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Einführung

  • Rüdiger Peuckert
Chapter
Part of the Uni-Taschenbucher book series (2809, volume 1607)

Zusammenfassung

Seit Mitte der 60er Jahre ist die Familie in beiden Teilen Deutschlands — wie auch in anderen hochentwickelten Industriegesellschaften — ausgeprägten Wandlungsprozessen unterworfen. Nach Ansicht zahlreicher Wissenschaftler machen Ehe und Familie eine Krise durch; vereinzelt ist sogar vom „Tod der Familie“ die Rede. Andere wenden sich gegen das „dauernde Krisengerede“ und betonen die Kontinuität und Stabilität der Familie. Und was die Situation noch schwieriger und unübersichtlicher macht: Beide Seiten stützen sich auf empirische Daten. Bevor man ein vorschnelles Urteil abgibt, sollte man bedenken, daß die aktuellen Veränderungen der privaten Beziehungsformen vor dem Hintergrund einer historisch einmaligen Situation gesehen werden müssen. Nie zuvor war eine Form von Ehe und Familie so dominant wie in der Nachkriegszeit bis Mitte der 60er Jahre. Die gegenwärtige Situation erscheint vielen auch deshalb als so krisenhaft, weil der Zustand vorher ungewöhnlich homogen war. Das moderne Ehe- und Familienmodell — die moderne Kleinfamilie als selbständige Haushaltsgemeinschaft eines Ehepaares mit seinen minderjährigen Kindern — hatte sich faktisch und normativ (als unhinterfragtes Leitbild) nahezu universell durchgesetzt.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Rüdiger Peuckert

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