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Die Distributions ökonomisierung als Aufgabe der Betriebswirtschaftspolitik

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Part of the Schriften zur Handelsforschung book series (3428, volume 27)

Zusammenfassung

Die Anwendung der Erkenntnisse über Möglichheiten der Distributionsökon%misierung ist Aufgabe der Betriebswirtschaftspolitik. Damit Ökonomisierungsmaßnahmen in der Praxis erfolgreich angesetzt werden können, bedarf es als wichtiger Voraussetzung des Kennens der verbesserungsbedürftigen Stellen und der Rangfolge der Ökonomisierungsbedürftigkeit. Auch hier kann die wissenschaftliche Erforschung mitwirken, indem sie Methoden entwickelt, wie Distributionsanalysen anzulegen sind, indem sie solche beispielsweise durchführt und so zeigt, wie Unterlagen über verbesserungsnotwendige Stellen der Distribution gewonnen und wie sie ausgewertet werden können. Außerdem wird die wissenschaftliche Forschung selbst Distributionsananlysen anlegen, um aus ihnen empirisches Material für ihre eigenen Arbeiten zu gewinnen. In den drei letzten Hauptabschnitten dieser Untersuchung werden zunächst Aufgabe und Möglichkeiten der Distributionsanalyse untersucht, es werden im folgenden die Möglichkeiten der Auswertung von Distributionsanalysen aufgezeigt — wobei gleichzeitig ein Überblick über das heutige Bild der Distributionsverhältnisse und ihre Entwicklungstendenzen in der Bundesrepublik gegeben wird, woraus dann und auch aus den sonstigen Unterlagen, die in der vorliegenden Arbeit Verwendung fanden, schließlich im dritten Abschnitt die Schwerpunkte der Ökonomisierungsbedürftigkeit der heutigen Distributionsverhältnisse abgeleitet werden soll.

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Literaturverzeichnis

  1. 1.
    Rudolf Seyffert, Die Problematik der Distribution, S. 196/97.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl hierzu: Rudolf Seyffert, Das Wesen der Elementar-, Grund- und Spezialbetriebsvergleiche im Handel und die Durchführung eines europäischen Elementarbetriebsvergleichs des Einzelhandels, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 95 vom Nov. 1961, S. 1073 ff.Google Scholar
  3. 3.
    Nach den Ergebnissen des Betriebsvergleichs bestanden z. B. im Textileinzelhandel 1957 folgende Unterschiede im Lagerbestand je Person nach Betriebsgrößen: 2 bis 3 Personen = 12 700 DM; 4 bis 5 Personen = 11 500 DM; 6 bis 10 Personen = 10 200 DM; 11 bis 20 Personen = 8 900 DM; 21 bis 50 Personen = 7 100 DM; 51 und mehr Personen = 5 200 DM.Google Scholar
  4. 4.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 564.Google Scholar
  5. 5.
    Nach den Unterlagen des Betriebsvergleichs werden im Einzelhandelsdurchschnitt für jeweils 100 000 DM Jahresabsatz etwa 40 qm Raum benötigt, im Möbeleinzelhandel dagegen 130 bis 140 qm durchschnittlich.Google Scholar
  6. 6.
    Handelskette = Distributionskette in der Terminologie dieser Arbeit.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. hierzu Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, 7. Teil: Die Handelsketten, S. 575 ff.; Rudolf Seyffert, Stichwort Handelsketten, in: Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, 3. Aufl., Stuttgart 1958, Band II, Sp. 2576 ff.;Google Scholar
  8. 7a.
    Fritz Klein-Blenleers, Distributionsanalyse mit Hilfe der Handelskettenmethode, in: Betriebsökonomisierung, Köln und Opladen 1958, S. 129 ff.Google Scholar
  9. 8.
    Die eingehende Charakterisierung der zehn Handelsbereiche der Handelskette ist nachzulesen bei Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 576 ff.Google Scholar
  10. 9.
    Wiedergabe und ausführliche Beschreibung dieses Schemas zur Ermittlung der Handelskettenspanne bei Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 603 ff.Google Scholar
  11. 10.
    Einige Gesichtspunkte hierzu sind bereits im Kapitel über „Die Markterkundung“ (S. 296 ff.) mit behandelt.Google Scholar
  12. 11.
    Wird beispielsweise im Betriebsvergleich der Absatz je Person rein quantitativ berechnet, also so, daß alle Personen (z. B. auch Lehrlinge und Teilbeschäftigte) voll zählen, dann kann ein Betrieb ohne oder mit relativ wenigen Lehrlingen z. B. seine Personalleistungen nützlich nicht mit der eines anderen Betriebes, der relativ viele Lehrlinge beschäftigt, vergleichen; auch die Frage, wieweit die Betriebsvergleichszahl Absatz je Person erst voll aussagefähig ist, wenn bei ihrer Berechnung allgemein die Personenqualität berücksichtigt wurde, tritt hier auf.Google Scholar
  13. 12.
    Hans Buddeberg, Ober die Vergleichbarkeit der Handelsbetriebe, Köln und Opladen 1955, z. B. S. 69 ff. für die Personenwertung, S. 76 für die Wertung der Arbeitsleistung, S. 82 f. für die Wertung sachlicher Betriebsmittel, S. 88 ff. für die Wertung der Qualität der Betriebsleitung, S. 98 für die Wertung der Betriebsorganisation, S. 169 ff. für die Wertung der gesamten Leistungsbereitschaft, S. 183 ff. für die Wertung der gesamten Leistungserfüllung.Google Scholar
  14. 13.
    Hans Buddeberg, Ober die Vergleichbarkeit der Handelsbetriebe, Köln und Opladen 1955, S. 69 ff.Google Scholar
  15. 14.
    Die in einer Totalerhebung liegenden Fehlerquellen (z. B. Auswertungsfehler des in großen Mengen anfallenden Materials; falsche Antworten von einer großen Zahl widerwillig Auskunft Gebender) der praktischen Durchführung dürfen allerdings nicht unterschätzt werden. Sie sind oft so groß, daß eine Repräsentativerhebung die zuverlässigeren Unterlagen ermittelt.Google Scholar
  16. 15.
    Ihre Anwendung, insbesondere auch im Bereiche wissenschaftlicher Analysen, ist übersichtlich und anschaulich z. B. dargestellt in: Erwin K. Scheuch, Die Anwendung von Auswahlverfahren bei Repräsentativ-Befragungen, unter besonderer Berücksichtigung der Sozialforschung durch akademische Institute, Diss. Köln 1956.Google Scholar
  17. 16.
    1960 wurden nach den Angaben des Statistischen Bundesamts rund 24 000 Einzelhandelsunternehmen mit 44 000 Verkaufsstellen befragt (Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961, S. 280).Google Scholar
  18. 17.
    Walter Heinrich, Über den wissenschaftlichen und den wirtschaftspolitischen Wert von Betriebsuntersuchungen, Statistische Vierteljahresschrift, Band VI, Jg. 1953, Heft 3/4, S. 129 ff.Google Scholar
  19. 18.
    Ritter-Klein, Die Betriebsvergleichszahlen im Einzelhandel, insbesondere die der Personenabsatzleistung, Abschnitt über „Die rechnerischen Grundlagen der Auswertung repräsentativer Betriebsvergleichszahlen“, S. 31 ff., Köln und Opladen 1954.Google Scholar
  20. 19.
    Einschränkend gilt dabei das bereits Ausgeführte, daß Unterlagen aus freiwilligen Betriebsvergleichen meist etwas besser als das normale Niveau liegen, da sich an solchen Arbeiten überwiegend aufgeschlossene Betriebe beteiligen, deren Leistungsstand deshalb durchweg auch etwas besser als der durchschnittliche ist.Google Scholar
  21. 20.
    Z. B. bei Adolf Adam, Statistische Bemerkungen zu aktuellen betriebswirtschaftlichen Untersuchungen, in: Statistische Vierteljahresschrift, Band V, Jg. 1952, Heft 4, S. 179 ff.Google Scholar
  22. 21.
    Erhebungen über die Preissituation des Beschaffungsmarktes vom Standpunkte des Einkäufers; Ergebnisbericht des Arbeitskreises Gubitz-Kuczewsleider Schmalenbach Gesellschaft, in: ZfH, NF., XI. Jg. 1959, S. 563 ff.Google Scholar
  23. 22.
    Die Umsätze der Umsatzsteuerpflichtigen und deren Besteuerung 1950, Statistik der Bundesrepublik Deutschland, Band 112, Stuttgart-Köln 1955, S. 118 ff.Google Scholar
  24. 23.
    Konrad Mellerowicz, Die Handelsspanne bei freien, gebundenen und empfohlenen Preisen, Freiburg 1961, S. 251 und 253 (Fragen 15 und 28 seines Erhebungsbogens).Google Scholar
  25. 24.
    Starken Angriffen, denen die Handelsbetriebe auf Grund der Veröffentlichung von Mellerowiczausgesetzt waren (so erschien z. B. in der Zeitschrift „Welt der Arbeit“, Jg. XII, Nr. 14 vom 7. 4. 1961 ein aggressiver Artikel auf der Titelseite „Unsere Handelsspannen führend in Europa“), ist die Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels in ihrem Pressedienst vom 12. 4. 1961 („Sind die deutschen Handelsspannen die höchsten in Europa? Ein wissenschaftlich verbrämtes Märchen“) mit folgenden Argumenten entgegengetreten (auszugsweise): „Zeitungsberichte in der letzten Zeit mit dem Tenor ‚Die deutschen Handelsspannen die höchsten in Europa‘ basieren im Material auf einer Veröffentlichung von Professor Mellerowicz, deren Kapitel ‚Ober den internationalen Spannenvergleich‘ sicherlich nicht Anspruch darauf erheben will, wissenschaftlich ernst genommen zu werden.... Anstatt hier eine Untersuchung auf methodisch einwandfreier Basis anzulegen und diese selbst durchzuführen, beschränkt sich Mellerowiczdarauf, die Antworten von Fragebogen auszuwerten, die der Markenverband an seine Mitglieder verschickt hat.... Die ‚Erkenntnisse‘ aus der Untersuchung über den Internationalen Spannenvergleich beruhen auf der an die deutschen Markenartikelhersteller gerichteten Frage, wie hoch nach ihren Unterlagen die Groß- und Einzelhandelsspannen bei vergleichbaren Markenerzeugnissen in den anderen europäischen Ländern seien. Eine ungenauere Fragestellung ist wohl kaum noch möglich.... Mit einer Beweisführung, die man nicht einmal einem Laien abnehmen kann, kommt Mellerowiczzu seinen Erkenntnissen...“Google Scholar
  26. 25.
    Das zeigt besonders deutlich beispielsweise ein „Internationaler Einzelhandelspreisund Handelsspannenvergleich für die Lander Belgien, Niederlande, Frankreich, Schweiz, Italien und die Bundesrepublik Deutschland, der in gemeinsamer Arbeit von sechs Instituten dieser Länder von 1960/61 durchgeführt wurde (Département d’Etudes et de Documentation de la Banque Nationale de Belgique, Enquête sur les prix et les marges dans la distribution en Belgique, en Allemagne, en France, en Italie, aux Pays-Bas et en Suisse, Octobre 1960 — Mai 1961, Brüssel 1961).Google Scholar
  27. 26.
    Fritz Klein-Blenkers, Umfang und Struktur der preisvergünstigten Einkäufe der Haushaltungen bei 93 Artikelgruppen der Nichtlebensmittel, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 88 vom April 1961, S. 977 ff.Google Scholar
  28. 27.
    Hans Lutz, Zur Kritik am Markenartikel, in: Der Markenartikel, 16. Jahr, 10. Heft, Okt. 1954, S. 548.Google Scholar
  29. 28.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 1, S. 475.Google Scholar
  30. 29.
    Entwicklung der Geschäftsraummieten 1951–1958–1959, in: Statistische Mitteilungen für den Einzelhandel, Nr. 2/1960.Google Scholar
  31. 30.
    So betrug die Mietkostenbelastung des Absatzes z. B.: Im Lebensmitteleinzelhandel 1938: 1,9 % — 1960: 1,2 %; im Textileinzelhandel 1936: 3 % — 1960: 2 %; im Schuheinzelhandel 1936: 4 % — 1960: 2 %; im Möbeleinzelhandel 1937: 3,5 % — 1960: 2,7 %; bei den Drogerien 1936: 4,7 % — 1960: 2,4 %.Google Scholar
  32. 31.
    Die Umsätze der Umsatzsteuerpflichtigen und deren Besteuerung 1957 und Die Umsätze der Unternehmen und ihre Besteuerung 1958, Statistik der Bundesrepublik Deutschland, Stuttgart und Mainz, Bd. 219 (1959) und 240 (1960).Google Scholar
  33. 32.
    Die Grundlagen der Handels-Enquête, Ausschuß zur Untersuchung der Erzeugungsund Absatzbedingungen der deutschen Wirtschaft, Verhandlungen und Berichte des Unterausschusses für Gewerbe: Industrie, Handel und Handwerk (III. Unterausschuß), 9. Arbeitsgruppe (Handel), 1. Bd., Berlin 1929, S. 108 und 176.Google Scholar
  34. 33.
    Mit solchen Fällen beschäftigt sich z. B. Seyffertin seinem Aufsatz „Mißdeutete Handelsspannen“ (Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 45 vom September 1957, S. 553 ff.).Google Scholar
  35. 34.
    Rudolf Seyffert, Die Problematik der Distribution, S. 197.Google Scholar
  36. 35.
    Ober die beste Form der Finanzierung wirtschaftswissenschaftlicher Forschung überhaupt vgl.: Rudolf Seyffert, Über die Förderung der wirtschaftswissenschaftlichen Forschhung, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 16 vom 15. Nov. 1953, S. 281 ff.Google Scholar
  37. 36.
    Eine gute Zusammenstellung der wichtigsten publizierten Unterlagen von Distributionsanalysen gibt: Batzer-Laumer, Die deutsche Handelsstatistik, Quellen, Vergleichbar-keit und Aussagewert, Berlin-München 1960. Die folgenden Angaben sind z. T. dort entnommen.Google Scholar
  38. 37.
    Die Ergebnisse werden publiziert in den monatlich erscheinenden „Mitteilungen“ des Instituts für Handelsforschung, in den „Sonderheften“ der Mitteilungen oder in der Reihe „Schriften zur Handelsforschung“.Google Scholar
  39. 38.
    Vgl. hierzu auch: Fritz Klein-Blenleers, Die Vertriebskosten der Konsumgüterindustrie, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln, Nr. 67 vom Juli 1959, S. 749 f.Google Scholar
  40. 39.
    Erich Küspert, Industrielle Vertriebskosten, Bedingungen, Abrechnung und Kalkulation, Stuttgart 1938.Google Scholar
  41. 40.
    Die Ergebnisse der Arbeiten der Forschungsstelle für den Handel werden heute publiziert in „FfH Mitteilungen“, hrsg. von der Forschungsstelle für den Handel, Berlin, Neue Folge.Google Scholar
  42. 41.
    Das Handelsinstitut an der Universität des Saarlandes publiziert die Ergebnisse seiner Arbeiten in: „Mitteilungsblatt des Handelsinstituts an der Universität des Saarlandes“ und in den „Einzelschriften des Handelsinstituts an der Universität des Saarlandes“Google Scholar
  43. 42.
    Zusammengefaßt ist hierüber berichtet in: Joachim Tiburtius, Lage und Leistungen des deutschen Handels in ihrer Bedeutung für die Gegenwart, Berlin-München 1949.Google Scholar
  44. 43.
    Die Branchenergebnisse des Ifo Konjunkturtest werden in den Wochenberichten des Instituts, dem „Ifo-Schnelldienst“, publiziert.Google Scholar
  45. 44.
    Die Publikation erfolgt in den „Statistischen Mitteilungen für den Einzelhandel“, herausgegeben von der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels.Google Scholar
  46. 45.
    Bericht des Bundeskartellamtes über seine Tätigkeit im Jahre 1960 sowie über Lage und Entwicklung auf seinem Aufgabengebiet, Deutscher Bundestag, 3. Wahlperiode, Drucksache 2734, Bonn 1961, S. 116 ff.Google Scholar
  47. 46.
    Land- und Forstwirtschaftlicher Forschungsrat e. V.: Veröffentlichungen auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Marktforschung in Westdeutschland, Stand 31. 12. 1957, Bericht von Hans-Jürgen Metzdorf;eine neue Bibliographie ist in Vorbereitung.Google Scholar
  48. 47.
    Th. Dams, Materialien zur Frage der Handels- und Verarbeitungsspannen landwirtschaftlicher Erzeugnisse, veröffentlicht von: Forschungsgesellschaft für Agrarpolitik und Agrarsoziologie e. V., 1955.Google Scholar
  49. 48.
    Hier ist insbesondere zu nennen: Batzer-Laumer, Die deutsche Handelsstatistik, Quellen, Vergleichbarkeit und Aussagewert, Berlin-München 1960. Die über den Großhandel vorliegenden statistischen Unterlagen sind weitgehend ausgewertet und interpretiert in: Erich Batzer, Der Großhandel in der westdeutschen Wirtschaft, Leistungen, Struktur und Entwicklung, Berlin-München 1962.Google Scholar
  50. 49.
    Documentation Service on Research into Distribution, EPA Project 6/03 — B. (ohne Jahr).Google Scholar
  51. 50.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 688/89.Google Scholar
  52. 51.
    Daß zwischen der Länge der Distributionswege und den Distributionskosten bzw. dem Endverbraucherpreis ein unmittelbarer Zusammenhang nicht besteht, das ist in dieser Arbeit an mehreren Beispielen aufgezeigt.Google Scholar
  53. 52.
    Bei einem Vergleich der Ergebnisse der 116 Artikelgruppen ist allerdings zu beachten, daß sie sich auf unterschiedliche Geltungsjahre (1952–1960) beziehen; wegen des Umfanges des Forschungsvorhabens wurde dieses in vier nach Warenbereichen gebildeten Teilabschnitten durchgeführt. Der Aussagewert der Ergebnisse im Vergleich untereinander ist dadurch aber nicht sehr beeinträchtigt, da sich grundlegende Verschiebungen der Absatzwege im Zeitraum der Untersuchung nicht ergeben haben dürften. Soweit Verschiebungen zu vermuten sind, ist das bei der folgenden Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt.Google Scholar
  54. 53.
    Wege mit mehr als einem Grossiererbetrieb treten vornehmlich bei importierten Erzeugnissen (Außenhandelsbetriebe) und bei Produkten der Landwirtschaft (kollektierende Handelsbetriebe) auf. Diese Waren sind vom Institut für Handelsforschung bisher nicht untersucht.Google Scholar
  55. 54.
    Vgl. hierzu auch: Fritz Klein-Blenkers, Umsatzbedeutung und Warenhandelspannen der Großhandlungen und der Einkaufsvereinigungen des Einzelhandels bei 84 Konsumgütergruppen des Nichtlebensmittelbereiches, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 70 vom Oktober 1959, S. 789 ff.Google Scholar
  56. 55.
    Robert Nieschlag, Die Gewerbefreiheit im Handel, Köln und Opladen 1953, S. 57CrossRefGoogle Scholar
  57. 56.
    Das gilt insbesondere für die Preispolitik. Nach einer Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung gaben von den Versandhandelskunden 55 % an, daß sie wegen günstiger Preise hier kauften (Friedrich Wolfgang Möckel, Die Einstellung der Verbraucher zu ihren Einkaufsstätten, in: Jahrbuch der Absatz- und Verbrauchsforschung, 2. Jg., Heft 3 vom Oktoberl 956, Tabelle 3).Google Scholar
  58. 57.
    Nach einer Untersuchung des Instituts für Handelsforschung werden Textilien in Landkreisen ungefähr dreimal soviel über Versandgeschäfte bezogen wie in Stadtgebieten, in: Der Textilwareneinkauf durch Haushaltungen in Nordrhein-Westfalen, Sonderheft 9 der Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Köln und Opladen 1957, S. 46. Das Institut für Demoskopie Allensbach ermittelte, daß 1959 46 % der Haushalte in Dorfgemeinden etwas bei einem Versandgeschäft gekauft hatten und 20 % der Haushalte in Großstädten über 500 000 Einwohner (Wer kauft im Versandhaus, in: Informationsdienst, S. 4).Google Scholar
  59. 58.
    Eine neue Möglichkeit bietet sich in jüngerer Zeit durch Standortwahl in Einkaufszentren (shopping centers), die sich vor allem in den USA entwickelt haben und jetzt auch in der Bundesrepublik stärker zur Gründung kommen.Google Scholar
  60. 59.
    Im Bereiche des Versandhandels läßt sich der Tatbestand, daß die Kunden hier überwiegend Schichten mit kleinerem Einkommen entstammen, vor allem aus der großen Verbreitung der Kreditverkäufe hier ablesen. So bietet beispielsweise das Versandhaus Friedrich Schwab & Co. KG, das wahrscheinlich das dritt- oder viertgrößte Versandunternehmen nach den Versendern Neckermann und Quelle der Bundesrepublik ist, seine Waren im Katalog — abgesehen von denen der Lebensmittel und Parfümeriewaren sowie von Artikeln über 300 DM Einzelwert — grundsätzlich nur mit Ratenpreisen an, wobei je nach dem Bestellwert verschieden lange Zahlungsfristen gewährt werden. Im Katalog ist nirgendwo vermerkt, daß Barzahlungskauf möglich ist und ob ggf. dann ein Preisabschlag gewährt wird.Google Scholar
  61. 60.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 297. Der Gesamtverband des Deutschen Großund Außenhandels spricht in seiner Stellungnahme zur Frage des Beziehungskaufs von einem „Zwei-Klassen-Verbraucher-System“ (Gesamtverband des Deutschen Groß- und Außenhandels e. V., Bonn, Arbeitsbericht 1959/60, S. 61).Google Scholar
  62. 61.
    Nach Mitteilungen der Landesverbände des Rundfunkeinzelhandels soll es in München 1961 insgesamt 500 Rundfunkeinzelhandelsgeschäfte und 450 Grossisten gegeben haben, wobei der Absatz der Grossisten zu 70 % Beziehungsverkäufe waren (Mehrheit im Radiohandel gegen Preisbindung, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 20 vom 24. Jan. 1962, S. 17).Google Scholar
  63. 62.
    Eine in den USA entwickelte Betriebsform, die auf dem Geschäftsprinzip des funktionsschwachen, dafür aber besonders preisgünstigen Absatzes basiert, ist die des DiskontHauses; sie hat sich in der Bunderepublik noch wenig durchgesetzt. Ein Beispiel dafür, daß ein Einzelhandelsbetrieb Leistungen verschiedenen Funktionsgrades mit entsprechend unterschiedlichen Preisen anbieten kann, gibt die Rundfunkbranche. Manche Betriebe bieten zur Zeit beim Absatz von Fernsehgeräten drei Leistungsgrade zu entsprechend unterschiedlichen Preisen an: 1. Stufe: Der Käufer nimmt das Gerät mit und stellt es selbst auf, Garantie wird nur übernommen, daß das Gerät beim Verkauf einwandfrei arbeitet; 2. Stufe: Der Verkäufer installiert das Gerät zusätzlich; 3. Stufe: Der Verkäufer übernimmt zusätzlich für ein halbes Jahr den Kundendienst.Google Scholar
  64. 63.
    Eine gute Zusammenstellung, warum mit Durchsetzung der Technik in der Wirtschaft die Distributionsaufwendungen zunächst relativ und oft auch absolut zugenommen haben dürften — was auch mit zahlreichen Zahlenbeispielen zu belegen versucht wird — findet sich z. B. bei: Julius Hirsch, Kennzahlen zur Handelsforschung, Abschnitt „Sinkende Herstellungskosten — relativ steigende Vertriebskosten“, Berlin 1935, S. 7 ff.Google Scholar
  65. 84.
    Robert Nieschlag, Binnenhandel und Binnenhandelspolitik, Berlin 1959, S. 62.Google Scholar
  66. 65.
    Erich Fratz, Die Kosten im Vertrieb, in: Ifo-Studien, 2. Jg. 1956, Heft 1, S. 84; das Beispiel ist auch von Nieschlag(Binnenhandel und Binnenhandelspolitik, S. 61) übernommen.Google Scholar
  67. 66.
    Diese Meinung findet sich z. B. auch bei Buddebergbereits kurz nach der Währungsreform, als viele betriebswirtschaftliche Autoren sonst eine sehr ungünstige Meinung über Höhe und Entwicklung der Distributionskosten hatten, und auch bei Priess (Hans Buddeberg, Die Kosten als Leistungsmaßstab des Handels, in: ZfB, 20. Jg. 1950, S. 303/4; Friedrich Priess, Die Vertriebskosten als Problem des Handels, in: ZfH, NF., 5. Jg. 1953, S. 540).Google Scholar
  68. 67.
    Es sind in den Vergleich alle Waren einbezogen, für die sowohl von 1878/86 als auch von 1959 Angaben vorlagen.Google Scholar
  69. 68.
    Malcolm McNairund David Carson, Operating Results of Department and Speciality Stores in 1955, Harvard University, Graduate School of Business Administration, Bureau of Business Research, Bulletin Nr. 145, Soldiers Field, Boston, Mass 1956.Google Scholar
  70. 69.
    Harold Barger, Distribution’s Place in the American Economy since 1869, Princeton 1955. Die durchschnittliche Betriebsspanne des Einzelhandels (ohne Fracht) ist in % des Einzelhandelsabsatzes folgendermaßen ausgewiesen: 1869 = 23,2 %, 1879 = 24,1 %, 1889 = 25,1 %, 1899 = 26,2 %, 1909 = 27,6 %, 1919 = 28,0 %, 1929 = 28,9 %, 1939 = 29,7 %, 1948 = 29,7 %.Google Scholar
  71. 70.
    So schätze z. B. Sundhoff(Die Handelsspanne, Köln und Opladen 1953, S. 249) für die Zeit von 1950/52 die durchschnittlichen Industrievertriebskosten bei Konsumgütern mit 5 bis 6 % des Endverbraucherpreises; die späteren Erhebungen des Instituts für Handelsforschung haben erbracht, daß sie in Wirklichkeit mit rund 12 % des Endverbraucherpreises doppelt so hoch liegen.Google Scholar
  72. 71.
    Harold Barger, Distribution’s Place in the American Economy since 1869, Princeton 1955. Der „Value Added by Distribution“ für Waren, die durch Einzelhandel und Gastgewerbe abgesetzt werden, ist für die USA hier 1929 mit 37 % des Einzelhandelsabsatzes, 1939 mit 37,3 % und 1948 mit 37,4 % angegeben. Bezüglich der Höhe der Zahlen ist zu beachten, daß sie nicht die gesamten Distributionsaufwendungen des Konsumgüterabsatzes umschließen, und zwar sind nicht mit erfaßt die Transportkosten (für 1929 liegt eine Angabe von rund 5 % des Absatzes für sie vor) sowie von den industriellen Vertriebskosten nicht die Kosten von Tätigkeiten, die von zentralen Verwaltungsabteilungen (Central Administrative Office) der Industrie ausgeübt werden, insbesondere nicht die Werbung (National Advertising) der Konsumgüterindustrie.Google Scholar
  73. 72.
    Stewart-DewhurstDoes Distribution Cost too much?, New York 1939.Google Scholar
  74. 73.
    Außerdem ist noch zu bemerken, daß auch die Distributionsaufwendungen des Exportes mit erfaßt und — was sachlich nicht richtig ist — dem Inlandsabsatz der USA zugerechnet sind.Google Scholar
  75. 74.
    Sehr unklare Angaben über die Höhe des Distributionsaufwandes in den USA heute macht z. B. der 13. Arbeitsbericht der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels auf S. 8: „In den USA hat man ermittelt, daß im Durchschnitt 69 % der Endkosten der Produkte auf Vertriebsaufwendungen und lediglich 31 % auf reine Herstellungskosten entfallen.“ Weder ist eine Quelle für den mit 69 % angegebenen Prozentsatz der Distributionsspanne angegeben, noch, ob sich die Angaben auf die gesamte Distributionskettenfolge vom Rohstoff bis zum Konsumenten oder nur auf die Kette Fertigprodukt — Konsument beziehen sollen.Google Scholar
  76. 75.
    Emil Fratz, Die Kosten im Vertrieb, in: Ifo-Studien, 2. Jg. 1956, Heft 1, S. 87/88.Google Scholar
  77. 76.
    Das ist ein Grund mit für die „Erstarrung der Handelsspanne“, eine Erscheinung, die bereits Hirsch(Die Handelsspanne, Berlin 1931, S. 32 und: Kennzahlen zur Handels- forschung, Berlin 1935, S. 115) als bemerkenswert vor allem für die Einzelhandelskalkulation herausgestellt hat.Google Scholar
  78. 77.
    Julius Hirsch, Kennzahlen zur Handelsforschung, Berlin 1935, S. 148 f.Google Scholar
  79. 78.
    Wird die Verbrauchsteuer in die Rechnung nicht einbezogen, so ergeben sich für Schaumwein Werbekosten der Hersteller von 8 % ihres Absatzes, für Spirituosen von 6,7 %.Google Scholar
  80. 79.
    Die Zielsetzung des Forschungsvorhabens Handelskettenanalyse des Instituts für Handelsforschung war zwar nicht speziell darauf gerichtet, die Distributionsspannen preisgebundener Markenwaren im Vergleich zu der nicht preisgebundener zu ermitteln. Bei der Erhebung sind jedoch — insbesondere bei der Untersuchung der Erzeugnisse der Ernährungsindustrie — Unterlagen angefallen, die eine Gegenüberstellung ermöglichen.Google Scholar
  81. 80.
    Das räumt z. B. auch Mellerowiczein, der besonders stark für die Beibehaltung der Preisbindung eintritt (Handelsspanne und Diskonthäuser, in: ZfB, 28. Jg. 1958, S. 145).Google Scholar
  82. 81.
    „Rechnung 1962“, in: Kölnische Rundschau, Nr. 64 vom 16. März 1962.Google Scholar
  83. 82.
    Das ist neben dem technischen Problem der Kostenermittlung nach Artikeln auch eine Frage der Behandlung der fixen Kosten.Google Scholar
  84. 83.
    Von den Erhebungen aus neuerer Zeit ist insbesondere eine auf Initiative des Belgischen Wirtschaftsministeriums durchgeführte „Internationale Einzelhandelspreis- und Handelsspannenuntersuchung“ zu nennen. Einbezogen sind die Länder Belgien, Frankreich, Italien, Niederlande, Schweiz und die Bundesrepublik Deutschland. Die Erhebungen wurden von wissenschaftlichen Forschungsinstituten der sechs Länder durchgeführt. Publikation: Enquête sur les prix et les marges dans le distribution en Belgique, en Allemagne, en France, en Italie, aux Pays-Bas et en Suisse, Département d’Etudes et de Documentation de la Banque Nationale de Belgique, Brüssel 1961.Google Scholar
  85. 84.
    Einen Beginn in dieser Richtung machte die Untersuchung des Instituts für Handelsforschung über das europäisch-internationale Betriebsvergleichsmaterial des Einzelhandels (Buddeberg-Nieschlag, Länderberichte über Struktur und Leistungen des europäischen Binnenhandels, Niederlande, Öisterreich, Schweden, Schweiz; Köln und Opladen 1955).Google Scholar
  86. 85.
    James B. Jefferys, The Distribution of Consumer Goods, a Factual Study of Methods and Costs in the United Kingdom in 1938, Cambridge 1950.Google Scholar
  87. 86.
    „.. rechnet man (bei Konsumwaren) mit einer Verkaufsspanne (= Industrievertriebskosten) von 10 % des Produzentenpreises, was etwa 5 bis 6 % des Verbraucherpreises ausmacht...“ (Edmund Sundhoff, Die Handelsspanne, Köln und Opladen 1953, S. 249).Google Scholar
  88. 87.
    Um zu einem guten Vergleich zu kommen, müßte man allerdings wissen — was in der englischen Untersuchung nicht ausgewiesen ist — wie hoch 1937 in Großbritannien der Anteil der Umsatzsteuer am Endverbraucherpreis war (1954/56 in der Bundesrepublik nach Tabelle 110 rund 7 % des Endverbraucherpreises).Google Scholar
  89. 88.
    Max Kjaer Hansen, Vertriebskosten, Verkaufskosten und Werbekosten, in: Jahrbuch der Absatz- und Verbrauchsforschung, 3. Jg., Heft 1/1957, S. 5 ff.Google Scholar
  90. 89.
    Die in den Vorstufen angefallenen Verteilungsaufwendungen sind auch hier unberücksichtigt.Google Scholar
  91. 90.
    Département d’Etudes et de Documentation de la Banque Nationale de Belgique, Enquête sur les prix et les marges dans la distribution en Belgique, en Allemagne, en France, en Italie, aux Pays-Bas et en Suisse, Octobre 1960 — Mai 1961, S. 31.Google Scholar
  92. 91.
    Zum Begriff „Distributionsbetrieb“ vgl. Seite 9 f.Google Scholar
  93. 92.
    1959 hat das Statistische Bundesamt eine Totalerhebung aller Unternehmen des Großund Einzelhandels sowie der Handelsvermittlung durchgeführt (Handelszensus). Deren Ergebnisse, die 1963 zu erwarten sind, dürften zahlreiche aufschlußreiche Einblicke in die betriebliche Struktur der Handelsbetriebe vermitteln. Dann wird eine Vervollständigung der Unterlagen dieses Abschnitts möglich sein.Google Scholar
  94. 93.
    Als Beispiele seien genannt: Der Gaststättenverkauf über die Straßle, die Konsumgüterumsätze der Landwirtschaft; die Fälle, wo die Investitionsgüterindustrie als Nebenaufgabe Konsumgüter herstellt oder wo der Großhandel mit Investitionsgütern auch Konsumgüter verkauft; der Konsumgüterabsatz durch Friseure, Elektrohandwerker.Google Scholar
  95. 94.
    Da die Umsatzsteuer ab 1957 die Bctriebe mit weniger als 8 000 DM Jahresabsatz nicht mehr ausweist, können neuere Gesamtzahlen nicht genannt werden.Google Scholar
  96. 95.
    Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß die Gesamtbetriebszahlen durch die „Minderbetriebe“ — das sind solche, die nicht einmal einer Person volle Beschäftigung gewährleisten (Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 2, S. 149) —, deren es vor allem bei den Einzelhandlungen so viele gibt, stark verzerrt sind. Vgl. hierzu Seite 447 ff.Google Scholar
  97. 96.
    Robert Nieschlag, Die Gewerbefreiheit im Handel, Köln und Opladen 1953, S. 71.CrossRefGoogle Scholar
  98. 97.
    Quellen für die Zahlen dieses und des folgenden Abschnitts: Robert Nieschlag, Die Gewerbefreiheit im Handel, Köln und Opladen 1953, S. 12/13; Buddeberg-Nieschlag, Länderberichte über Struktur und Leistungen des europäischen Binnenhandels, Köln und Opladen 1955; Hansruedi Bachmann, Die jüngere Entwicklung im Einzelhandel, Winterthur 1959, S. 43; die Umsatzsteuerstatistiken 1950 und 1957 des Statistischen Bundesamts.CrossRefGoogle Scholar
  99. 98.
    USA rund 20 Einwohner je qkm, Bundesrepublik rund 200.Google Scholar
  100. 99.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, Kapitel „Die optimale Zahl der Handlungen“, S. 347 ff.Google Scholar
  101. 100.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 2, S. 149: „Minderbetriebe sind solche Unternehmen, die nicht einmal einer Person volle Beschäftigung gewährleisten“ (Seyffertsetzt allerdings die Grenze des Minderbetriebes sehr vorsichtig für den Einzelhandel bei 20 000 DM Jahresabsatz, für den Großhandel bei 50 000 DM).Google Scholar
  102. 101.
    Daß die Kleinstbetriebe trotz schlechter Kapazitätsausnutzung dennoch im Markte bleiben, erklärt sich entweder aus Unvollkommenheiten des Wettbewerbs, wodurch auch der Betrieb schlechter Kapazitätsausnutzung seine relativ hohen Einheitskosten im Preis erstattet bekommt oder — bei höherem Vollkommenheitsgrad des Wettbewerbes — daß viele Kleinstbetriebe „einen Teil ihrer Arbeitskraft und ihres Kapitals umsonst verkaufen, damit also Schleichhandel betreiben“ (Hirsch-Brandt, Die Handelsspanne, Berlin 1931, S. 56).Google Scholar
  103. 102.
    Robert Nieschlag, Ausbau des industriellen Vertriebswesens und Erstarkung des Handels, Kooperation oder Kampf?, in: Betriebsökonomisierung, Köln und Opladen 1958, S. 124.Google Scholar
  104. 103.
    Wie gering die Einkünfte einer großen Zahl von Einzelhandelskaufleuten aus ihren Einzelhandelsbetrieben sind, läßt sich aus den Unterlagen von Tabelle 122 ableiten. Hiernach erzielten z. B. die 176 978 Unternehmen der untersten Absatzklasse im Durchschnitt einen Jahresabsatz von 7 400 DM, das sind rund 600 DM pro Monat bzw. rund 25 DM pro Arbeitstag. Rechnet man als Gewinn einschließlich Unternehmerlohn und Eigenkapitalverzinsung — hoch angesetzt — 15 % des Absatzes durchschnittlich, dann ergibt sich für diese „Unternehmer“ ein täglicher Gewinn von maximal 4 DM aus ihrem Einzelhandelsbetriebe.Google Scholar
  105. 104.
    Begriff nach Vershofen.Google Scholar
  106. 105.
    Rudolf Seyffert, Die Problematik der Distribution, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 11, S. 196.Google Scholar
  107. 106.
    Warum Kunden „abspringen“, in: Lebensmittelhandel, 14. Jg., Nr. 4 vom 27. Jan. 1962, S. 12.Google Scholar
  108. 107.
    Der Schutz gegen den Mißbrauch der Gewerbefreiheit wire hier durch „klare Regelungen, wann ein individuelles Gewerbeverbot auszusprechen ist“, zu schaffen (vgl. hierzu Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 651).Google Scholar
  109. 108.
    Die Bereitschaft der Verbraucher, beim Kaufe auf preisgünstige Eindeckungsmöglichkeit zu achten, kann insbesondere auch aktiviert werden durch laufende Publikation von Preiserhebungen der Praxis, die zeigen, wie große Unterschiede bei Waren gleicher Sorte oft zwischen den Angebotspreisen von Konkurrenzbetrieben auftreten.Google Scholar
  110. 109.
    In diesen Bereich würde z. B. auch eine Unterrichtung der Konsumenten über die Angemessenheit von Teilzahlungsaufschlagen fallen.Google Scholar
  111. 110.
    Hieraus können auch Möglichkeiten der Produktionsrationalisierung erwachsen: Daß die den Absatz gemeinsam bewirkenden Hersteller in der Produktion stärker zu spezialisieren in der Lage sind.Google Scholar
  112. 111.
    Mit der Bezeichnung dieses Ökonomisierungsbereiches als „innerbetrieblicher“ist die Stelle, wo Verbesserungsmaßnahmen zum Ansatz kommen, genannt, unabhängig davon, daß der Wirkbereich der innerbetrieblichen Okonomisierungsmaßnahmen sich auch in den zwischenbetrieblichen Bereich erstrecken kann.Google Scholar
  113. 112.
    Das zeigten deutlich z. B. die Unterlagen der Tabelle 45. Eine interessante Untersuchung hat hierzu auch Buddeberg(Über die Vergleichbarkeit der Handelsbetriebe, Köln und Opladen 1955, S. 109) angestellt. Sie erbrachte, daß Betriebe mit viel Eigenkapital erheblich weniger um gute Nutzung des Kapitals im Umsatze bemüht sind — offenbar, weil für Eigenkapital buchmäßig keine Zinsen zu zahlen sind — als Betriebe, die relativ wenig Eigenkapital einsetzen.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1964

Authors and Affiliations

  1. 1.BetriebswirtschaftslehreUniversität zu KölnDeutschland

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