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Die Bereiche der Distributionsökonomisierung

Chapter
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Part of the Schriften zur Handelsforschung book series (3428, volume 27)

Zusammenfassung

An der Aufgabe, Erkenntnisse über Ökonomisierungsmöglichkeiten zu gewinnen, können Praxis und Wissenschaft mitwirken. Der Fall wissenschaftlicher Distributionsforschung ist allerdings nur gegeben, wenn die Bemühungen um Erkenntnisgewinnung keinem kommerziellen Zwecke dienen, sondern völlig neutral erfolgen und ihre Ergebnisse zur allgemeinen Verbreitung bestimmt sind. In diesem Sinne betreiben also z. B. “Wissenschaftliche” Abteilungen, die sich große Firmen oder Firmenzusammenschlüsse für die Förderung ihrer eigenen Belange zulegen, keine wissenschaftliche Forschung. Das gleiche gilt von Instituten, die kommerziellen Auftraggebern dienen, obgleich diese selbst sich gern als “wissenschaftliche” bezeichnen1.

Literatur

  1. 1.
    Vgl. hierzu: Rudolf Seyffert, Ober die Förderung der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 16 vom 15. Nov. 1953, S. 281 ff.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. dazu: Rudolf Seyffert, Ober die Förderung der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 16 vom 15. Nov. 1953, S. 284.Google Scholar
  3. 3.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 688 f.Google Scholar
  4. 4.
    Ein in der Praxis oft zu hörender Vorwurf ist der, daß man oft Unterlagen für ein Forschungsvorhaben zur Verfügung stelle, aber weder über die Ergebnisse informiert worden sei noch wenigstens darüber, wo sie veröffentlicht sindGoogle Scholar
  5. 5.
    Es gibt in der Produktion allerdings auch Ansatzmöglichkeiten für zwischenbetriebliche Okonomisierung, z. B. Vereinbarungen über zwischenbetriebliche Arbeitsteilung im Produktionsprogramm, so daß sich der einzelne Betrieb stärker spezialisieren kann; oder Bemühungen, Werkstoffe bzw. sachliche Betriebsmittel, die von anderen Betrieben bezogen oder an sie abgesetzt werden, in zwischenbetrieblicher Zusammenarbeit dem Verwendungszweck der Produktion geeigneter zu gestalten.Google Scholar
  6. 6.
    In Erkenntnis der Bedeutung wirtschaftlicher Innenorganisation für die Umsatzdurchführung nehmen beispielsweise die freiwilligen Ketten — vor allem im horizontalen Zusammenschluß von Grossiererbetrieben — nur solche Betriebe als Mitglieder auf, welche durch einen guten Stand der inneren Betriebsorganisation die Voraussetzungen für aktive Mitwirkung an der Hauptaufgabe des Zusammenschlusses, der zwisdienbetrieblichen Ökonomisierung, besitzen.Google Scholar
  7. 7.
    Rudolf Seyffert, Der Mensch als Betriebsfaktor, Stuttgart 1922.Google Scholar
  8. 8.
    So hat beispielsweise Gutenberg in neuer Zeit die Betriebsfaktoren im Produktionsbereiche einer intensiven Untersuchung unterzogen (Grundlagen, 1. B.: Die Produktion).Google Scholar
  9. 9.
    Edmund Sundhoff, Okonomisierung, S. 110.Google Scholar
  10. 10.
    Die Anregungen gehen insbesondere auf Seyffert zurück, der 1932 am Kölner Einzelhandelsinstitut (heute Institut für Handelsforschung) einen Ausschuß für Einzelhandelsberatung bildete, aus dem die Gründung einer “Beratungsstelle für Betriebsführung im Einzelhandel” erwuchs, die nach § 2 der Satzung ihres Verwaltungsrates folgende Aufgaben erfüllen sollte: “Die Aufgaben der Beratungsstelle erstrecken sich auf Auskünfte, Beratungen, Prüfungen, Untersuchungen, Erhebungen, Gutachten und praktische Aufklärungsvorträge und Kurse in allen Fragen der Betriebsführung für die Einzelhandelspraxis, wobei ihr Arbeitsgebiet insbesondere folgende Fragenkreise umfaßt: Allgemeine Betriebsorganisation, Verkauf und Kundendienst, Buchhaltung und Kassenwesen, Kalkulation und Preispolitik, Statistik und Betriebsvergleich, Werbeorganisation und Werbemittel, Marktanalyse und Wirtschaftsplanung. Die Beratungsstelle für Betriebsführung im Einzelhandel führt keine schematischen Buchprüfungen auf Ordnungsmäßigkeit und Richtigkeit oder rein steuerliche Beratungen durch, sondern setzt sich auf Grund eingehender Durchleuchtung der gesamten Betriebsverhältnisse die kritische Beurteilung der Geschäftsführung und Beratung der zukünftigen Maßnahmen durch Vorschläge und Anregungen zum Ziele.” Die Arbeit der Beratungsstelle kam nach dreimonatiger Tätigkeit infolge der politischen Entwicklung in Deutschland zum Erliegen.Google Scholar
  11. 11.
    Aus dem 1959 von der BBE vorgelegten Tätigkeitsbericht (6 Jahre Betriebsberatungen, Erfahrungsbericht über die Entwicklung und den Stand der Betriebsberatungsarbeit im Einzelhandel) sowie aus dem 13. Arbeitsbericht 1960 der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels sind folgende weitere Einzelheiten entnommen: Die BBE hat vor allem Funktionen einer Zentralstelle. Sie soll also die Grundlagen erarbeiten, auf denen aufbauend in bei Landes-, Bezirks- oder Fachverbänden des Einzelhandels dezentralisierten Beratungsstellen die eigentliche Beratungsarbeit erfolgen kann. In den “Richtlinien für die Neuordnung der Berufs- und Betriebsförderungsarbeit der Einzelhandelsverbände” vom 10. Mai 1956 sind der BBE als Zentralstelle vor allem folgende Aufgaben zugewiesen: “Ausbildung von Betriebsberatern und Referenten für Lehrgänge; Schaffung von Arbeitsmaterial für die Betriebsberatung; Entwurf und Bereitstellung von Werbematerial für die Betriebsförderung; Aufbau eines Zentralarchivs, um für die Betriebsberatung wichtige Literatur und Materialien zu erfassen und auszuwerten; Erfahrungsaustausch zwischen den regionalen Beratungsstellen sowie internationaler Erfahrungsaustausch.” Darüber hinaus wirkt die BBE aber auch an der Betriebsberatung selbst mit. Dies einmal, um aus der praktischen Beratungsarbeit die Erfahrungen und Materialien zu sammeln, welche sie benötigt, um ihre Grundaufgaben erfüllen zu können; dies zum anderen, um eine Monopolisierung und die daraus erwachsenden Gefahren geringer Leistungsbemühungen bei den regionalen oder fachlichen Beratungsstellen zu verhindern. Dadurch, daß die BBE-Zentrale auch selbst Beratungen durchführt, soll also der notwendige Wettbewerb im verbandlich organisierten Betriebsberatungswesen des Einzelhandels geschaffen werden. Im Einzelhandel bestanden 1960 neben der BBE-Zentrale zehn regionale Beratungsstellen bei den Landesverbänden, die in ihrer Beratungsarbeit auf den von der BBE erstellten Grundlagen aufbauten und deren Kräfte vornehmlich in der Zentrale ausgebildete Betriebsberater waren. 1960 führten die — einschl. BBE — elf Beratungsstellen des Einzelhandels 2 624 Einzelberatungen durch, daneben wirkten ihre Berater bei 811 Rationalisierungskursen mit, und es wurden ferner rund 2 000 Betriebsbesuche durchgeführt, die als Kurzberatungen — meist kostenlos — das Ziel hatten, den Betrieben Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen und so ihr allgemeines Interesse an der Rationalisierung zu wecken.Google Scholar
  12. 12.
    Aus den Arbeitsberichten 1955 bis 1960 des Gesamtverbandes des Deutschen Großund Außlenhandels e. V., Bonn, lassen sich darüber folgende Angaben entnehmen: 1959/60 bestanden sieben von Großhandelsverbänden getragene Beratungsstellen, in denen 20 Beratungskräfte tätig waren und die in diesen beiden Jahren rund 400 Betriebsberatungen durchführten. Die Berater wirkten ferner an rund 200 Rationalisierungsveranstaltungen mit, auf denen ca. 4 000 Großhandelskaufleute, vornehmlich Unternehmer und Junioren, über Grundprobleme der Rationalisierung unterrichtet wurden. Wie im Einzelhandel, so hat auch der Großlhandel seine Beratungsstellen nicht fachlich gegliedert, sondern regional. Ein fachlicher Ausbau der Beratungsdienste wird vom Großhandel abgelehnt, da die Ökonomisierungsprobleme von Branche zu Branche meist nicht sehr unterschiedlich seien. Erstrebt wird jedoch eine Spezialisierung der Berater auf die verschiedenen Stellen betrieblicher Okonomisierung. Als gewisser Nachteil gegenüber der im Einzelhandel gewählten Organisationsform scheint, daß im Großhandel die Grundlagenarbeit (z. B. Ausbildung der Berater) dezentralisiert in den regionalen Beratungsstellen erfolgt; denn dadurch dürfte hier eine so intensive Bearbeitung der Grundsatzfragen der Betriebsberatung wie im Einzelhandel nicht möglich sein.Google Scholar
  13. 13.
    So setzt beispielsweise eine in der Bundesrepublik arbeitende Beratungsfirma der USA Vertreter ein, welche die Betriebe besuchen, um Beratungsverträge zu “verkaufen” sowie auch ganzseitige Zeitungsanzeigen.Google Scholar
  14. 14.
    Die erwerbswirtschaftlichen Firmen der Industrie- und Handelsberatung berechneten 1960 für ihre Tätigkeit etwa 80 DM je Arbeitsstunde, wobei auch die Zeit für die Ausarbeitung des Beratungsberichtes — ein oft erheblicher Faktor — meist mit diesem hohen Satz in Rechnung gestellt wurde.Google Scholar
  15. 15.
    Solche Meinung vertritt z. B. in seinem Arbeitsbericht 1959/60 der Gesamtverband des Deutschen Groß- und Außenhandels e. V., Bonn: “Der Wert der Betriebsberatung liegt also nicht in einer einmaligen Kontrolle, sondern in der fortgesetzten Überwachung des Betriebes durch den Rationalisierungsspezialisten” (S. 114).Google Scholar
  16. 16.
    Das ist auch die Meinung der BBE: “Im Grundsatz läuft die Beratung auf die Erziehung (des Einzelhändlers) zu besserem betriebswirtschaftlichen Denken und auf die Anwendung betriebswirtschaftlicher Methoden hinaus.... Es ist weiter notwendig, im Beratungsbereiche die für eine rationelle Betriebsführung wichtigen betriebs- und marktwirtschaftlichen Grundlagen... dem Kaufmanne so an die Hand zu geben, daß er sie aus seinem praktischen Sachverständnis heraus leicht verwenden kann” (Sechs Jahre Betriebsberatungen, BBE, Köln 1959, S. 314).Google Scholar
  17. 17.
    Aus diesem Grunde führt die BBE — wie in ihrem Tätigkeitsbericht 1959 ausgeführt — zahlreiche kostenlose Kurzberatungen durch, “welche das Ziel haben, den Betrieben Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen und so ihr allgemeines Interesse an der Rationalisierung zu wecken”.Google Scholar
  18. 18.
    Die Bedeutung der Fremdökonomisierung auf diesem Gebiete geht z. B. daraus hervor, daß von den 7 785 Einzelberatungen, welche die elf Beratungsstellen der Einzelhandelsverbände von 1953 bis 1960 durchführten, alleine 2 115 Ladenbauberatungen waren (Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels, 13. Arbeitsbericht, Köln 1960, S. 83).Google Scholar
  19. 19.
    So sind in den letzten Jahren mehrere auf Leistungssteigerung der Unternehmer abzielende Rationalisierungsschriften erschienen, welche die Probleme so vereinfachen und textlich so abgefaßt sind, daß sie auf dem Niveau des Lehrlingswissens basieren. Ein Kaufmann normalen Bildungsniveaus muß bei der Lektüre dieser Schriften den Eindruck gewinnen, daß sich die Rationalisierer ihre Aufgaben allzu leicht und primitiv vorstellen oder daß sie die Aufgabe nicht mit dem notwendigen Ernst betreiben.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. hierzu auch: Sechs Jahre Betriebsberatungen, Köln 1959, S. 19 f.Google Scholar
  21. 21.
    Einige Beratungsberichte großer erwerbswirtschaftlicher Beratungsbetriebe, welche der Verfasser einsehen konnte, da die Beratenen mit der Beraterfirma wegen der Qualität der Beratungen Prozesse führten, bestehen fast ausnahmslos aus schematischen Darlegungen altbekannter Organisationsmethoden, ohne jedes Eingehen auf die individuellen Gegebenheiten des beratenen Betriebes. Für derartige — dem Betrieb völlig wertlose — Beratungen wurden aber enorm hohe Honorarforderungen gestellt.Google Scholar
  22. 22.
    Gerhard Törnquist, Kostenstruktur und Preissetzung im Warenhandel, in: ZfH, NF., 7. Jg. 1955, S. 463.Google Scholar
  23. 23.
    Wolf von der Decken, Die Angestelltenverdienste, in: Wirtschaft und Statistik, 11. Jg., NF., Heft 9 vom Sept. 1959, S. 476 ff. und Tabelle S. 538.Google Scholar
  24. 24.
    Es ist der Fall, wo der Verbraucher in Luxusbetrieben Käufe tätigt, um sich dadurch selbst die Höhe der erreichten gesellschaftlichen Stellung zu bestätigen oder sie dem Bekanntenkreise bzw. nach außen hin z. B. durch das Etikett des Handelsbetriebes, welches die Ware trägt, zu demonstrieren. Indem die Luxusbetriebe im Verkaufsgespräch ihre Kunden nennen (“Frau X hat vorige Woche das gekauft, Frau Y jenes”), tragen sie in bewußter Maßnahme zusätzlich zur Erhöhung des Geltungsnutzens bei und betreiben gleichzeitig für sich selbst damit Werbung.Google Scholar
  25. 25.
    Fachliche Ausrichtung ihres Sortiments und Führung von in diesem Fach geschulten und erfahrenen Einzelhandelskaufleuten (vgl. Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 239).Google Scholar
  26. 26.
    Die Haushalte kaufen hier verbreitet teure Ware hoher Marktgeltung (z. B. ausländische Spirituosen oder Delikateßwaren) nur zum Zwecke, diese dann zu verwenden, wenn sie Besuch bekommen, in dessen Augen sie dadurch an gesellschaftlicher Achtung zu gewinnen hoffen, für den eigenen Konsum finden billigere Qualitäten Verwendung.Google Scholar
  27. 27.
    Z. B. in der Schrift: Kennzahlen zur Handelsforschung, Abschnitt “Verfeinerung der Kostengliederung, Kostenfeststellung für die einzelnen Warenarten”, Berlin 1935, S. 148.Google Scholar
  28. 28.
    Welche Gründe einer möglichen Realisierung des leistungsgemäßen Preises entgegenstehen können, das ist im Kapitel über “Die betriebliche Preissetzung” (Seite 315 ff.) kurz dargestellt.Google Scholar
  29. 29.
    Im Konsumgüterbereich gibt es auch heute noch einige staatlich festgesetzte Preise z. B. für Zucker, Zündhölzer.Google Scholar
  30. 30.
    Dazu führt das Institut für Handelsforschung in einer Untersuchung über Umfang und Struktur der Beziehungskäufe aus: “Im übrigen zeigt sich, daß in solchen Artikelgruppen besonders hohe Anteile von Beziehungskäufen auftreten, bei denen die Hersteller in starkem Umfange die Endverbraucherpreise gebunden haben” (Nr. 88 der Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, S. 985).Google Scholar
  31. 31.
    Dieser Kreditaufschlag dürfte allerdings in vielen Fällen erheblich über die dem kreditierenden Betriebe entstehenden Kosten der zusätzlichen Finanzierungsleistung hinausgehen. So rechnete ein Warenhaus 1960 bei Krediten bis 800 DM an Zinsen 0,6 % pro Monat vom Gesamtkaufbetrag minus Anzahlung sowie eine Bearbeitungsgebühr von 2 % der Kreditsumme. Bei einer Laufzeit des Kredits von einem Jahr entstehen also dem Kreditnehmer hier 15,2 % der Kreditsumme an Zins- und Bearbeitungskosten, bei einem Kreditbetrag von 700 DM beispielsweise rund 106 DM zusätzliche Kreditkosten. In der Werbung des Kaufhauses wird aber — das Unvermögen der meisten Käufer, sich die effektive Verzinsung auszurechnen, nutzend — von “günstigen” Kreditbedingungen gesprochen.Google Scholar
  32. 32.
    Um hier übersteigerten Mißbrauch zu vermeiden, bestimmt das Rabattgesetz in § 4, 1 allerdings, daß der Rabatt spätestens bei einem Kaufbetrag von DM 50 (Rabattbetrag hier bei 3 % Rabatt = 1,50 DM) auszuzahlen ist.Google Scholar
  33. 33.
    Nach Betriebsvergleichsunterlagen des Instituts für Handelsforschung werden den Lebensmittelfachgeschäften nur etwa 75 % der ausgegebenen Rabattmarken zur Einlösung vorgelegt. In diesem Zusammenhang ist übrigens von Interesse, daß 1959 bei den rabattgebenden Lebensmittelfachgeschäften die Erlösschmälerung durch Rabatte 1,9 % des Absatzes ausmachten, bei den Lebensmittelfilialbetrieben dagegen 2,7 %. Bei letzteren liegt also die Quote des eingelösten Markenrabatts erheblich höher als im Fachhandel. Berücksichtigt man nämlich, daß nicht auf alle Waren Rabatt gegeben wird, so ist bei den Filialbetrieben die Einlösungsquote fast vollständig. Hier spiegelt sich offensichtlich wider, daß die Kunden der Filialbetriebe und ebenso der Konsumgenossenschaften besonders stark auf preisgünstige Beschaffungsmöglichkeit sehen.Google Scholar
  34. 34.
    So erlauben z. B. zwei große Waschmittelfabrikanten der Bundesrepublik in ihren Preisbindungsreversen ausdrücklich, daß Letztverbraucher auf den gebundenen Preis einen Rabatt von 10 % erhalten, wenn sie einen ganzen Karton (meist 24 Pakete) einer Sorte kaufen.Google Scholar
  35. 35.
    Beispiele hierfür sind die Katalogversandgeschäfte oder die in neuerer Zeit im Lebensmittelbereich aufkommende Betriebsform des Telefongeschäfts. Letztere kann gegenüber dem Ladenhandel vor allem dann preisgünstiger anbieten, wenn sie auf einer funktionsschwachen Leistung basiert (kleines Sortiment, keine Beratung, Mindestabnahmemengen) und der Verbraucher einige Unbequemlichkeiten hinnimmt (einige Tage vorher bestellen; im Zeitraum, wo die Lieferung vereinbart ist, muß eine Person des Haushalts zu Hause sein und auf sie warten; der Haushalt muß größere Mengen auf Vorrat halten als beim Einkauf im Geschäft). Die Arbeitsweise eines solchen Betriebes in Schweden ist genauer beschrieben in: Bruno Tietz, Betriebstypen im Lebensmittelhandel mit neuartigem Funktionsgefüge, in: Mitteilungsblatt des Handelsinstituts an der Universität des Saarlandes, Nr. 5 vom Sept. 1958, S. 7 ff.; hier ist vor allem auch die Funktionseinengung aufgezeigt.Google Scholar
  36. 36.
    Zahlenmäßig deutlich kommt diese Tatsache beispielsweise in den Ergebnissen einer niederländischen Untersuchung über die Kosten des Aushändigungsverkaufs im Laden gegenüber den Absatzkosten bei Hausbelieferung zum Ausdruck, die 1950 in 38 Lebensmittelgeschäften durchgeführt wurde. Hiernach wurden die Durchschnittskosten im Ladenverkauf mit 15,6 % des Absatzes ermittelt, die der Hausbelieferung mit 23,4 %. Bei Ladenverkauf und Hausbelieferung wurde aber dieselbe Spanne kalkuliert. (S. C. Bakkenist, D. E. Beutick, An Investigation into the Costs of Distribution in the Grocery Retail Trade in the Netherlands; in: Productivity Measurement Review, Special Number, Paris, July 1957, S. 25).Google Scholar
  37. 37.
    Eine Untersuchung der RGH in einem Lebensmittelgroßhandelsbetrieb ergab beispielsweise, daß hier die durchschnittlichen Kosten für Verladung und Transport bei Nachlieferungen außlerhalb des Lieferturnus 2,7 % des Absatzes betrugen gegenüber 0,8 % normal. Die durchschnittliche Auftragsgröße bei Nachlieferungen betrug 300 DM gegenüber 3 500 DM normal, und die Fahrzeuge konnten hier nur zu 30% ausgelastet werden gegen 60 % bei den Lieferungen im normalen Lieferturnus. (“Mehrumsatz kann auch Verlust bedeuten”, in: Handelsblatt Nr. 186 vom 27. Sept. 1961, S. 9.)Google Scholar
  38. 38.
    So ist beispielsweise in der Bundesrepublik die Selbstbedienung im Lebensmittelbereich zunächst von den Großfilialbetrieben, Konsumgenossenschaften und Warenhäusern eingeführt und ihre praktische Durchführungsmöglichkeit erprobt worden. Im Jahre 1950 gab es in der Bundesrepublik 39 Selbstbedienungsläden des Lebensmitteleinzelhandels, davon nur 4, die selbständigen Lebensmittelgeschäften gehörten, 35 Läden (90 %) wurden von Großbetrieben (Filialbetriebe, Warenhäuser und Konsumgenossenschaften) betrieben. 1957 entfielen von den 3 183 Selbstbedienungsläden des Lebensmitteleinzelhandels bereits 45 % (1 439 Läden) auf den selbständigen Lebensmitteleinzelhandel, 1960 von den 22 619 Selbstbedienungsgeschäften 75 % (16 860 Läden). (Quelle: 22 619 Selbstbedienungsläden im Lebensmittelhandel, in: Selbstbedienung, 4/1961, S. 3 ff.)Google Scholar
  39. 39.
    Hierzu führt Nieschlag (Die Gewerbefreiheit im Handel, Köln und Opladen 1953, S. 46 f.) z. B. aus: “Die Übersetzung hat im Handel. Marktformen entstehenlassen, die... auf Teilgebieten eine weitgehende Ausschaltung, mindestens eine Abschwächung des Wettbewerbs bedeuten.... Die Masse der kleinen Händler eines Ortes oder eines Stadtviertels bildet häufig eine feste, auf zahlreichen Bindungen, vor allem gescllschaftlicher Art, beruhende Gemeinschaft, die sich über die Einhaltung einer bestimmten Höhe von Spannen und Preisen einig ist.... Wer diese sozialen Bindungen mißlachtet, also ‚Nicht Disziplin hilt’ und sich zum Wettbewerbsprinzip bekennt, stellt sich außerhalb der sog. Standesgemeinschaft”.Google Scholar
  40. 40.
    So stellt Seyffert (Die Problematik der Distribution, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung Nr. 11, S. 194) z. B. fest, daß die Einzelhandelsgroßbetriebe aus dem Rentabilitätsstreben in wettbewerbsgehemmten Märkten die “üblichen Preise im allgemeinen nur soweit unterschreiten, als es zur Wahrung des Rufs der Billigkeit und zur Abwehr der Konkurrenz notwendig ist”.Google Scholar
  41. 41.
    Zu beachten ist allerdings, daß gesamtwirtschaftlich gesehen Produktdifferenzierung nur soweit rationell ist, wie durch sie Waren neuen Gebrauchs- oder Geltungsnutzens, nach denen im Markte Bedarf besteht, geschaffen werden. Aus ertragswirtschaftlichen Gründen werden die Produzenten aber meist bemüht sein, ihr Produkt von denen der Konkurrenz auch dann zu differenzieren, wenn es keinen anderen Nutzwert hat. Hier führt die Produktdifferenzierung zur Verschlechterung der Warentransparenz. Als tikonomisierungsmaßnahme sind hier der einzelbetrieblichen Produktdifferenzierung überbetriebliche Maßnahmen der Qualitätskennzeichnung entgegenzusetzen.Google Scholar
  42. 42.
    So wird aus den USA, wo es eine gesetzliche Beschränkung der Verkaufszeit des Ladeneinzelhandels nicht gibt, berichtet, daß hier Fachgeschäfte im Schatten von Warenhäusern dadurch eine gute Existenz finden, daß sie ihre Geschäfte in den Zeiten offenhalten, wo die Warenhäuser geschlossen sind.Google Scholar
  43. 43.
    Erich Gutenberg, Grundlagen, 1. Bd.: Die Produktion, 3. Aufl., Berlin-GöttingenHeidelberg 1957, S. 188 ff.Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. hierzu das Kapitel “Die Faktorkombination und der Faktorenaustausch” (S. 246 ff.).Google Scholar
  45. 45.
    Z. B. durch den Postversand von Katalogen, durch Zeitungsanzeigen, durch Musteragenturen, durch vertraglich gebundene Einzelhändler, welche das Kataloggeschäft als branchenfremdes Zusatzgeschäft betreiben (Kataloggeschäft des Lebensmitteleinzelhandels), durch Sammelbesteller mit Vertreterfunktion.Google Scholar
  46. 46.
    Diese Entwicklung ist in der letzten Zeit besonders im Kaffeeversandhandel zu beobachten. So hat beispielsweise die Firma Max Herz (Tschibo), die 1960 etwa 10 % des gesamten Kaffeeabsatzes der Bundesrepublik bestritten haben soll, ausgehend vom reinen Versandhandel in den letzten Jahren mit dem Ausbau eines dichten Detailfilialnetzes begonnen.Google Scholar
  47. 47.
    Die Wettbewerbsbeziehungen können sich jedoch ändern, wenn zur besseren Bewirkung zwischenbetrieblicher Kooperation die Marktpartner mehr oder weniger enge Bindungen (Koalitionen) eingehen.Google Scholar
  48. 48.
    In der älteren Literatur fand sie breiteres Interesse vornehmlich bei Schär, welcher eine Entwicklung zum “Sozialen Handel” anstrebte.Google Scholar
  49. 49.
    Z. B. die Einkaufsgenossenschaften des Einzelhandels und die freiwilligen Ketten des Lebensmittelhandels. Im Bereiche der Kooperation Einzelhandel — Konsument sind die Konsumentengenossenschaften zu nennen. Eine besondere Form hier ist der “soziale Handel” Duttweilers durch den Migros Genossenschafts-Bund (“Migros Familie”) in der Schweiz.Google Scholar
  50. 50.
    Schär formuliert für den Fall, daß sich ein Betrieb die ganzen Aufgaben, die ein anderer Betrieb bisher für ihn geleistet hat, eingliedert, die Voraussetzungen folgendermaßen (er sieht den Vorgang allerdings in der Definition vom ausgegliederten Betrieb, den Vorgang selbst bezeichnet er anstelle mit Ausgliederung mit Ausschaltung): “Wer ein Glied ausschalten will, muß erstens genau wissen, welche Dienste dieses Glied bisher geleistet hat, zweitens erwägen, ob er diese Dienste nunmehr ebenso gut selbst ausführen kann und drittens kalkulieren, ob der Vorteil aus der Ausschaltung größer oder kleiner ist als der Aufwand, um das ausgeschaltete Glied zu ersetzen.” (Johann Friedrich Schär, Allge- meine Handelsbetriebslehre, 5. Aufl., Leipzig 1923, S. 214.) Es ist deutlich, daß Schäär den Ausschaltungsfall im Sinne dieser Untersuchung (gänzliche Aufgabe von nicht benötigten Leistungen) nicht mit behandelt hat.Google Scholar
  51. 51.
    “Die Lehre vom direkten Einkauf und Verkauf gehört zu den schwierigsten Problemen des Handelsbetriebes. Es gibt hierfür keinen allgemein gültigen Betriebsgrundsatz; es muß in jedem einzelnen Fall untersucht werden, ob die Inanspruchnahme eines Zwischengliedes oder dessen Ausschaltung zwedmäßiger ist.” (J. F. Schäär, Allgemeine Handelsbetriebslehre, 5. Aufl., Leipzig 1923, S. 217.)Google Scholar
  52. 52.
    Dazu ist im RKW-Bericht, Typenvielfalt — Vorteil für den Betrieb? (Ausschuß Typenbeschränkung im RKW, Heft 1 Berlin-Bielefeld-München 1960), auch ausgeführt: “Man kann immer wieder in deutschen Unternehmen Äußerungen hören ‚Nichts täten wir lieber, als unser Sortiment einzuschränken. Aber wir können uns das einfach nicht leisten, wenn wir nicht riskieren wollen, daß unsere Kunden zur Konkurrenz abwandern, unser Absatz gefährdet wird und wir schließlich das Nachsehen haben’. Man sollte aber die Konkurrenzfurcht nicht übertreiben. Vielmehr ist immer zu berücksichtigen, daß ein Unternehmen, wenn es zu kostengerechten Preisen übergeht und dementsprechend die Preise für Sonderanfertigungen und Liliputserien erhöht, dafür auch seine Standarderzeugnisse verbilligen kann” (S. 22 und 26).Google Scholar
  53. 53.
    Dieser Fall kann auch auf die Vereinigung Produktion—Distribution in einem Betriebe zutreffen. So besteht die Vermutung, daß mancher Produktionsbetrieb einen Vorsprung, den er in der Herstellung besitzt, durch zu weite Betätigung im Distributionsbereich, wenn er dazu wenig befähigt ist, wieder verliert. Er würde sich günstiger stehen, wenn er die Distributionsaufgabe stärker Handelsbetrieben überträgt. Es scheint, daß die bei manchen Großbetrieben des Handels heute zu beobachtende Tendenz, Produktionsbetriebe, die sie sich angegliedert hatten, wieder aufzugeben, ebenfalls aus der Erkenntnis erwächst, daß diese Kombination vielfach nur zur Schwächung der betrieblichen Leistungswirtschaftlichkeit beiträgt.Google Scholar
  54. 54.
    Auswirkungen der Sortimentsveränderung im Großhandel, Ifo-Schnelldienst, 12. Jg., Nr. 13 vom 26. 3. 1959, S. 13 ff.Google Scholar
  55. 55.
    Diese Meinung kommt auch bei Seyffert zum Ausdruck, der als einen wichtigen Weg zur Distributionsökonomisierung eine Arbeitsteilung vor allem zwischen Betrieben, die Massenbedarf und denen, die Individualbedarf befriedigen, vorschlägt (Die Problematik der Distribution, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 11, S. 194).Google Scholar
  56. 56.
    Rudolf Seyffert, Die Problematik der Distribution, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 11, S. 193.Google Scholar
  57. 57.
    Auf dieser Basis sind beispielsweise auch die Preise der preisgebundenen Markenartikel kalkuliert.Google Scholar
  58. 58.
    1875 wohnten in Deutschland (Reichsgebiet) rund 59 % der Gesamtbevölkerung auf dem Lande (Orte mit weniger als 2 000 Einwohnern), in Großstädten (Orte mit mehr als 100 000 Einwohnern) dagegen nur 7 %; bis 1900 war der Anteil der Landbevölkerung auf 44 % gefallen, der Anteil der Großstadtbevölkerung auf 17 % gestiegen. In der Bundesrepublik hatten 1959 etwa 24 % der Gesamtbevölkerung ihren Wohnsitz auf dem Lande, 31 % in der Großstadt.Google Scholar
  59. 59.
    Quelle: Die Umsätze der Umsatzsteuerpflichtigen und deren Besteuerung 1957, Statistik der Bundesrepublik Deutschland, Bd. 219, Stuttgart und Mainz 1959, S. 72/73.Google Scholar
  60. 60.
    Nach der Umsatzsteuerstatistik gab es 1950 in der gewerblichen Wirtschaft 682 Unternehmen mit mehr als 25 Mill. DM Jahresumsatz, auf die 28 % (65 Mrd. DM) des Gesamtabsatzes der gewerblichen Wirtschaft (232 Mrd. DM) entfielen; im Jahre 1957 bestanden in dieser Größenklasse 2 008 Unternehmen, ihr Anteil am Gesamtabsatz (554 Mrd. DM) betrug 39 % (218 Mrd. DM). Quelle: Die Umsätze der Umsatzsteuerpflichtigen und deren Besteuerung 1950 bzw. 1957, Statistik der Bundesrepublik Deutschland, Bd. 112 bzw. 219, Stuttgart-Köln 1955 bzw. Stuttgart und Mainz 1959.Google Scholar
  61. 61.
    Im Großhandel hatten 1950 die Betriebe mit mehr als 25. Mill. DM Jahresabsatz einen Anteil von 29 % am gesamten Großhandelsabsatz, 1957 einen Anteil von 40 %, beim Einzelhandel stieg der Anteil derselben Größenklasse von 5,8 % im Jahre 1950 auf 15,2 % im Jahre 1957.Google Scholar
  62. 62.
    Ab 1958 sind in den Veröffentlichungen der Umsatzsteuerstatistik die Unternehmen mit weniger als 8 000 DM Jahresumsatz (Umsatzsteuerfreigrenze) nicht mehr ausgewiesen, so daß ab hier ein vollständiger Überblick nicht mehr gegeben ist.Google Scholar
  63. 63.
    Zitiert nach Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 220.Google Scholar
  64. 64.
    Bei den Konsumgenossenschaften wurden 1958 in Eigenproduktion 16,2 % des Umsatzes hergestellt, davon waren 12,8 % Backwaren, Fleisch und Fleischwaren, so daß für Eigenproduktion im nicht handwerklichen Bereich nur 3,4 % des Umsatzes verbleiben (Jahrbuch 1958 des Zentralverbandes deutscher Konsumgenossenschaften e. V., Hamburg, Seite 48).Google Scholar
  65. 65.
    So führt der Rechenschaftsbericht 1959 der Rewe Zentralorganisation auf Seite 14 aus: “Angesichts der unserer Organisation gestellten umfassenden Aufgaben und Betreuungsbereiche sowie unserer seit eh und je als Vermittler zur Herstellerindustrie ausgerichteten Tätigkeit wurde entsprechend unserer Grundauffassung auf die Eigenproduktion verzichtet.”Google Scholar
  66. 66.
    Carl Ruberg, Zwei Partner — Ein Ziel, RGH-Schrift, Köln 1958/1959, 3 Bände.Google Scholar
  67. 67.
    Es kann z. B. nützlich sein, Eigenproduktion dort aufzunehmen, wo die Hersteller aus starker Marktstellung heraus überhöhte Preise zu fordern in der Lage sind, oder wo die Hersteller durch allgemeine Preisbindung den Handelsbetrieben keinen Raum für eine eigene Preispolitik lassen. Hier dürfte beispielsweise der Hauptgrund für die Eigenproduktion der Migros Genossenschaft in der Schweiz liegen, die nach ihrem Rechenschaftsbericht 1959 neben 12 Bäckereien weitere 17 sonstige Herstellerfirmen mit einer Beschäftigtenzahl zwischen 7 und 637 Personen betrieb.Google Scholar
  68. 68.
    Die Warenhausbetriebe beispielsweise haben Versuche zur Eigenproduktion, die sie nach der Währungsreform auf einigen Gebieten einleiteten, meist wieder aufgegeben. Auch die Konsumgenossenschaften bauen in den letzten Jahren die Zahl ihrer Produktionsbetriebe, soweit es nicht Bäckereien, Fleischereien oder Manipulationsbetriebe sind, ab. Von 15 Limonadenbetrieben, die 1954 aufgeführt sind, bestanden 1959 nur noch 10, die Zahl ihrer Mühlenbetriebe ging in diesem Zeitraum von acht auf einen zurück, je zwei Süßmostbetriebe und Räuchereien, die 1954 noch betrieben wurden, sind 1959 nicht mehr aufgeführt (Jahrbücher 1954 und 1959 des Zentralverbandes deutscher Konsumgenossenschaften e. V., Hamburg). Groß berichtet vom amerikanischen Versandhaus Sears, Roebuck & Co., daß sich auch bei dieser Firma, welche wohl das größte Einzelhandelsunternehmen der Welt darstellt, Tendenzen zum Rückzuge aus der Eigenproduktion zeigen (Herbert Groß, Wie arbeitet ein amerikanisches Warenhaus?, in: Handelsblatt Nr. 150 vom 23. Aug. 1955, S. 23).Google Scholar
  69. 69.
    So wird beispielsweise in Heft 6/1961 der “verbraucher rundschau” von der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände e. V., Bonn, für Waschmittel eine bessere Information über ihre Anwendungsbereiche auch in der Werbung gefordert.Google Scholar
  70. 70.
    Hirsch-Brandt, Die Handelsspanne, Berlin 1931, S. 79 f.Google Scholar
  71. 71.
    Dies auch deshalb, weil bei vielen Markenprodukten die Herstellung keine besondere Problematik bietet. Für die Seifen- und Waschmittelindustrie hat die Enquete-Untersuchung von 1927 folgende Gliederung der Selbstkosten festgestellt: Materialkosten 60 %, Fertigungskosten 17 %, Vertriebskosten 23 % (17 Betriebe); für Kosmetika die entsprechenden Werte im Durchschnitt von 16 Firmen: Materialkosten 46 %, Fertigungskosten 17 %, Vertriebskosten 37 % (Enquete Ausschuß, Die deutsche Seifen- und Parfümerieindustrie, 5. Arbeitsgruppe, 9. Bd., Berlin 1931, S. 89 und 93). Nach Erhebungen des Instituts für Handelsforschung machen heute bei vielen Markenartikelfirmen die Vertriebskosten mehr als 40 % des Absatzes aus; von 13 Firmen der Körperpflegemittelindustrie z. B., deren Vertriebskosten 1956 vom Institut untersucht wurden, hatten acht Betriebe Vertriebskosten von mehr als 40 % ihres Verkaufserlöses.Google Scholar
  72. 72.
    Die Tendenz dieser Veröffentlichung ist, die Markenartikelspannen niedriger erscheinen zu lassen als die der Nichtmarkenartikel. Das versucht der Bericht dadurch, daß die Spannen der Markenartikel hier in Prozenten des Verkaufspreises des Einzelhandels, die der Nichtmarkenartikel dagegen in Prozenten des Einkaufspreises des Einzelhandels — mit einer sehr fadenscheinigen Begründung — publiziert sind. Bei Umrechnung der Markenartikel- und Nichtmarkenartikelspannen auf die gleiche Berechnungsbasis ergibt sich, daß auch nach dieser Publikation die Spannen der Nichtmarkenartikel durchweg etwas unter denen der Markenartikel liegen. Da vor allen darüber, wie die Spannen der Nichtmarkenartikel ermittelt sind, keine Quellenangaben erfolgen, sind die Zahlen des Berichtes mit Vorsicht zu beurteilen.Google Scholar
  73. 73.
    Das Problem kann in gleicher Weise audh vom Standpunkte einer Verkleinerung der Absatztätigkeit der Hersteller durch Ausgliederung von Umsatzaufgaben an Handelsbetriebe untersucht werden.Google Scholar
  74. 74.
    Carl Güünther Ludovici, Grundriß eines vollständigen Kaufmanns-Systems, 2. Aufl., Leipzig 1768, S. 100.Google Scholar
  75. 75.
    Johann Michael Leuchs, System des Handels, 1. Aufl., Nürnberg 1804, S. 108.Google Scholar
  76. 76.
    Johann Friedrich Schär, Allgemeine Handelsbetriebslehre, 5. Aufl., Leipzig 1923, S. 218.Google Scholar
  77. 77.
    Johann Friedrich Schär, Allgemeine Handelsbetriebslehre, 5. Aufl., Leipzig 1923, S. 217.Google Scholar
  78. 78.
    Im handwerklichen Produktionsbereiche, vor allem im Ernährungshandwerk, ist das Selbstdetaillieren der Hersteller dagegen verbreitet die normale Absatzform. Hier liegen die Probleme wirtschaftlicher Umsatzdurchführung ähnlich wie bei den Handelsbetrieben des Detailleurbereichs. Die distributionswirtschaftlidie Leistungsfähigkeit des Handwerkshandels ist allerdings vielfach geringer als die der Detaillisten; denn die persönliche Befähigung und die Ausbildung der Handwerksmeister ist oft stark einseitig auf die handwerklich-technische Seite ausgerichtet. So erwachsen Okonomisierungsmaßnahmen hier auch weniger als im Einzelhandel durch Eigeninitiative. Vielmehr muß der Anstoß meist von außen kommen, und zwar so stark, daß sich die Handwerksbetriebe ihm nicht entziehen können, ohne ihren Bestand zu gefährden. Der Umstand beispielsweise, daß Lebensmittelgeschäfte — vor allem im Rahmen der Selbstbedienung — zunehmend Fleisch und Fleischwaren in ihr Sortiment aufnehmen, fördert weitgehend den Wettbewerb in diesem Warenbereich und zwingt die Betriebe des Fleischerhandwerks zu wirtschaftlicherer Betriebsführung und kostengerechterer Preisgestaltung.Google Scholar
  79. 79.
    Wege und Kosten der Distribution der Konsumwaren, Sonderheft 7 der Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Köln und Opladen 1956, Seite 71.Google Scholar
  80. 80.
    Hier sei auch auf die Zahlen von Tabelle 8 verwiesen, wo sich für den Schuheinzelhandel im Vergleich zu seinen Spannen und Kosten eine sehr gute Leistungswirtschaftlichkeit ergab; das dürfte mit auf den wettbewerbsfördernden Einfluß des selbstdetaillierenden Produzenten zurückzuführen sein.Google Scholar
  81. 81.
    Bei Hausratgroßartikeln, wie z. B. Bohnermaschinen, Staubsaugern und Teppichklopfmaschinen waren 1958 für Haushaltsvertreter Provisionssätze von 25 % bis 30 % des Endverbraucherpreises üblich, was ungefähr der Detaillistenspanne bei diesen Waren entspricht. Unzweifelhaft dürfte bei solch hohen Provisionssätzen die gesamte Distributionsspanne des Absatzweges über Fabrikvertreter höher liegen als die des über den Handel gehenden Weges, die einschl. Umsatzsteuer vom Institut für Handelsforschung mit rund 45 % des Endverbraucherpreises ermittelt ist (Wege und Kosten der Distribution der Hausratwaren, Sonderheft 6 der Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Köln und Opladen 1955, S. 57).Google Scholar
  82. 82.
    Nach einer Erhebung bei einem selbstdetaillierenden Fabrikanten der Elektrobranche stammten seine 50 Vertreter aus folgenden Berufen: Vertreter, Kaufmann, Schuhmacher, Arbeiter, Konditor, Kraftfahrer, Schneider, Bäcker, Schlosser, Bergmann, Gelegenheitsarbeiter; die durchschnittliche Beschäftigungsdauer betrug nur sieben Monate (Aus einer Kölner Diplomarbeit, SS 1960).Google Scholar
  83. 83.
    Der zitierte Produktionsbetrieb stellt lange haltbare Nahrungsmittel des täglichen Bedarfs von relativ geringem Verkaufswert je Letztverbrauchereinheit in geringer Artikelund Sortenbreite her. Bisher werden rund 2 500 Großhandlungen (einschl. Einkaufsgenos senschaften und Einzelhandelsgroßbetriebe) beliefert; bei Ausschaltung der Großhandlungen wären ca. 65 000 Kunden zu bearbeiten.Google Scholar
  84. 84.
    Bei den am Betriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung beteiligten Einzelhandelsbetrieben entfielen beispielsweise 1957 von den Gesamtpersonen der Betriebe im Textileinzelhandel 12 % auf Werkstattpersonen, bei den Drogerien 9 %, im Schuheinzelhandel 2 %, im Büromaschineneinzelhandel 25 %, im Uhren- und Schmuckwareneinzelhandel 23 % (Nr. 11 der Schriften zur Handelforschung, Beschaffung, Lagerung, Absatz und Kosten des Einzelhandels in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1955, 1956 und 1957, Köln und Opladen 1959, S. 52).Google Scholar
  85. 85.
    Oft als sog. “Kollegengeschäft” bezeichnet.Google Scholar
  86. 86.
    E. Hans Mahler, Sortimentsgestaltung im Detailhandel als Produktivitätsfaktor, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 18 vom 15. Juni 1954, S. 313 ff.; Erich Schäfer, Absatzwirtschaft, in: Handbuch der Wirtschaftswissenschaften, Bd. I: Betriebswirtschaft, Köln und Opladen 1958, S. 299 ff.; Otto R. Schnutenhaus, Absatzpolitik und Unternehmensführung, Freiburg 1961.Google Scholar
  87. 87.
    Auswirkungen der Sortimentsveränderung im Großhandel, in: Ifo-Schnelldienst, 12. Jg., Nr. 13 vom 26. 3. 1959, S. 16.Google Scholar
  88. 88.
    Im übrigen dürfte das Kataloggeschäft vom Standpunkte des betrieblichen Nutzens für das Lebensmittelgeschäft allgemein ungünstig zu beurteilen sein. Der Lebensmittelhändler wird in den meisten Fällen seine Zeit nutzbringender anwenden, wenn er sie anstatt auf Förderung des Kataloggeschäftes auf Bemühungen um Steigerung seines Branchenumsatzes anwendet, z. B. durch kluge Sortimentspolitik im Lebensmittelbereich.Google Scholar
  89. 89.
    Zum allgemeinen Problem betrieblicher Leistungsdifferenzierung führt Sundhoff folgendes aus: “Es muß erreicht werden, daß die Leistungen des eigenen Betriebes in jeder Hinsicht oder doch wenigstens in entscheidenden Punkten für den Abnehmer wertvoller sind oder wertvoller erscheinen als die der Wettbewerber” (Edmund Sundhoff, Absatzorganisation, Wiesbaden 1958, S. 17).Google Scholar
  90. 90.
    “Betriebswirtschaftlich entscheidend für die Frage, ob ein Sortiment richtig oder falsch zusammengestellt ist, ist einzig und allein der Gesichtspunkt, ob das Sortiment der Nachfrage, den Wünschen der Kunden entspricht” (Erich Gutenberg, Grundlagen 2, 2. Bd.: Der Absatz, S. 334).Google Scholar
  91. 91.
    Dazu führt auch Buddeberg aus: “Die Betriebspolitik neuer Erscheinungsformen des Handels sowie auch die Okonomisierungsbestrebungen in den traditionellen Formen lassen klar erkennen, daß sich in der modernen Distributionswirtschaft die Sortimentsgestaltung weitgehend von den überkommenen Prinzipien... löst. Anstatt dessen werden Warenkreise gebildet, die unmittelbar auf die Gegebenheiten betrieblichen Leistungsvollzugs ausgerichtet sind.... Maßgebend (für die Warenkreisgestaltung) ist hier die Möglichkeit, ein bestimmtes Vertriebssystem möglichst einheitlich anwenden zu können.” (Hans Buddeberg, Handelswaren und Handelssortimente, in: Mitteilungsblatt des Handelsinstituts an der Universität des Saarlandes, Nr. 6 vom Nov. 1958, S. 8/9).Google Scholar
  92. 92.
    Daß bei Überlegungen, wie eine Ware wirtschaftlich abgesetzt werden kann, ihre “Erklärungsbedürftigkeit” eine wichtige Rolle spielt, auf diesen — erst heute stärker allgemein beachteten Gesichtspunkt hat Schnutenhaus bereits 1937 hingewiesen (Die Gesetzmäßigkeit im Aufbau von Vertriebsorganisationen, in: Neue Wege in der Absatzwirtschaft, Berlin 1937, Seite 36 ff.).Google Scholar
  93. 93.
    Darüber, ob als Betriebsgröße die Leistungsbereitschaft bei höchster oder bei normaler Beanspruchung der Faktoren anzusetzen sei, gehen die Meinungen auseinander. Es dürfte jedoch richtig sein, von der normalen Beanspruchung auszugehen.Google Scholar
  94. 94.
    So z. B. Behrens: “Man wird also nicht umhin können, die absoluten Umsatzzahlen als Maßstab für die Betriebsgrößen heranzuziehen und zu unterstellen, daß die Betriebe wenigstens annähernd gleiche Beschäftigungsgrade realisieren.” (Karl Christian Behrens, Die Problematik der optimalen Betriebsgröße im Einzelhandel, ZfB, 22. Jg. 1952, Nr. 4, S. 207.)Google Scholar
  95. 95.
    Ober die Beschäftigtenzahl als Größenmaßstab vgl. die folgenden Ausführungen.Google Scholar
  96. 96.
    Im einzelnen erzielten drei Firmen einen Absatz zwischen 100 000 DM und 150 000 DM, neun Firmen erreichten 150 000 bis 200 000 DM Absatz, acht Firmen 200 000 bis 250 000 DM Absatz, 12 Firmen 250 000 bis 300 000 DM Absatz und eine Firma 327 000 DM Absatz.Google Scholar
  97. 97.
    Diese Meinung wird von vielen Autoren vertreten, z. B. Seyffert: “Es ist also nicht richtig, den Umsatz als Merkmal (der Betriebsgröße) zu nehmen.” (Vereinheitlichung des Rechnungswesens der Handelsbetriebe, in: Die Erfolgsrechnung der Handels- und Verkehrsbetriebe, Frankfurt 1936, S. 117/18; Buddeberg: “Der Absatz kennzeichnet im wesentlichen nicht die Leistungsbereitschaft, sondern die effektiv erzielte Leistung.. so daß sich hier kein objektiver Maßstab für die Betriebsgröße ergibt.” (Über die Vergleichbarkeit der Handelsbetriebe, Köln und Opladen 1955, S. 55); Banlemann: “Bei einer Größenstufung nach der Höhe der erzielten Jahresumsätze wird eine eigentliche und kapazitätsbestimmende Größenklasseneinteilung nicht geschaffen.” (Betriebsgröße und Kostenverlauf im Einzelhandel, ZfB, 22. Jg. 1952, Nr. 9, S. 526.)Google Scholar
  98. 98.
    Die Meinung, daß der Absatz als Maßstab der Betriebsgröße gut brauchbar sei, wird z. B. von folgenden Autoren vertreten: F. Henzel, Das Kapazitätsproblem im Großhandel; das Kapazitätsproblem im Einzelhandel, in: ZfB, 22. Jg. 1952, S. 34 und 218; Hoppmann: “Da mit zunehmender Betriebsgröße sowohl die Zahl der beschäftigten Personen als auch der Absatz zunimmt, so dürfte die Frage, welcher von diesen beiden Maßstäben zur Bildung von Größenklassen zweckmäßig ist, weniger von Belang sein.” (Erich Hoppmann, Zum Problem der statistischen Bestimmung der optimalen Betriebsgröße im Einzelhandel, in: ZfH, NF., 9. Jg. 1957, S. 174); Theisen: “Somit ist der Absatz auch kein perfekter Maßstab der Betriebsgröße, obwohl eine weitgehende Entsprechung zwischen Absatzgrößen und Betriebsgrößen bestehen wird.” (Paul Theisen, Zum Problem der Betriebsgröße im Einzelhandel, in: Mitteilungsblatt des Handelsinstituts an der Universität des Saarlandes, Heft 14/15 vom Juli 1960, S. 6.)Google Scholar
  99. 99.
    F. Henzel, Das Kapazitätsproblem im Einzelhandel, in: ZfB, 22. Jg. 1952, S. 215 ff.Google Scholar
  100. 100.
    1956 erzielten nach den Unterlagen des Instituts für Handelsforschung die Lebensmittelgeschäfte mit zwei bis drei Personen einen Absatz von 48 800 DM je Person, die Geschäfte mit sechs bis zehn Beschäftigten 50 300 DM und die Geschäfte mit 21 bis 50 Beschäftigten 50 200 DM Absatz je Person (Beschaffung, Lagerung, Absatz und Kosten des Einzelhandels in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1955, 1956 und 1957, Köln und Opladen 1959, S. 75).Google Scholar
  101. 101.
    Nach den Ergebnissen der Kostenstrukturerhebung 1950 arbeiten rund 70 % der Einzelhandelsbetriebe und rund 60 % der Großhandelsbetriebe in gemieteten Räumen. (Die Kostenstruktur in der gewerblichen Wirtschaft, Statistik der Bundesrepublik Deutschland, Band 49, Heft 3 [Großhandel und Verlagsgewerbe] S. 106 ff. und Heft 4 [Einzelhandel] S. 106 ff., Stuttgart-Köln 1955 bzw. 1956.)Google Scholar
  102. 102.
    Im Einzelhandelsbetriebsvergleich des Instituts für Handelsforschung wird für die Betriebsgrößenbestimmung nach der Beschäftigtenzahl die Personenqualität so berücksichtigt, daß Lehrlinge im ersten und zweiten Lehrjahr nur als halbe Personen zählen. Die Personenqualität könnte aber auch — was die bessere Lösung darstellt — mit Hilfe der Personalkosten je Person Berücksidtigung finden. Angenommen, in einer Branche seien die durchschnittlichen Personalkosten 4 000 DM je Person, ein Betrieb habe vier Personen und Personalkosten von 5 000 DM je Person, dann beträgt die Kapazität seines Personenfaktors, wenn dessen Qualität in die Kapazitätsrechnung einbezogen wird, nicht vier, sondern fünf Personen.Google Scholar
  103. 103.
    Hierzu führt z. B. das Institut für Handelsforschung aus: “Da die Betriebsgrößenkennzeichnung die Leistungsbereitschaft der Betriebe und nicht die erzielte Leistung selbst erfassen soll, ist (im Einzelhandel) die Gliederung nach der Personenzahl anstelle der nach dem Absatz die betriebswirtschaftlich zutreffendere.” (Beschaffung, Lagerung, Absatz und Kosten des Einzelhandels in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949, 1950 und 1951, Köln und Opladen 1953, S. 13.)Google Scholar
  104. 104.
    Beide werden von Seyffert als wichtige der Betriebsführung herausgestellt (Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 473).Google Scholar
  105. 105.
    Die Aufnahme eines neuen Warenbereichs erfordert z. B. immer eine gewisse Mindestgröße an Warenbestand, Verkaufsraum und Bedienung.Google Scholar
  106. 106.
    Die folgenden Angaben basieren auf den Betriebsvergleichsergebnissen des Meterwarengeschäfts und auf Unterlagen von Betriebsbesuchen. Die Ergebnisse sind zum Teil bereits veröffentlicht in: Interfirm Comparison in Retail Trade, Productivity Measurement Review, Special Number, Paris, Sept. 1959, S. 39 ff.Google Scholar
  107. 107.
    Letztere bewirkte vor allem, daß übertriebene Wünsche der Kunden an Bedienung und Kundendienst durch geschickte Initiative der Verkaufspersonen reduziert werden konnten.Google Scholar
  108. 108.
    Auf diese Tatsache wird im Verhandlungsprotokoll der vom 19. bis 23. April 1949 abgehaltenen “Rencontres de St-Gall” besonders hingewiesen; St. Gallen, Juli 1949, S. 16.Google Scholar
  109. 109.
    Theodor Beste, Die optimale Betriebsgröße als betriebswirtschaftliches Problem, Leipzig 1933.Google Scholar
  110. 110.
    Erich Gutenberg, Grundlagen, 1. Bd.: Die Produktion, 3, S. 316.Google Scholar
  111. 111.
    Geht man vom rein erwerbswirtschaftlichen Standpunkte aus, so wäre die Rentabilität — am besten gemessen am Kapitaleinsatz, sofern bei Mitarbeit des Inhabers ein ausreichender Unternehmerlohn angesetzt ist — der günstigste Maßstab zur Beurteilung der optimalen Betriebsgröße. Der Vorschlag von Theisen, die optimale Betriebsgröße am absoluten Gewinn zu messen, dürfte dagegen ungeeignet sein, weil im allgemeinen mit wachsender Betriebsgröße auch der Gewinn absolut zunimmt und so die optimale Betriebsgröße hiernach immer der Großbetrieb wäre. (“Es bleibt festzuhalten, daß in marktwirtschaftlichen Systemen die Betriebsgrößen entsprechend dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip nach dem Maßstab der Höhe der Gesamtgewinne zu beurteilen sind. Diejenige Betriebsgröße ist die ‚optimale’, die tatsächlich den höchsten Gesamtgewinn erzielt.” (Paul Theisen, Zum Problem der Betriebsgröße im Einzelhandel, in: Mitteilungsblatt des Handelsinstituts an der Universität des Saarlandes. Heft 14/15 vom Juli 1960, S. 3.)Google Scholar
  112. 112.
    J. Banlemann, Betriebsgröße und Kostenverlauf im Einzelhandel, in: ZfB, 22. Jg. 1952, S. 525 ff.Google Scholar
  113. 113.
    Karl Christian Behrens, Die Problematik der optimalen Betriebsgröße im Einzelhandel, in: ZfB, 22. Jg. 1952, Nr. 4, S. 205 ff.Google Scholar
  114. 114.
    “Überaus aufschlußreich ist, daß bei 80 % der untersuchten Branchen die maximale Umsatzgröße, d. h. die Gruppe der größten Betriebe, die überhaupt vorhanden sind, sich mit der optimalen Betriebsgröße deckt.... Das bedeutet, daß bei 80 % der Einzelhandelsbranchen die größten Geschäfte zugleich diejenigen mit den niedrigsten Handelsspannen sind, daß also ihre optimale Betriebsgröße einen klaren Trend zum größeren Betriebe aufweist.” (Karl Christian Behrens, Die Problematik der optimalen Betriebsgröße im Einzelhandel, in: ZfB, 22. Jg. 1952, Nr. 4, S. 210.)Google Scholar
  115. 115.
    Erich Hoppmann, Zum Problem der statistischen Bestimmung der optimalen Betriebsgröße im Einzelhandel, in: ZfH, NF., 9. Jg. 1957, S. 184.Google Scholar
  116. 116.
    Erich Kosiol, Kalkulation und Kostengestaltung im Warenhandel, 2. Bd., Stuttgart 1932, S. 76 ff.Google Scholar
  117. 117.
    Kurt Schmaltz, Der Einfluß der Betriebsgröße auf Kosten und Gewinn im Handel, in: Zeitschrift für Handelswissenschaft und Handelspraxis, 20. Jg. 1927, Heft 10, S. 233 ff. und Heft 12, S. 275 ff.Google Scholar
  118. 118.
    Erich Gutenberg, Grundlagen, 1. Bd.: Die Produktion, 3. Aufl., Berlin-GöttingenHeidelberg 1957, S. 317.Google Scholar
  119. 119.
    Erich Gutenberg, Grundlagen, 1. Bd.: Die Produktion, 3. Aufl., Berlin-GöttingenHeidelberg, 1957, S. 317.Google Scholar
  120. 120.
    Eine ähnliche Entwicklung ist bei den Konsumgenossenschaften und den Einkaufsgenossenschaften des Lebensmitteleinzelhandels zu beobachten, die bemüht sind, kleinere örtliche Großhandelszentralen zu vereinigen, um so die Möglichkeit zu stärkerem Sachmitteleinsatz zu schaffen (z. B. modern eingerichtete Lagerbauten, Rechnungserstellung mit Lochkarten).Google Scholar
  121. 121.
    W. Röpke, Die Funktionen des Klein- und Mittelbetriebes in der Volkswirtschaft, in: Handwerk und Kleinhandel in der modernen Volkswirtschaft, St. Gallen 1947, S. 21/40.Google Scholar
  122. 122.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 342 ff.Google Scholar
  123. 123.
    Karl Christian Behrens, Die Problematik der optimalen Betriebsgröße im Einzelhandel, in: ZfB, 22. Jg. 1952, S. 214.Google Scholar
  124. 124.
    So enthält z. B. das Betriebswirtschaftliche Literatur-Lexikon, Bibliographie für die Jahre 1955 bis 1958, hrsg. von der ZfB, Wiesbaden 1959, neun Titel, die sich mit dem Standorte der Produktionsbetriebe beschäftigen, dagegen über Standortprobleme der Distributionsbetriebe keine einzige Abhandlung.Google Scholar
  125. 125.
    Mit den Faktoren, welche die Qualität des Einzelhandelsstandorts bestimmen, hat sich Seyffert für den Standortbereich städtischer Verhältnisse beschäftigt und hier Konsum, Verkehr, Konkurrenz und Raum als wichtigste herausgestellt (Rudolf Seyffert, Der Standort der Einzelhandelsbetriebe, in: Handbuch des Einzelhandels, Stuttgart 1932, S. 151 ff.).Google Scholar
  126. 126.
    In einer Stellungnahme der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels vom Dezember 1960 zur „Entwicklung der Geschäftsraummieten 1951–1958–1959“, (in: Statistische Mitteilungen für den Einzelhandel, Nr. 2/60) spricht diese dagegen „von einer besorgniserregenden Mietpreisentwicklung für Geschäftsraum im Einzelhandel“ nach der Freigabe. Diese Feststellung läßt sich mit den vom Institut für Handelsforschung ermittelten Unterlagen in keiner Weise begründen. Die Hauptgemeinschaft vermeidet in ihrem Bericht auch alle Angaben, die exakte Schlüsse auf die Mietpreisentwicklung ziehen lassen.Google Scholar
  127. 127.
    Der Textileinkauf durch Haushaltungen in Nordrhein-Westfalen, in: Sonderheft 9 der Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln, Köln und Opladen 1957, S. 47/48.Google Scholar
  128. 128.
    Die Umsätze der Umsatzsteuerpflichtigen und deren Besteuerung 1957, Statistik der Bundesrepublik Deutschland, Bd. 219, Stuttgart und Mainz 1959, S. 72/73.Google Scholar
  129. 129.
    Gerhard Schmitz, Unterschiedliche Preisgestaltung bei gleichartigen Konsumwaren, unveröffentlichte Diplomarbeit, Köln WS 1957/58.Google Scholar
  130. 130.
    Auf diesen Tatbestand weist z. B. Henry Smith (Retail Distribution, a Critical Analysis, London 1948) besonders hin.Google Scholar
  131. 131.
    Die Umsätze der Umsatzsteuerpflichtigen und deren Besteuerung 1950 bzw. 1957, Statistik der Bundesrepublik Deutschland, Bd. 112 und Bd. 219, Stuttgart-Köln 1955 bzw. Stuttgart und Mainz 1959.Google Scholar
  132. 132.
    Ober solche Bestrebungen bei der REWE beispielsweise berichtet das Handelsblatt („Bei REWE geht es zügig aufwärts“, Jg. 15, Nr. 172 vom 7. Sept. 1960, S. 1): „Zu den vielfältigen Rationalisierungsbemühungen gehört die Zusammenlegung von Genossenschaften. Im letzten Jahr (1959) wurden aus zehn Genossenschaften vier, in diesem Jahr laufen 20 Konzentrationsprojekte. Zur Zeit beliefert die Einzelgenossenschaft im Durchschnitt 110 Einzelhändler und erreicht einen Durchschnittsumsatz von 6,3 Mill. DM. Angestrebt werden Genossenschaften mit etwa 600 Einzelhändlern und Umsätzen von 15 bis 20 Mill. DM, da damit ein Optimum für den Einkauf und den persönlichen Kontakt der Mitglieder erreicht wird.“ Das Jahrbuch 1959 des Zentralverbandes deutscher KONSUMGENOSSENSCHAFTEN e. V., Hamburg, berichtet über gleiche Bestrebungen (S. 38 f.): „1959 hat vor allem die strukturelle Bereinigung des Ladennetzes im Vordergrund gestanden. Kleinstläden wurden geschlossen oder mehrere dieser Läden zu einem größeren Laden zusammengefaßt.“ (S. 87, Verband Baden-Württemberg): „Unsere Konsumgenossenschaften bemühen sich erfolgreich, ihre Läden und Betriebe auf hohen Stand zu bringen und zu halten.... Dazu gehört nach unserer Auffassung auch der Ausbau von Großraumläden und, wo möglich, die Zusammenfassung zu größeren Einheiten.“Google Scholar
  133. 133.
    Zu den gleichen Ergebnissen kommt eine Leistungsanalyse, die das Institut für Handelsforschung bei 97 Einzelhandelsfirmen seines Betriebsvergleichs mit besonders hohem Leistungsstand und bei 83 Firmen mit besonders niedrigem durchführte. Durch Betriebsbesuche wurde festgestellt, daß von den 97 leistungsstarken Firmen 60 % eine Lage guter bis sehr guter Qualität und nur 20 % eine schlechte Lage hatten, dagegen von den leistungsschwachen Firmen 61 % einen qualitativ schlechten, 17 % einen Standort mittlerer Qualität.Google Scholar
  134. 134.
    Die Tatsache, daß ein besonders qualifizierter Standort meist erheblich größere Anforderungen an die Dispositionsfähigkeit der Geschäftsleitung und auch an die geistige Qualität der ausführenden Personen (vor allem Verkaufspersonal) stellt als ein weniger qualifizierter, wird von den Betrieben, die einen solchen erstreben, vielfach nicht ausreichend beachtet.Google Scholar
  135. 135.
    Horst Keiser, Konkurs- und Vergleichsgründe bei mittelständischen Handelsbetrieben in Köln von 1955 bis 1959, unveröffentlichte Diplomarbeit, Köln SS 1960, S. 16.Google Scholar
  136. 136.
    Das ist verbreitet der Anlaß, daß der seßhafte örtliche Einzelhandel die Bildung von Wochenmärkten, deren Genehmigung den Gemeinden obliegt, über die Gemeindevertretung zu verhindern versucht; denn dadurch kommt ein wesentlicher Störungsfaktor in die örtliche Anpassungskonkurrenz hinein. Hier wäre eine Änderung der Bestimmungen der Gewerbeordnung über die Wochenmärkte, wodurch die Einrichtung von Wochenmärkten und die Ausdehnung ihres Warenkreises viel freizügiger möglich wird, im ÖÖkonomisierungssinne.Google Scholar
  137. 137.
    Nach Erhebungen des Instituts für Handelsforschung haben die Haushalte Nordrhein-Westfalens in den letzten Jahren beispielsweise ihre Rundfunk- und Fernsehgeräte zu 53 % auf dem Beziehungswege angeschafft, Waschmaschinen und Kühlschränke zu 51 %, Elektrogeräte zu 48 %, Ofen und Herde zu 44 %, Lampen zu 33 %, Seife zu 23 %, Körperpflegemittel zu 16 % auf dem Beziehungswege (Fritz Klein-Blenleers, Umfang und Struktur der preisvergünstigten Einkäufe der Haushaltungen bei 93 Artikelgruppen der Nichtlebensmittel, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 88 vom April 1961, S. 984).Google Scholar
  138. 138.
    Als offensichtlicher Erfolg der ständigen Bemühungen der Verbraucher, preisgebundene Haushaltsgroßartikel des Elektrobereichs außerhalb der normalen Wege billiger als zu dem — auf einem relativ hohen Funktionsniveau kalkulierten — gebundenen Preise zu erwerben, dürfte es anzusehen sein, wenn die Preisbindung in diesem Warenbereich heute von den Herstellern bereits weitgehend aufgegeben ist, zum Teil mit dem Erfolge beachtlicher Verbilligung der Verbraucherpreise.Google Scholar
  139. 139.
    Nachstehend einige Beispiele solcher Maßnahmen, welche darauf gerichtet waren, die Wirkung von Funktionsleistungen verschiedenen Grades oder die Abnehmerwünsche an den Umfang der Distributionsleistung zu erkunden: 1. Im ersten Falle ging es um Erfassung der akquisitorischen Wirkung verschiedener Grade der Sortimentsfunktion im speziellen Falle des Sonderangebots bei Selbstbedienung. Die Erhebung ist 1958 vom Institut für Selbstbedienung durch seinen Arbeitskreis für Sortimentsfragen durchgeführt worden (Verkaufstests, in: Selbstbedienung 3/1958, S. 18). „Die absatzfördernde Wirkung der Massenauslage von Waren im Selbstbedienungsladen ist unbestritten. Um aber zu prüfen, ob im Rahmen eines Sonderangebots besser eine Sorte oder mehrere Sorten in gleicher Preislage herausgestellt werden sollen, hat das Institut... zwei Verkaufstests durchgeführt, deren Ergebnisse die Beteiligten überrascht haben. Man hatte erwartet, daß das Angebot einer Sorte wirkungsvoller sein werde als das Angebot mehrerer Sorten des gleichen Artikels zum gleichen Preis. Die Resultate beider Tests zeigen jedoch, daß von der sortierten Ware weitaus mehr verkauft wurde als von der einen Sorte. Beim ersten Testverkauf wurde eine Woche lang in 30 Selbstbedienungsläden eine Sorte Vollmilch-Tafelschokolade auf einem Sondertisch angeboten. Es wurde für den Schokoladenverkauf keinerlei Außenwerbung veranstaltet. Ferner wurden keine Verkaufsprämien für das Personal ausgesetzt. In der folgenden Woche wurde in den gleichen Läden auf den gleichen Sondertischen und an gleicher Stelle im Laden bis zu sechs Sorten etikettierte Schokolade zum gleichen Preis pro Tafel wie die Sorte der ersten Woche und in der gleichen Stückzahl angeboten, wiederum ohne Außenwerbung und Verkaufsprämie. Im Durchschnitt aller teilnehmenden Läden wurde in der zweiten Woche eine Verkaufssteigerung von 66 % erzielt.“ Ein Kontrollversuch mit Heringsfilets in Dosen unter den gleichen Bedingungen erbrachte für das Angebot mehrerer Sorten anstatt einer einen Mehrumsatz von 48 %. 2. Im zweiten Falle wurde festzustellen versucht, wie die Haushaltungen bei Kochtöpfen den Umfang des Typenangebots beurteilen. Es ergab sich, daß rund 60 % aller befragten Haushaltungen meinten, das Typenangebot sei zu groß und könne verringert werden. Eine gleichzeitige Umfrage bei den Produzenten zeigte, daß zwei Drittel der befragten Hersteller sich bisher keine Gedanken darüber gemacht hatten, ob ihr Typenprogramm umfangreicher sei als dem Marktbedarfe entsprechend (Typenvielzahl bei Haushaltgeräten und Möglichkeiten einer Beschränkung, Forschungsberichte des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen Nr. 217, Köln und Opladen 1956, S. 46/47 und 236). 3. Die Selbstbedienung ist eine Betriebsform, die auf dem Prinzip des fortfallenden persönlichen Kontaktes zwischen Verkäufer und Käufer basiert. Das gilt vor allem auch für die persönliche Beratung. Zur Beurteilung der Zweckmäßigkeit des reinen Selbstbedienungssystems im Großhandel ist es aufschlußreich, daß nach einer Umfrage der RGH bei 537 Kunden in vier Selbstbedienungs-Großhandelsbetrieben 49 % den Wunsch äußerten, beim Einkaufe beraten zu werden (Rüüdiger Schoneweg, Selbstbedienung im Großhandel, RGHSchrift, Köln 1961, S. 153).Google Scholar
  140. 140.
    Hans Buddeberg, Betriebslehre des Binnenhandels, Wiesbaden 1959, S. 24.Google Scholar
  141. 141.
    Die kostengerechte Kalkulation der Auftragsgrößen führt ebenfalls wie die Festsetzung von Mindestgrößen zu einer Begrenzung der Quantitätsfunktion nach unten, da hier durch die Anlastung der effektiv anfallenden Kosten Kleinaufträge für den Abnehmer zu teuer werden, er also zur Disposition in größeren Aufträgen genötigt wird. Nach einer Untersuchung aus dem amerikanischen Elektrogroßhandel wurden hier Aufträge von fünf bis zehn Dollar durchschnittlich mit einer Spanne von 28,6 % des Absatzes kalkuliert; bei kostengerechter Kalkulation wäre jedoch eine Kalkulation mit einer Spanne von rund 50 % des Absatzes notwendig gewesen, um die Kosten dieser niedrigen Auftragsgröße zu decken, ein Gewinn noch nicht eingerechnet (mitgeteilt in: Henlesnieier, Martin, Priess, Auftragsgröße und Auftragskosten, RGH-Schrift Nr. 4, Köln 1954, S. 58).Google Scholar
  142. 142.
    In manchen Fällen wird bei Lieferung außerhalb des normalen Fahrplanes anstelle des günstigen Kettenpreises ein höherer Preis, der die zusätzlichen Kosten der Lieferung außer Reihe ganz oder teilweise deckt, in Rechnung gestellt.Google Scholar
  143. 142.
    Zum Begriff „Distributionsbetrieb“ vgl. Seite 9 f.Google Scholar
  144. 143.
    Ein gutes Beispiel sind die ISB-Ladenanalysen des Instituts für Selbstbedienung (vgl. Seite 243 ff.).Google Scholar
  145. 144.
    Hier sind nicht die Anschaffungskosten des Warenfaktors gemeint, die exakt feststehen, sondern seine unmittelbaren Regiekosten, wie z. B. Finanzierungskosten, Lagerungskosten, Kosten für Wartung und Pflege.Google Scholar
  146. 145.
    In dieser Umgrenzung wird der Sorten- und Artikelbegriff in der vorliegenden Untersuchung verwendet.Google Scholar
  147. 146.
    Das ist dann gegeben, wenn in einem zwischenbetrieblichen Erfahrungsaustausch ein Betrieb seine Sortenzahl mit 2 500, ein anderer mit 7 200 angibt, der erste aber den Sortenbegriff als Warengruppe — wie hier der Begriff Artikel verwendet wird — versteht, der zweite dagegen die Sorte als letzte Einheit des Sortiments.Google Scholar
  148. 147.
    Rudolf Seyffert, Sortimentspolitik, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln, Nr. 94 vom Oktober 1961, S. 1057 ff. (In gekürzter Form als Vortrag auf der 10. Internationalen Studientagung der Stiftung „Im Grüene“ am 24. 7. 61 in Zürich gehalten.)Google Scholar
  149. 148.
    Theodor Beste, Stichwort Fertigungsprogramm, in: Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, 3. Aufl. Stuttgart 1956, Sp. 1750.Google Scholar
  150. 149.
    E. Hans Mahler, Sortimentsgestaltung im Detailhandel als Produktivitätsfaktor, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 18 vom 15. Juni 1954, S. 314.Google Scholar
  151. 150.
    Typenvielzahl bei Haushaltgeräten und Möglichkeiten einer Beschränkung, Forschungsbericht des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen Nr. 217, Köln und Opladen 1956, S. 46 und 236.Google Scholar
  152. 151.
    Kochtöpfe z. B. werden von den Produzenten nach den Ergebnissen der Untersuchung durchschnittlich in jeweils neun Größen (min. 4 Größen, max. 14 Größen) angeboten (S. 81/82).Google Scholar
  153. 152.
    Typenvielzahl bei Haushaltgeräten, S. 58, 63 und 308/9.Google Scholar
  154. 153.
    Aus einer Kölner Diplomarbeit, WS 1959/60.Google Scholar
  155. 154.
    Auf die Notwendigkeit eines solchen Sortimentsplanes („Sortimentsmemorial“) für die Sortimentsgestaltung eines neu zu eröffnenden Handelsbetriebes weist bereits Ludovici (Grundriß eines vollständigen Kaufmanns-Systems, 2. Aufl., Leipzig 1768, S. 104) hin.Google Scholar
  156. 155.
    Zu ähnlichen Sortenzahlen kam eine Erhebung in einem anderen Textilsortimentsgeschäft mit 22 Beschäftigten, wo sich 518 Sorten von Herren- und Knabenhemden, 832 Sorten von Unterwäsche und 544 Sorten von Strümpfen ergaben (Sortimentspolitik und Sortimentszahlen, Sonderheft 15 der Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln, Köln und Opladen 1962).Google Scholar
  157. 156.
    Typenvielzahl bei Haushaltgeräten, S. 143 und 145.Google Scholar
  158. 157.
    So zeigt z. B. eine Erhebung des Instituts für Selbstbedienung: Im Lebensmitteleinzelhandel bieten die traditionellen Fachgeschäfte im Bedienungsladen 22 Sorten je qm Verkaufsraum an, im Selbstbedienungsladen 12 Sorten je qm, die Großfilialbetriebe haben dagegen in ihren Bedienungs- und Selbstbedienungsläden nur vier Sorten je qm Verkaufsraum durchschnittlich. (Führt Selbstbedienung zu kleineren oder größeren Sortimenten?, in: Selbstbedienung 211959, S. 18 ff.)Google Scholar
  159. 158.
    Auswirkungen der Sortimentsveränderung im Großhandel, in: Ifo-Schnelldienst, 12. Jg., Nr. 13 vom 26. 3. 1959, S. 13 ff.Google Scholar
  160. 159.
    So berichtete ein Textilfachgeschäft der „Textil-Wirtschaft“ z. B. auf deren Umfrage, wie sich die Fachgeschäfte in der Sortimentspolitik dem Warenhaus gegenüber verhalten: „Wir haben uns ganz auf modische, gute Qualitäten umgestellt, welche in den hiesigen Kaufhäusern nicht vertreten sind. Im Zeichen der steigenden Qualitätsansprüche und des vermehrt durchdringenden Individualismus glauben wir, auf dem rechten Weg zu sein. Unsere Umsatzzunahme beweist das.“ (Aus: Unsere großen Konkurrenten, in: TextilWirtschaft, Nr. 17 vom 27. April 1961.)Google Scholar
  161. 160.
    Zum Begriff „Distributionsbetrieb“ vgl. Seite 9 f.Google Scholar
  162. 161.
    K. H. Henksmeier, Kassenleistungen in Selbstbedienungsläden, in: Selbstbedienung, 1/1957, S. 5 ff.Google Scholar
  163. 162.
    Aus einer Kölner Diplomarbeit, WS 1960/61.Google Scholar
  164. 163.
    Die hier der Kürze des Ausdrucks wegen gewählte Bezeichnung „ausführende Arbeit“ grenzt den Tatbestand nicht ganz exakt ab. Unter „ausführende Arbeit“ ist hier die Tätigkeit zu verstehen, welche die von der Geschäftsleitung disponierten, geplanten und organisierten Aufgaben durchführt. Die Zweiteilung der Aufgaben des Personenfaktors in „leitend-dispositive“ und „ausführende“, die für betriebswirtschaftliche Untersuchungen besonders wichtig ist, hat vor allem Gutenberg herausgestellt und darauf seine Untersuchung des Menschen als Betriebsfaktor in der Produktion aufgebaut (Erich Gutenberg, Grundlagen, 1. Bd.: Die Produktion 3, S. 11 ff. und 99 ff.).Google Scholar
  165. 164.
    1950 gab es bei den Einzelhandlungen rund 177 000 Einmannbetriebe, das waren 38 % aller Unternehmen. Von den Großhandlungen waren 1950 rund 28 % (etwa 37 000 Betriebe) aller Firmen Einmannbetriebe (Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 214 und 149).Google Scholar
  166. 165.
    Nach Erhebungen bieten z. B. im Lebensmittelbereich die Selbstbedienungsgroßhandlungen zu einem um etwa 7 % günstigeren Einkaufspreis, als er bei Zustellung berechnet wird, an. Viele Einzelhandelsbetriebe, welche davon abgehen, sich die Ware zustellen zu lassen und selbst zum Großhandel einkaufen fahren, sehen nur den Vorteil im Einkaufspreis und nicht die zusätzlichen Kosten, vor allem aber nicht die entgangenen Möglichkeiten, Zeit und Arbeitsaufwand der Beschaffung zur Aktivierung der Absatztätigkeit einzusetzen.Google Scholar
  167. 166.
    Forschungsvorhaben des Instituts für Handelsforschung „Ursachen der Leistungsdifferenzen gleichartiger Betriebe des Einzelhandels“.Google Scholar
  168. 167.
    Horst Keiser, Konkurs- und Vergleichsgründe bei mittelständischen Handelsbetrieben in Köln von 1955 bis 1959, unveröffentlichte Diplomarbeit, Köln SS 1960. In der Arbeit sind 89 Fälle von Insolvenzen eingehend untersucht.Google Scholar
  169. 168.
    Eine Untersuchung Rinklins der Insolvenzen 1948 bis 1956 im Bezirk des Amtsgerichts Freiburg/Breisgau bei 144 Betrieben aller Wirtschaftsbereiche ergab Unternehmerverschulden als wichtigste Ursache in 88 % aller HIle, davon 33 % mit grobem und 55 % mit leichterem Verschulden des Unternehmers (Theo Hansjörg Rinlelin, Die vergleichsfähige und die konkursreife Unternehmung, Stuttgart 1960, S. 50). Nach Erhebungen aus den USA für 1929 (zit. bei Gerhard Hahn, Ursachen von Unternehmermißerfolgen, Diss. Köln 1958, S. 108) war hier in 79 % aller Fälle Unternehmerverschulden die wesentliche Ursache des Zusammenbruchs.Google Scholar
  170. 169.
    Auch bei Betriebsberatungen liegt die schwierigste Aufgabe oft darin, dem Unternehmer deutlich zu machen, in welchem Umfang seine eigene Leistungsfähigkeit Ursache schlechter gesamtbetrieblicher Leistungswirtschaftlichkeit ist und der Verbesserung bedarf. Das tritt z. B. in den Ausführungen des BBE-Beridites „Sechs Jahre Betriebsberatungen“, Köln 1959, deutlich hervor.Google Scholar
  171. 170.
    Die Konkurrenzsituation mittelständischer Unternehmungen, Köln und Opladen 1962, S. 90 ff.Google Scholar
  172. 171.
    Bei den Großhandlungen wurde dieser Wunsch dagegen nur von 14 % der befragten Firmen geäußert.Google Scholar
  173. 172.
    „Butterimporteure wollen Schadenersatz“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 292 vom 17. Dez. 1959, S. 11.Google Scholar
  174. 173.
    Der Umsatz vieler landwirtschaftlicher Produkte unterliegt noch der sog. Marktordnung, entweder mit Festpreisen oder mit festen Spannen oder — der Hauptfall — mit Kontingenten bzw. Preisregelung für Importgüter.Google Scholar
  175. 174.
    Die Konkurrenzsituation mittelständischer Unternehmungen, Köln und Opladen 1962, S. 38 u. 42.Google Scholar
  176. 175.
    Die Konkurrenzsituation mittelständischer Unternehmungen, Köln und Opladen 1962, S. 72 ff.Google Scholar
  177. 176.
    Robert Nieschlag, Die Gewerbefreiheit im Handel, Köln und Opladen 1953, S. 46/47. Ähnlich ist die Argumentation von Böttcher: „Die weniger erfolgreichen Einzelhändler... richten ihr Denken (vor allem) darauf, daß innerhalb ihres Ortes oder ihres Stadtviertels die Solidarität der Kaufleute nicht durchbrochen wird.... Der Wettbewerb wird lediglich in engen Grenzen betrieben, so weit nämlich nur, als Anstrengungen nötig sind, den Umsatz zu halten, bestenfalls mäßig zu vergrößern.“ (Karl W. Böttcher, Probleme des Kaufmanns von nebenan und gegenüber, in: Frankfurter Hefte, Febr. 1955, Sonderdruck S. 6).CrossRefGoogle Scholar
  178. 177.
    Erich Gutenberg, Grundlagen, 2. Bd.: Der Absatz, 2, S. 205.Google Scholar
  179. 178.
    Nachfolgend einige Beispiele von Produkten mit hohem Marktanteil: Bügeleisen Rowenta, Neumärker Cloer, Grossag alle 36 DM; Staubsauger Miele und Progress 135 DM, Siemens 144 DM; Waschmaschine Miele 75 = 685 DM, Rondo Ilse 695 DM, Hoover 675 DM; Waschautomat Constructa und Rondo 2 280 DM; Wäschepresse Frauenlob 91 DM, Miele 94 DM; Kühlschrank 110 1 Bauknecht 569 DM, Bosch und Frigidaire 578 DM, Linde 584 DM, Silo 584 DM.Google Scholar
  180. 179.
    Carl Güünther Ludovici, Grundriß eines vollständigen Kaufmanns-Systems, Leipzig 1768, S. 256: „Es sind zwey Säulen, welche das Glück der Kaufleute unterstützen: die erste Säule ist eine gewisse natürliche Fähigkeit zur Handlung, die man den Kaufmannsgeist nennen könnte...“Google Scholar
  181. 180.
    Edmund Sundhoff, Ökonomisierung, S. 110.Google Scholar
  182. 181.
    Eine Untersuchung der Ursachen besonders schlechter und besonders guter Betriebsleistung im Einzelhandel durch das Institut für Handelsforschung ergab beispielsweise, daß bei den leistungsstarken Firmen das Fremdpersonal allein dem äußeren Eindrucke und Auftreten nach in 75 % aller Fälle als sehr gut bis gut klassifiziert werden konnte, während der Eindruck des Personals bei den leistungsschwachen Firmen in 62 % aller Fälle schlecht bis höchstens mittel war (Forschungsvorhaben des Instituts für Handelsforschung „Ursachen der Leistungsdifferenzen gleichartiger Betriebe des Einzelhandels“.)Google Scholar
  183. 182.
    Die Konkurrenzsituation mittelständischer Unternehmungen, Köln und Opladen 1962, Seite 321 f. Erhebungen des Instituts für Handelsforschung in sechs Einzelhandelsbranchen seines Betriebsvergleichs scheinen für den Bereich des leitenden Personenfaktors diese Meinung zu bestätigen. Sie erbrachten, daß die kaufmännische Fachausbildung in Berufsschule und Lehre offensichtlich bisher wenig Einfluß auf die Förderung unternehmerischer Qualität hat. Bei besonders leistungsstarken Einzelhandelsbetrieben war der Prozentsatz der Inhaber mit kaufmännischer Ausbildung kleiner (79 %) als bei besonders leistungsschwachen Betrieben (86 %). Dagegen hatten von den leistungsstarken Betrieben 28 % der Inhaber Fachschulen oder -kurse zur Weiterbildung besucht, von den leistungsschwachen nur 11 %. (Forschungsvorhaben des Instituts für Handelsforschung „Ursachen der Leistungsdifferenzen gleichartiger Betriebe des Einzelhandels“).Google Scholar
  184. 183.
    Nach einer Untersuchung des Ifo-Instituts betrug im Großhandel 1959 die durchschnittliche Personenfluktuation 15 %. Von den ausgeschiedenen Personen wechselten nur 15 % in andere Großhandelsbetriebe über. In zwei Drittel aller Fälle des Arbeitsplatzwechsels war bessere Bezahlung an der neuen Stelle der Hauptgrund, von den sonstigen Gründen hob sich vor allem die günstige Arbeitszeit in anderen Bereichen (Fünf-TageWoche) heraus (Dem Großhandel laufen die Arbeiter fort, eine Ifo-Untersuchung über die Fluktuation im Großhandel, in: Handelsblatt, Nr. 65 vom 5. April 1961, S. 6).Google Scholar
  185. 184.
    Alle Möglichkeiten einer unmittelbar leistungsbezogenen Entlohnung sollten allerdings ausgenutzt werden. Eine Übersicht über die Formen des im Einzelhandel möglichen Leistungslohnes gibt z. B. Kosiol in seinem Aufsatz „Die Arbeitsentlohnung“, in: Handbuch des Einzelhandels, Stuttgart 1932, S. 239 ff.Google Scholar
  186. 185.
    Die Umsatzleistung im Möbeleinzelhandel ist besonders stark von der Leistungsfähigkeit und Leistungswilligkeit seiner Verkaufspersonen abhängig. Der Inhaber des untersuchten Möbelgeschäftes beobachtet deshalb durch ein quantitatives und qualitatives Kontrollsystem intensiv die Leistung seiner Verkäufer. Die Kontrolle beschränkt sich nicht auf die Feststellung des Umsatzes, den die einzelnen Verkäufer erzielen, da das allein zur Fehlbeurteilung führen kann. Erfaßt werden neben dem Umsatz: Die Zahl der bedienten Kunden, getrennt in Käufer und Nichtkäufer; die Fälle, wo ein Verkäufer von einem Kunden ausdrücklich als Bedienung gewünscht wird; die Gliederung der Verkaufsabschlüsse nach der Auftragshöhe; die Fälle, in denen Käufer nachträglich vom Vertrag zurückzutreten wünschen. Der Betrieb hatte ursprünglich nur die Beobachtung der Umsatzleistungen seiner Verkäufer durchgeführt. Die Umstellung auf das verfeinerte Verfahren erfolgte, als der Inhaber — mehr durch Zufall — einmal feststellte, daß sein dem Umsatz nach bester Verkäufer fast gar keine Kleinaufträge hatte, daß bei ihm die Zahl der Nichtkäufer besonders groß war und daß er fast keine „Stammkunden“ besaß. Gemessen allein an seiner Umsatzleistung stand dieser Verkäufer zwar an der Spitze, für den Betrieb aber war er schlecht, da er — nur bedacht auf seine Provision — Käufer von Kleinmöbeln z. B. unfreundlich oder schlecht bediente; da er sich bei den Kunden, wo er glaubte, daß es nicht zum Kaufabschluß kommen werde, keine Mühe gab und bestrebt war, das Verkaufsgespräch möglichst schnell abzubrechen. Die Erkenntnisse der verfeinerten Kontrolle veranlaßten den Betrieb, den umsatzstarken Verkäufer zu entlassen. Eine überdurchschnittliche Umsatzentwicklung nach Einführung des verfeinerten Kontrollsystems wird vom Inhaber wesentlich mit auf dessen Wirkung auf die Aktivierung der Leistungsfreudigkeit der Personen zurückgeführt, da die Verkäufer sich jetzt mehr um die Kunden bemühen als früher.Google Scholar
  187. 186.
    Ausschuß zur Untersuchung der Erzeugungs- und Absatzbedingungen der deutschen Wirtschaft, III. Unterausschuß, 9. Arbeitsgruppe (Handel), 1.–10. Bd., Berlin 1929/30.Google Scholar
  188. 187.
    Heinz Grünbaum, Die Umsatzschwankungen des Einzelhandels als Problem der Betriebspolitik, Berlin 1928, S. 73.Google Scholar
  189. 188.
    Beschaffung, Lagerung, Absatz und Kosten des Einzelhandels in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1952, 1953 und 1954, Köln und Opladen 1956, S. 107.Google Scholar
  190. 189.
    Sechs Jahre Betriebsberatungen, BBE, Köln 1959, S. 134.Google Scholar
  191. 190.
    Werner Baumann, Die Selbstbedienung, Entwicklung und heutiger Stand in den Migros Genossenschaften, Rüschlikon 1960, S. 42.Google Scholar
  192. 191.
    Dazu ist in dem BBE-Bericht „Sechs Jahre Betriebsberatung“, Köln 1959, aus der Erfahrung der Beratungsarbeit im Einzelhandel folgendes berichtet: „In den meisten beratenen Klein- und Mittelbetrieben lag der Grund für den überhöhten Bestand an Stammpersonal nicht so sehr an fehlenden Möglichkeiten zur Erlangung von Aushilfskräften, es wurde vielmehr als Ausfluß des psychischen Trägheitsmoments ein fluktuierender Personaleinsatz innerlich noch nicht voll bejaht“ (S. 134/35).Google Scholar
  193. 192.
    Die betriebswirtschaftliche Situation des saarländischen Einzelhandels, Saarbrücken 1960, S. 50.Google Scholar
  194. 193.
    Erich Kosiol, Arbeitsbereitschaft und Arbeitsausnutzung, in: Handbuch des Einzelhandels, Stuttgart 1932, S. 246 ff.Google Scholar
  195. 194.
    European Productivity, Nr. 20 vom Mai 1956.Google Scholar
  196. 195.
    F. W. Heimann, zeit stiehlt geld, Rationalisierungs-Gemeinschaft des Handels (RGH), Köln 1961.Google Scholar
  197. 196.
    In diesem Betriebe, wo rund 35 % aller Verkäufe mit einem Lagergang verbunden waren, sind die Gründe der Lagergänge näher untersucht. Rund die Hälfte aller Lagergänge entfiel auf 11 Artikel. Hier waren Übernahme dieser Waren in die Vorratshaltung des Ladens am Platze. Zwei Drittel aller Lagergänge führten ins zweite Kellergeschoß, nur ein Drittel ins erste. Hier erfolgte, sofern die Ware nicht überhaupt in den Laden kam, eine Änderung der Lagerstandorte; die häufiger verlangte Ware kam ins erste Kellergeschoß, die weniger häufig verlangte ins zweite (S. 137 ff).Google Scholar
  198. 197.
    Bornschein, Ellersiele, Lahde, Martin, Lagerbau und Lagerorganisation im Nahrungsmittel-Großhandel, Rationalisicrungs-Gemeinschaft des Handels (RGH), Köln 1960.Google Scholar
  199. 198.
    Vgl. hierzu auch die weitergehenden Ausführungen bei: Edmund Sundhoff, Ober den Stand der Okonomisierung, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 7 vom 1. Juli 1951, S. 109 ff.Google Scholar
  200. 199.
    Für den Einzelhandelsbetrieb ist das grundlegende Schema der Elemente des Verkaufsgesprächs hier von Schlieper entwickelt und methodisch vor allem für den Unterricht an den Berufsschulen ausgearbeitet (Friedrich Schlieper, Das Verkaufsgespräch, Lehrmittel für die Einzelhandelsschulung, hrsg. vom Einzelhandelsinstitut an der Universität Köln, Stuttgart 1936).Google Scholar
  201. 200.
    Der Erhebungsbogen wurde von einem damals im Institut gebildeten „Arbeitsausschuß für Verkaufswesen“ entworfen und in zahlreichen Erhebungen erprobt (Das Einzelhandelsinstitut an der Universität Köln, 1928 bis 1938, Stuttgart 1939, S. 74). Der nicht publizierte Erhebungsbogen enthielt folgende Erhebungspositionen, zu denen die verschiedenen Verhaltensmöglichkeiten in 308 Punkten im einzelnen aufgeführt sind: 1. Begrüßung; 2. Bedienungsbereitschaft; 3. Außeres der Verkaufsperson; 4. Ermittlung der Käuferwünsche a) nach der Bedarfsseite, b) nach der Preishöhe; 5. Vorlegen der Ware a) was wurde vorgelegt, b) wie wurde vorgelegt, c) wieviel wurde vorgelegt, d) in welcher Preislage, e) wie wurde die Ware beim Vorlegen behandelt, f) wie kannte der Verkäufer das Lager; 6. Beratung durch den Verkäufer a) allgemein, b) in sprachlicher Hinsicht, c) nach der Form, d) in geschmacklicher und modischer Hinsicht, e) in warenkundlicher Hinsicht (Materialbeschaffenheit, Haltbarkeit, Preiswürdigkeit, Verwendung und Behandlung, Pflege, Reparatur, Nachteile der Ware); 7. Behandlung der Einwände; 8. Kaufabschluß; 9. Zusatzverkauf; 10. Verhalten zur Konkurrenz; 11. Verhalten bei Nichtkauf; 12. Tech nische Abfertigung; 13. Verabschiedung. Ein Bewertungsschema der Verkaufspersonen auf Grund der Erhebung am Schluß des Fragebogens berücksichtigte folgende Punkte: Außere Erscheinung, Redegewandtheit, Umgangsgeschicklichkeit, Dienstwilligkeit, Einfühlungsvermögen in die Kundenwünsche, Warenkenntnisse, Geschmack und Modekenntnis.Google Scholar
  202. 201.
    Rudolf Seyffert, Die Problematik der Distribution, S. 193.Google Scholar
  203. 202.
    Robert Nieschlag, Ausbau des industriellen Vertriebswesens und Erstarkung des Handels; Kooperation oder Kampf?, in: Betriebsökonomisierung, Köln und Opladen 1958, S. 115 ff.Google Scholar
  204. 203.
    Daß der Absatz je Person im Einzelhandel einen guten Maßstab betrieblicher Leistungswirtschaftlichkeit abgibt, ist bereits ausgeführt.Google Scholar
  205. 204.
    Untersuchungen im Selbstbedienungs-Lebensmitteleinzelhandel haben beispielsweise erbracht, daß die Kaufhäufigkeit einer Sorte in bestimmten Grenzen mit größerem Mengenangebot im Laden zunimmt. Diese Tatsache läßt sich in erster Linie mit höherer Aufmerksamkeitswirkung einer großen Ausstellmenge erklären.Google Scholar
  206. 205.
    Darauf weist vor allem auch Nieschlag hin: „Von den Befürwortern eines Zulassungs- oder Berufsgesetzes für den Handel ist wiederholt darauf hingewiesen worden, daß der Kapitalbedarf beispielsweise in der Industrie im allgemeinen dafür sorge, daß Personen ohne hinreichende Kenntnis, Erfahrung und Zuverlässigkeit keine neuen Betriebe errichten oder bestehende übernehmen können; denn sie werden kaum in den Besitz der erforderlichen Mittel gelangen.... Eine solche Schleuse als Vorauslese fehle aber im Handel, weil man zumindest in vielen Zweigen ohne Einsatz nennenswerter Mittel Betriebe eröffnen könne.... Die Erfahrung lehrt aber schon jetzt, daß eine solche Zugangsbeschränkung nun auch im Handel wirksam ist und daß man damit rechnen muß, daß sie sich künftig noch verstärkt. Die wachsenden Anlage-Investitionen drosseln den Zugang auf lange Sicht wahrscheinlich mehr, als gesetzliche Bestimmungen es vermöchten.“ (Robert Nieschlag, Ausbau des industriellen Vertriebswesens und Erstarkung des Handels, Kooperation oder Kampf?, in: Betriebsökonomisierung, Köln und Opladen 1958, S. 124).Google Scholar
  207. 206.
    Im Facheinzelhandel beispielsweise entfielen 1959 von den Gesamtkosten auf die Miete nur 8 % (Quelle: Bericht über die Ergebnisse des Betriebsvergleichs des Einzelhandels im Jahre 1959, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 80 vom August 1960, S. 901).Google Scholar
  208. 207.
    Mit dieser Frage befaßt sich z. B. auch Henzler (Ladenpflege als Funktion der Einzelhandelsbetriebe, in: ZfB, 27. Jg. 1957, S. 155 ff).Google Scholar
  209. 208.
    So entfielen beispielsweise von den 7 785 Betriebsberatungen, welche die Betriebswirtschaftliche Beratungsstelle für den Einzelhandel von 1953 bis 1960 insgesamt durchführte, 2 115 Beratungen (27 %) speziell auf Fragen des Ladenbaus und seiner Einrichtung (Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels, 13. Arbeitsbericht, Köln 1960, S. 83).Google Scholar
  210. 209.
    Erich Batzer, Der Großhandel in der westdeutschen Wirtschaft, Berlin und München 1962, S. 116.Google Scholar
  211. 210.
    Sechs Jahre Betriebsberatungen, BBE, Köln 1959.Google Scholar
  212. 211.
    Erich Gutenberg, Grundlagen, 1. Bd.: Die Produktion 3, S. 8: „Die Ergiebigkeit des Faktoreinsatzes in den Betrieben ist einmal von der Beschaffenheit der Faktoren selbst md zum anderen von ihrer Kombination abhängig.“Google Scholar
  213. 212.
    Rudolf Seyffert, Der Mensch als Betriebsfaktor, Stuttgart 1922, S. 4.Google Scholar
  214. 213.
    Aus den Betriebsvergleichsunterlagen des Instituts für Handelsforschung lassen sich für 1957 im Einzelhandelsdurchschnitt für die verschiedenen Betriebsgrößen folgende Werte des durchschnittlichen Einsatzverhältnisses des Warenfaktors je Person berechnen: 2 bis 3 Personen: 9 100 DM Ware; 4 bis 5 Personen: 8 600 DM Ware; 6 bis 10 Personen: 7 200 DM Ware; 11 bis 20 Personen: 6 900 DM Ware; 21 bis 50 Personen: 6 200 DM Warenbestand je Person.Google Scholar
  215. 214.
    Als Auswahlmaßstab für den betrieblichen Leistungsstand ist der Absatz je Person genommen. Daß dieser im Einzelhandel zur Beurteilung des Leistungsstandes strukturell gleichartiger Betriebe geeignet ist, ist ausführlich begründet in: Fritz Klein-Blenkers, Der Absatz je beschäftigte Person als Gradmesser der betrieblichen Organisation, in: Ritter Klein, Die Betriebsvergleichszahlen im Einzelhandel, insbesondere die der Personenabsatzleistung, Köln und Opladen 1954, S. 65 ff.Google Scholar
  216. 215.
    Angaben für weitere Branchen in: Fritz Klein-Blenkers, Über die Kombination der Faktoren Personen, Raum und Ware im Ladeneinzelhandel, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln, Nr. 71 vom November 1959, S. 803 ff.Google Scholar
  217. 216.
    Hierzu ergänzend sind die in Tabelle 44 (Seite 237) dargestellten Ergebnisse einer Untersuchung des Handelsinstituts an der Universität des Saarlandes von Interesse, die zeigen, daß im Kombinationsbereiche Personen zu Sadmitteln der Leistungszuwachs bei wachsend stärkerer Zuordnung der Sachmittel je Person abnimmt, daß es hier also Grenzen gibt, die zu erkennen für die ÖÖkonomisierung wichtig wäre.Google Scholar
  218. 217.
    Die Kölner Großmarkthalle z. B. ist für Einkäufer im Sommer ab 5.00, im Winter ab 5.30 Uhr geöffnet.Google Scholar
  219. 218.
    Nach dem „Gesetz über den Ladenschluß“ vom 28. 11. 1956 (BGB1. I, 1956, S. 785) dürfen offene Verkaufsstellen montags bis freitags von 7.00 bis 18.30 Uhr, an jedem ersten Samstag im Monat von 7.00 bis 18.00 Uhr, sonst samstags von 7.00 bis 14.00 Uhr geöffnet sein; dazu Sonderregelung z. B. für den Monat Dezember.Google Scholar
  220. 219.
    In seiner Schrift „Ladenzeiten im Einzelhandel“ (Köln und Opladen 1955) hat R. Schoneweg eine Tabelle repräsentativer Ladenzeiten in 154 Städten der USA veröffentlicht, die deshalb von besonderem Interesse ist, weil gesetzliche Bestimmungen dort nicht bestehen. Hiernach sind in den USA die Einzelhandelsgeschäfte in fast allen Städten Samstagnachmittags geöffnet. Außerdem werden meist an einem Wochentage die Läden bis 21.00 Uhr offen gehalten. Weiter gibt es viele — vor allem kleinere — Geschäfte, die ihre Öffnungszeiten nur in die späten Abendstunden legen und so dann die Bedarfsversorgung weiterführen, wenn die anderen — meist größeren — Betriebe geschlossen haben. Alle diese Möglichkeiten schließt das geltende Ladenschlußgesetz der Bundesrepublik aber aus.Google Scholar
  221. 220.
    Als solche sind beispielsweise zu nennen: Anpassung der Ladenzeiten an die erstrebte 40-Stunden-Woche des Einzelhandelspersonals; ausreichende Freizeit auch für den Unternehmer, vor allem im Kleinbetriebe; Schutz der Klein- und Mittelbetriebe insbesondere in kleineren Orten, da bei kurzen Öffnungszeiten deren Bewohner weniger Gelegenheit zur Bedarfsdeckung in benachbarten Großstädten haben; das Problem der Umsatzverschiebung vom Ladenhandel zum Versandhandel; Absinken des Einzelhandelsabsatzes mangels zeitlich ausreichender Einkaufsgelegenheit.Google Scholar
  222. 221.
    Ganz eindeutig vertritt z. B. auch Erhard diese Meinung: „Entschieden ablehnend stehe ich allen Ladenschlußgesetzen und den Bemühungen gegenüber, die Zeiten, in denen der Einzelhändler verkaufen darf, zu fixieren und einzuschränken (Ludwig Erhard, Wohlstand für alle, Düsseldorf, 1957, S. 159/60).Google Scholar
  223. 222.
    Rüdiger Schoneweg, Ladenzeiten im Einzelhandel, Köln und Opladen 1955, S. 122 ff. Diese Abhandlung beschäftigt sich auch intensiv mit den verschiedenen Aspekten des gesetzlichen Ladenschlusses im Einzelhandel.CrossRefGoogle Scholar
  224. 223.
    Auf diesen Tatbestand weist insbesondere Sundhoff in seinem Beitrag „Ladenschlußzeiten“ hin (Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, 3. Aufl., Band III, Stuttgart 1960, Sp. 1647 ff).Google Scholar
  225. 224.
    Das wird im Urteile des Bundesverfassungsgerichtes vom 29. 11. 1961 über mehrere Verfassungsbeschwerden gegen das Ladenschlußgesetz deutlich hervorgehoben, wo es u. a. heißt, es sei gerade der Hauptzweck des Ladenschlußgesetzes, den Ladenangestellten die Vorteile eines zusammenhängenden freien Wochenendes zu verschaffen, das eine breite Schicht der anderen Arbeitnehmer und die Beamten bereits genießen könnten („Das Urteil über den Ladenschluß“, in: Informationsdienst der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels, Nr. 12 vom Dez. 1961, S. 215 ff).Google Scholar
  226. 225.
    Daß auch der Einzelhandel und seine oberste Vertretung das Ladenschußgesetz vorwiegend unter dem Aspekt des Personalproblems sieht, zeigt besonders deutlich ein Aufsatz im Pressedienst der Hauptgemeinschaft des Einzelhandels, wo u. a. ausgeführt ist: „Natürlich wird niemand die Nachteile verkennen, die einem beachtlichen Teil der Verbraucher durch die gesetzliche Einschränkung der Ladenöffnungszeiten entstehen.... Aber die Verbraucher übersehen oft zu leicht den Berg von Schwierigkeiten, vor den sich der Kaufmann heute gestellt sieht, wenn er das Personalproblem lösen will.“ (Für Versachlichung der Ladenschluß-Diskussion, in: Pressedienst des Handels, Nr. 33/1961.) Allerdings ist die Meinung der Mitglieder des Präsidiums der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels nicht einheitlich dazu. So hat z. B. Herbert Westerich, Mitglied des Präsidiums der Hauptgemeinschaft, Vorsitzender des Landesverbandes Hamburg, Mitglied des Präsidialrates der Hauptgemeinschaft und Vorsitzender des Bundesfachverbandes Papier, Bürobedarf und Schreibwaren auf einem Referat der internen Volltagung des Deutschen Industrie- und Handelstages am 19. Oktober 1960 in Frankfurt am Main die Meinung vertreten, „der Einzelhandel müsse sich damit abfinden, daß Ladenöffnungszeiten und Arbeitszeiten etwas Verschiedenes sind“ (Herbert Westerich, Der Binnenhandel — Struktur, Entwicklung und Aufgaben im Rahmen der Gesamtwirtschaft, Heft 71 der Schriftenreihe des Deutschen Industrie- und Handelstages, Bonn 1960, S. 32).Google Scholar
  227. 226.
    Oft wird vom Einzelhandel auch übersehen, daß sein Wunsch nach kurzen und schlecht dem Verbraucherbedarfe angepaßten Ladenöffnungszeiten nach außen zu dem Eindruck führen muß, ihm gehe es finanziell zu gut, woraus dann die Forderung nach Handelsspannensenkung erwächst. Darüber berichtet z. B. Erhard: „Ich habe mich in den USA mit Einzelhändlern (über die Ladenschlußbemühungen in Deutschland) unterhalten. Diese hatten bereits von dem Anliegen nach einem freien Samstagnachmittag gehört. Ihr Urteil lautete etwa dahingehend: ‚Euren Einzelhändlern muß es aber gut gehen, wenn sie auf den Samstagnachmittag verzichten wollen’“ (Ludwig Erhard, Wohlstand für alle, Düsseldorf 1957, S. 161).Google Scholar
  228. 227.
    Die Hauptgemeinschaft des Einzelhandels räumt dieser Möglichkeit allerdings nur geringe Chancen ein, weil die Vorteile günstiger Freizeit — vor allem der freie Samstag — von den Angestellten höher eingeschätzt würden (Für Versachlichung der LadenschlußDiskussion, in: Pressedienst des Handels, Nr. 33/1961).Google Scholar
  229. 228.
    Gehemmt wurde dieses Bemühen bis Anfang 1962 stark durch das Automatengesetz vom 6. 7. 1934, welches die Möglichkeit des Automatenverkaufs, u. a. durch die Residenz- pflicht, stark einengte. Diese Hemmnisse sind durch den Spruch des Bundesverfassungsgerichtes vom 21. 2. 1962, wodurch die Residenzpflicht für Automaten aufgehoben wurde, weitgehend beseitigt.Google Scholar
  230. 229.
    Rechenschaftsbericht des Migros-Genossenschafts-Bundes Zürich 1959. Über das Ergebnis dieses Versuchs ist hier berichtet: „Die Resultate waren anfänglich wenig begeisternd. Einerseits hatten wir uns aus rechtlichen Gründen in der Propaganda zu beschränken, und andererseits hatten sich eben die Einkaufsgewohnheiten derart eingelebt, daß die Hausfrau nur mit Mühe ‚umzuerziehen’ war, auch wenn ein unmittelbarer materieller Gewinn winkte. Mit der Zeit trat jedoch die Verlagerung — Anteil Freitag/Samstag am gesamten Wochenumsatz 1958: 49,2 %, 1959: 44,7 % — immer deutlicher in Erscheinung, und schon heute steht fest, daß unser Versuch positiv verlaufen ist, was den Ausgleich des Umsatzes während der Woche anbetrifft. Damit scheint eines der Weltprobleme des Detailhandels, nämlich die gleichmäßige Verteilung des Umsatzes auf alle sechs Wochentage, erstmals einer Lösung entgegenzugehen“ (S. 21).Google Scholar
  231. 230.
    Darstellung in Anlehnung an Seyffert, Ober Begriff, Aufgaben und Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre, 4. Aufl., Stuttgart 1957, S. 15 und 27.Google Scholar
  232. 231.
    Rudolf Seyffert, Ober Begriff, Aufgaben und Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre, 4. Aufl., Stuttgart 1957, S. 16.Google Scholar
  233. 232.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 492.Google Scholar
  234. 233.
    Der Begriff Beschaffung ist im Sinne Seyfferts als „Einkauf von Waren, die Gegenstand der Betriebstätigkeit sind“ verstanden (Wirtschaftslehre 3, S. 477).Google Scholar
  235. 234.
    Mit der Frage, ob eine selbständige Beschaffungslehre berechtigt sei, hat sich vor allem Sundhoff im ersten Kapitel seines Buches „Grundlagen und Technik der Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen“ (Essen 1958, I. Kapitel: Die Beschaffungslehre als Teil einer Lehre von der betrieblichen Marktwirtschaft, S. 11 ff) befaßt.Google Scholar
  236. 235.
    In der Praxis wird diese Absatzform meist als „Cash-and-carry“-Großhandel bezeichnet.Google Scholar
  237. 236.
    Carl Günther Ludovici, Grundriß eines vollständigen Kaufmanns-Systems, 2. Aufl., Leipzig 1768, S. 113 und 147.Google Scholar
  238. 237.
    „Grundsätzlich dürfte (auf der Beschaffungsseite) die Ausgliederung der Transportfunktion der Rationalisierung im Einzelhandel dienen.“ (Die betriebswirtschaftliche Situation des saarländischen Einzelhandels, Saarbrücken 1960, S. 90.)Google Scholar
  239. 238.
    Nach einer Analyse der Betriebsgröße von 223 Einzelhandelskunden eines Selbstbedienungsbetriebes im Nahrungsmittelgroßhandel fielen 71 % seiner Kunden in die Klasse bis 133 000 DM Jahresumsatz. Nur 13 % der Kunden des untersuchten Betriebes erreichten einen gesamten Jahresumsatz von mehr als 200 000 DM, davon nur 4,5 % mehr als 260 000 DM Umsatz (Rüüdiger Schoneweg, Selbstbedienung im Großhandel, RGH-Sdirift, Köln 1961, S. 30).Google Scholar
  240. 239.
    Rüdiger Schoneweg, Selbstbedienung im Großhandel, RGH-Schrift, Köln 1961, S. 84 ff.Google Scholar
  241. 240.
    Transportkosten (3,83 %) und kalkulatorischer Zeitaufwand (1,67 %); dessen Vergütung ist mit 2 DM je Stunde allerdings außerordentlich niedrig angesetzt.Google Scholar
  242. 241.
    Hierzu führt auch die RGH aus: „Wir kommen also auf einen kalkulatorischen Zeitkostenanteil von durchschnittlich 1,67 % der Rechnungssumme. In Wirklichkeit ist dieser Betrag höher anzusetzen, da bei Abwesenheit des Geschäftsinhabers in vielen Fällen eine vollwertige Vertretung in den Geschäften nicht vorhanden ist und dadurch sicherlich Umsatzeinbußen in den Läden hingenommen werden.... Auch das Argument, daß der Einkauf im Cash-and-carry-Lager von den Kunden nur in der Freizeit, d. h. in Zeiten geringeren Geschäftsumfanges, vorgenommen würde, und daß mit dem Einkauf im Cashand-carry-Lager eine bessere Zeitausnutzung erzielt wird, trifft nicht den Kern. Gerade in den kleineren Betrieben...ist in ruhigen Geschäftszeiten wichtige und unverzichtbare Arbeit zu leisten, die bei stärkerem Kundenandrang ohnehin liegen bleibt. Es wird oft übersehen, daß die Stärke der Großbetriebe nicht nur in ihrer Größe, sondern in ihrer besseren Planung, ihrer besseren Sortimentskontrolle und ihrer genaueren Kostenkontrolle liegt. Will der kleinere Betrieb zu ähnlichen Erkenntnissen kommen, dann benötigt nach unserer Auffassung der Inhaber seine ganze Arbeitszeit im Laden.“ (Rüüdiger Schoneweg, Selbstbedienung im Großhandel, RGH-Schrift, Köln 1961, S. 89.)Google Scholar
  243. 242.
    Eine weitere Ersparnis kann auch bei den Einkaufskosten des Beschaffungsbetriebes anfallen.Google Scholar
  244. 243.
    Für die Vorkriegszeit hat Küspert eine Schätzung angestellt, die sich mit den Möglichkeiten der Arbeitskraftersparnis durch Erhöhung der Auftragsgrößen im Einzelhandel beschäftigt. Er schätzt die jährliche Auftragszahl des Einzelhandels auf 300 Millionen, davon die Hälfte Kleinaufträge unter 50 Mark. Bei Erhöhung der Auftragsgröße so, daß anstelle von 300 Millionen nur noch 220 Millionen Aufträge erteilt werden, glaubt Küspert, daß etwa 200 Mill. RM jährlich eingespart werden können, das ist kalkulatorisch die Arbeitskraft von 120 000 bis 170 000 Personen (Über die Auftragsgrößen und ihre marktwirtschaftliche Bedeutung, in: Marktwirtschaft und Wirtschaftswissenschaft, Berlin 1939, S. 225).Google Scholar
  245. 244.
    Arbeitsbericht 1959/60 des Gesamtverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels e. V., Bonn, S. 29.Google Scholar
  246. 245.
    Zu diesem Zwecke muß der in der Tabelle ausgewiesene Absatz je Kunde des Einzelhandels um seine Spanne vermindert werden.Google Scholar
  247. 246.
    Wege und Kosten der Distribution der Konsumwaren, Sonderhefte 7 (S. 46) und 16 der Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung (S. 49).Google Scholar
  248. 247.
    Der Umstand, daß durch bessere Vordisposition der zusammengeschlossenen Betriebe dem Lieferanten weitere Kostenvorteile — wenn er Produzent ist, vor allem bei der Herstellung — erwachsen können, die es ihm ermöglichen, über die Absatzkostenersparnis hinausgehende Preisvorteile zu gewähren, gehört nicht in den hier zu untersuchenden Bereich.Google Scholar
  249. 248.
    Eingehend beschäftigt sich mit diesem Problemkreis z. B. Arno Sölter, Nachfragemacht und Wettbewerbsordnung, 2. Aufl., Düsseldorf 1960.Google Scholar
  250. 249.
    Unveröffentlichte Unterlagen des Forschungsvorhabens Distributionsanalyse des Instituts für Handelsforschung.Google Scholar
  251. 250.
    Der rack-jobber in den USA hat meist folgendes Verkaufssystem: Er mietet vom Einzelhandelsbetriebe eine bestimmte Verkaufsfläche, wo er Artikel, die der Einzelhändler nicht führt und die sich in Selbstbedienung absetzen lassen, in Verkaufsregalen anbietet. Das Sortiment wird von ihm bestimmt, seine Vertreter kontrollieren den Warenumschlag, die Regale werden von Angestellten des rack-jobber nachgefüllt. Der Einzelhandelsbetrieb hat also keine Beschaffungsaufgaben und kein Risiko, da Waren, die nicht gehen, ausgetauscht werden. Die einzige Aufgabe des Einzelhandelsbetriebes ist die des Kassierens und evtl. Verpackens der rack-jobber Artikel zusammen mit den Artikeln des eigenen Sortiments. Für den Verkauf erhält er neben der Regalmiete eine Spanne, die allerdings unter der beim Bezug in eigener Disposition liegt. Meist beteiligt sich der Regal-Großhändler für die Artikel seines Sortiments an der Werbung des Einzelhandelsbetriebes oder er berät diesen, durch welche Maßnahmen der Werbung sich der Umsatz im rack-jobber Sortiment steigern läßt.Google Scholar
  252. 251.
    Die Veranstaltung der Konfektionstage wurde folgendermaßen durchgeführt: Die Textilgroßhandlung vereinbarte mit Textilgeschäften, daß sie diese an einem oder mehreren Tagen jeweils einer Saison mit einem breiten Sortiment an Konfektion und fachkundigem Verkaufspersonal aufsuchte. In Zusammenarbeit mit der Großhandlung macht das Textilgeschäft in seiner Werbung die Abhaltung der Konfektionstage bekannt. Der Einzelhandelskunde erhielt für die getätigten Verkäufe eine Provision.Google Scholar
  253. 252.
    Nicht ausschließlich, da es die weiter unten besprochene Möglichkeit der Lagerökonomisierung durch zwischenbetriebliche Kooperation gibt.Google Scholar
  254. 253.
    Nicht gemeint ist hier der Lagerungsprozeß als Teil der Produktion, wenn durch ihn ein Produkt erst verwendungsfähig oder qualitativ verbessert wird (z. B. Wein, Zigarren); dieser Punkt ist hier nicht mit zu behandeln.Google Scholar
  255. 254.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 494.Google Scholar
  256. 255.
    „In größeren Handelsplätzen befinden sich oft mehrere Großhändler derselben Branche, die... dieselben Artikel auf Lager halten und damit unnötig Kapital binden. Diese Großhändler sollten ein Branchen-Zentrallager ihres Geschäftszweiges einrichten.. Oder man könnte einen Branchen-Lagerring begründen, der einzelnen Mitgliedern die Lagerhaltung bestimmter Massengüter, Markenwaren oder selten nachgefragter Spezialartikel überträgt. Es würde dann z. B. ein Großhändler der technischen Branche das Pumpenlager für sämtliche Fachhändler übernehmen, während ein anderer etwa das Speziallager für sanitäre Bedarfsartikel einrichtet.“ (Karl Christian Behrens, Senkung der Handelsspannen, in: ZfH, NF., 1. Jg. 1949, S. 384/85.)Google Scholar
  257. 256.
    Franz Josef Stoffels, Struktur und Leistungen des westdeutschen Schuheinzelhandels in den Jahren 1949 bis 1953, Köln und Opladen 1957, S. 142.Google Scholar
  258. 257.
    Karl Christian Behrens, Senkung der Handelsspannen, in: ZfH, NF., 1. Jg. 1949, S. 385.Google Scholar
  259. 258.
    F. W. Heimann, zeit stiehlt geld, RGH, Köln 1961.Google Scholar
  260. 259.
    Bornschein, Ellersiele, Lahde, Martin, Lagerbau und Lagerorganisation im Nahrungsmittel-Großhandel, RGFI, Köln 1960. Hier auch zahlreiche Beispiele für den Bereich zweckmäßiger Gestaltung der Lagerungsdurchfüührung.Google Scholar
  261. 260.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 509 f.Google Scholar
  262. 261.
    In Anlehnung an: Edmund Sundhoff, Absatzorganisation, Wiesbaden 1958.Google Scholar
  263. 262.
    So z. B. Hundhausen in seinem Aufsatz „Die Vertriebskosten als Problem der Industrie“ (in: ZfH, NF., 5. Jg. 1953, S. 509 ff.) und Sevin in der Schrift „How Manufacturers Reduce their Distribution Costs“, Washington 1948; hier auch eine Reihe von Untersuchungen aus den USA über die Wirkungen von Selektionsmaßnahmen.Google Scholar
  264. 263.
    Mit diesem Bereich befaßt sich z. B. die Schrift: Henksmeier, Martin, Priess, Auftragsgröße und Auftragskosten, RGH-Schrift Nr. 4, Köln 1954.Google Scholar
  265. 264.
    So ergab eine Untersuchung bei sechs Firmen der Bürobedarf-Industrie beispielsweise, daß 53 % aller Aufträge einen Wert von weniger als 50 DM hatten und nur 19 % aller Aufträge über 100 DM Auftragswert hinausgingen; letztere vereinigten jedoch 81 % des Umsatzes auf sich (Herbert Westerich, Analyse der Auftragsgröße, Sonderdruck aus der Fachzeitung Papier, Bürobedarf, Schreibwaren vom 25. Februar 1962 — Hier auch weitere Untersuchungsergebnisse).Google Scholar
  266. 265.
    Entweder werden diese Betriebe dann nicht mehr kaufen oder — sofern sie dies dennoch tun — verringern sich durch die verminderten Absatzbemühungen um sie — z. B. Fortfall des Vertreterbesuches — die Verkaufskosten für die Kleinaufträge.Google Scholar
  267. 266.
    Bei Konsumgütern sind es vornehmlich folgende 13 Gruppen: Großhandlungen, Einkaufsvereinigungen des Einzelhandels, Ladengeschäfte des Ladeneinzelhandels, Warenhäuser, Großfilialbetriebe, Konsumgenossenschaften, Versandgeschäfte, ambulante Händler, Letztverbraucherhaushalte, Großverbraucher, Exporteure, Abnehmer im Auslande, Weiterverarbeiter.Google Scholar
  268. 267.
    Informationsdienst der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels, Nr. 11/12 vom Nov./Dez. 1960, S. 199.Google Scholar
  269. 268.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 297.Google Scholar
  270. 269.
    Vgl. hierzu auch die Ausführungen Seyfferts in seinem Aufsatz „Die Problematik der Distribution“, S. 193.Google Scholar
  271. 270.
    Rudolf Seyffert, Die Problematik der Distribution, S. 194.Google Scholar
  272. 271.
    Daß hier die jüngeren Käufer diese Aufgaben lieber zusätzlich übernehmen als die älteren, ist das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts für Markt- und Verbrauchsforschung der Freien Universität Berlin 1959. Hiernach waren von den befragten Hausfrauen zwischen 18 und 29 Jahren, die bereits einmal im Selbstbedienungsladen gekauft hatten, 42 % zu regelmäßigen Kunden des Selbstbedienungseinzelhandels geworden, dagegen nur 27 % der befragten Hausfrauen über 45 Jahre (Starker Zug zum Selbstbedienungsladen, in: Berliner Briefe, Jg. II, Nr. 2 vom Febr. 1960, S. 6).Google Scholar
  273. 272.
    Die telefonische Bestellung kann so vor sich gehen, daß der Kunde den Lieferanten anruft, oder daß der Lieferant den Kunden zu einer vereinbarten Zeit anruft. Es sind auch bereits Versuche mit dem Lochkartenverfahren gemacht, wobei der Kunde einen Zusatzapparat zu seinem Telefon erhält, in den die Lochkarten der Artikel, die bestellt werden sollen, einzulegen sind. Nach Anruf erfolgt beim Lochkartenverfahren die Bestellung automatisch und kann automatisch vom Lieferanten aufgenommen werden.Google Scholar
  274. 273.
    Aus einer Kölner Diplomarbeit, WS 1957/58.Google Scholar
  275. 274.
    So berichtet z. B. Ruberg: „Die T. I. P. tritt mit ihrem Symbol absichtlich zurück, um... die Verantwortung des mittelständischen Unternehmers zu erhalten. Außerdem soll der Wettbewerb belebt werden, indem erreicht wird, daß Reisende, die beim Einzelhändler verkaufen wollen, nicht durch die Symbole der T. I. P. Organisation vom Besuch abgehalten werden.“ (Carl Ruberg, Zwei Partner — Ein Ziel, RGH-Schrift, Bd. 2, Köln 1959, S. 70.)Google Scholar
  276. 275.
    Rudolf Seyffert, Die Problematik der Distribution, S. 194.Google Scholar
  277. 276.
    Der Markenartikel im Urteil der Verbraucher, Allensbach 1959.Google Scholar
  278. 277.
    Erich Gutenberg, Grundlagen, 2. Bd.: Der Absatz, 2. Aufl., Berlin-Göttingen-Heidelberg 1956, S. 351: „Das Problem der Werbung wird von der Seite der Verbraucher bzw. Gebraucher her gesehen,... wenn man als ihre Aufgabe angibt, den Käufern ein möglichst hohes Maß an Information über den Markt zu verschaffen.“Google Scholar
  279. 278.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftliche Werbelehre, 4. Aufl., Wiesbaden 1952, S. 16: „Zweck der betrieblichen Werbung ist der Absatz, der Warenverkauf.“ Erich Gutenberg, Grundlagen, 2. Bd.: Der Absatz 2, S. 352: „Diejenigen, die Werbung betreiben, wollen offenbar darüber hinaus (über die reine Bekanntmachung der Leistungsbereitschaft) erreichen, daß sich die Käufer bei Bedarf gerade für die Dienste oder Gegenstände entscheiden, die sie anbieten. Dieses Ziel der Werbung wird auf die Weise zu verwirklichen versucht, daß der Gegenstand der Werbung in einer Weise dargestellt wird, die ihn besonders attraktiv macht.“ Dieses Ziel der Werbung wird in der Literatur oft als „competitives“ bezeichnet.Google Scholar
  280. 279.
    Dazu führt z. B. auch die Betriebswirtschaftliche Beratungsstelle des Einzelhandels (BBE) aus: „Die Beratungspraxis hat gezeigt, daß (im Einzelhandel) bei bestimmten Branchen für eine erfolgreiche Werbung besonders die Werbemittel in Frage kommen, die in Form einer gezielten Werbung den Kunden direkt ansprechen. In diesem Sinne kommt dem persönlichen Werbebrief... besondere Bedeutung zu“ (in: Sechs Jahre Betriebsberatungen, BBE, Köln 1959, S. 161).Google Scholar
  281. 280.
    Erich Gutenberg, Grundlagen, 2. Bd.: Der Absatz, 2. Aufl., Berlin-Göttingen-Heidelberg 1956, S. 356.Google Scholar
  282. 281.
    Rudolf Seyffert, „Schätzung der Ausgaben für Werbung in der Bundesrepublik Deutschland“, in: Die Anzeige, 37. Jg., 1. Sept.-Heft 1961, S. 9 ff.Google Scholar
  283. 282.
    Privater Verbrauch = Nettolöhne und Gehälter Renten, Unterstützungen und Pensionen Privatentnahmen der Selbständigen./. Ersparnisse.Google Scholar
  284. 283.
    Diese Unsicherheitsfaktoren liegen einmal darin, daß die Werbekosten in ihrer Höhe geschätzt sind. Zum anderen sind die Käufe des öffentlichen Bedarfs (1959: 33,7 Mrd. DM) nicht berücksichtigt, wobei allerdings unterstellt werden kann, daß die in diesem Bereich abgesetzten Produkte mit einem viel kleineren Werbekostenprozentsatz belastet sind als die Umsätze an Letztverbraucher. Nicht berücksichtigt ist auch der Export- und Importbereich (1959: Export = 41,2 Mrd. DM, Import = 35,8 Mrd. DM); zwar gleichen sich Export und Import dem Werte nach weitgehend aus; da aber die Bundesrepublik überwiegend Enderzeugnisse exportiert, während der Import überwiegend aus Roh- und Halbwaren besteht, ist anzunehmen, daß die exportierten Waren höhere Werbekosten tragen als die importierten. Schließlich ist die Tatsache nicht berücksichtigt, daß bei der derzeitigen wirtschaftlichen Expansion zusätzliche Investitionen für Erweiterungen erfolgen; die Werbekosten der hierfür zum Einsatz kommenden Güter und Dienste dürften dem laufenden Verbrauche eigentlich nicht belastet werden. So muß der mit 4 % errechnete Wert der Werbekostenbelastung des privaten Verbrauchs vielleicht etwas nach unten korrigiert werden. Der Prozentsatz dürfte zwischen 3,5 und 4 % liegen.Google Scholar
  285. 284.
    Nähere Angaben hierzu in: Rudolf Seyffert „Schätzung der Ausgaben für Werbung in der Bundesrepublik Deutschland“, in: Die Anzeige, 37. Jg., 1. Sept.-Heft 1961, S. 10 bis 13. Hier auch weitere Angaben über Werbekostenveröffentlichungen des Instituts für Handelsforschung.Google Scholar
  286. 285.
    Quelle: Bericht über die Ergebnisse des Betriebsvergleichs des Einzelhandels im Jahre 1959, in: Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung, Nr. 80 vom Aug. 1960, S. 900.Google Scholar
  287. 286.
    Wege und Kosten der Distribution der Konsumwaren, Ergebnisse aus den Sonderheften 6, 7, 11 und 17 der Mitteilungen des Instituts für Handelsforschung.Google Scholar
  288. 287.
    „Markenwaren Umsätze 1959“, in: Der Markenartikel, 22. Jahr, Heft 7 vom Juli 1960, S. 490 f.Google Scholar
  289. 288.
    Sechs Jahre Betriebsberatungen, Köln 1959, S. 161.Google Scholar
  290. 289.
    „Die Tatsache, daß jeder Werbevorsprung ständig bedroht ist und daß die Unternehmen unablässig bemüht sein müssen, gegen starke Werbekonkurrenz zu kämpfen, sei es, daß sie sich verteidigen, sei es, daß sie angreifen, führt jenen Zustand herbei, den wir als Kompensation der Werbewirkungen bezeichnen möchten.“ (Erich Gutenberg, Grundlagen, 2. Bd.: Der Absatz, 2. Aufl., Berlin-Göttingen-Heidelberg 1956, S. 356.)Google Scholar
  291. 290.
    Es ist allerdings zu beachten, daß die Konkurrenzwerbung meist zugleich auch als Kollektivwerbung wirkt. Die Werbung für eine bestimmte Marke beeinflußt gleichzeitig auch allgemein zu größerem Verbrauch der Warenart, welcher die Marke zugehört. So können auch die Konkurrenten von der gegen sie gerichteten Konkurrenzwerbung Nutzen haben.Google Scholar
  292. 291.
    Erich Gutenberg, Grundlagen, 2. Bd.: Der Absatz, 2. Aufl., Berlin-Göttingen-Heidelberg 1956, S. 356.Google Scholar
  293. 292.
    Julius Hirsch, Der moderne Handel, 2. Aufl., Tübingen 1925, S. 290.Google Scholar
  294. 293.
    Ludwig Berekeoven, Die Ambivalenz der Werbewirkung, in: Der Mensch im Markt, Berlin 1960, S. 242.Google Scholar
  295. 294.
    Edmund Sundhoff, Über die Beziehungen zwischen Marktform und Werbung, in: Betriebsökonomisierung, Köln und Opladen 1958, S. 80.Google Scholar
  296. 295.
    Edmund Sundhoff, Über die Beziehungen zwischen Marktform und Werbung, in: Betriebsökonomisierung, Köln und Opladen 1958, S. 79.Google Scholar
  297. 296.
    Edmund Sundhoff, Werbung als Faktor der Konzentration, in: Schriften des Vereins für Sozialpolitik, Neue Folge, Band 20/111, Berlin 1960, S. 1598 f.Google Scholar
  298. 297.
    Vgl. hierzu: Erich Gutenberg, Grundlagen, 2. Bd.: Der Absatz, 2. Aufl., BerlinGöttingen-Heidelberg 1956, S. 263 ff. und Erich Schneider, Einführung in die Wirtschaftstheorie, II. Teil, 2. Aufl., Tübingen 1953, S. 121.Google Scholar
  299. 298.
    Edmund Sundhoff, Über die Beziehungen zwischen Marktform und Werbung, in: Betriebsökonomisierung, Köln und Opladen 1958, S. 68.Google Scholar
  300. 299.
    Ein besonders gutes Beispiel bietet die Ernährungsindustrie, wo gerade die Branchen mit der Marktform des Oligopols, Dyopols oder Meromonopols gegenüber verwandten Branchen mit polypolistischer Angebotsstruktur sehr hohe Werbekostenprozentsätze haben, beispielsweise: Margarine 3,6 %, Puddingpulver 6,5 % (Meromonopol), kochfertige Suppen 7,2 %, Waschmittel 13,6 % (Dyopol), Limonaden 6,3 %, Schmelzkäse 4,7 %, Schaumwein 6,8 %, Fußboden- und Schuhpflegemittel 9 % (Oligopol).Google Scholar
  301. 300.
    Ergebnisse der Meinungsbefragungen im Einzelhandel „Zur Preisentwicklung“ und „Zur Preisbindung“, in: Statistische Mitteilungen für den Einzelhandel, Nr. 2/59, S. 7. Die Erhebung zeigt allerdings beachtliche Unterschiede nach Absatzklassen. So glaubten z. B. von den befragten Textilgeschäften die Betriebe mit 100 000 bis 250 000 DM Jahresabsatz nur zu 10 %, ihre Umsätze durch Preissenkungen verbessern zu können, bei den Betrieben mit mehr als 5 Mill. DM Jahresabsatz waren es dagegen 40 %. Die entsprechenden Zahlen für den Schuheinzelhandel lauten 23 bzw. 33 %, für den Eisenwaren- und Hausrathandel 22 bzw. 37 %, für den Möbeleinzelhandel 0 bzw. 57 %.Google Scholar
  302. 301.
    Nach einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung liegt die besondere Anziehungskraft z. B. der Versandgeschäfte, Konsumgenossenschaften und Warenhäuser auf den Konsumenten wesentlich mit darin, daß diese hier preisgünstig zu kaufen glauben (Friedrich Wolfgang Möckel, Die Einstellung der Verbraucher zu ihren Einkaufsstätten, in: Jahrbuch der Absatz- und Verbrauchsforschung, 2. Jg. 1956, Tabelle 3).Google Scholar
  303. 302.
    Ergebnisse der Meinungsbefragungen im Einzelhandel „Zur Preisentwicklung“ und „Zur Preisbindung“, in: Statistische Mitteilungen für den Einzelhandel, Nr. 2/59.Google Scholar
  304. 303.
    In der Bundesrepublik ist für Markenartikel und Verlagserzeugnisse diese Möglichkeit unter gewissen Voraussetzungen im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen vom 27. 7. 1957 (BGB1. I, Nr. 41 vom 9. Aug. 1957, S. 1081) als Ausnahme zugelassen (§§ 15 bis 17).Google Scholar
  305. 304.
    Herbert Hax, Vertikale Preisbindung in der Markenartikelindustrie, Köln und Opladen 1961, insbesondere Seite 165 ff.Google Scholar
  306. 305.
    Darauf weist besonders Nieschlag hin: „Nur ein verhältnismäßig kleiner Kreis von Handelsbetrieben... ist vom Geiste des Wagens und des Wettbewerbs erfüllt und versteht es, vom Prinzip niedriger Spannen Gebrauch zu machen, sich also der expandierenden, den Absatz ausweitenden Kraft niedriger Handelsspannen zu bedienen.“ (Die Gewerbefreiheit im Handel, Köln und Opladen 1953, S. 50).Google Scholar
  307. 306.
    Der Einzelhandel und die Preisbindung, Büro für Wirtschaftsforschung, Frankfurt 1960: Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden durch zwei andere bestätigt: Nach einer Umfrage der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels (Ergebnisse der Meinungsbefragungen im Einzelhandel „Zur Preisentwicklung“ und „Zur Preisbindung“, in: Statistische Mitteilungen für den Einzelhandel, Nr. 2/59, S. 11) halten rund 70 % der Facheinzelhändler die Preisbindung für richtig (Lebensmittelgeschäfte sind nicht mit befragt). Eine Erhebung des IfO-Instituts (Warenhäuser, Lebensmittelfilialbetriebe und Konsumgenossenschaften nicht einbezogen) 1957 bei 14 Einzelhandelsbranchen erbrachte bei 80 % der befragten Firmen Zustimmung zur Preisbindung. (Die gegenwärtige Bedeutung des Markenartikels in Westdeutschland, in: Ifo-Schnelldienst, 10. Jg., Nr. 17 vom 26. 4. 1957, S. 9.)Google Scholar
  308. 307.
    Herbert Hax, Vertikale Preisbindung in der Markenartikelindustrie, Köln und Opladen 1961, S. 165.Google Scholar
  309. 308.
    Bei der Auftragskalkulation werden die in einem Auftrage gelieferten verschiedenen Artikel nur zum Einstandspreis bzw. nur mit einer Teilspanne kalkuliert in Rechnung gestellt, und dem Gesamtauftrage wird zusätzlich ein absoluter Betrag oder ein bestimmter Prozentsatz zugeschlagen.Google Scholar
  310. 309.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 297.Google Scholar
  311. 310.
    Die folgende Notiz (Dumping daheim? in: Handelsblatt Nr. 234 vom 6. Dez. 1960, S. 4) ist dafür ein gutes Beispiel: „Es ist erstaunlich, aber präzise nachweisbar: In München werden Herde bekannter deutscher Hersteller nur zum Listenpreis (mit höchstens 3 % Skonto) vom Einzelhandel verkauft, während man sie in Düsseldorf und im Ruhrgebiet mit Preisabschlägen von 20 und 30 % im Laden haben kann. Westdeutsche Hersteller geben inoffiziell zu, daß die Bruttospanne zwischen Listenpreis und Nettopreis ab Fabrik von durchschnittlich etwa 43 % einen Preisnachlaß von 20 % an den Konsumenten von vorneherein berücksichtigt. Man verweist darauf, daß der Handel im Ruhrgebiet einen relativ hohen Listenpreis geradezu verlange, damit dem Kunden ein hoher Preisabschlag eingeräumt werden kann. Der begehrte ‚Beziehungsrabatt‘ sei also von vorneherein einkalkuliert. Es ergibt sich nun die Frage, ob die Hersteller dem Handel im Ruhrgebiet einen höheren Rabatt einräumen als dem süddeutschen Einzelhandel, oder ob der höhere Verbraucherpreis in München ausschließlich dem Handel zugute kommt. Einige Ansichten sprechen für die erste Version. Man könnte vermuten, daß die Hersteller auf noch ‚Gesunden Märkten‘ höhere Preise nehmen, um so durch eine Mischpreiskalkulation in dem harten Wettbewerb des Ruhrgebietes besonders preisgünstig offerieren zu können.“Google Scholar
  312. 311.
    Für den Textileinzelhandel hat Grünbaum die Nutzung der personellen Leistungsbereitschaft mit etwa 50 % nur ermittelt (Heinz Grünbaum, Die Umsatzschwankungen des Einzelhandels als Problem der Betriebspolitik, Berlin 1928, S. 73).Google Scholar
  313. 312.
    Der Distributionsbetrieb kann z. B. seinen Abnehmern in Zeiten stillen Geschäftsganges günstigere Preise, besonders sorgfältige Bedienung bzw. zusätzliche Leistungen bieten.Google Scholar
  314. 313.
    Franz Josef Stoffels, Struktur und Leistungen des westdeutschen Schuheinzelhandels in den Jahren 1949 bis 1953, Köln und Opladen 1957, S. 143.Google Scholar
  315. 314.
    Nach den Erhebungen Rubergs haben beispielsweise alle in der Bundesrepublik bestehenden freiwilligen Ketten des Lebensmittelhandels als Geschäftsprinzip das periodisch wechselnder Sonderangebote. Die Großhandlungen der Kette bieten ihren Einzelhandelsabnehmern in meist 14tägigem Wechsel einige besonders preisgünstige Artikel (meist 3 bis 5 Artikel) an und geben diesen so die Möglichkeit, den Letztverbraucher mit Sonderangeboten zu umwerben (Carl Ruberg, Zwei Partner — Ein Ziel, RGH-Schrift, 1. Bd., Köln 1958).Google Scholar
  316. 315.
    Manche Produzenten stellen Erzeugnisse her, die für den Absatz nur an einen Abnehmer oder an einen begrenzten Abnehmerkreis bestimmt sind. Ebenso haben Großhandlungen oder Einkaufsvereinigungen vielfach Eigenmarken oder markierte Produkte, die nur an Betriebe abgesetzt werden, mit denen sie in enger Umsatzkoalition stehen.Google Scholar
  317. 316.
    Diese Aufgabe führt z. B. die Dr. A. Wander AG, Bern (Diätetische Lebensmittel) für ihre rund 4 000 Großhandelsabnehmer, an die sie absetzt und mit denen sie in enger wirtschaftlicher Zusammenarbeit steht, durch. Die Großhandlungen bestellen nicht selbst, sondern reichen beim Hersteller Lagerbestandslisten ein. Dieser schreibt dann die Bestellung für den Grossisten unter Berücksichtigung auch der Produktionsplanung aus (Der Produzent sieht den Großhandel neu, in: Handelsblatt, Nr. 121 vom 28. Juni 1961, S. 5).Google Scholar
  318. 317.
    Sechs Jahre Betriebsberatungen, BBE, Köln 1959, S. 146.Google Scholar
  319. 318.
    Die Möglichkeit billigerer Belieferung kann sich beispielsweise daraus ergeben, daß der Abnehmer für seinen Lieferanten Werbung durchführt, ihm dadurch neue K undern besorgt und ihm so zu besserer Kapazitätsausnutzung bzw. zu günstigeren Einkaufsbedingungen (höhere Mengenrabatte bei größeren Beschaffungsmengen) verhilft. Der Tatbestand, daß der Abnehmer seinen Lieferanten durch Prozeßhilfe in die Lage versetzt, ihn bedarfsgemäßer zu beliefern, kann z. B. dann gegeben sein, wenn der Abnehmer für den Lieferanten Markterkundung durchführt und dieser so sein Sortiment besser den Bedürfnissen des Abnehmers anpassen kann.Google Scholar
  320. 319.
    Das kann mehrere Gründe haben: Der Betrieb kennt vielleicht keine Spezialisten oder er kennt zwar solche, fürchtet aber — weil er selbst nicht sachverständig ist — sich leistungsschwache Hilfe auszusuchen; oder aber den Betrieb glaubt, der Einsatz solcher Spezialisten bei ihm lohne sich nicht bzw. er sei nicht erforderlich.Google Scholar
  321. 320.
    So führen beispielsweise im Bereiche des Lebensmittelhandels die Einkaufsgenossenschaften und freiwilligen Ketten verbreitet für ihre Einzelhandelskunden Werbung in den örtlichen Tageszeitungen durch, daß sie — meist unter dem Gemeinschaftsnamen, z. B. „Edeka“ oder „Spar“ — Anzeigen aufgeben, die auf günstige Einkaufsmöglichkeiten bei den Einzelhandelsbetrieben der Gemeinschaftsorganisation — manchmal werden die Einzelhandlungen auch namentlich genannt — hinweisen.Google Scholar
  322. 321.
    So führt Nieschlag (Binnenhandel und Binnenhandelspolitik, Berlin 1959, S. 439) z. B. aus: „Wahrscheinlich wird man antworten müssen, daß für eine Sicherung der kleineren und mittleren Einzelhandelsbetriebe, die durch die Zugehörigkeit zu einer solchen Vereinigung erreicht wird, ein Preis gezahlt werden muß, der darin besteht, daß sich die Mitglieder freiwillig in einen größeren Organismus einordnen und daß sie die erforderlichen Kontrollen hinnehmen und zu gemeinsamem Handeln mit der Gruppe, der sie sich angeschlossen haben, bereit sind. Auf diese Weise kann jene Isolierung überwunden werden, in der sich kleine Betriebe zumeist befinden und die sich für sie häufig als gefahrvoll und tödlich erweist.“Google Scholar
  323. 322.
    Rudolf Seyffert, Die Problematik der Distribution, S. 193.Google Scholar
  324. 323.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 332 und 334.Google Scholar
  325. 324.
    Ihr gehören u. a. folgende Warenhausbetriebe an: Westdeutsche Kaufhof AG, Köln; N. V. Magazijn De Bijenkorf, Amsterdam; Aux Galeries Lafayette, Paris; Magazin Zum Globus, Zürich; Magasin Du Nord, Kopenhagen; Nordiska Kompaniet, Stockholm; Steen & Strom, Oslo; Oy Stockmann, AB, Helsingfors; Grands Magasins à la Bourse, Brüssel; Seibu Department Store Ltd., Tokio und AB Turitz & Co., Göteborg.Google Scholar
  326. 325.
    Eine Mischform, daß sich Herstellerbetriebe sowohl unterschiedlichen als audi mit konkurrierendem Produktionsprogramm an einer Sammelwerbung unter einheitlichem Markennamen zusammenschließen, stellt die Textilmarke „Rot-Weiß“ dar. Sie wird von sieben Produzenten getragen, drei davon fertigen Damenunterwäsche, zwei Herrenunterwäsche, einer Knabenunterwäsche und einer Strümpfe, Socken, Oberhemden und Kittel.Google Scholar
  327. 326.
    Okonomisierung liegt hier dann allerdings nicht vor, wenn das Ziel gemeinsamer Absatzdurchführung das einer Einschränkung des Wettbewerbes ist.Google Scholar
  328. 327.
    Eingehendere Beschreibung der Arbeitsweise dieser Betriebsform des Großhandels: Hans Hermann Weber, Der Rack Jobber in den USA als Beispiel für neuartige Funktionsaufteilung zwischen Groß- und Einzelhandel, in: Mitteilungsblatt des Handelsinstituts an der Universität des Saarlandes, Nr. 5 vom September 1958, S. 14 ff.Google Scholar
  329. 328.
    Ausführlicher berichtet über diese Entwicklung Nieschlag (Binnenhandel und Binnenhandelspolitik, Berlin 1959, insbesondere S. 423 ff).Google Scholar
  330. 329.
    Z. B. Fritz Marbach, Theorie des Mittelstandes, Bern 1942; Robert Nieschlag, Binnenhandel und Binnenhandelspolitik, Berlin 1959; Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre des Handels, Köln und Opladen 1951 (1), 1961 (4).Google Scholar
  331. 330.
    Dieses Ziel hatte z. B., wenn auch unausgesprochen, die Warenhaussteuer.Google Scholar
  332. 331.
    Mit der Frage des Einflusses des Steuersystems auf die Okonomisierung allgemein befaßt sich z. B. Schmölders in seiner Schrift „Rationalisierung und Steuersystem“ (Forschungsberichte des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen, Nr. 451, Köln und Opladen 1957).Google Scholar
  333. 332.
    Der örtliche Einzelhandel stellt solche Forderungen oft sehr deutlich und massiv. So finden sich z. B. im Mitteilungsblatt des Landesverbandes Einzelhandel RheinlandPfalz „Einzelhandel“ Nr. 15/16 August-Heft 1952 auf S. 129 unter der Überschrift „Einzelhandelsforderungen zur Gemeindepolitik“ u. a. folgende Ausführungen: „Die bevorstehenden Kommunalwahlen geben erneut Anlaß, darauf hinzuweisen, wie wichtig die Gemeindepolitik für den Einzelhandel ist. Es muß deshalb großer Wert auf eine Vertretung von Einzelhandelskaufleuten in den Gemeinden- und Städteräten gelegt werden. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, daß die Veranstaltung von Messen, Ausstellungen und Märkten in einem Rahmen zu halten ist, der eine Schädigung des Einzelhandels ver-hindert. Die Behauptung, man kaufe bei solchen Gelegenheiten ‚billiger‘ ist irrig. Entscheidend ist die Qualität.“Google Scholar
  334. 333.
    Reichsgesetz über die Gebühren der Schlachtviehmärkte, Schlachthäuser und Fleischmärkte vom 5. 5. 1933 (RGB1. I 1933, S. 242, ergänzt 1936, RGB1. I, S. 535).Google Scholar
  335. 334.
    Bei der sogenannten „Lebendvermarktung“ wird das Vieh in die Nähe des Verbrauchsortes — z. B. Großstadt — gebracht und dort im Schlachthof geschlachtet, während bei der „Totvermarktung“ die Schlachtung nahe am Produktionsorte erfolgt und das Fleisch zum Verbrauchsorte zur Versendung kommt.Google Scholar
  336. 335.
    Näheres über den ganzen Komplex: E. Böcleenhoff, Das Vermarktungssystem bei Schlachtvieh und Möglichkeiten zu seiner Rationalisierung, Sonderheft 10 der „Agrarwirtschaft“, Hannover 1960.Google Scholar
  337. 336.
    Sofern sie mit gleichartigen Waren anderer Hersteller oder Händler im Preiswettbewerb stehen.Google Scholar
  338. 337.
    Dies deshalb z. B., weil der preisbindende Betrieb — meist ein Hersteller — im voraus nicht weiß, unter welchem betrieblichen Ausnutzungsgrade er seine Produkte absetzen kann (davon hängen die Produktionskosten und Vertriebskosten je Einheit ab), welche Absatzwege die Produkte gehen werden (davon hängt die Höhe der den Handelsbetrieben zu gewährenden Spanne ab) oder welcher Wettbewerbssituation er sich ähnlichen Produkten gegenüber sieht (davon hängen seine Vertriebsaufwendungen — vor allem die der Reklame — ab und das beeinflußt auch die Höhe der den Handelsbetrieben zu gewährenden Spanne).Google Scholar
  339. 338.
    Auch die Maßnahmen der ersten Kategorie, die darauf gerichtet sind, eine wirtschaftliche Distributionsdurchführung hemmende Verhaltensweise abzustellen oder zu unterlassen, dienen natürlich der Förderung wirtschaftlicher Distributionsdurchführung; ihrer Natur nach sind sie jedoch passive, weil sie nur dort zum Einsatz kommen, wo hemmende Verhaltensweisen bestehen oder beabsichtigt sind.Google Scholar
  340. 339.
    Es sei hier beispielsweise an die Bestrebungen Müüller-Armacks erinnert, nach der Währungsreform ein allgemeines Gütezeichen einzuführen (Leitsätze für ein GütezeichenProgramm, Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, 1952) und an die Arbeiten des RAL-Ausschusses für Lieferbedingungen und Gütezeichen beim DNA in der Richtung fachlicher Gütezeichen.Google Scholar
  341. 340.
    Als Beispiele dafür seien folgende Aufsätze aus der Zeitschrift des Markenverbandes „Der Markenartikel“ angeführt: im 1. Jg. 1934, Nr. 5 vom 1. 12. 1934, S. 109 f. = Puli: „Haben wir eine Krise des Markenartikels?“; im 7. Jg. November 1940, Heft 11, S. 245 ff. = Hans Lutz: „Gütezeichen und Einzelmarke auf ein und derselben Ware?“; im 14. Jahr 1952, Heft 11 = „Wirtschaft lehnt Einheitsgütezeichen-Programm ab.“Google Scholar
  342. 341.
    Hans Lutz, Gütezeichen und Einzelmarke auf ein und derselben Ware?, in: Der Markenartikel, 7. Jg. November 1940, Heft 11, S. 248.Google Scholar
  343. 342.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 87.Google Scholar
  344. 343.
    Georg Bergler, Gütezeichen für Markenartikel?, in: Die Deutsche Fertigware, 6. Jg. 1934, Heft 10, Teil A, S. 152.Google Scholar
  345. 344.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 87.Google Scholar
  346. 345.
    Die beiden großen, vom Konsumenten finanzierten Organisationen in den USA sind „Consumer’s Research“, 1928 gegründet und die 1936 gegründete „Consumer Union“. Näheres hierüber z. B. in: Walter Hesberg, Verbraucherberatung durch Konsumgütertests, Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, Untersuchungen Heft 11, Köln 1958. Hier auch auf Seite 37 weitere Literaturangaben.Google Scholar
  347. 346.
    Der Qualitätsgedanke in der Konsumgüterindustrie, Drucksache Nr. 50 des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Köln 1958.Google Scholar
  348. 347.
    Consumer’s Research z. B. teilt die untersuchten Marken eines Produktes in drei Wertgruppen: A (recommended), B (intermediate) und C (not recommended) ein.Google Scholar
  349. 348.
    Im „Waschmitteltest“, den die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände im Herbst 1960 für zwölf der bekanntesten deutschen Waschmittel durch die WäschereiForschung, Krefeld, durchführen ließ (verbraucher rundschau, Heft 6/61, Der gute Kauf: Waschmittel, S. 2 ff.) sind z. B. folgende Angaben gemacht: Geruch und Griff der gewaschenen Gewebe, Saugvermögen in cm2 nach 60 min., Schädigungsfaktor s’F, Naßfestigkeitsverlust %, Waschreserve, Weißgrad Hydrosulfitwert, Gesamtwaschwirkung in %, opt. Aufheller, Preis für 10 1 Waschlauge in DM. Wie die einzelnen Positionen auszuwerten sind, das ist nicht für alle gesagt; beispielsweise findet sich keine Angabe über die Bedeutung der in der Spalte Schädigungsfaktor mit 0,1 bzw. 0,2 angegebenen Werte.Google Scholar
  350. 349.
    Minister Erhard zu Grundfragen heutiger Markenartikelwerbung, in: Werbe-Rundschau, Heft 48/61, S. 9.Google Scholar
  351. 350.
    Institut für Warenprüfung als Stiftung, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 94 vom 21. 4. 1962, S. 7.Google Scholar
  352. 351.
    Handel steht positiv zu Warentests, in: Pressedienst des Handels, Nr. 15/62 vom 17. 4. 1962, S. 3.Google Scholar
  353. 352.
    Qualitätsnormen und Deklarationsvorschriften für verarbeitetes Obst und Gemüse (Fassung 1957) sowie Erläuterungen, Schriftenreihe des Bundesverbandes der Obst- und Gemüseverwertungsindustrie, Heft 3, Braunschweig 1959.Google Scholar
  354. 353.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 89, 90.Google Scholar
  355. 354.
    Entweder in absoluten Maßen (z. B. Gramm) oder in Nutzungswerten (z. B. „ausreichend für vier Teller“).Google Scholar
  356. 355.
    Z. B. weil ein Betrieb aus Gründen der Umsatzvereinfachung zu runden Preisen verkauft.Google Scholar
  357. 356.
    Das praktiziert der Migros Genossenschaftsbund in der Schweiz seit vielen Jahren.Google Scholar
  358. 357.
    Bei Zahnpasta z. B. ist der Vergleich des Tubeninhalts zwischen verschiedenen Produkten deshalb erschwert, weil manche Hersteller die Menge in Gramm, andere in ccm angeben.Google Scholar
  359. 358.
    Verordnung über Preisschilder und Preisverzeichnisse vom 17. 12. 1931, heute gültig in der Fassung vom 6. 4. 1944 (Verordnung über Preisauszeichnung). Wo der Einzelhandel die Vorschrift zur Preisauszeichnung nicht erfüllt, steht dahinter fast immer eine gegenüber der Konkurrenz höhere Preisforderung. Dazu führt z. B. Schmitz, der im Einzelhandel eingehende Preisbeobachtungen anstellte, folgendes aus: „Wie bei der Untersuchung festgestellt werden konnte, steht hinter der Nichtauszeichnung meist eine überdurchschnittliche Preisforderung. Diese Tatsache spricht dafür, daß fehlende Preisauszeichnung gegen den Grundsatz der Preiswahrheit und Preisklarheit verstößt.“ (Gerhard Schmitz, Zwischenbetrieblicher Vergleich der Einzelhandelspreise sortengleicher Konsumwaren, Diss. Köln 1962, Manuskript).Google Scholar
  360. 359.
    Rudolf Seyffert, Wirtschaftslehre 3, S. 639.Google Scholar
  361. 360.
    Sie sind z. B. dargestellt in: Carl Ruberg, Zwei Partner — Ein Ziel, RGH-Schrift, Köln 1958/59, 3 Bände.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1964

Authors and Affiliations

  1. 1.BetriebswirtschaftslehreUniversität zu KölnDeutschland

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