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Statische Ansätze zur Modellierung externer Wissenstransaktionen

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Part of the Betriebswirtschaftslehre für Technologie und Innovation book series (BTI, volume 25)

Zusammenfassung

In modelltheoretischen Untersuchungen, die sich mit der externen Wissensverwertung (typischerweise mit der Lizenzvergabe) beschäftigen, wird häufig der Frage nachgegangen, ob und unter welchen Bedingungen Lizenzvereinbarungen zustande kommen können. Bei einem Teil dieser Ansätze, vor allem solchen spieltheoretischer Natur, wird dabei von einem Patentinhaber ausgegangen, der eine bestimmte Erfindung selbst nicht im Produktgeschäft nutzt.200 In diesen Ansätzen geht es darum, wie der Patentinhaber durch Festlegung eines Preises fur die Lizenz oder bei einer Auktion durch Festlegung der Anzahl der zu versteigernden Lizenzen seinen Gewinn aus der Lizenzvergabe maximiert. Ein anderer Teil von Ansätzen betrachtet die Möglichkeit der Lizenzierung zwischen Unternehmen, die selbst am Produktmarkt tätig sind.201

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Literatur

  1. 200.
    Vgl. Kamien, Tauman (1984, 1986); Katz, Shapiro (1985b, 1986b); Kamien, Tauman, Zang (1988); Kamien, Tauman, Zamir (1990). Da es sich bei den betrachteten Spielen um mehrstufige Spiele handelt, werden sie bei den dynamischen Modellansätzen nochmals angesprochen.Google Scholar
  2. 201.
    Vgl. Gallini (1984); Gallini, Winter (1985); Katz, Shapiro (1987); Nippel (1997). Pérez-Castrillo, Sandonis (1996) betrachten ein Spiel, bei dem ein Unternehmen zwischen den Alternativen ‘Offenlegung’ und ‘Geheimhaltung’ in einer F&E-Kooperation zu wählen hat.Google Scholar
  3. 202.
    Dasgupta(1988), S. 2.Google Scholar
  4. 203.
    Vgl. Brockhoff (1994), S. 219 ff., zu einer Diskussion von Meßansätzen fur neues Wissen, insbesondere zur Eignung von Patenten als Maßstab.Google Scholar
  5. 204.
    Brockhoff (1995a), S. 32.Google Scholar
  6. 205.
    Vgl. Cohen, Levinthal (1990), S. 128.Google Scholar
  7. 206.
    Die Notation wurde teilweise etwas geändert, um sie der Notation der in dieser Arbeit vorgestellten Modellansätze anzupassen. Vgl. Brockhoff (1995a), S. 33.Google Scholar
  8. 207.
    Vgl. Brockhoff( 1995a), S. 34.Google Scholar
  9. 208.
    Preise werden typischerweise auf vollkommenen Märkten als gegeben angesehen. Die Unternehmen sind dann Mengenanpasser. Vgl. Gutenberg (1984), S. 224; Herberg (1994), S. 220; Meffert (1991), S. 285. Varian weist daraufhin, daß Preisnehmerverhalten auch bei anderen Marktformen auftreten kann. Vgl. Varian (1991), S. 344 f. Hier wird für das Unternehmen Preisnehmerverhalten sowohl auf dem Markt, an dem es Wissen anbietet, als auch auf dem Markt, an dem es Wissen nachfragt, unterstellt. Die Annahme des Preisnehmerverhaltens wird im Zwei-Unternehmen-Modell aufgehobenGoogle Scholar
  10. 209.
    Die Produktgeschäfts-Katalysatorfunktion der externen Wissensverwertung (vgl. Abschnitt 2.5.3) wird zunächst nicht berücksichtigt.Google Scholar
  11. 210.
    Vgl. Brockhoff (1977), S. 595. Zu einer Diskussion von Information oder Technologie als Produktionsfaktor vgl. Bode (1993), S. 74 ff. bzw. Täger, Uhlmann (1984), S. 35 ff.Google Scholar
  12. 211.
    Vgl. Teece (1986); Schewe (1992); Hauschildt (1993). Vgl. Clement, Litfin, Vanini (1998) zu einer kritischen Analyse der empirischen Forschungsergebnisse zur Pionierrolle.Google Scholar
  13. 212.
    Teece stellt fest, daß Imitatoren insbesondere dann erfolgreich sind, wenn sie hinsichtlich bedeutsamer ‘complementary assets’ Vorteile besitzen. Vgl. Teece (1986), S. 304. Albach weist auf die Bedeutung der Kombination von Innovation und Imitation hin. Vgl. Albach (1986), S. 61; Albach (1992), S. 935.Google Scholar
  14. 213.
    Diese Annahme basiert darauf, daß technologisches Wissen die Eigenschaft der Nicht-Rivalität in der Nutzung besitzt: „... der Bestand an technischem Wissen, der für die übrigen Nachfrager zur Verfügung steht, wird nicht dadurch geringer, daß ein einzelner Nachfrager dieses Gut nutzt.“ Klodt (1995), S. 5. Vgl. zur Eigenschaft der Nicht-Rivalität Abschnitt 2.3.1. Ford argumentiert, daß es sich bei der Entscheidung über interne und externe Verwertung nicht um eine ‘Entweder oder’ — Entscheidung handelt, sondern Wissen vielmehr intern und extern verwertet werden kann. Vgl. Ford (1988), S. 93.Google Scholar
  15. 214.
    Die Möglichkeit der Imitation durch andere Unternehmen wird also ausgeschlossen. Eine Betrachtung der Lizenzierung bei möglicher Imitation erfolgt bei Nippel (1997).Google Scholar
  16. 215.
    Vgl. Porter 1985), S. 2.Google Scholar
  17. 216.
    Conner sieht einen ähnlichen Trade-Off, indem er den Nutzen eines breiteren Kundenstammes mit dem Umsatzverlust an den Imitator vergleicht. Vgl. Conner (1995), S. 222.Google Scholar
  18. 217.
    Diesem Beispiel liegen folgende Parameterannahmen zugrunde: g 0= 10; ß= 1; a - 0,85; KAT = 0 bzw. KAT = 0,2. Für den internen Wissenserwerb wird w = 1, für den externen Erwerb v = 0,5 angenommen.Google Scholar
  19. 218.
    In dem Wertebereich von ca. 0,2 für z ist in dem Beispiel mit Katalysatoreffekt der Produktge-schäfts-Gewinn vor Wissenskosten maximal. Dies bedeutet nicht, daß bei diesem Umfang der externen Verwertung auch der gesamte Unternehmensgewinn maximal ist, da weder die Erlöse aus externer Verwertung noch die Transaktionskosten der externen Verwertung sowie andere Wissens­kosten berücksichtigt sind.Google Scholar
  20. 219.
    Vgl. Machlup (1962), S. 166.Google Scholar
  21. 220.
    Vgl. zu Patenten als Indikator von F&E-Aktivitäten Ernst (1996), S. 165 ff.Google Scholar
  22. 221.
    Vgl. Scherer (1983), S. 115. Scherer legt in einer Kostenfunktion, die das Ausmaß an Erfindungen und die damit verbundenen F&E-Kosten abbildet, steigende Grenzkosten zugrunde. Vgl. Scherer (1983), S. 118.Google Scholar
  23. 222.
    Vgl. Bound et al. (1984), S. 47. Ähnliche Befunde sind auch bei Chakrabarti, Halperin und einer Studie des Informationsdienstes des Instituts der deutschen Wirtschaft zu finden. Vgl. Chakrabarti, Halperin (1990), S. 187 f.; o.V. (1994), S. 6 f.Google Scholar
  24. 223.
    So auch Teece: „The cost of transfer, which can be defined to include both transmission and absorption costs, ...“, Teece (1977), S. 243.Google Scholar
  25. 234.
    Von Hippel fuhrt den Begriff ‘Sticky Information’ ein, mit dem er das Phänomen der Transferkosten bei der Übertragung von Information umschreibt. Von Hippel sieht Gründe dafür, daß Information ‘sticky’ sein kann, in der Art der Information, der Menge der Information und Charakteristika der Informations-Anbieter und -Nachfrager. Vgl. Von Hippel (1994), S. 430 ff.Google Scholar
  26. 225.
    Vgl. Cohen, Levinthal (1990), S. 128.Google Scholar
  27. 226.
    Vgl. Abschnitt 2.6.1.3.Google Scholar
  28. 227.
    Stahlberg, Frey (1990), S. 159. Vgl. hierzu auch die Studie von Fazio, Williams (1986).Google Scholar
  29. 228.
    Der Begriff der ‘konjekturalen’ Gewinnfunktion wird hier in Anlehnung an den aus der Volkswirtschaftslehre bekannten Begriff der ‘konjekturalen Preisabsatzfunktion’ verwendet. Die konjekturalePreisabsatzfunktion bezeichnet eine funktionale Beziehung zwischen Preis und erwarteter Absatzmenge. Die erwartete Absatzmenge ist dabei die Absatzmenge, die ein Anbieter glaubt, zu einem bestimmten Preis absetzen zu können. Vgl. Schneider (1960), S. 61 ff.; Herberg (1994), S. 273 ff.Google Scholar
  30. 231.
    Prinzipiell bestehen verschiedene Möglichkeiten, die verzerrten Einstellungen zu modellieren. So könnte das NIH-Syndrom hier nicht nur als Unterschätzung des Wertes externen Wissens, sondern z.B. auch als Überschätzung der mit dem externen Wissenserwerb verbundenen Transferkosten modelliert werden. Vgl. Brockhoff (1995a), S. 37 ff., zu Modellierungsansätzen fur das NIH-Syndrom bei der Nutzung und beim Transfer externen Wissens. De Pay modelliert einen NIH-Effekt als Erhöhung von Informationszeiten und als Erhöhung der Wahrscheinlichkeit von Korrek­turarbeiten. Vgl. de Pay (1995), S. 132. Die Modellierung der verzerrten Einstellungen muß vor dem Hintergrund des zugrunde liegenden Modells und des Untersuchungsziels geschehen. Der hier gewählte Ansatz bietet sich an, weil in ähnlicher Weise alle zu betrachtenden Syndrome als syste­matische Fehleinschätzungen der Auswirkungen externer Wissenstransaktionen auf das Produktge­schäft modelliert werden können.Google Scholar
  31. 231.
    Vgl. Chiang (1984), S. 339. Die Maximierung der konjekturalen Gewinnfunktion G wird mit Hilfe des SOLVER in EXCEL (Microsoft Excel Version 5.0a) durchgeführt. Die Simulationsrech­nungen werden durchgeführt, indem der EXCEL-SOLVER im Rahmen eines Visual Basic-Moduls für jede Parameterkonstellation aufgerufen wird und die jeweiligen Lösungswerte in ein Datenblatt kopiert werden.Google Scholar
  32. 232.
    Vgl. Winer (1962), S. 141.Google Scholar
  33. 233.
    Vlg möglichen Problemen fraktionierter Designs Kleijnen (1987), S. 259 ff.; Kleijnen, Van Groenendaal(1992), S. 176.Google Scholar
  34. 234.
    Eine große Zahl an experimentell variierten Parametern in den statischen Ansätzen hat den Vorteil, sich in den rechentechnisch aufwendigeren dynamischen Modellansätzen auf die bedeutsamen experimentellen Faktoren konzentrieren zu können, die in den statischen Modell-Experimenten identifiziert werden.Google Scholar
  35. 235.
    Die Annahme einer quadratischen Kostenfunktion der Wissensentwicklung findet sich z.B. auch bei Brockhoff (1995a), S. 33; Steurs (1995), S. 252. Der Parameter // wird gleich 1-λ gesetzt. Bei konstantem transferkostenreduzierenden Potential (Absorptionskapazität und Wissenszugangserleichterung) steigen die Transferkosten somit etwa quadratisch mit dem Umfang des externen Erwerbs an. Wird aber das transferkostenreduzierende Potential gleichmäßig mit dem externen Wissenserwerb erhöht, so steigen die Transferkosten nur noch linear an.Google Scholar
  36. 236.
    Teilweise gehen die Schätzwerte für die F&E-Elastizität auch über 0,2 hinaus. Vgl. Brockhoff (1986). Vgl. zu einem Überblick über empirische Studien zur F&E-Elastizität Mairesse, Sassenou (1991).Google Scholar
  37. 237.
    Die Unter- und Obergrenze der Dreiecksverteilung werden so gewählt, daß der maximal mögliche Wert von g0 beim niedrigen Erwartungswert (1,1 * 9 = 9,9) in jedem Fall den niedrigst möglichen Wert beim höheren Erwartungswert (0,9 * 11 = 9,9) nicht überschreitet.Google Scholar
  38. 238.
    Vgl. zur varianzreduzierenden Technik der ‘common random numbers’ z.B. Pidd (1984), S. 166 f.; Kleijnen (1988); Kleijnen, Van Groenendaal (1992), S. 197 ff.Google Scholar
  39. 239.
    Ein Vergleich der Outputdaten des Simulationsmodells mit Meßwerten des Realsystems wird als ergebnisbezogene Validierung bezeichnet. Vgl. Liebl (1992), S. 207. Vgl. zu einer derartigen Überprüfung des Sinngehalts von experimentellen Ergebnissen auch Marks (1994), S. 116 ff.Google Scholar
  40. 240.
    Bei den ersten beiden Verhältniszahlen können Parallelen zu den von BrockhofF und Chakrabarti vorgeschlagenen F&E Indikatoren ‘Return on R&D’ (hier: Kehrwert) und ‘External dependence ratio’ gezogen werden. Vgl. Brockhoff, Chakrabarti (1997), S. 39Google Scholar
  41. 241.
    Vgl. Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (1991), S. 157 und Mordhorst (1994), S. 48.Google Scholar
  42. 242.
    Nach Angaben der Wissenschaftsstatistik GmbH betrugen in den Jahren 1993–1996 externe F&EAufwendungen etwa 10–15% der internen F&E-Aufwendungen. Vgl. Wissenschaftsstatistik GmbH (1997), S. 16–17. Der in den Simulationsexperimenten durchschnittlich höhere Anteil läßt sich auch durch einen kostenrechnerischen Effekt rechtfertigen. So liegt die Vermutung nahe, daß z.B. Personalkosten von F&E-Mitarbeitern als interne F&E-Kosten in die Statistiken eingehen, auch wenn sie sich z.B. mit der Absorption externen Wissens beschäftigen. Dies bedeutet, daß in den Statistiken mehr Kosten unter interne F&E-Kosten gefaßt werden als im Simulationsexperiment, wo ein Teil als Transferkosten des externen Erwerbs getrennt betrachtet wird. Der im Simulationsexperiment höhere Anteil externer F&E-Kosten folgt dann aus dem geringeren Umfang der internen F&E-Kosten zwangsläufig.Google Scholar
  43. 243.
    Vgl. Backhaus et al. (1994), S. 77 f.Google Scholar
  44. 244.
    Vgl. Backhaus et al. (1994), S. 56.Google Scholar
  45. 245.
    Die Annahme der Normalverteilung ist mit dem Kolmogorov-Smirnov-Test, die Annahme der Varianzhomogenität mit dem Levene-Test geprüft worden. Auch durch Transformation konnte eine Erfüllung der Annahmen nicht erreicht werden. Die Annahmenverletzungen sind dabei in den ZweiUnternehmen-Modellen weniger stark als in den Ein-Unternehmen-Modellen. Im dynamischen Zwei-Unternehmen-Modell können die Hypothesen einer Normalverteilung der abhängigen Variablen und einer Gleichheit der Gruppenvarianzen sogar größtenteils nicht zurückgewiesen werden. Dies mag aber auch an der vergleichsweise geringen Fallzahl im dynamischen Zwei-UnternehmenModell liegen.Google Scholar
  46. 246.
    Vgl. Scheffé (1959), S. 331 ff.; Naylor (1971), S. 200 f.; Bortz (1989), S. 346 f.; Backhaus et al. (1994), S. 85. Zu den Auswirkungen von Annahmenverletzungen bei der Varianzanalyse, vgl. Glass et al. (1972).Google Scholar
  47. 247.
    Unter der Abweichungsquadratsumme wird die Summe der quadrierten Abweichungen aller Meßwerte vom Mittelwert verstanden (‘Sum of Squares’). Vgl. Bortz (1989), S. 304.Google Scholar
  48. 248.
    Dabei wird die auf den jeweiligen Faktor zurückgehende Quadratsumme durch die gesamte Abweichungsquadratsumme geteilt. Dieser Quotient wird auch als rf (eta-Quadrat) bezeichnet. Vgl. hierzu Kerlinger (1964), S. 200 ff.; Kennedy (1970), S. 885 ff.; Bortz (1989), S. 311.Google Scholar
  49. 249.
    Vgl. Backhaus et al. (1994), S. 78f.; Skiera (1996), S. 225.Google Scholar
  50. 250.
    Nach der Klassifikation von Leigh, Kinnear (1980) handelt es sich hierbei um eine hybride Form der Interaktion. Der Haupteffekt des Parameters KAT ist eindeutig interpretierbar, während der Haupteffekt von E(g0) nicht interpretiert werden sollte. Vgl. Bortz (1989), S. 365.Google Scholar
  51. 251.
    Es handelt sich hier wiederum um eine hybride Form der Interaktion. Der Haupteffekt von E(g0) ist eindeutig interpretierbar, während der Haupteffekt von p 1 nicht interpretiert werden sollte. Vgl. Bortz(1989), S. 365.Google Scholar
  52. 252.
    Der geringe Erklärungsanteil der Varianz des Unternehmensgewinns durch den Haupteffekt des Preises p 1 läßt sich zum Teil auf diesen bedeutenden Interaktionseffekt von p 1 und E(g0) zurückfuhrenGoogle Scholar
  53. 253.
    Bezogen auf den Unternehmensgewinn entsteht dadurch ein Maß für die Suboptimalität verzerrter Einstellungen. Typischerweise wird die Suboptimalität im Hinblick auf heuristische Regeln betrachtet. Vgl. Albers (1989), S. 328; Albers (1998), S. 220; Skiera (1996), S. 220. In diesem Simulationsexperiment besteht die Suboptimalität in dem prozentualen Gewinnunterschied zwischen dem Gewinnmaximierungsverhalten bei verzerrter und unverzerrter Einstellung.Google Scholar
  54. 254.
    Bei der abhängigen Variablen VANv wird nicht analog zu PRAG und PRÀw vorgegangen, d.h. es wird nicht das Verhältnis des externen Wissens bei Verzerrung und ohne Verzerrung gebildet. Eine solche Verhältnisbildung ist nicht sinnvoll, da bei bestimmten Parameterkombinationen auch bei unverzerrter Einstellung ein externer Wissenserwerb von Null vorliegt. Das gleiche gilt für die Kennzahl der Veränderung der externen Wissensverwertung VANz. Beim Unternehmensgewinn und bei der internen Wissensentwicklung ist die Verhältnisbildung nicht problematisch, da diese Variablen bei unverzerrter Einstellung immer positive Werte annehmen.Google Scholar
  55. 255.
    Dies wird durch die Ergebnisse einer Varianzanalyse des gesamten Datensatzes (11520 Fälle) bestätigt. Auf die Interaktion der Faktoren NIH und OUH entfallt lediglich ein Erklärungsanteil von 0,06% der gesamten Varianz des Unternehmensgewinns, während die Haupteffekte 1,48% (NIH) bzw. 1,00% (OUH) erklären. Auch wenn die Erklärungsanteile der Haupteffekte der ParameterGoogle Scholar
  56. 256.
    In dem Simulationsexperiment wird das NIH-Syndrom durch eine Parameterauspragung von M#=0,3 dargestellt. Dies bedeutet, dafi der Wissenszuwachs durch externen Erwerb um 30% unterschätzt wird.Google Scholar
  57. 257.
    Bei der Interpretation der VeränderungsgrôBen ist zu beachten, dafi die Variablen PRÄG und PRÄw in Prozent (%) gemessene Ánderungen darstellen, während die Variablen VANv und VANz Änderungen in Prozentpunkten (%-punkte) messen. Vgl. auch Tabelle 3–10.Google Scholar
  58. 258.
    Im umgekehrten Fall, bei ungunstigen Bedingungen fíir externen Wissenserwerb, wirkt sich das NIH-Syndrom dagegen nicht so negativ aus. Im Extremfall, wenn die Bedingungen fur externen Erwerb so schlecht sind, dafi es ôkonomisch gerechtfertigt ist, uberhaupt kein Wissen extern zu er-werben, hat das NIH-Syndrom gar keine Auswirkung auf Wissenspolitik und Gewinn. Es wird mit und ohne NEH-Syndrom kein Wissen extern erworben.Google Scholar
  59. 259.
    Das BI-Syndrom liegt in dem Experiment vor, wenn der Parameter NIH den Wert -0,3 annimmt. Dies bedeutet, daB der Wissenszuwachs durch extemen Erwerb um 30% uberschätzt wird.Google Scholar
  60. 260.
    Das OUH-Syndrom liegt in dem Experiment vor, wenn der Parameter OUH den Wert 0,3 an-nimmt. Dies bedeutet, dafi die Verminderung des exklusiven Wissens aufgrund externer Verwer-tung um 30% uberschätzt wird.Google Scholar
  61. 261.
    Das SO-Syndrom liegt in dem Experiment vor, wenn der Parameter OUH den Wert -0,3 annimmt. Dies bedeutet, dafi die Verminderung des exklusiven Wissens aufgrund externer Verwertung um 30% unterschätzt wird.Google Scholar
  62. 262.
    Dies erklärt auch die verhältnismäßig große Varianz Der Gewinnänderung beim SO-Syndrom (cgl. Tabblle 3–11). In Situationen, in denen bereits bei unverrter Einstellung relativ viel Wissen.Google Scholar
  63. 163.
    Durchschnittlich konnte zwar eine negative Wirkung einer Preisehöhung auf den Unternehmensgewinn konstatiert werden, aufgrund des Interaktionseffiktes mit dem Parameter E(g0) sollte der Haupteffekt des Wissenspreises jedoch nich in terpretiert werden. Vgl. Abschnitt 3.2.4.4.Google Scholar
  64. 264.
    Schrader(1991), S. 169.Google Scholar
  65. 265.
    Vgl Veugelers (1996), S. 16. Vgl. zu Komplementaritäten beim externen Wissenserwerb auch Arora, Gambardella (1990); Freeman (1991).Google Scholar
  66. 266.
    Vgl. Gutenberg (1984), S. 224; Herberg (1994), S. 220; Varian (1991), S. 344 f.Google Scholar
  67. 267.
    „Knowledge is not a homogeneous commodity“, Dasgupta (1988), S. 2.Google Scholar
  68. 268.
    Vgl Bidault, Fischer (1994), S. 381.Google Scholar
  69. 269.
    In der Außenwirtschaftstheorie wird in ähnlicher Weise zwischen Modellen eines kleines Landes und Zwei-Länder-Modellen unterschieden. In Modellen eines kleinen Landes wird von einem Land ausgegangen, für das die ökonomischen Variablen des Auslandes exogene Größen bilden. Vgl. Frenkel (1993), S. 15. In Zwei-Länder-Modellen wird berücksichtigt, daß von der Änderung von Außenhandelsgrößen in Land 1 Wirkungen auf das Ausland ausgehen, die wiederum Rückwirkungen auf das Inland hervorrufen. Vgl. Rose, Sauernheimer (1992), S.132.Google Scholar
  70. 270.
    In dem Modellansatz mit einem Unternehmen trat der Parameter β in der Produktgeschäfts Gewinnfunktion auf. Da er konstant gleich Eins gesetzt wird er hier gar nicht mehr aufge führt.Google Scholar
  71. 271.
    Für nicht-lineare Zielfunktionen mit den hier auftretenden Nebenbedingungen können die Kuhn-Tucker-Bedingungen angewendet werden. Diese sollen hier nicht aufgeführt werden, da für alle Parameterkombinationen aufgrund der Preisvariabilität innere Lösungen identifiziert werden können. Vor dem Hintergrund der Konkavität der Zielfunktion im zulässigen Bereich und der Linearität der Nebenbedingungen, stellen die Bedingungen (3–36)-(3–41) somit für innere Lösungen auch hinreichende Bedingungen für das Gewinnmaximum dar. Vgl. Kuhn, Tucker (1951); Chiang (1994), S. 722 ff.Google Scholar
  72. 272.
    Bei den Replikationen wird erneut die Technik der ‘common random numbers’ verwendet. Vgl. Pidd (1984), S. 166 f.; Kleijnen, Van Groenendaal (1992), S. 197 f.Google Scholar
  73. 273.
    Die 640 Fälle ergeben sich aus den 128 Parameterkombinationen der Parameter aus Tabelle 3–14 und den 5 Replikationen pro Parameterkombination. Die Rechnungen werden wiederum mit Hilfe eines Visual Basic Moduls durchgeführt, das fur jede Parameterkombination den SOLVER in EXCEL einsetzt.Google Scholar
  74. 274.
    Vgl. Backhaus et al. (1994), S. 78 f. und Abschnitt 3.2.4 in dieser Arbeit. 130Google Scholar
  75. 275.
    Die Variable PRÄ steht dabei fur die prozentuale (PR) Änderung (Ä) der entsprechenden Varia- blen, die durch verzerrte Einstellung gegenuber dem Fall beidseitig unverzerrter Einstellung eintritt. Google Scholar
  76. 276.
    Im statischen Ein-Unternehmen-Modell wurden start dieser prozentualen Änderungen des Wissens- handels die Kennzahlen VANv und VANz (zur Veränderung des Anteils externen Erwerbs bzw. ex-temer Verwertung) gebildet, da teilweise auch bei unverzerrter Einstellung externe Wissenstrans-aktionen im Umfang von Null auftraten, so dafi eine Verhältnisbildung nicht sinnvoll war. Im Zwei-Unternehmen-Modell ist die Verhältnisbildung nicht mehr problematisch, da aufgrund der Preisvariabilität auf den Wissensmärkten in alien Fallen Wissenshandel auflritt. Google Scholar
  77. 277.
    Die erste Zahl innerhalb der Klammern gibt die Auszahlung (durchschnittlicher Unternehmensge-winn) fur Untemehmen 1 an, die zweite Zahl die Auszahlung fiir Untemehmen 2. Google Scholar
  78. 278.
    Vgl. für die Bedingungen des Vorliegens eines Gefangenendilemmas z.B. Gibbons (1992), S. 3 ff. Das hier vorliegende Gefangenendilemma unterscheidet sich wesentlich von dem bei von Hippel (1988a) vorgestellten Gefangenendilemma. Von Hippel stellt ein Gefangenendilemma im Zusammenhang mit informalem Know-how-Handel dar, bei dem die Spieler Anreiz haben, Information nicht abzugeben. Vgl. Von Hippel (1988a), S. 85 ff.; Schrader (1990), S. 21 ff. Hier sind die Unternehmen versucht, sich als Nachfrager am Wissensmarkt zurückzuhalten, um den Wissenspreis zu drücken.Google Scholar
  79. 279.
    Axelrod zeigt, daß bei Wiederholungen des Gefangenendilemmas Kooperation (hier: beidseitig unverzerrte Einstellung) entstehen kann. Vgl. Axelrod (1981); Axelrod (1984), S. 27 ff. Nach Kreps et al. (1982) dient ein Reputationsmodell als Erklärung dafür, daß kooperatives Verhalten nicht nur bei unendlichen Wiederholungen sondern auch bei endlichen Wiederholungen auftritt.Google Scholar
  80. 280.
    Vgl Von Hippej (1988a), S. 85 ff.; Schrader (1990), S. 21 ff, zum Gefangenendilemma bei informalem Handel. Vgl. Keck (1987) zum Gefangenendilemma bei formalem Wissenshandel gegen Bezahlung.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

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