schikora: “Für die Abschätzung der Entwicklungschancen einzelner Regionen ist der Umstand maßgeblich, dass Regionalpolitik sich unter den veränderten Ökonomischen Rahmenbedingungen nicht mehr auf eine Umverteilung von exogen generierten Enwicklungsanstößen beschränken kann.” Andreas Schikora, Die Eignung des Konzepts der “Endogenen Entwicklungspotentiale” zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen, Berlin 1994, S. 108.Google Scholar
  21. 20.
    Vgl. Danielzyk, Entwicklungsstrategien (Anm. 18), S. 9; er stellt weiter fest, dass “die Konkurrenz der Standorte im globalen Markt Europa… in erster Linie eine Konkurrenz von Regionen sein” wird.Google Scholar
  22. 21.
    Vgl. ebd., S. 10.Google Scholar
  23. 22.
    Raimar Richert, Räumliche Ungleichgewichte in Deutschland, in: Holthus, Elemente (Anm. 7), S. 15.Google Scholar
  24. 23.
    Werner Ernst/Jens Hesse/Werner Hoppe, Zur Organisation der Regionalplanung (SFB-Sonderforschungsbereich, Nr. 26), Münster 1979, S. 41.Google Scholar
  25. 24.
    Zu den unterschiedlichen Formen der Verflechtung zwischen öffentlichen Institutionen, Wirtschaftsverbänden und großen Unternehmen siehe auch Rolf G. Heinze/Josef Schmid, Mesokorporatistische Strategien im Vergleich: Industrieller Strukturwandel und die Kontingenz politischer Steuerung in drei Bundeslandem, in: Streeck (Hg.), Staat und Verbände (Anm. 1).Google Scholar
  26. 25.
    Vgl. insbes. §1 des IHK-Gesetzes.Google Scholar
  27. 26.
    Vgl. Ernst Jäkel/Werner Junge, Die deutschen Industrie-und Handelskammern und der Deutsche Industrie-und Handelstag, Düsseldorf 1986, S. 31 ff; Adam, Der Einfluss der Industrie-und Handelskammern (Anm. 4), S. 32ff; DIHT (Hg.), Industrie-und Handelskammern in der Bundesrepublik Deutschland. Aufgaben und Gesetz, Bonn 1990.Google Scholar
  28. 27.
    Adam, Der Einfluss der Industrie-und Handelskammern (Anm. 4), S. 38.Google Scholar
  29. 28.
    Jakel/Junge, Die deutschen Industrie-und Handelskammern (Anm. 26), S. 39ff.Google Scholar
  30. 29.
    Jakel/Junge (ebd., S. 41) stellen hierzu fest: “Die Palette der von Behörden und Gerichten erbetenen Kammergutachten [ist] außerordentlich umfangreich und [kann] erschöpfend gar nicht dargestellt werden.”Google Scholar
  31. 30.
    Ebd., S. 39.Google Scholar
  32. 31.
    Adam, Der Einfluss der Industrie-und Handelskammern (Anm. 4), S. 39.Google Scholar
  33. 32.
    Nach Adam können Ausschüsse in der IHK-Satzung festgelegt sein oder durch einen VV-Beschluss gebildet werden. Die Anzahl der Mitglieder und Auswahl der Personen sind in das Belieben der Kammern gestellt; eine Ausnahme bildet der Berufsbildungsausschuss. Vgl. Adam, Der Einfluss der Industrie-und Handelskammern (Anm. 4), S. 23.Google Scholar
  34. 33.
    Zwar bezeichnet der soziologische Basisbegriff Institution in unterschiedlichen wissenschaftlichen Diskussionszusammenhängen sehr verschiedene soziale Phänomene. Als Gemeinsames ist jedoch festzuhalten, dass “Institutionen” durchgängig als Verfestigungen von allgemeinen Wertmustern verstanden werden, die sich zu Leitideen (oder Rationalitätskriterien) verdichtet haben und individuellen wie kollektiven Akteuren bestimmte Orientierungs-und Handlungsmuster vorgeben (und sie auch durchsetzen). Vermittelt darüber strukturieren sie die Gesellschaft und repräsentieren ihre Ordnung.Google Scholar
  35. 34.
    Sie bilden zusammen mit den zentralen politischen Institutionen das (Gesamt-)Ensemble der sozialen Institutionen dieser Gesellschaften.Google Scholar
  36. 35.
    Vgl. Theo Pirker, Restauration und Reform. Die Krise und der Zerfall kommunistischer Herrschaftssysteme (Berliner Arbeitshefte und Berichte zur sozialwissenschaftlichen Forschung, Nr. 20), Berlin 1990.Google Scholar
  37. 36.
    Ingeborg Haag, Die Bedeutung von Selbstverwaltungs-und Interessenvermittlungsinstitutionen für die Entstaatlichung der Wirtschaft. - Das Beispiel des Wiederaufbaus der Industrie-und Handelskammern in der ehemaligen DDR, in: Haag et al., Kleine Beiträge zur “Transformation großer gesellschaftlicher Systeme” (Berliner Arbeitshefte und Berichte zur sozialwissenschaftlichen Forschung, Nr. 59), Berlin, Mai 1991, S. 4ff. Diese Darstellung beruht auf Gesprächen mit Vertretern von Industrie-und Handelskammern und auf Presseauswertungen.Google Scholar
  38. 37.
    Reinhard Bendix, Herrschaft und Industriearbeit, Frankfurt a. M. 1956.Google Scholar
  39. 38.
    M. Rainer Lepsius, Ideen, Interessen, Institutionen, Opladen 1990.Google Scholar
  40. 39.
    Theo Pirker, Autonomie und Kontrolle. Vorbemerkung zum Phänomen intermediärer regulativer Institutionen, in: ders., Autonomie und Kontrolle. Beiträge zur Soziologie des Finanz-und Steuerstaates, Berlin 1989, S. 7ff.Google Scholar
  41. 40.
    Lepsius, Ideen (Anm. 38), S. 7.Google Scholar
  42. 41.
  43. 42.
    Gerhard Göhler, Politische Institutionen und ihr Kontext, in: ders., Die Eigenart der Institutionen, Baden-Baden 1994, S. 39.Google Scholar
  44. 43.
    Dies betrifft insbesondere die Verbandeforschung und die Theorien zur Interessenorganisation; vgl. exemplarisch: Ernst-Bernd Blümle/Peter Schwarz (Hg.), Wirtschaftsverbände und ihre Funktionen, Darmstadt 1985; Ulrich von Alemann/Rolf G. Heinze (Hg.), Verbände und Staat, Opladen 1979; Rudolf Steinberg (Hg.), Staat und Verbände, Darmstadt 1985; Jürgen Weber, Die Interessengruppen im politischen System der Bundesrepublik Deutschland, 2. überarb. und env. Aufl., München 1981.Google Scholar
  45. 44.
    Hinweise auf Strukturierungsleistungen in der “alten” Bundesrepublik finden sich vor allem in Darstellungen über neue Leistungsangebote der IHKn im Zuge der Globalisierung und Regionalisierung der Wirtschaft; so z.B. Wolfgang Niopek, Aufgaben, Organisation und Finanzierung von Industrie-und Handelskammern, in: ZögU, Band 13, Heft 4, 1990, S. 444ff.Google Scholar
  46. 45.
    Wiesenthal/Stykow deduzieren im Rahmen der Neokorporatismusdiskussion “ein Spektrum komplexer Funktionen”, das teilweise hiermit übereinstimmt; vgl. Helmut Wiesenthal/Petra Stykow, Unternehmensverbände im Systemwechsel: Entwicklung und Status organisierter Wirtschaftsverbände in den Transformationsprozessen Ostmitteleuropas und Rußlands, in: Streeck (Hg.), Staat und Verbände (Anm. 1), S. 295.Google Scholar
  47. 46.
    Vgl. hierzu exemplarisch: Weber, Interessengruppen (Anm. 43), S. 395f.Google Scholar
  48. 47.
    Ebd., S. 19.Google Scholar
  49. 48.
    Jedenfalls weit komplexer, als es die häufig in der Verbandeforschung einseitig auf politische Einflussnahme reduzierte “Interessenvertretung” erwarten laßt.Google Scholar
  50. 49.
    Weber, Interessengruppen (Anm. 43), S. 388.Google Scholar
  51. 50.
    Formell werden die entsprechenden Aktivitäten von 1HKn zwar gängigerweise der Exekutivfunktion oder “Selbstverwaltung” zugeordnet. Unter funktionalen Gesichtspunkten mischen sich aber hier Leistungen der Selbstregulierung (vom Führen eines Verzeichnisses der Berufsausbildungsverhältnisse bis zur Einrichtung von Prüfungsausschüssen und Abnahme von Prüfungen) mit Vermittlungsleistungen zwischen den Sektoren “Wirtschaft” und “Ausbildung”, indem die IHKn Anforderungen der von ihnen vertretenen Wirtschaftszweige fur die Aus-und Fortbildung formulieren bzw. im Normalfall - ausgehend von den festgelegten Berufsbildern - konkretisieren.Google Scholar
  52. 51.
    Lepsius, Ideen (Anm. 38), S. 63.Google Scholar
  53. 52.
    M. Rainer Lepsius, Ein unbekanntes Land. Plädoyer für soziologische Neugierde, in: Bernd Giesen/ Claus Leggewie (Hg.), Experiment Vereinigung. Ein sozialer Großversuch, Berlin 1991, S. 73.Google Scholar
  54. 53.
    Konzeptuell ermöglicht es dabei die Kategorie des “institutionellen Vorlaufs”, die Funktionen und Wirkungen von Institutionen aus dem Geflecht der Wechselbeziehungen zwischen gesellschaftlichem Wertesystem und Institutionen herauszulösen und zum eigenständigen Gegenstand von Institutionenanalysen zu machen.Google Scholar
  55. 54.
    Vgl. hierzu Rainer Weinert, Das Ende der Gemeinwirtschaft. Gewerkschaften und gemeinwirtschaftliche Unternehmen im Nachkriegsdeutschland, Frankfurt a.M./New York 1994, S. 37f.Google Scholar
  56. 55.
    Vgl. oben Kapitel 1.4.1.Google Scholar
  57. 56.
    Vgl. oben Kapitel 1.3.1.Google Scholar
  58. 57.
    Vgl. oben Kapitel 1.2.Google Scholar
  59. 59.
    Niopek, Aufgaben (Anm. 44), S. 448; hierzu gehören beispielsweise die Konjunkturumfragen in den Mitgliedsunternehmen.Google Scholar
  60. 60.
    Dies gilt in besonderem Maße für die lokale und regionale Ebene in den neuen Bundesländern, weil sich hier einerseits der Aufbau neuer politisch-administrativer regulativer Institutionen verzögerte, da man sich zunächst auf die überregionale (d.i. Länder-)Ebene konzentrierte, andererseits aber auf der unteren Ebene wichtige Basisinfrastruktur aufgebaut werden musste, an die unterschiedliche Gruppen divergierende Anforderungen stellten.Google Scholar

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