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Die Absorption und die Streuung der γ-Strahlen

  • K. W. Fritz Kohlrausch
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Zusammenfassung

Eine wesentliche Rolle bei der Erforschung der Wechselwirkung zwischen γ-Impuls und Materie nehmen jene Versuche und ihre Deutungen ein, die auf die Bestimmung der Schwächung abzielen, welche die γ-Energie beim Durchgang durch Materie erfährt. Die im Verhältnis zur scheinbaren Einfachheit des Problems ungemein zahlreiche Literatur ist selbst von der Höhe des jetzigen Standpunktes aus nicht leicht zu übersehen; der Grund dafür dürfte darin liegen, daß die Aufgabe in den letzten Jahren zwar wesentlich gefördert, aber keineswegs schon als restlos gelöst erscheint. — Vielleicht ist es für den erstrebten Überblick und für die nötige Bewertung des Vorhandenen zweckdienlich, zwei Forschungsperioden zu unterscheiden, wenngleich eine solche Trennung immer etwas gewaltsames an sich hat und sich wegen des Übergreifens der Gebiete nicht reinlich durchführen läßt. Die erste der beiden Perioden, die unverhältnismäßig lange dauerte, hatte im wesentlichen rein experimentellen Charakter; infolge unübersichtlicher experimenteller Anlagen wurde eine Unzahl voneinander widersprechenden Ergebnissen erhalten und es bedurfte sehr vieler Arbeit, bis die Notwendigkeiten der Methodik erkannt und die Widersprüche in den Angaben aufgeklärt waren. Ihren Abschluß fand diese Periode ungefähr mit dem Bericht des Verfassers 117) im Jahre 1918. Die zweite Periode nahm ihren Anfang etwa mit der Arbeit Ishinos 1917, und ist heute sicher noch nicht abgeschlossen. Ihr Grundgedanke ist der Versuch, die mittlerweile an Röntgenstrahlung ausgearbeiteten Anschauungen über den Absorptions- und Streuvorgang auf die γ-Strahlung zu übertragen. Entsprechend den etwas geänderten Anforderungen, den dieses neue Ziel an die Methodik stellt, haben die Autoren sich selbst die experimentellen Daten verschafft, haben es aber bis jetzt verabsäumt, sich mit den bereits vorhandenen Erfahrungen auseinanderzusetzen; infolgedessen ist es derzeit nicht möglich, das gesamte experimentelle Material von einem einheitlichen Gesichtspunkt aus zu verstehen und es werden sich eine Reihe von noch nicht geklärten Unstimmigkeiten zwischen Experiment und Theorie aufzeigen lassen.

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Notes

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1927

Authors and Affiliations

  • K. W. Fritz Kohlrausch
    • 1
  1. 1.Physikal. Institut der Techn. HochschuleGrazÖsterreich

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