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Die Auktionator-Verkäufer-Beziehung: Ökonomische Analyse des Innenverhältnisses

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Zusammenfassung

In diesem Kapitel sollen die wesentlichen Aspekte des Geschäftsverhältnisses zwischen einem Auktionator und dem Einlieferer bzw. Verkäufer eines zu versteigernden Gegenstandes als Vertragspartner diskutiert werden. Dabei werden wichtige Fragestellungen angesprochen, die sich zum einen im Vorfeld einer Auktion, weiterhin aber auch während der eigentlichen Versteigerung oder nach deren Ablauf abspielen können. Der Begriff Innenverhältnis als Bezeichnung für eine Versteigerer-Einlieferer-Vertragsbeziehung ist vorwiegend in der einschlägigen juristischen Literatur zu finden.299 Bei einem Vergleich mit dem Begriff Außenverhältnis impliziert er, daß der Auktionator als Mittler zwischen zwei Marktparteien mit z. T. entgegengesetzten Interessenlagen300 nicht absolut unparteiisch sein könnte. Dagegen wird vom Gesetzgeber jedoch die Neutralität des Versteigerers in bezug auf Verkäufer- und Käuferinteressen gefordert.301 Das bedeutet, der Auktionator müßte dafür Sorge tragen, daß eine Transaktion zwischen beiden Marktparteien zustande kommt, wobei er gleichermaßen sowohl die Vermögensinteressen des Einlieferers als auch die des Bieters wahrzunehmen hat. Im weiteren Verlauf dieses Kapitels wird allerdings auch gezeigt, daß es deutliche Hinweise für die Unterstützung einer Aussage von Cassady gibt, der feststellt: “The auctioneer is the agent of the seller and, to a limited extent, of the buyer[...].”302

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Literatur

  1. 299.
    Hier werden die Begriffe ‘Innenverhältnis’ und ‘Außenverhältnis’ unterschieden. Mit letzterem ist die geschäftliche Beziehung des Versteigerers zu dem Erwerber eines Auktionsgegenstandes gemeint. Vgl. Hoyningen-Huene (1973), S. 1474; Schütte (1989), S. 9–10, 17–18.Google Scholar
  2. 300.
    GÜMBEL bezeichnet Mittler zwischen zwei Marktparteien auch als ‘Doppelagenten’. Vgl. GÜMBEL (1992), S. 338.Google Scholar
  3. 301.
    Hinweise auf eine gesetzlich verlangte Unparteilichkeit des Versteigerers liefern der § 34b Abs. 6 Gew O sowie die §§ 15 und 16 Verst V. Vgl. dazu auch LOCHER (1970), S. 202, 205; Locher/Blind (1971), S. 2290; Marx/Arens (1992), S. 222, 229.Google Scholar
  4. 302.
    CASSADY (1967), S. 94.Google Scholar
  5. 303.
    Vgl. dazu auch die Frage 12 des Fragebogens im Anhang.Google Scholar
  6. 304.
    Nur am Rande sei hier noch erwähnt, daß keiner der landwirtschaftlichen Auktionatoren, die in der Kategorie GG immerhin einen Anteil von 24.6 % ausmachen, auf Empfehlungen durch die zuständige Bezirksbehörde oder die Industrie- und Handelskammer tätig wird. Würde man die Angaben der Gebrauchsgüterauktionatoren ohne die Gruppe der landwirtschaftlichen Versteigerer betrachten, so wäre der Unterschied der Anteilswerte zwischen den beiden Kategorien GG und SG hier noch deutlich höher.Google Scholar
  7. 305.
    Einige Auktionatoren verwenden auch Werbeanzeigen in Tageszeitungen, um potentielle Auftraggeber auf die eigenen Versteigerungen aufmerksam zu machen. Das gilt zu ungefähr gleichen Anteilen sowohl für Seltenheitsgüterauktionatoren als auch für Gebrauchsgüterversteigerer. Da Anzeigen in Tageszeitungen als Werbemaßnahme von den Auktionatoren im Fragebogen jedoch nur sehr selten genannt wurden (in jeder der beiden Kategorien GG und SG von jeweils etwa 5 % der Versteigerer), beziehen sich die folgenden Aussagen ausschließlich auf Werbeanzeigen in Fachzeitschriften.Google Scholar
  8. 306.
    Zu den Bestandteilen des Versteigerungsauftrags vgl. den folgenden Abschnitt 5.2.Google Scholar
  9. 307.
    Föhr präsentiert mit der Betrachtung der Personalberatungsleistung als Erfahrungsgut einen ähnlich gelagerten Fall wie den hier dargestellten. Vgl. FÖHR (1995), insbesondere S. 152–155.Google Scholar
  10. 308.
    Genau genommen muß der Auktionator, da er als Mittler zwischen den beiden Markt-Parteien Verkäufer von Gegenständen und Kaufinteressenten fungiert, Qualitätssignale in zwei Richtungen aussenden. Das erste Signal ist, wie oben bereits erwähnt, an die potentiellen Einlieferer adressiert und bezieht sich auf die Qualität der Aufgabenerfüllung des Auktionators, die aus der Sicht des Einlieferers das relevante Qualitätsmerkmal ist. Das zweite Signal ist an die Kaufinteressenten der Auktionswaren gerichtet, wobei hier Qualitätsinformationen über die zu versteigernden Güter im Vordergrund stehen. Vgl. zu dem letztgenannten Aspekt auch den Abschnitt 6.4.Google Scholar
  11. 309.
    Vgl. zum kausalen Zusammenhang zwischen Werbeaufwand und Güterqualität auch NELSON (1974), S. 732; UNGERN-STERNBERG/WEIZSÄCKER (1981), S. 618; KIHL-STROM/RIORDAN (1984), S. 427–428; MILGROM/ROBERTS (1986), S. 797; SCHULENBURG (1987), S. 704; WEIGELT/CAMERER (1988), S. 448; BAGWELL/RAMEY (1993), S. 200, 203; FÖHR (1993), S. 117.Google Scholar
  12. 310.
    Vgl. in einem ähnlichen Kontext auch Milgrom/Roberts (1986), S. 797–798; Weigelt/Camerer (1988), S. 448; Föhr (1993), S. 117.Google Scholar
  13. 311.
    Vgl. in einem ähnlichen Kontext auch NELSON (1974), S. 733–734; KIHLSTROM/RIOR-DAN (1984), S. 428–429; Milgrom/Roberts (1986), S. 797.Google Scholar
  14. 312.
    Vgl. in einem ähnlichen Kontext auch SCHULENBURG (1987), S. 704; FÖHR (1993), S. 117.Google Scholar
  15. 313.
    Vgl. in einem ähnlichen Kontext auch UNGERN-STERNBERG/WEIZSÄCKER (1981), S. 618–619.Google Scholar
  16. 314.
    Vgl. zum positiven Zusammenhang zwischen der Höhe von Werbeausgaben und dem Konzentrationsgrad in einer Branche UNGERN-STERNBERG/WEIZSÄCKER (1981), S. 622. Vgl. zu der Aussage, daß Werbung nicht nur das eigene Produkt oder die eigene Leistung in den Vordergrund stellt, sondern auch gegen die Konkurrenz gerichtet ist, BRAULKE (1992), S. 263.Google Scholar
  17. 315.
    Wenn Werbung eine Markteintrittsbarriere darstellt, so kann sie auch als ein Weg zur Erhöhung der eigenen Monopolmacht angesehen werden. Die Betrachtung von Werbung als Eintrittsbarriere geht auf die traditionelle Industrial Organization-Forschung im Sinne von Bain zurück. Vgl. CONNER (1991), S. 125. Vgl. außerdem zum Konzept der Markteintrittsbarrieren auch DIXIT (1980); Eaton/Lipsey (1980); Weizsäcker (1980a); Weizsäcker (1980b); Demsetz (1982); AGHION/BOLTON (1987); LIEBERMAN (1987); SMILEY (1988); TIROLE (1988), S. 338–352; GILBERT (1989); SCHMIDT/ENGELKE (1989); WILSON (1992b); HARBORD/HOEHN (1994). 316 Vgl. BAUMANN (1971), S. 25; LOCHER/BLIND (1971), S. 2291.Google Scholar
  18. 317.
    Weitere Verfahren, die bei einer Unterschreitung des Limitpreises zur Anwendung kommen können, werden in Abschnitt 5.3.2 genauer besprochen.Google Scholar
  19. 318.
    Vgl. ausführlicher zu Versteigerer-Einlieferer-Koalitionen den Abschnitt 5.7.Google Scholar
  20. 319.
    Vgl. zu diesem Sachverhalt auch BAUMANN (1971), S. 24; LOCHER/BLIND (1971), S. 2290; MARX/ARENS (1992), S. 223. Die Methode des verschleierten Rückkaufs ist durchaus nicht als ausgesprochen seltene Praxis anzusehen. Nach Locher, Baumann und LOCHER/BLIND werden auf einigen Auktionen ca. 40–50 % der Waren verschleiert zurückgekauft. Vgl. LOCHER (1970), S. 228; BAUMANN (1971), S. 24; LOCHER/BLIND (1971), S. 2290.Google Scholar
  21. 320.
    Diese Versteigerererlaubnis wird nur in wenigen gravierenden Ausnahmefällen versagt. Dazu gehören zum einen “Tatsachen, die die Annahme rechtfertigen, daß der Antragsteller die für den Gewerbebetrieb erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzt” (§ 34b Abs. 4 Nr. 1 GewO). Diese ist nach dem Gesetzestext in der Regel dann nicht gegeben, wenn der Antragsteller in der jüngeren Vergangenheit vor der Antragstellung z. B. wegen Diebstahls, Erpressung, Betrugs, Untreue, Urkundenfälschung, Verstoßes gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb u. ä. rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde (vgl. § 34b Abs. 4 Nr. 1 GewO). Zum anderen kann die Zulassung zum Versteigerergewerbe untersagt werden, wenn “der Antragsteller in ungeordneten Vermögensverhältnissen lebt” (§ 34b Abs. 4 Nr. 2 GewO), worunter die Eröffnung oder Eintragung eines Konkursverfahrens über das Vermögen des Antragstellers zu verstehen ist (vgl. § 34b Abs. 4 Nr. 2 GewO). Des weiteren kann eine Erteilung der Versteigerererlaubnis durch die zuständige Behörde untersagt werden, wenn ein Antragsteller, der “gewerbsmäßig fremde Grundstücke oder fremde grundstücksgleiche Rechte versteigern will” (§ 34b Abs. 2 GewO) “die erforderliche Kenntnis der Vorschriften über den Verkehr mit Grundstücken nicht nachweist” (§ 34b Abs. 4 Satz 2 GewO).Google Scholar
  22. 321.
    Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 20–21.Google Scholar
  23. 322.
    Vgl. § 34b Abs. 5 GEWO.Google Scholar
  24. 323.
    Diese relativ langjährige Berufserfahrung ist erforderlich, weil sich die Auktionatoren die zur Erlangung des Zertifikats notwendigen Kenntnisse vorwiegend lediglich durch die praktische Ausübung der Tätigkeit eines Auktionators aneignen können. Es existiert für Versteigerer keine Ausbildungsordnung. Auch sind Weiterbildungsmaßnahmen nicht klar geregelt. Vgl. FACK-LER/KONERMANN (1991), S. 160.Google Scholar
  25. 324.
    Hierbei ist zu unterscheiden, ob das Zertifikat allgemein, d. h. unbeschränkt, oder für bestimmte Arten von Versteigerungen, z. B. Briefmarkenauktionen oder Industriemaschinenversteigerungen, ausgestellt werden soll. Vgl. § 34b Abs. 5 GewO sowie FACKLER/KONERMANN (1991), S. 14, 161.Google Scholar
  26. 325.
    Neben der Kenntnis der Vorschriften der Versteigererverordnung sind hiermit insbesondere Kenntnisse gewerbe- und handelsrechtlicher sowie bürgerlich-rechtlicher Vorschriften gemeint. Vgl. FACKLER/KONERMANN (1991), S. 13, 160.Google Scholar
  27. 326.
    Vgl. Fackler/Konermann (1991), S. 14.Google Scholar
  28. 327.
    Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 23.Google Scholar
  29. 328.
    Vgl. zu den Verkäuferprovisionen auch den Abschnitt 5.5.1.Google Scholar
  30. 329.
    Der Schätzpreis ist der Gestaltungsparameter bei einem Auktionspreisbildungsprozeß, auf den der Versteigerer unmittelbar einwirken kann. Er stellt lediglich eine Richtlinie für den erwarteten Zuschlagspreis dar, der durch den Bieterwettbewerb ermittelt wird und schließlich den Kaufpreis des Gegenstandes determiniert. Vgl. ausführlich zum Aspekt der Schätzpreisbestimmung auch den Abschnitt 5.4.Google Scholar
  31. 330.
    Von der prinzipiellen Möglichkeit, daß ein Auktionator bei der Schätzpreisgestaltung für einen eingelieferten Gegenstand, z. B. aufgrund einer kollusiven Beziehung zu einem bestimmten Bieter, nicht adäquat vorgeht, wird hier abgesehen. So könnte der Auktionator, wenn er wider besseres Wissen einen zu geringen Schätzpreis ansetzt und damit einen zu geringen Zuschlagspreis provoziert, auch gegen die Interessen des Einlieferers agieren. Mit einer derartigen Schätzpreisbestimmung könnte sich der Auktionator zwar zunächst einmal auch selbst schädigen, weil sowohl die Verkäufer- als auch die Käuferprovision möglicherweise geringer als unter normalen Umständen (d. h. ohne Kollusion mit einem BIETER) ausfällt. Da mit dieser Vorgehensweise jedoch eventuell ein Bieter als Stammkunde gewonnen bzw. weiter gebunden werden kann, könnte ein Provisionsverlust durch weitere Käufe des Bieters überkompensiert werden.Google Scholar
  32. 331.
    Eine Interessenkongruenz zwischen Auktionator und Verkäufer ist demnach allein noch keine hinreichende Bedingung dafür, daß der tatsächliche Wert des zu versteigernden Objekts in etwa aufgeklärt werden kann. Eine nicht unerhebliche Fachkenntnis ist zusätzlich erforderlich. Ein weniger qualifizierter, nicht öffentlich bestellter und vereidigter Versteigerer wird mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einen Auktionsgegenstand wertmäßig entweder zu hoch einschätzen (damit droht dann ein Nichtverkauf des Objekts) oder zu niedrig (der Gegenstand wird möglicherweise “unter Wert” versteigert), als ein Auktionator, der über diese Qualifikation verfügt.Google Scholar
  33. 332.
    Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 141.Google Scholar
  34. 333.
    Die Industrie- und Handelskammer kann die Tätigkeit eines öffentlich bestellten und vereidigten Auktionators dadurch überwachen, daß dieser die Einhaltung seiner Pflichten durch mündliche und schriftliche Auskunftserteilung nachweisen muß. Vgl. FACKLER/KONER-MANN (1991), S. 165.Google Scholar
  35. 334.
    Vgl. FACKLER/KONERMANN (1991), S. 15, 164, 166; MARX/ARENS (1992), S. 87. Die gesetzliche Grundlage für einen Widerruf der öffentlichen Bestellung aufgrund einer veränderten Sachlage stellt § 49 Abs. 2 Nr. 3 VwVfG dar.Google Scholar
  36. 335.
    Nicht für alle Arten von Versteigerungen existieren eigene Verbände. So gibt es beispielsweise speziell für Industrieauktionatoren in Europa keine Verbände. Industrieanlagenversteigerer haben allerdings die Möglichkeit, einem europäischen und einem amerikanischen Verband der Händler für Gebrauchtmaschinen beizutreten, die ihrerseits wieder Untersparten für Auktionatoren als Mitglieder haben.Google Scholar
  37. 336.
    Vgl. FÖHR (1995), S. 154 bezüglich einer analogen Argumentation für die Berufsgruppe der privaten Personalvermittler mit Verweis auf den Ring Deutscher MAKLER (Rdm). Vgl. außerdem NELSON (1976), S. 287; TALKENBERG (1992), S. 158–159, 165–166.Google Scholar
  38. 337.
    Zu erwähnen sind hier insbesondere Opportunitätskosten der Zeit, die für den Erwerb eines Qualifikationsnachweises aufzubringen sind, aber auch monetäre Kosten, wie die Mitgliedsbeiträge für einen Versteigererverband.Google Scholar
  39. 338.
    Werbung hat somit für die Nachfrager von Versteigerungsleistungen (die Einlieferer) auch eine informationsübermittelnde Funktion und kann damit deren Suchkosten im Hinblick auf die Qualität der angebotenen Versteigerungsleistungen reduzieren. Die Sichtweise, Werbung als informationsübertragendes und damit Suchkosten verminderndes Instrument zu betrachten, geht auf die “Chicago School” zurück. Vgl. CONNER (1991), S. 129.Google Scholar
  40. 339.
    Die Frage, ob sich ein Zusammenhang zwischen erfolgten Werbemaßnahmen und dem Unternehmenserfolg von Auktionsbetrieben auch empirisch nachweisen läßt, wird in Kapitel 7 diskutiert. Schmalensee führt eine positive Korrelation zwischen der Werbeintensität und Profitabilitätsmaßen für die Konsumgüterindustrie als stilisierten Fakt ein. Vgl. SCHMALENSEE (1989), S. 978.Google Scholar
  41. 340.
    Vereinzelt wurden im Fragebogen weitere Angaben über ein Zustandekommen des Kontaktes mit dem Auftraggeber aufgrund von Empfehlungen gemacht. So kann der erste Kontakt auch über eine Empfehlung durch einen Einzelhändler oder aufgrund einer Vermittlung durch Gerichte bzw. Konkurs- und Nachlaßverwalter oder sogar durch den jeweiligen Fachverband ermöglicht werden.Google Scholar
  42. 341.
    Vgl. zum Pfandcharakterargument von Reputationsinvestitionen auch SHAPIRO (1983), S. 668–669; SPREMANN (1988), S. 619–620.Google Scholar
  43. 342.
    Vgl. zum allgemeinen positiven Zusammenhang zwischen Qualitätsunsicherheit bei der einen Marktpartei und der Wirkung von Reputation der anderen Marktseite u. a. SHAPIRO (1982), S. 20–22; WILSON (1985), S. 52; SPREMANN (1988), S. 613.Google Scholar
  44. 343.
    Vgl. analog auch Schulenburg (1987), S. 702–704; Föhr (1993), S. 108.Google Scholar
  45. 344.
    Vgl. in einem ähnlichen Zusammenhang WEIGELT/CAMERER (1988), S. 449.Google Scholar
  46. 345.
    Vgl. zum Anreiz der Beibehaltung von Reputation auch WILSON (1985), S. 57. Daher sind auch bei Vorhandensein eines guten Rufes Qualitätssignale wie z. B. Werbemaßnahmen weiterhin notwendig. Eine Signalisierung von Qualitätsmerkmalen ist also auch und gerade dauerhaft von großer Bedeutung.Google Scholar
  47. 346.
    Vgl. allgemein zur transaktionskostensenkenden Wirkung von Reputation SPREMANN (1988), S. 613.Google Scholar
  48. 347.
    Vgl. in einem ähnlichen Kontext UNGERN-STERNBERG/WEIZSÄCKER (1981), S. 613; WEIGELT/CAMERER (1988), S. 450. Vgl. zu Wiederholungskäufen auch Tirole (1988), S. 110–113.Google Scholar
  49. 348.
    Vgl. zum Investitionscharakter von Werbung zur Erlangung von Reputation auch ALBACH (1980), S. 3 sowie WEIGELT/CAMERER (1988), S. 449.Google Scholar
  50. 349.
    Vgl. allgemein zur Betrachtung von Reputation als Vermögensposition auch SHAPIRO (1983), S. 659; WILSON (1985), S. 27; WEIGELT/CAMERER (1988), S. 443, 444, 449–450. Ein weiter gefaßter Begriff für Reputation ist der der intangiblen Ressource. Vgl. KNYPHAUSEN (1993), S. 784–785; BAMBERGER/WRONA (1996), S. 133.Google Scholar
  51. 350.
    Nach der Pfadabhängigkeitsthese hat jedes Unternehmen seine eigene Geschichte, die als solche nicht vollständig reproduzierbar ist. Die Fähigkeiten einer Unternehmung, wie der Aufbau und die Nutzung eines guten Rufes, sind über einen längeren Zeitablauf entwickelt worden. Konkurrenten können zwar versuchen, einzelne Elemente eines guten Rufes zu kopieren; ob eine solche Implementierung in den eigenen Betrieb allerdings gelingen kann, ist zu bezweifeln. Insofern wirken Pfadabhängigkeiten als Imitationsbarriere. Vgl. KNYPHAUSEN (1993), S. 776.Google Scholar
  52. 351.
    Vgl. zu Reputation als immobile, d. h. nicht handelbare Ressource auch BAMBERGER/WRONA (1996), S. 137. Strenggenommen kann Reputation prinzipiell schon gehandelt werden. Dies ist der Fall, wenn ein Auktionshaus einen Versteigerer, der in einem anderen Auktionshaus einen guten Ruf besitzt, abwerben kann. Da die meisten Auktionsbetriebe jedoch eher klein- und mittelbetrieblicher Natur und die Versteigerer zumeist selbständig sind (vgl. dazu auch die Abschnitte 4.1 und 4.3), kann die Handelbarkeit von Reputation hier jedoch weitgehend ausgeschlossen werden.Google Scholar
  53. 352.
    Ein guter Ruf kann dann wegen der Existenz von Imitations- und Mobilitätsbarrieren auch als ‘Strategic asset’ bezeichnet werden, wenn man — wie in Teilen der jüngeren Betriebswirtschaftslehre — einen sehr weiten Ressourcenbegriff verwendet. Vgl. AMIT/SHOEMAKER (1993), S. 36. Vgl. zu den Bedingungen, die für die Entstehung und Sicherung eines dauerhaften Wettbewerbsvorteils erfüllt sein müssen, PETERAF (1993).Google Scholar
  54. 353.
    Vgl. in einem ähnlichen Kontext WEIGELT/CAMERER (1988), S. 449–450.Google Scholar
  55. 354.
    Vgl. zur Extrapolation des beobachteten vergangenen Verhaltens einer Marktseite auf zukünftige Transaktionen auch SHAPIRO (1983), S. 659–660; WILSON (1985), S. 28; WEI-GELT/CAMERER (1988), S. 444.Google Scholar
  56. 355.
    Schulenburg (1987), S. 713.Google Scholar
  57. 356.
    Vgl. zu Anbieterwechselkosten auch UNGERN-STERNBERG/WEIZSÄCKER (1981), S. 623; SCHULENBURG (1987), S. 703, 713; FÖHR (1993), S. 114.Google Scholar
  58. 357.
    Vgl. FÖHR (1993), S. 114.Google Scholar
  59. 358.
    Vgl. ASHENFELTER (1989), S. 27. Ähnlich äußert sich Shapiro, der Reputation als Markteintrittsbarriere sieht, wenn es ‘First-mover advantages’ beim Reputationsaufbau gibt. Vgl. SHAPIRO (1983), S. 678.Google Scholar
  60. 359.
    Vgl. in einem allgemeinen PRINZIPAL-AGENT-KONTEXT auch SPREMANN (1988), S. 620.Google Scholar
  61. 360.
    Die folgenden Maßnahmen wurden vereinzelt von Auktionatoren zusätzlich zu den im Fragebogen vorgegebenen Antwortmöglichkeiten genannt.Google Scholar
  62. 361.
    Auktionen behandeln oftmals ein abgegrenztes Thema oder setzen sich mit einer bestimmten Epoche auseinander.Google Scholar
  63. 362.
    Die Auswirkungen eines Agenten- bzw. Kommissionärsstatus des Versteigerers für den Käufer eines Auktionsgegenstandes werden ausführlich in Abschnitt 6.9 beschrieben.Google Scholar
  64. 363.
    Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 113.Google Scholar
  65. 364.
    Vgl. § 1 Satz 2 Nr. 2 VerstV sowie die Kommentierung von MARX/ARENS (1992), S. 115.Google Scholar
  66. 365.
    Die Verkäuferprovision wird ebenso wie die Käuferprovision üblicherweise als Prozentsatz vom Zuschlagspreis berechnet (vgl. dazu auch die Abschnitte 5.5.1 bzw. 6.8.1). Einige Auktionatoren allerdings verlangen keine Provision von den Verkäufern. Hier sind in erster Linie die Versteigerer landwirtschaftlicher Güter zu nennen.Google Scholar
  67. 366.
    Der Einlieferer kann die zu versteigernden Objekte zum Aufruf- bzw. Mindestpreis versichern lassen. Als Versicherungsgebühr wird ein bestimmter Prozentsatz vom Aufruf- bzw. Mindestpreis festgelegt (z. B. 0.75 % zuzüglich Mehrwertsteuer).Google Scholar
  68. 367.
    Vgl. zu den Kosten, die der Einlieferer zusätzlich zur Verkäuferprovision an den Auktionator zu zahlen hat, auch den Abschnitt 5.5.2.Google Scholar
  69. 368.
    Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 140 sowie die Ausführungen in Abschnitt 5.4.Google Scholar
  70. 369.
    Vgl. hierzu auch die Ausführungen in Abschnitt 5.1.2.Google Scholar
  71. 370.
    Vgl. hierzu auch die Ergebnisse in Abschnitt 5.5.2.Google Scholar
  72. 371.
    Vgl. ausführlicher zur Festlegung und Bedeutung von Mindestpreisen auch den folgenden Abschnitt 5.3.Google Scholar
  73. 372.
    Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 115–116.Google Scholar
  74. 373.
    Vgl. zum Inhalt der Versteigerungsbedingungen § 2 VerstV sowie die Ausführungen in Abschnitt 6.2.Google Scholar
  75. 374.
    Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf Auswertungen von Versteigerungsaufträgen und Einlieferungsbedingungen, die neben den ausgefüllten Fragebogen von einigen Auktionatoren zurückgeschickt wurden.Google Scholar
  76. 375.
    Vgl. zu den angewendeten Verfahren bei Nichterreichen des Limitpreises auch die Ausführungen in Abschnitt 5.3.2.Google Scholar
  77. 376.
    Vgl. auch ASHENFELTER (1989), S. 27. Damit soll zum einen sichergestellt werden, daß der Einlieferer auch an den Kosten einer erfolglosen Versteigerung seines Objekts beteiligt wird, bei der der Auktionator also weder eine Verkäufer- noch eine Käuferprovision erhält. Zum anderen soll mit dieser Gebühr aber auch ein Anreiz für den Einlieferer gesetzt werden, den tatsächlichen Wert seines Gegenstandes über die Forderung eines zu hohen Mindestpreises nicht zu überschätzen. Vgl. ausführlicher dazu auch den Abschnitt 5.3.Google Scholar
  78. 377.
    Vgl. zu diesem Punkt ausführlich auch den Abschnitt 5.6.Google Scholar
  79. 378.
    Von eventuell zu tragenden Reputationsverlusten, die eintreten können, weil andere Bieter sich durch die Zuschlagserteilung an den Verkäufer getäuscht fühlen, wird in diesem Zusammenhang abgesehen. Vgl. hierzu ebenfalls den Abschnitt 5.6.Google Scholar
  80. 379.
    Vgl. MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 713.Google Scholar
  81. 380.
    Eine Ausnahme stellt der Zuschlag unter Vorbehalt dar, bei dem zunächst nur ein bedingter Zuschlag erfolgt. Für einen endgültigen Zuschlag ist erforderlich, daß der Verkäufer dem eigentlich zu geringen Kaufgebot zustimmt. Dieses Verfahren ist in Deutschland recht gebräuchlich. Vgl. hierzu auch den Abschnitt 5.3.2.Google Scholar
  82. 381.
    Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 145.Google Scholar
  83. 382.
    Vgl. CASSADY (1967), S. 226; MARX/ARENS (1992), S. 146.Google Scholar
  84. 383.
    Vgl. CASSADY (1967), S. 228.Google Scholar
  85. 384.
    Vgl. GENESOVE (1995), S. 40–41.Google Scholar
  86. 385.
    Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 146.Google Scholar
  87. 386.
    Vgl. CASSADY (1967), S. 228; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 725; RASMUSEN (1989), S. 257. Zum in der Auktionspraxis nicht selten anzutreffenden Phänomen der Preisvereinbarungen zwischen Bietern vgl. die ausführliche Diskussion in Abschnitt 6.10.Google Scholar
  88. 387.
    Bei der Argumentation wird implizit davon ausgegangen, daß die Regeln der Englischen Auktion zur Anwendung kommen. Die Aussagekraft der Argumentation wird dadurch jedoch keinesfalls geschmälert, sondern im Gegenteil eher gestärkt, da die Englische Auktion ohnehin als die kollusionsanfälligste unter den Standardauktionsformen gilt. Vgl. dazu die Ausführungen in Abschnitt 2.3.2.4.Google Scholar
  89. 388.
    Ein eher zu hoher Mindestpreis wird vielfach in auktionstheoretischen Studien als geeignete kollusionsvorbeugende Maßnahme empfohlen.Google Scholar
  90. 389.
    Vgl. ausführlicher zu den beiden Mindestpreisstrategien die Ausführungen in Abschnitt 6.10.4.Google Scholar
  91. 390.
    Es besteht für den Auktionator noch nicht einmal die Verpflichtung, den Schätzpreis der zu versteigernden Ware anzugeben (vgl. § 4 Abs. 3 VerstV und die Kommentierung von MARX/ARENS (1992), S. 145). In der Regel wird der Schätzpreis jedoch im Auktionskatalog veröffentlicht.Google Scholar
  92. 391.
    Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 146.Google Scholar
  93. 392.
    Vgl. Ashenfelter (1989), S. 25; MILGROM (1989), S. 16.Google Scholar
  94. 393.
    Vgl. CASSADY (1967), S. 227; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 729; ASHENFELTER (1989), S. 25; QUAN (1994), S. 25.Google Scholar
  95. 394.
    Vgl. ASHENFELTER (1989), S. 26; Carey (1993), S. 428.Google Scholar
  96. 395.
    Vgl. ausführlicher zur Strategie der Geheimhaltung von Mindestpreisen den Abschnitt 6.10.4.Google Scholar
  97. 396.
    Vgl. CASSADY (1967), S. 227; ASHENFELTER (1989), S. 25; RASMUSEN (1989), S. 257.Google Scholar
  98. 397.
    Vgl. RASMUSEN (1989), S. 257.Google Scholar
  99. 398.
    Vgl. CASSADY (1967), S. 228.Google Scholar
  100. 399.
    Ebenso könnte ein Mittelsmann des Verkäufers im Auktionssaal ein Gebot abgeben und damit faktisch ein Limit setzen. Vgl. auch Engelbrecht-Wiggans (1987), S. 764. Die obige Aussage über die Entdeckungswahrscheinlichkeit eines solchen Verhaltens durch die Kaufinteressenten gilt hier analog.Google Scholar
  101. 400.
    Vgl. hierzu auch die Ausführungen in Abschnitt 5.7.Google Scholar
  102. 401.
    Vgl. MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 713; MCMILLAN (1992), S. 142.Google Scholar
  103. 402.
    Vgl. CASSADY (1967), S. 227, 229; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 713; MCMILLAN (1992), S. 142. Eine Ausnahme stellt, wie weiter oben bereits geschildert, der Fall dar, daß der Verkäufer in einen Zuschlag unter Vorbehalt einwilligt. Ashenfelter schätzt, daß etwa 1/3 der impressionistischen Gemälde, die auf Auktionen in den USA Anfang der 80er Jahre angeboten wurden, aufgrund der Unterschreitung des Limits nicht versteigert werden konnten. Bei Weinauktionen liegt die durchschnittliche Rücklaufquote zwischen 5 und 10 % und bei anderen Auktionsgegenständen, wie Objekten der europäischen Malerei, Silberwaren, Möbeln oder Schmuck, üblicherweise zwischen 5 und 30 %. Vgl. Ashenfelter (1989), S. 24. Ebenfalls eine durchschnittliche Rücklaufquote von etwa 1/3 ermittelt Genesove für Gebrauchtwagenversteigerungen in den USA und Kanada. Vgl. Genesove (1995), S. 23. Ashenfel-Ter/Graddy berichten, daß das Auktionshaus Christie’s in London zwischen 1982 und 1994 für zeitgenössische Kunst Rücklaufquoten bis zu 48 % zu verzeichnen hatte. Für impressionistische Kunstgüter lagen die Rücklaufquoten bei Christie’s und Sotheby’s in London und New York im Zeitraum von 1980 bis 1990 sogar bei bis zu 69 %. Vgl. ASHENFELTER/GRADDY (1998), S. 2.Google Scholar
  104. 403.
    Vgl. MCMILLAN (1992), S. 142.Google Scholar
  105. 404.
    Vgl. ENGELBRECHT-WIGGANS (1983), S. 79; QUAN (1994), S. 30, 36. Die Bestimmung eines hohen Limits kann ein Grund dafür sein, warum die Kaufinteressenten oftmals zwar über die Existenz eines Limits informiert werden, der genaue Betrag jedoch ungenannt bleibt.Google Scholar
  106. 405.
    Es kann jedoch auch Situationen geben, in denen der Verkäufer eines zu versteigernden Objekts tatsächlich gar nicht beabsichtigt, dieses zu verkaufen. Vgl. dazu und zu den Motiven des Verkäufers für ein derartiges Verhalten auch die Ausführungen in Abschnitt 5.6.Google Scholar
  107. 406.
    Vgl. THALER (1980), S. 43–47; POMMEREHNE/FREY (1987), S. 399; FREY/EICHENBERGER (1989a), S. 424; FREY/EICHENBERGER (1989b), S. 84–85; Eichenber-Ger/Frey (1990), S. 272. Vgl. weiterhin zum Endowment-Effekt CAMERER/KUNREUT-HER (1989), S. 574–575; KAHNEMAN/KNETSCH/THALER (1991), S. 194–197.Google Scholar
  108. 407.
    Vgl. ausführlicher zu diesem Aspekt die Ausführungen in den Abschnitten 5.1.2 und 5.1.3.Google Scholar
  109. 408.
    Vgl. ASHENFELTER (1989), S. 27.Google Scholar
  110. 409.
    Vgl. LOCHER (1970), S. 229; ASHENFELTER (1989), S. 27.Google Scholar
  111. 410.
    Möglicherweise trifft diese geschilderte Situation ebenso wie die Argumentation über den Endowment-Effekt eher für den Verkäufer eines Seltenheitsgutes als für den Verkäufer eines Gebrauchsgutes zu. Ein Hinweis auf diese These ergibt sich aus dem Tatbestand, daß Seltenheitsgüterversteigerer (gemessen an dem vorliegenden Material) offenbar häufiger als Gebrauchsgüterversteigerer in einem Versteigerungsauftrag eine Klausel verwenden, die im Fall des Nichtverkaufs des Auktionsobjekts die Provisionszahlung des Verkäufers an den Auktionator regelt.Google Scholar
  112. 411.
    Vgl. zu einem Überblick MYERSON (1981); RILEY/SAMUELSON (1981); MYERSON (1983); MASKIN/RILEY (1984); BULOW/ROBERTS (1989).Google Scholar
  113. 412.
    Dieses Resultat gilt sowohl für das Independent private values-Modell (vgl. QUAN (1994), S. 29) als auch für das Common value-Modell (vgl. MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 722). Als Begründung für diesen Wertansatz wird, ausgehend von einer Englischen Auktion, angegeben, daß der Verkäufer bei einem Verzicht auf ein Limit lediglich einen Preis in Höhe des Gebots des Bieters mit der zweithöchsten Werteinschätzung für das Objekt erwarten kann. Durch das Setzen eines Limitpreises, der die eigene Wertschätzung übertrifft, kann der Verkäufer unter Umständen einen Teil der Wertschätzungsdifferenz der Bieter mit den beiden höchsten Preisofferten abschöpfen. Vgl. ASHENFELTER (1989), S. 26.Google Scholar
  114. 413.
    Vgl. dazu auch die Frage 18 des Fragebogens im Anhang.Google Scholar
  115. 414.
    Vgl. § 19 VerstV.Google Scholar
  116. 415.
    Vgl. dazu auch § 20 VerstV.Google Scholar
  117. 416.
    Vgl. LOCHER (1970), S. 229; ASHENFELTER (1989), S. 27. ASHENFELTER betont einschränkend allerdings, daß derartige wertmindernde Effekte unter der Annahme eines Independent private values-Modells, welches für die Versteigerung von Kunstwerken häufig unterstellt wird, nicht auftreten dürften.Google Scholar
  118. 417.
    Ausgenommen sei bei dieser Argumentation der Fall, daß der Auktionator die Versteigerung mit dem Aufruf des Mindestpreises beginnt und ein Bieter lediglich eine Offerte unterhalb des Limits abgibt. In dieser Situation wäre ein Zuschlag unter Vorbehalt möglich.Google Scholar
  119. 418.
    Insbesondere bei Kunst- und Antiquitätenversteigerungen im In- und Ausland wird für jedes Gut in der Regel nicht ein einzelner Schätzpreis, sondern ein Schätzpreisintervall, d. h. eine Schätzpreisuntergrenze und eine Schätzpreisobergrenze, ermittelt. Vgl. dazu auch ASHENFEL-TER (1989), S. 34.Google Scholar
  120. 419.
    Eine Ausnahme stellt die Versteigerung von Teppichen oder Pelzen dar. Hier ist nach § 5 Abs. 3 Satz 3 VerstV mit der Anzeige der Versteigerung bei der zuständigen Behörde ein Schätzgutachten für die Objekte erforderlich. Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 140.Google Scholar
  121. 420.
    Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 141, 145.Google Scholar
  122. 421.
    Diese Angaben beziehen sich nur auf die Gemälde, die auch versteigert werden konnten, wobei bei der Berechnung der Abweichungen als Schätzwert die jeweilige Intervallmitte angesetzt wurde. Vgl. ABOWD/ASHENFELTER (1988) zitiert nach ASHENFELTER (1989), S. 34–35.Google Scholar
  123. 422.
    Bei einer einfachen linearen Regression mit dem Merkmal ‘Zuschlagspreis’ als abhängiger Variable und dem Merkmal ‘Schätzpreis’ als unabhängiger Variable erhält man einen Regressi-onskoeffizienten β = 0.949, der hochsignifikant ist (t = 26.25). Die für die Berechnung erforderlichen Daten stammen aus Ergebnislisten bzw. Auktionskatalogen, die von einigen Versteigerern zur Verfügung gestellt wurden. Für den Fall, daß in den Katalogen Schätzpreisintervalle für die Auktionswaren angegeben waren, wurde zur Bestimmung der Variablen ‘Schätzpreis’ die jeweilige Intervallmitte verwendet. Vgl. hierzu auch die Studie von Louargand/McDaniel (1991), insbesondere S. 55–62.Google Scholar
  124. 423.
    Vgl. KRAELING (1987), S. 102.Google Scholar
  125. 424.
    Reputation meint hier insbesondere den Ruf für Seriosität und Neutralität zwischen den Marktparteien Verkäufer und Bieter. Der Auktionator kann sich eine Reputation dafür erarbeiten, daß er seinen aufgrund von Informationsvorteilen dem Bieterpublikum gegenüber vorhandenen diskretionären Handlungsspielraum nicht ausnutzt.Google Scholar
  126. 425.
    Vgl. hierzu die Ausführungen in Abschnitt 2.3.2.2.Google Scholar
  127. 426.
    Vgl. dazu ausführlicher und mit Berücksichtigung des Aspekts des Reputationsaufbaus bzw.-erhalts auch die Ausführungen in Abschnitt 6.4.Google Scholar
  128. 427.
    Vgl. dazu auch die Frage 16 des Fragebogens im Anhang.Google Scholar
  129. 428.
    Einen Hinweis auf die Unterstützung dieser These liefert der Tatbestand, daß die Auktionatoren im Datenset, die z. B. Industriegüter oder Immobilien versteigern, diese Objekte immer entsprechend taxieren.Google Scholar
  130. 429.
    Vgl. SCHÜTTE (1989), S. 3; CHRISTOPHERSEN (1995), S. 49.Google Scholar
  131. 430.
    Dieses Argument trifft auf Kunstgegenstände und Antiquitäten stärker zu als auf Briefmarken und Münzen, da für letztere doch einige Kataloge mit Preisinformationen auch außerhalb der Auktion verfügbar sind.Google Scholar
  132. 431.
    Ein bewußt hoch angesetzter Schätzpreis wäre in diesem Zusammenhang aus Sicht des kolludierenden Bieters nicht vorteilhaft, da damit zu rechnen ist, daß andere Bieter bis zum angegebenen Schätzpreis mitsteigern. Eine Ex ante-Spekulation auf eine durch den hohen Schätzwert nur gering ausfallende Bietkonkurrenz erscheint zu riskant. Somit könnte der kolludierende Bieter den Zuschlag mutmaßlich nur oberhalb des Schätzwertes erhalten. Dann jedoch wäre eine Absprache mit dem Auktionator überflüssig.Google Scholar
  133. 432.
    Die im Fragebogen vorgegebene Antwortmöglichkeit lautete ursprünglich “durch den Kommissionär und den Verkäufer gemeinsam”. Vgl. dazu im Anhang auch die Frage 16. Das Mitspra-cherecht des Verkäufers bei der Schätzpreisgestaltung ist jedoch nicht nur auf einen Kommissionärsstatus des Versteigerers beschränkt. Dieser Sachverhalt wird auch durch einen Vergleich der Antworten zu den Fragen 2 (Abschnitt 6.9) und 16 (dieser Abschnitt) bestätigt. Etwa 23 % der Auktionatoren, die zu Frage 2 angaben, daß sie die Objekte ausschließlich im fremden Namen und für fremde Rechnung versteigern, kreuzten bei der Frage 16 trotzdem die vorgegebene Antwort “durch den Kommissionär und den Verkäufer gemeinsam” an.Google Scholar
  134. 433.
    Vgl. hierzu ausführlicher auch den folgenden Abschnitt 5.4.3.Google Scholar
  135. 434.
    Vgl. SCHAUENBERG (1998a), S. 136–137. Vgl. zu dem Aspekt Leidenschaften versus Interessen auch HIRSCHMAN (1980).Google Scholar
  136. 435.
    Vgl. die Ausführungen in Abschnitt 5.4.2. Es gibt allerdings auch Ausnahmen. So kann z. B. der Wertansatz für bestimmte Plastiken mit dem Wert des eingesetzten Materials variieren und damit in stärkerem Maße von den Herstellungskosten abhängig sein. Vgl. Christophersen (1995), S. 49.Google Scholar
  137. 436.
    Vgl. CHRISTOPHERSEN (1995), S. 44, 51.Google Scholar
  138. 437.
    Vgl. CHRISTOPHERSEN (1995), S. 44, 51.Google Scholar
  139. 438.
    Genaugenommen liegt bei jeder Auktionsveranstaltung, auf der Einzelobjekte versteigert werden, ein Angebotsmonopol vor. Während es allerdings beispielsweise für das “Porträt des Doktor Gachet” des niederländischen Malers Vincent van Gogh auch bei anderen Versteigerern definitiv keine Substitutionsmöglichkeit gibt, kann z. B. der Nachfrager einer Immobilie bei einem vergeblichen Ersteigerungsversuch bei einem Auktionator einen erneuten Kaufversuch einer vergleichbaren Immobilie bei einem anderen Auktionator vornehmen.Google Scholar
  140. 439.
    Vgl. in einem ähnlichen Kontext auch CHRISTOPHERSEN (1995), S. 50.Google Scholar
  141. 440.
    Vgl. SCHÜTTE (1989), S. 4. Die Grenze zu den zuvor diskutierten “Phantasiepreisen” dürfte hierbei fließend verlaufen.Google Scholar
  142. 441.
    Vgl. hierzu auch BONUS/RONTE (1992), S. 197, 202. Die obigen Ausführungen verdeutlichen zudem, warum Kunstwerke oftmals als Paradebeispiele für die Anwendbarkeit des Independent private values-Modells angesehen werden.Google Scholar
  143. 442.
    Vgl. SCHÜTTE (1989), S. 5.Google Scholar
  144. 443.
    Vgl. POMMEREHNE/FREY (1993), S. 87–89. Die Autoren stellen empirisch fest, daß sich z. B. die Stilrichtung Pop Art eher negativ, die Stilrichtung Konzeptkunst hingegen eher positiv auf das Ansehen des Gesamtwerkes eines Künstlers auswirkt. Ebenso erhöht sich die ästhetische Bewertung eines Künstlers mit einer steigenden Anzahl an Ausstellungsteilnahmen und einer steigenden Anzahl gewonnener Preise. Außerdem wird ein Künstler, der alle drei Techniken der bildenden Kunst (Skulpturen, Gemälde, Graphiken) einsetzt, höher bewertet als ein Künstler, der nur ein Medium beherrscht. Vgl. POMMEREHNE/FREY (1993), S. 89–91; 105–108.Google Scholar
  145. 444.
    Vgl. CHRISTOPHERSEN (1995), S. 45.Google Scholar
  146. 445.
    Vgl. SCHÜTTE (1989), S. 5.Google Scholar
  147. 446.
    Vgl. zu den folgenden Einflußfaktoren des Schätzpreises für ein Kunstgut auch SCHÜTTE (1989), S. 5; CHRISTOPHERSEN (1995), S. 46–49.Google Scholar
  148. 447.
    Dieser angenommene Zusammenhang könnte auch einen Erklärungsansatz für das Phänomen darstellen, daß auf Versteigerungen, bei denen in der Öffentlichkeit bekannte Personen als Verkäufer auftreten, nicht selten Erlöse erzielt werden, die die festgelegten Schätzwerte um ein Vielfaches übersteigen. Man denke dabei nur an die Auktionen, auf denen Teile des Besitzes der Fürstin Gloria von THURN und Taxis (Oktober 1993), des Markgrafen Max von Baden (Oktober 1995) oder von Jacqueline Kennedy-Onassis (April 1996) versteigert wurden.Google Scholar
  149. 448.
    Vgl. dazu auch die Frage 17 des Fragebogens im Anhang.Google Scholar
  150. 449.
    Vgl. dazu auch die ausführliche Diskussion in den Abschnitten 5.4.1 und 5.4.2.Google Scholar
  151. 450.
    Pommerehne/Frey ermitteln in einer empirischen Untersuchung einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen den in der Vergangenheit erzielten Verkaufspreisen und der Höhe der festgelegten Schätzpreise. Die Ausführungen der beiden Autoren beziehen sich dabei allerdings nicht unbedingt nur auf vergangene Auktionspreise, sondern auch auf die in früheren Perioden erzielten Preise des Kunsthandels. Außerdem werden nicht nur die realisierten Preise des konkreten Gegenstandes berücksichtigt, sondern ebenso die Preise anderer Werke desselben Künstlers. Vgl. Pommerehne/Frey (1993), S. 89, 107–108.Google Scholar
  152. 451.
    Vgl. hierzu auch die Ausführungen im vorherigen Abschnitt 5.4.3.1.Google Scholar
  153. 452.
    Vermutlich ist auch unter den Antworten ‘Erfahrung’ bzw. ‘Marktkenntnis’ ein Großteil der im vorherigen Abschnitt 5.4.3.1 erwähnten Bestimmungsfaktoren der Schätzpreisermittlung für Kunstobjekte implizit subsumiert.Google Scholar
  154. 453.
    Vgl. BONUS/RONTE (1992), S. 203.Google Scholar
  155. 454.
    Bekannte Vertreter der Stilrichtung Pop Art sind z. B. Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein, Jasper Johns oder Claes Oldenburg. Repräsentanten des Neuen Realismus sind beispielsweise Javacheff Christo, Piero Manzoni, Michelangelo Pistoletto, Jean Tinguely oder Ives Klein. Vgl. POMMEREHNE/FREY (1993), S. 91–93.Google Scholar
  156. 455Vgl POMMEREHNE/FREY (1993), S. 95–96; Christophersen (1995), S. 50, die ihre Ausführungen auf den Kunstmarkt beziehen.Google Scholar
  157. 456.
    Pommerehne/Frey können diese Überlegungen für den Kunstmarkt empirisch belegen. Die Inflationsrate und das reale Pro-Kopf-Einkommen korrelieren jeweils signifikant positiv mit den von Experten festgelegten Schätzwerten für Kunstwerke. Die reale Ertragsrate alternativer Anlagen hingegen weist mit den ermittelten Schätzpreisen einen signifikant negativen Zusammenhang auf. Vgl. POMMEREHNE/FREY (1993), S. 96–97, 107–108.Google Scholar
  158. 457.
    In Preisverzeichnissen sind die Ergebnisse vergangener Auktionen aufgeführt. Vermutlich besteht daher bei dieser Antwort ein enger Zusammenhang mit der Antwort ‘Erfahrung’.Google Scholar
  159. 458.
    Dagegen erwähnt Schütte, daß Preisverzeichnisse auch als Orientierungshilfe für die Taxierung von Kunstgegenständen zur Anwendung kommen können. Vgl. Schütte (1989), S. 5.Google Scholar
  160. 459.
    Vgl. dazu Abschnitt 5.4.2. Gerade bei der Versteigerung von Hausratsgegenständen, Nachlässen oder auch landwirtschaftlichen Gütern kommt es nicht selten vor, daß für die Waren keine Schätzpreise festgelegt werden.Google Scholar
  161. 460.
    Zum Inhalt des Versteigerungsauftrags vgl. ausführlich die Erläuterungen in Abschnitt 5.2. 461 Vgl. zu dem Aspekt, welche Kosten dem Verkäufer eines Auktionsgutes durch die Versteigerung entstehen, auch die Frage 24 des Fragebogens im Anhang.Google Scholar
  162. 462.
    Dies scheint insbesondere für die Versteigerer landwirtschaftlicher Güter zu gelten. Aus dieser Gruppe gibt kein Auktionator an, daß der Verkäufer für eine erfolgreiche Versteigerung eine Provision an den Auktionator zu zahlen hat.Google Scholar
  163. 463.
    Das Ergebnis für die Teilsegmente KA und BM mag auf den ersten Blick überraschen, da in der Tabelle 17 als Median jeweils derselbe Wert <i>M</i> = 15 ausgewiesen ist. Es ist jedoch zu berücksichtigen, daß der Mediantest für beide Teilsegmente jeweils bestimmt, wieviele Stichprobenwerte kleiner oder gleich und wieviele größer als der ermittelte Median der kombinierten Stichprobe (der ja der Median der Kategorie SG ist und ebenfalls 15 beträgt) sind. Hier ist schon anhand der empirischen Häufigkeitsverteilungen festzustellen, daß die Stichprobenwerte für das Teilsegment KA eher oberhalb des Medians plaziert sind, während die Stichprobenwerte für das Teilsegment BM eher unterhalb des Medians liegen. Damit fallen die Anteile der Beobachtungen, die größer sind als der Median, in den beiden Teilsegmenten auseinander, und der Mediantest verwirft die Nullhypothese.Google Scholar
  164. 464.
    Diese These läßt sich auch dann aufrechterhalten, wenn man berücksichtigt, daß bei Versteigerungen landwirtschaftlicher Güter Verkäuferprovisionen offensichtlich allgemein nicht üblich sind und daß die Verkäuferprovisionen bei Industrie- und Immobilienversteigerungen geringer streuen als bei anderen Auktionsarten in der Kategorie GG. Beide Befunde weisen auf eine eher geringe Intransparenz auf dem jeweiligen Markt für Versteigerungsleistungen hin. Die ermittelte Spannweite innerhalb der Kategorie GG bliebe jedoch auch bei einer Herausrechnung der genannten Auktionstypen unberührt.Google Scholar
  165. 465.
    Vgl. zu den letzten drei ARGUMENTEN CASSADY (1967), S. 108, 111.Google Scholar
  166. 466.
    Vgl. hierzu auch § 34b Abs. 1 GewO sowie die Erläuterungen in Abschnitt 5.1.2.Google Scholar
  167. 467.
    Für diesen und die in diesem Abschnitt noch folgenden Befunde werden keine χ2 -Tests zur Überprüfung der Nullhypothese gleicher Anteilswerte in den jeweiligen Kategorien durchgeführt, da die Ergebnisse nicht aufgrund vorgegebener Antworten, sondern aufgrund eigener Angaben der Auktionatoren zustande kamen.Google Scholar
  168. 468.
    Katalogkosten können für den Einlieferer eines Kunstgegenstandes ein beachtliches Ausmaß annehmen. Übliche Preise bewegen sich für Schwarz-Weiß-Abbildungen in einer Größenordnung von ca. 150 DM. Farbabbildungen können etwa 400 DM kosten, ganzseitige Abbildungen sogar bis zu 650 DM.Google Scholar
  169. 469.
    Vgl. hierzu auch die Ergebnisse des vorherigen Abschnitts 5.5.1.Google Scholar
  170. 470.
    So geben beispielsweise mehr als 80% der Seltenheitsgüterversteigerer an, daß den Kaufinteressenten Informationen über die Auktionsobjekte und deren Schätzpreise mitgeteilt warden (vgl. dazu die Ausführungen in Abschnitt 6.4), aber nur etwa 13% von ihnen erheben Kosten für Katalogabbildungen, und kaum 9% veranschlagen Kosten für Expertisen auf direktem Weg.Google Scholar
  171. 471.
    In der Kategorie GG gaben 47 Auktionatoren (= 68.1%) an, daß sie zusätzliche Kosten an die Einlieferer übertragen, während 22 Auktionatoren (= 31.9%) dies nicht tun. In der Kategorie SG wälzen 65 Auktionatoren (= 72.2%) zusätzliche Kosten auf die Einlieferer ab, 25 Auktionatoren (= 27.8%) sehen davon ab.Google Scholar
  172. 472.
    Aber auch in der Kategorie SG scheinen einige Auktionatoren nach dieser Methode zu verfahren. So ergibt sich aus der Auswertung verschiedener Versteigerungsaufträge, daß Auktionatoren die eingelieferte Ware zwar versichern lassen; der Einlieferer hat dem Auktionator ausdrücklich jedoch nur dann eine Versicherungsprämie zu erstatten, wenn er darüber hinaus auf bestimmte Zusatzversicherungen besteht.Google Scholar
  173. 473.
    Vgl. ausführlich hierzu GUTENBERG (1968), S. 233–265 und insbesondere S. 237–251; Schauenberg (1993), Sp. 4174–4175, 4178; Föhr (1993), S. 108–109; Schauenberg (1998b), S. 24.Google Scholar
  174. 474.
    Die Variable, die die Existenz zusätzlicher Kosten für die Einlieferer charakterisiert, ist somit als eine Proxyvariable für die Reputation eines Auktionators zu interpretieren.Google Scholar
  175. 475.
    Unter rechtlichen Gesichtspunkten ist dabei die Frage interessant, inwieweit durch das Mitsteigern des Verkäufers eine Betrugshandlung dem Bieterpublikum gegenüber gemäß § 263 StGB vorliegt und ob das Mitbieten des Verkäufers juristisch untersagt werden sollte. Vgl. dazu z. B. Locher (1970), S. 231, 233, 235; Marx/Arens (1992), S. 224–228.Google Scholar
  176. 476.
    Vgl. LOCHER (1970), S. 228, 233: BAUMEISTER (1975), S. 305–306.Google Scholar
  177. 477.
    Vgl. BAUMEISTER (1975), S. 306. Ein Vermögensschaden ist in diesem Fall für einen Käufer gegeben, der als “echter” Bieter den Zuschlag zugesprochen bekommt. Vgl. LOCHER (1970), S. 233.Google Scholar
  178. 478.
    Vgl. BAUMANN (1971), insbesondere S. 24–25; LOCHER/BLIND (1971); BAUMEISTER (1975), S. 306–307; MARX/ARENS (1992), S. 221–228.Google Scholar
  179. 479.
    Vgl. zu den Ausführungen dieses Abschnitts 5.6 auch BECKMANN/KRÄKEL/SCHAU-ENBERG (1997), S. 56–59.Google Scholar
  180. 480.
    Vgl. hierzu auch die Fragen 26a und 26b des Fragebogens im Anhang. Von 159 Versteigerern beantworteten lediglich 149 die Frage 26a und 142 die Frage 26b. Für die Frage 26a entspricht das einem Anteil an Antwortverweigerungen von 6.3%. In der Kategorie GG verweigerten 7.2% der Versteigerer ihre Auskunft. In der Kategorie SG lag dieser Anteil bei 5.6% (KA: 7.8%, BM: 2.6%). Hinsichtlich der Frage 26b liegt der Anteil der Antwortverweigerungen bei 10.7%. In der Kategorie GG verweigerten 14.5% der Versteigerer die Auskunft. In der Kategorie SG waren dies 7.8% (KA: 9.8%, BM: 5.1%).Google Scholar
  181. 481.
    Es wird im folgenden davon ausgegangen, daß sich die Angaben der Auktionatoren hinsichtlich der Versteigerungen von Kollegen jeweils auf Auktionsveranstaltungen der eigenen Kategorie beziehen.Google Scholar
  182. 482.
    Vgl. MARX/ARENs (1992), S. 222.Google Scholar
  183. 483.
    Die Ergebnisliste wird allen Auktionskatalogempfängern und, falls es sich um eine Kunstversteigerung handelt, auch dem Kunsthandel zugesendet. Vgl. BAUMANN (1971), S. 25; LOCHER/BLIND (1971), S. 2291.Google Scholar
  184. 484.
    Vgl. LOCHER (1970), S. 229; Ashenfelter (1989), S. 27.Google Scholar
  185. 485.
    Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 223.Google Scholar
  186. 486.
    Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 236–237.Google Scholar
  187. 487.
    Vgl. BAUMANN (1971), S. 24–25; MARX/ARENS (1992), S. 223.Google Scholar
  188. 488.
    Der Besitzeffekt ist als Entscheidungsanomalie bereits ausführlicher bei der Diskussion um die Festlegung eines Mindestpreises für ein Auktionsgut in Abschnitt 5.3.1 eingeführt worden.Google Scholar
  189. 489.
    Ausgewertet wurden hierfür die vorliegenden Versteigerungsaufträge bzw. Versteigerungsbedingungen, die einige Auktionatoren zusätzlich zu dem ausgefüllten Fragebogen als Informationsquelle bereitstellten. Vgl. zu der Regelung, im Fall eines Auktionsverkaufs an den Einlieferer des Gegenstandes diesem beide Provisionszahlungen abzuverlangen, auch die Ausführungen zu möglichen Vorkehrungen gegen das Mitsteigern des Verkäufers in Abschnitt 5.6.4.Google Scholar
  190. 490.
    Vgl. zu den empirischen Ergebnissen bezüglich Bieterkartellen und ihrer in der Tat vergleichsweise stark ausgeprägten Präsenz auf Kunst- und Antiquitätenauktionen auch Beck-Mann/Kräkel/Schauenberg (1997), S. 54–56 sowie die Ausführungen in Abschnitt 6.10.1.Google Scholar
  191. 491.
    Im weiteren Verlauf dieses Abschnitts sei der Einfachheit halber auf die Ergänzung, daß die Gebotsabgabe auch über einen vom Verkäufer instruierten Mittelsmann erfolgen kann, verzichtet.Google Scholar
  192. 492.
    Vgl. hierzu auch die Frage 26c des Fragebogens im Anhang.Google Scholar
  193. 493.
    Vgl. z. B. auch LOCHER (1970), S. 205.Google Scholar
  194. 494.
    Das Bieterpublikum muß bei dieser Vorgehensweise des Auktionators gar keinen Verdacht schöpfen, da dieser berechtigt ist, Preisofferten als Vertreter für einen Dritten abzugeben, sofern ein schriftliches Gebot dieses Dritten vorliegt. Vgl. § 34b Abs. 6 Nr. 3 GewO. Auch die Vertretung telegrafischer Gebote durch den Auktionator ist nach einer entsprechenden Entscheidung des Bundesgerichtshofs mittlerweile allgemein akzeptiert (vgl. MARX/ARENS (1992), S. 43, 235–236). Ob der Auktionator auch Gebote von Kaufinteressenten entgegennehmen darf, die sich über Telefon an der Auktion beteiligen wollen, ist juristisch umstritten. Einerseits könnte man eine Gleichstellung von Telefonbietern mit telegrafischen bzw. schriftlichen Bietern fordern und die Zulassung von Telefongeboten somit befürworten. Andererseits erscheinen gerade über das Telefon abgegebene Preisofferten besonders zweifelhaft, da letztendlich niemand nachprüfen kann, ob tatsächlich ein echtes Gebot vorliegt oder aber eine Offerte von einem Angestellten des Auktionators fingiert wird. Die Abgabe telefonischer Gebote entzieht sich damit jeglicher (behördlicher) Kontrolle. Vgl. zu der Problematik der Akzeptanz von Telefongeboten unter rechtlichen Gesichtspunkten auch MARX/ARENS (1992), S. 11, 43–44, 236–237 sowie die unterschiedlichen Auffassungen von LOCHER (1970), S. 206 und Schütte (1989), S. 8–9. Der Bundesgerichtshof hat inzwischen der herrschenden Meinung widerprochen und telefonische Gebote bei Auktionen für zulässig erklärt. Vgl. MARX/ARENS (1992), S. 43–44, 237. Auch im Ausland werden telefonische Gebote bei großen Auktionshäusern anerkannt.Google Scholar
  195. 495.
    Vgl. CASSADY (1967), S. 105–106, 166, 213–214; LOCHER (1970), S. 229; BAUMANN (1971), S. 24; LOCHER/BLIND (1971), S. 2290; MARX/ARENS (1992), S. 222. Fingierte schriftliche oder telefonische Gebote werden häufig auch als “Phantomgebote” bezeichnet. Vgl. hierzu auch GRAHAM/MARSHALL/RICHARD (1990b).Google Scholar
  196. 496.
    Vgl. CASSADY (1967), S. 168, 212–213; LOCHER (1970), S. 235; BAUMANN (1971), S. 24; LOCHER/BLIND (1971), S. 2291; MARX/ARENS (1992), S. 222.Google Scholar
  197. 497.
    Ohne die verdeckten Preisofferten wäre nur maximal ein Zuschlagspreis unterhalb des festgesetzten Limits realisiert worden und das auch nur dann, wenn der Verkäufer in einen Zuschlag unter Vorbehalt (vgl. ausführlich dazu Abschnitt 5.3.2) eingewilligt hat und diesen Vorbehalt aufgibt. Ist kein Zuschlag unter Vorbehalt vereinbart worden, scheitert ein Auktionsverkauf, und der Verkäufer muß dem Versteigerer gegebenenfalls sogar noch ein Entgelt für die Inanspruchnahme seiner Dienstleistung zahlen.Google Scholar
  198. 498.
    Man spricht hier häufig auch von einem “verschleierten Rückkauf” bzw. “verschleierten Rückgang” oder auch von einem “Scheinzuschlag”. Vgl. LOCHER (1970), S. 228; BAUMANN (1971), S. 24; LOCHER/BLIND (1971), S. 2290; MARX/ARENS (1992), S. 223. Da dem Bieterpublikum der vereinbarte Mindestpreis nicht bekannt ist, kann der Zuschlag in diesem Fall auch unterhalb des Limits erfolgen. Das fingierte Höchstgebot bleibt unter den kolludierenden Akteuren ohne Konsequenzen, d. h. Provisions- sowie Kaufpreiszahlungen entfallen. Vgl. LOCHER (1970), S. 235; BAUMANN (1971), S. 24; LOCHER/BLIND (1971), S. 2291; MARX/ARENS (1992), S. 222, 224.Google Scholar
  199. 499.
    Vgl. hierzu auch LOCHER (1970), S. 229; BAUMANN (1971), S. 24; LOCHER/BLIND (1971), S. 2290–2291; MARX/ARENS (1992), S. 223.Google Scholar
  200. 500.
    Weiterhin wäre auch denkbar, daß der Auktionator mit einem oder mehreren Bietern Absprachen trifft. Auf die Motivation derartiger Koalitionen soll in dieser Arbeit jedoch nicht eingegangen werden. Vgl. dazu JONES/MENEZES (1995).Google Scholar
  201. 501.
    Als Beleg für eine kaum vorhandene Möglichkeit des Nachweises derartiger Koalitionen mag der Tatbestand dienen, daß zumindest bis 1980 offenbar keine einzige strafrechtliche Verfolgung oder auch nur die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen potentiell Beteiligte verzeichnet wurde. Vgl. LOCHER (1980), S. 27.Google Scholar
  202. 502.
    Locher behauptet, daß es Kunstversteigerungen gibt, auf denen etwa die Hälfte der ausgebotenen Objekte faktisch zurückgeht, jedoch zugleich zum Schein zugeschlagen wird. Vgl. LOCHER (1970), S. 228. LOCHER/BLIND Berichten, daß auf deutschen Kunstauktionen insgesamt ungefähr 2/5 der zu versteigernden Güter aufgrund einer Unterschreitung des Mindestpreises verschleiert zurückgekauft werden. Vgl. LOCHER/BLIND (1971), S. 2290.Google Scholar
  203. 503.
    Vgl. ausführlicher hierzu LOCHER (1980), S. 27.Google Scholar

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