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Das Parteiensystem in der Großen Koalition (1966–1969)

  • Bodo Zeuner
Part of the Uni-Taschenbücher book series (2809, volume 577)

Zusammenfassung

Die Entwicklung des westdeutschen Parteiensystems in der Phase der Großen Koalition (im folgenden GK) wird hier unter der methodischen Prämisse dargestellt, daß jedes Parteiensystem in einer entwickelten kapitalistischen Gesellschaft in doppelter Weise mit den ökonomischen Entwicklungstendenzen verknüpft ist: Auf der Ebene des Staatsapparats, zu dessen institutionellen Trägern die Parteien gehören, zeigt sich diese Verknüpfung als diesem Staatsapparat gesetzte Anforderung zur Aufrechterhaltung der Bedingungen möglichst reibungsloser und langfristig gesicherter Kapitalakkumulation; auf der Ebene der Klassen und Schichten, deren Interessen von den Parteien zum Staatsapparat hin vermittelt werden, als Veränderung der sozialen Lage sowie der objektiven und subjektiven Zukunftsperspektiven dieser Klassen und Schichten, die ihren Ausdruck in Struktur und Politik einzelner Parteien und im Parteiensystem finden. Beides zeigt sich in der Periode 1966–1969 z. B. darin, daß ökonomische Krisentendenzen zum einen die Einbeziehung der SPD in die Bundesregierung notwendig machten, andererseits sich als Verunsicherungsbewußtsein im Wahlerfolg der NPD niederschlugen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1976

Authors and Affiliations

  • Bodo Zeuner

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