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Vorbemerkung

Chapter
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Part of the Schriften des Otto-Stammer-Zentrums im Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin book series (SOSZ, volume 88)

Zusammenfassung

Industrie- und Handelskammern (IHKn) gehören in den demokratisch und marktwirtschaftlich verfassten Industriegesellschaften zu den Basisorganisationen der regionalen Selbstorganisation der Wirtschaft. Allerdings gibt es zwei differente Grundmodelle: Während sie in den USA und anderen angelsächsischen Ländern freiwillige („private“) Organisationen neben anderen wirtschaftlichen Lobby-Organisationen sind, haben sie in den meisten kontinentaleuropäischen Staaten einen öffentlichen Status mit einer Vielzahl von zum Teil gesetzlich festgelegten Aufgaben. Exemplarisch für diesen Modus sind die IHKn in der Bundesrepublik Deutschland. Sie nehmen als öffentlich-rechtliche Körperschaften gleichermaßen hoheitliche Funktionen wahr — vor allem in der beruflichen (Aus-)Bildung, aber auch in etlichen anderen Bereichen — und stellen repräsentative Selbstverwaltungsorgane der Wirtschaft ihres Kammerbezirks dar. Zugleich sind sie ein gewichtiger Interessenvertreter der Wirtschaft. Diese Multifunktionalität verleiht ihnen eine eigentümliche Stellung zwischen (quasi-)öffentlicher Institution und Lobby. Sie sehen sich von daher mit widersprüchlichen Anforderungen und Erwartungen der verschiedenen anderen Akteursgruppen konfrontiert, die teilweise nicht oder nur schwer miteinander in Einklang zu bringen sind. Gleichzeitig sind sie aber auch stark in das regionale Beziehungs- und Verflechtungsnetz der öffentlichen Institutionen wie der Wirtschaftsunternehmen eingebunden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

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