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IuK-Technologien und Institutionen

  • Guido Hertel
Part of the Markt- und Unternehmensentwicklung book series (MAU)

Zusammenfassung

Der folgende Abschnitt beschäftigt sich mit den Abhängigkeiten zwischen Institutionen und IuK-Technologien. Als erstes soll auf die Entwicklungen im Bereich der IuK-Technologien eingegangen werden. Anschließend wird der Einfluß von IuK-Technologien auf bestehende Institutionen diskutiert. Dabei steht vornehmlich das Substitutionspotential moderner IuK-Technologien im Vordergrund103. Als Maß hierfür werden die Produktivität und die Kosten (Produktions- und Koordinationskosten) herangezogen. Danach soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit IuK-Technologien sich für institutionelle Veränderungen verantwortlich zeigen. Hierzu wird eine transaktionskostentheoretische Argumentation gewählt. Abschließend wird auf die Entstehung von Institutionen eingegangen. Im Vordergrund stehen dabei Institutionen zur Herstellung von technischer Kompatibilität, wie z.B. Standards und Normen.

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Referenzen

  1. 103.
    Reinermann bezeichnet dies auch als „Rationalisierung des Gewohnten“ (vgl. Reinermann 1995b S. 125).Google Scholar
  2. 104.
    Eine vollständige Aufzählung aller derzeit erhältlichen IuK-Technologien würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Für eine aktuelle Übersicht vgl. Picot/Reichwald/Wigand 1996 S. 136–166 (Überblick), Gründler 1997 S. 36–49 (Informationsverarbeitung) und Grote 1993 S. 15–17 (moderne Kommunikationstechnologien).Google Scholar
  3. 105.
    Eine klare Trennung zwischen beiden Bereichen ist schwierig, da häufig IuK-Technologien zur Informationsverarbeitung die Grundlage oder einen Bestandteil der mediengestützten Kommunikation bilden.Google Scholar
  4. 106.
    Sowohl Computer als auch Telefone sind dabei vernetzt und verfügen über die für die einzelnen Anwendungen erforderlichen Softwareprogramme und Netzinfrastrukturen. Der Begriff „vernetzt“ bezieht sich hierbei nicht ausschließlich auf eine physikalische Vernetzung. Die Übertragung der Nachrichten kann auch über Funknetze oder ähnliches stattfinden.Google Scholar
  5. 107.
    Auf die wesentlichen Merkmale der einzelnen Anwendungen wird sofern erforderlich an gegebener Stelle getrennt eingegangen.Google Scholar
  6. 108.
    Die Speicherung bzw. Dokumentation von mediengestützten Kommunikationsprozessen ist prinzipiell immer möglich. Inwieweit dies bei den Kommunikationsprozessen stattfindet, hängt von der Verhaltensweise der an einem Kommunikationsprozeß beteiligten Personen ab. Lediglich die Face-to-Face Kommunikation, verstanden als zwischenmenschliches Gespräch zwischen zwei oder mehr Personen ohne Unterstützung von IuK-Technologien, entzieht sich weitestgehend einer Speicherung oder Dokumentation.Google Scholar
  7. 109.
    Unter dem Begriff „textbasiert“ werden hierbei auch Grafiken und Tabellen verstanden.Google Scholar
  8. 110.
    Vgl. Sichel 1997 S. 117Google Scholar
  9. 111.
    Vgl. Reichwald et al. 1998 S. 18–21. Außer den vier von Reichwald angeführten Trends wird nachfolgend auch der Trend „Geringe Lebensdauer“ betrachtet.Google Scholar
  10. 112.
    Vgl. Sichel 1997 S. 67. In den Preisänderungen sind Leistungsverbesserungen bereits berücksichtigt. Dabei ist zu beachten, daß es im Gegensatz zu Computerhardware sehr schwer ist, die genauen Preisänderungen für Computersoftware zu berechnen, da schwierig zu quantifizierende Leistungsverbesserungen bzw. Qualitätsaspekte zu berücksichtigen sind (für eine ausführliche Diskussion hierzu vgl. Sichel 1997 S. 52–65).Google Scholar
  11. 113.
    Vgl. Cairncross 1997 S. 28.Google Scholar
  12. 114.
    Für eine ausführliche Analyse der Entwicklung der Telekommunikationskosten in den letzten Jahren vgl. BMWi 1997 S. 44–57.Google Scholar
  13. 115.
    Vgl. OECD 1996 S. 40–41.Google Scholar
  14. 116.
    Vgl. OECD 1996 S. 41. Dabei ist zu beachten, daß Mainframe Computer in ihren äußeren Abmessungen deutlich größer sind als Personal Computer.Google Scholar
  15. 117.
    Vgl. DiNardo/Pischke 1996 S. 22.Google Scholar
  16. 118.
    Vgl. DiNardo/Pischke 1996 S. 22.Google Scholar
  17. 119.
    Vgl. EITO 1998 S. 165.Google Scholar
  18. 120.
    Vgl. o.V. 1998 S.130. In den Vereinigten Staaten kamen 1996 auf 100 Einwohner bereits knapp 70 Telefonanschlüsse (vgl. BMWi 1997 S. 36–38). Nach der International Telecommunication Union (ITU) kamen im selben Jahr weltweit auf 100 Einwohner 13 Telefonanschlüsse (vgl. o.V. 1998 S.130).Google Scholar
  19. 121.
    Vgl. EITO 1998 S. 167. Vgl. hierzu auch OECD 1996 S. 106.Google Scholar
  20. 122.
    NSFNet steht für National Science Foundation Network und ist ein wichtiger Bestandteil des Internets in den Vereinigten Staaten.Google Scholar
  21. 123.
    Vgl. OECD 1996 S. 34.Google Scholar
  22. 124.
    Vgl. o.V. 1996b S. 68.Google Scholar
  23. 125.
    Das herkömmliche Festnetztelefon bildet hierbei eine Ausnahme. Es zeichnet sich im Gegensatz zur Computertechnik durch eine verhältnismäßig lange Lebensdauer aus. Dies gilt jedoch nicht für neue Telekommunikationstechnologien, z.B. Mobiltelefone.Google Scholar
  24. 126.
    Unter diesen Begriff fallen alle Technologien zur elektronischen Informations- und Datenverarbeitung. Telekommunikationstechnologien werden dabei nicht betrachtet.Google Scholar
  25. 127.
    Dies umfaßt die Anschaffung von PC, Workstations, Mainframes, Client-Server Systemen und Peripheriekomponenten (z.B. Drucker und Kommunikationskomponenten).Google Scholar
  26. 128.
    Vgl. Sichel 1997 S. 41.Google Scholar
  27. 129.
    Darunter fallen nach Sichel alle Investitionen für „nonresidential equipment and structures“ (vgl. Sichel 1997 S. 41).Google Scholar
  28. 130.
    Gründler stellt ähnliche Überlegungen an und vergleicht das Verhältnis von IT-Ausgaben zum Bruttosozialprodukt (BIP) und IT-Bestand zum BIP. Er stellt fest, daß die Ausgaben für Informationstechnologien 1993 ungefähr 3% des BIP in den Vereinigten Staaten betrugen, sich jedoch das Verhältnis von IT-Bestand zu BIP in diesem Zeitraum nur geringfügig verändert hat und ca. 6–7% betrug (vgl. Gründler 1997 S. 51–52). Gründler weist darauf hin, daß die Daten aus zwei unterschiedlichen Quellen stammen und daher die tatsächlichen Werte u.U. verschieden sein können.Google Scholar
  29. 131.
    Vgl. Sichel 1997 S. 42. Sichel geht davon aus, daß Informationstechnologien jährlich ein Viertel ihres Wertes verlieren (vgl. Sichel 1997 S. 20).Google Scholar
  30. 132.
    Vgl. U.S. Department of Commerce, Bureau of the Census „Fixed Reproducible Tangible Wealth in the Untited States, 1925–1989“ (1993) S. 169 und 375, zitiert nach Sichel 1997 S. 42.Google Scholar
  31. 133.
    Die Produktivität ist weder für Unternehmen noch für öffentliche Organisationsstrukturen das originäre Ziel. Sie bildet aber eine wichtige Erfolgsrelation für die Bewertung des Computereinsatzes in Unternehmen und öffentlichen Organisationsstrukturen.Google Scholar
  32. 134.
    Reichwald/Höfer/Weichelbaumer 1996 S. 4. Reichwald, Höfer und Weichelbaumer weisen daraufhin, daß die meisten Autoren in diesem Zusammenhang noch zwei weitere Erfolgsrelationen, nämlich: Wirtschaftlichkeit und Rentabilität herausstellen (vgl. Reichwald/Höfer/Weichelbaumer 1996 S. 4).Google Scholar
  33. 135.
    Vgl. Solow 1987 S. 36. Das Phänomen, daß Computer nicht in dem erwarteten Maß zur Produktivität beitragen, wird in der Literatur öfter als „Productivity Paradox“ bezeichnet. Erklärungen für den „Productivity Paradox“ sind vielfältig. Für eine vorläufige Zusammenfassung der Diskussion vgl. Brynjolfsson 1993 S. 72–77, Gründler 1997 S. 74–82 und Sichel 1997 S. 33–36.Google Scholar
  34. 136.
    Vgl. Gründler 1997 S. 89. Gründler gibt einen aktuellen Überblick der zum Thema Informationstechnologie und Produktivität durchgeführten empirischen Untersuchungen (vgl. Gründler 1997 S. 83–162).Google Scholar
  35. 137.
    Diese Aussage gilt nur für amerikanische Verwaltungen.Google Scholar
  36. 138.
    Vgl. Lehr/Lichtenberg 1996 S. 1–32.Google Scholar
  37. 139.
    Vgl. Mitra/Chaya 1996 S. 29–57. Mitra und Chaya vermuten, daß die höheren „Overhead“-Kosten mit einer Zunahme an „information workers“ verbunden ist, die einen höheren Informationsbedarf artikulieren und folglich eine bessere IuK-Unterstützung fordern. Damit lassen sich sowohl ein Teil der angestiegenen IuK-Ausgaben als auch die erhöhten „overhead“ Kosten erklären.Google Scholar
  38. 140.
    Das moderne Technologien und Netze Einfluß auf die Entstehung und den Wandel von Institutionen oder teilweise auf ganze Teilbereiche der Gesellschaft haben, wird in der Literatur mehrfach belegt. Vgl. hierzu ausführlicher Flichy 1994 (Telekommunikation), Rammert 1993 S. 239–266 und Thomas 1995 (Telefonsystem), Jones 1982 (Produktionstechnik), Bayer 1994 (Versorgungsnetze), Giesecke 1991 (Buchdruck), Kraemer/Dedrick/Jeong 1996 (NII — Nationale Informationsinfrastrukturen).Google Scholar
  39. 141.
    Vgl. hierzu ausführlicher Giesecke 1991.Google Scholar
  40. 142.
    Vgl. hierzu z.B. Picot/Reichwald/Wigand 1996 S. 349–428 und Reichwald et al. 1998 S. 221–270.Google Scholar
  41. 143.
    Vgl. Picot/Rippberger/Wolff 1996 S. 65–79. Die Grundzüge der Transaktionskostentheorie wurden in Abschnitt 2.2.3 vorgestellt. Für eine ausführliche Darstellung der Transaktionskostentheorie vgl. z.B. Picot/Dietl/Franck 1997 S.66–81).Google Scholar
  42. 144.
    Picot/Dietl/Franck 1997 S. 69.Google Scholar
  43. 145.
    Vgl. Picot/Rippberger/Wolff 1996 S. 68 und Williamson 1994 S. 384.Google Scholar
  44. 146.
    Der Begriff „fixe Transaktionskosten“ ist hier nicht deckungsgleich mit dem aus Abschnitt 2.2 verwendeten Begriff. Der Begriff „fixe Transaktionskosten“ bringt in diesem Zusammenhang lediglich zum Ausdruck, daß die Änderung der Transaktionskosten unabhängig von der Spezifität ist.Google Scholar
  45. 147.
    Picot, Rippberger und Wolff gehen dabei von der Annahme aus, daß zum einen die Kosten für den Aufbau und den Unterhalt von IuK-Technologien als fixe Kosten zu betrachten sind und andererseits diese bei allen institutionellen Arrangements gleich hoch sind (vgl. Picot/Rippberger/Wolff 1996 S. 69).Google Scholar
  46. 148.
    Vgl. Picot/Rippberger/Wolff 1996 S. 70–71. Für Picot, Rippberger und Wolff bestehen variable Transaktionskosten aus „the costs of handling an additional degree of specificity of input resources“ (vgl. Picot/Rippberger/Wolff 1996 S. 70).Google Scholar
  47. 149.
    Dies gilt, wenn man annimmt, daß einerseits die Kosten pro Informationseinheit im wesentlichen vom Übertragungsmedium abhängen und konstant sind, und andererseits die Kosten pro Informationseinheit niedriger sind mit IuK-Technologien als ohne. Eine größere Informationsmenge trägt demnach — in Summe gesehen — zu einer stärkeren Kostensenkung bei.Google Scholar
  48. 150.
    Vgl. Picot/Rippberger/Wolff 1996 S. 71.Google Scholar
  49. 151.
    Vgl. Picot/Rippberger/Wolff 1996 S. 71–73.Google Scholar
  50. 152.
    Die fehlende empirische Überprüfung mag in der Schwierigkeit begründet liegen, die beiden Größen Spezifität und Transaktionskosten ausreichend zu operationalisieren.Google Scholar
  51. 153.
    Als Beispiele hierfür sind im Softwarebereich die Bündelung einzelner Anwenderprogramme wie Tabellenkalkulation und Textverarbeitung zu sogenannten „Office-Paketen“ oder im Kommunikationsbereich die Integration von Computer und Telefon (CTI: Computer-Telefon Integration) zu nennen. Ähnliche Tendenzen lassen sich auch im WorldWideWeb beobachten, in dem zunehmend unterschiedliche Anwendungen und Dienste (Mail, Telefon, Textverarbeitung, Terminkalender, Diskussionsgruppen etc.) in die WWW-Browser integriert und als ein Produkt vermarktet werden (vgl. hierzu auch Abschnitt 3.2, Trend 4).Google Scholar
  52. 154.
    Gerade „Mischformen“ wie gemeinsame Dokumentenbearbeitung (document sharing) bzw. Dokumenten-Konferenz-Systeme bestehend aus Videokonferenz (Kommunikationstechnik) und Textverarbeitung (Informationstechnik) unterstreichen die zunehmende Integration einzelner Informations- und Kommunikationstechnologien. Mehlich spricht auch von einer „Funktionsverlagerung vom informationsverarbeitenden Werkzeug zu einem (Kommunikations-)Medium“, wenn er traditionelle Bürowerkzeuge und moderne Computersysteme vergleicht (Mehlich 1996 S. 392).Google Scholar
  53. 155.
    Vgl. Schoder 1995 S. 10–11.Google Scholar
  54. 156.
    Picot und Reichwald sprechen in diesem Zusammenhang auch von Netzwerkprodukten, die „keinen Standalone-Nutzen“ aufweisen (vgl. Picot/Reichwald 1987 S. 100 und 118).Google Scholar
  55. 157.
    Bereits Katz und Shapiro treffen diese Unterscheidung der Netzwerkeffekte (vgl. Katz/Shapiro 1985, vgl. auch Thum 1995 S. 5–12). Die Einteilung in Ein-Weg und Zwei-Weg Netzwerke geht auf Economides zurück (vgl. Economides 1996 S. 674–678).Google Scholar
  56. 158.
    Vgl. Economides 1996 S. 675–677.Google Scholar
  57. 159.
    In mehreren Arbeiten zu Netzwerkeffekten wird vornehmlich die Interaktion zwischen Anbietern bzw. Herstellern von Technologien und Nachfragern bzw. Nutzern betrachtet. In dem hier dargelegten Zusammenhang werden nur Effekte diskutiert, die ausschließlich durch die Nachfrager bzw. Nutzer hervorgerufen werden. Die Anbieter werden als externe Größe betrachtet, die lediglich unterschiedliche Technologien bereitstellen.Google Scholar
  58. 160.
    Das Betriebssystem eines Computers zum Beispiel spielt eine gewichtigere Rolle für die Funktionsfähigkeit eines Computers als einzelne Anwenderprogramme. In diesem Fall ist sogar das Anwenderprogramm einseitig abhängig vom Betriebssystem des Computers.Google Scholar
  59. 161.
    Dies gilt selbstverständlich nur, wenn man vollkommene Kompatibilität zwischen den Komponenten voraussetzt.Google Scholar
  60. 162.
    Vgl. Economides 1996 S. 685–686, vgl. hierzu auch Katz/Shapiro 1985 S. 424 und Thum 1995 S. 8 sowie die dort angegebene Literatur. Einige Firmen nutzen gezielt Komplementaritäten bzw. indirekte Netzwerkeffekte zur Förderung ihrer eigenen Produkte. Ein Beispiel hierfür ist das strategische Verhalten der Firma Intel im Bereich Desktop-Videokonferenzen. Ein Ziel der Firma ist es, immer leistungsstärkere Prozessoren zu entwickeln und zu verkaufen. Hierzu sind immer rechenintensivere Anwendungen erforderlich. Eine solche Anwendung ist die Desktop-Videokonferenz, die aufgrund der aufwendigen Verarbeitung von Videodaten auf eine sehr hohe Prozessorleistung angewiesen ist. Zusätzlich zu der Bereitstellung von leistungsstarken Prozessoren hängt die Durchsetzung von Desktop-Videokonferenzen auch von der Verfügbarkeit von ISDN-Diensten ab. Zur Förderung der gesamten Anwendung und somit zur Erhöhung der eigenen Verkaufszahlen geht Intel weltweit Kooperationen mit Telekomgesellschaften ein, die eine komplementäre Komponente, den ISDN-Dienst, für diese Anwendungen bereitstellen. Dies hat zur Folge, daß die Desktop-Videokonferenz den Verkauf von Intel-Prozessoren und ISDN-Dienstleistungen gleichermaßen begünstigt (vgl. Brandenburger/Nalebuff 1996 S. 15–16).Google Scholar
  61. 163.
    Ähnliche Argumente gelten für alle komplementären Systeme, die sich aus einer technischen und einer inhaltlichen Komponente zusammensetzen. Bekannte Beispiele hierfür sind Videorecorder bzw. CD-Spieler einerseits und Videofilme bzw. CDs andererseits.Google Scholar
  62. 164.
    Ein bekanntes, aber in der Literatur nicht unumstrittenes Beispiel der Technikgenese ist die QWERTY Tastatur (vgl. David 1985 S. 332–337). Hierzu kritisch äußern sich z.B. Liebowitz und Margolis (vgl. Liebowitz/Margolis 1990 S. 1–26 und Liebowitz/Margolis 1994 S. 146–149).Google Scholar
  63. 165.
    Es kann zwischen zwei verschiedenen Arten von Kompatibilität unterschieden werden: 1.) Zwei zueinander kompatible Komponenten können zu einem System verbunden werden und eine gemeinsame Funktion wahrnehmen, ohne daß ein geregelter Austausch oder Transportvorgang, z.B. von Daten, zwischen ihnen stattfindet (z.B. Schlüssel und Schloß, Schraube und Mutter). 2.) Andere zueinander kompatible Komponenten bilden erst dann ein funktionsfähiges System, wenn zusätzlich zu der “Verbindung” ein geregelter Austausch oder Transportvorgang, z.B. von Daten, zwischen den beiden stattfinden kann (z.B. Sender und Antenne). Im folgenden wird vorwiegend auf die zweite Art der Kompatibilität Bezug genommen.Google Scholar
  64. 166.
    Dieses Argument gilt auch für heterogene IT-Systeme. Koch bemerkt hierzu: „Different applications and systems in the network are connected directly so that they can exchange information. When an application is added to the network, individual connections must be built to every other application in the network, creating a jumble of messy links“ (Koch 1996, CIO 1. Dec. 1996 S.65). Jede neue IT-Komponente verursacht (n-1)k an Anpassungskosten, dabei entspricht k den durchschnittlichen Kosten für die Anpassung der neuen Komponente an eine bestehende Komponente. Je größer n bzw. heterogener das IT-System ist, desto höher sind die Anpassungskosten für eine neue Komponente.Google Scholar
  65. 167.
    Vgl. Reimers 1995 S. 64–66.Google Scholar
  66. 168.
    Economides 1996 S. 676.Google Scholar
  67. 169.
    Genschel 1995a S. 83.Google Scholar
  68. 170.
    Die Integration von verschiedenen technischen Komponenten reicht als Begründung für die Entstehung von Normungs- und Standardisierungsprozessen nicht vollständig aus, da es durchaus möglich sein kann, daß ein Hersteller alle diese Technologien aus einer Hand anbietet, und diese darüber hinaus zueinander kompatibel sind (z.B. durch Definition von Schnittstellen). Betrachtet man die derzeitige Struktur der IuK-Branche ist das eher die Ausnahme. Durch die stetig anwachsenden technischen Möglichkeiten moderner IuK-Technologien gelingt es immer weniger Unternehmen oder Organisationen, komplette IuK-Systeme eigenständig zu entwickeln und anzubieten. Als Folge davon ist eine zunehmende Anzahl an „Spezialisten“ auf dem Markt zu verzeichnen, die zum einen das Angebot an technischen Möglichkeiten vergrößern, anderseits aber auch eine sehr differenzierte und heterogene Herstellerstruktur hervorrufen. Nicht selten schließen sich deshalb verschiedene Hersteller zu Entwicklungskonsortien zusammen, da die alleinige Entwicklung neuer Systeme für viele Hersteller zu aufwendig bzw. gar nicht möglich wäre (vgl. hierzu Genschel 1995a S. 82–83 und Hakansson/Snehota 1995 S. 311–319). Darüber hinaus haben sich in den letzten Jahren auch Integrationsspezialisten herausgebildet, die Techniken anbieten, die die Zusammenführung nicht zueinander kompatibler IuK-Technologien anbieten. Im Softwarebereich spricht man in diesem Zusammenhang auch von Processware-Software.Google Scholar
  69. 171.
    Einen Überblick über den Nutzen von Normen gibt Reimers 1995 S. 57–62.Google Scholar
  70. 172.
    Vgl. Werle 1993 131–132 und Genschel 1995a.Google Scholar
  71. 173.
    Vgl. hierzu ausführlicher Abschnitt 8.6.Google Scholar
  72. 174.
    Vgl. Genschel 1995a S. 26. Eine andere Einteilung nimmt Kleinaltenkamp vor. Er unterscheidet zwischen Spezifikationen, Normen und Standards (vgl. Kleinaltenkamp 1993 S. 20–24).Google Scholar
  73. 175.
    Vgl. Genschel 1995a S. 31–44.Google Scholar
  74. 176.
    Vgl. hierzu ausführlicher Kleinaltenkamp 1993 S. 20–24.Google Scholar
  75. 177.
    Vgl. Werte 1993 S. 132.Google Scholar
  76. 178.
    Die bei der Standardisierung anfallenden Kosten werden ausführlich in Abschnitt 8.6.3 diskutiert.Google Scholar
  77. 179.
    Eggertsson 1990S. 16.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Guido Hertel

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