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Zusammenfassung

Der Verkehr rechnet mit einer starken Fluktuation der Wertpapiere; es ist von vornherein einkalkuliert, daß der ursprüngliche Gläubiger des Rechts diese Stellung nicht bis zur Fälligkeit innehat, sondern daß eine Kette von Gläubigern nacheinander das Recht erwirbt. Ohne wertpapiermäßige Verbriefung wäre der Rechtserwerber nicht geschützt; er müßte nach § 407 BGB jedes Rechtsgeschäft, das der Schuldner mit dem ursprünglichen Gläubiger vornimmt, gegen sich gelten lassen, sofern der Schuldner von der Abtretung nichts wußte. Der neue Gläubiger hätte also das Nachsehen, wenn etwa der Schuldner an den Zedenten zahlt oder wenn er mit dem letzteren eine Stundung vereinbart. Bei allen Wertpapieren ist § 407 BGB ausgeschlossen, darin liegt ihre wesentliche rechtliche Bedeutung. Der Schuldner wird nur befreit, wenn er an den Inhaber des Papiers leistet.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1978

Authors and Affiliations

  • Karl Sieg
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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