Advertisement

Paradigmenwechsel in der Informatik

  • Klaus Quibeldey-Cirkel
Chapter
  • 26 Downloads

Zusammenfassung

Der Paradigmabegriff, von Thomas Kuhn in die Wissenschaftstheorie eingebracht, findet vielerorts seinen Gemeinplatz — so auch in der Informatik. Neue Ideen und Strategien in der Softwaretechnik, wie „Megaprogramming“* oder „CAD-Framework“*, tragen das marketingwirksame Etikett. Zuweilen und zur Rechtfertigung weiterer Programmiersprachen wird der Begriff zum bloßen Sprach-„stil“ mißbraucht: „multi-paradigm languages“ [Hailpern, 1986]. Dieses einführende Kapitel klärt zunächst die wissenschaftliche Bedeutung und Verwendung des Paradigmabegriffs. Wir beschreiben die typischen Reaktionsmuster auf neue Paradigmen und beantworten die Frage: Wie lange dauert es, bis sich ein „neues Denken“ in Theorie und Praxis durchsetzt? Wir skizzieren die Methoden Wechsel der Vergangenheit und kennzeichnen die gegenwärtige Hauptströmung: das Objekt-Paradigma. Den Hintergrund unserer Diskussion bildet die Methode des konzeptionellen Modellierens. Wir stellen sie als das Gemeinsame der Informatik-Fachgruppen heraus.1

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 1.
    Die folgenden Ausführungen wurden in der GI-Fachgruppe „Software-Engineering“ zur Diskussion gestellt [Quibeldey-Cirkel, 1994a].Google Scholar
  2. 2.
    Die geschichtlichen Daten wurden großenteils [Koepke, 1985; Weiser Friedman, 1992] entnommen.Google Scholar
  3. 3.
    Siehe Gordon Moores Gesetz von der Verdopplung der Integrationsdichte digitaler Schaltungen alle zwei Jahre: Bild 2.4 auf Seite 30.Google Scholar
  4. 4.
    über das Programmieren, verstanden als eine der „schönen Künste“, siehe Donald Knuths Turing-Award-Lecture [Knuth, 1974].Google Scholar
  5. 5.
    Kritische KI-Forscher, wie Terry Winograd [Flores & Winograd, 1986] oder die Gebrüder Dreyfus [Dreyfus & Dreyfus, 1987], erfahren in ihrer scientific community das Reaktionsmuster erster Prägung, die „emotionale Ablehnung“, und werden (vor)schnell als „Nestbeschmutzer“ diffamiert [Luft, 1988, S. 71].Google Scholar
  6. 6.
    In der Statistik wurden nur disjunkte Einträge gezählt (englischsprachige), also entweder SA/SD oder OOx. Veröffentlichungen, die beide Ansätze verfolgen, fielen somit heraus.Google Scholar
  7. 7.
    Wie die conceptual constructs des VLSI-Entwurfs aussehen, wurde in [Quibeldey-Cirkel, 1993a] untersucht.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Klaus Quibeldey-Cirkel
    • 1
  1. 1.Universität-GH SiegenDeutschland

Personalised recommendations