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Einleitung

Chapter
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Part of the Bürgergesellschaft und Demokratie book series (BÜD, volume 22)

Zusammenfassung

„Karriere in NGOs“, das klingt fremd, gemessen an dem Alltagsverständnis des Begriffs Karriere. Manchem mag es so scheinen, als ob „Karriere“ und „NGO“ (Nichtregierungsorganisation) in einem inhaltlichen Widerspruch zueinander stehen: NGOs bedienen eine Image-Bandbreite, die ihnen von den „Guten“ über die „Weltverbesserer“ bis hin zu „Illusionisten“ sehr verschiedene Typologien zuschreibt. Aber NGOs als organisationeller bzw. institutioneller Rahmen für eine Karriere, mit der der Volksmund Zuwachs an Prestige, Einkommen und hierarchischen Aufstieg in Verbindung bringt, diese Idee drängt sich zunächst nicht auf. NGOs werden vielmehr mit einem hohen Maß an Uneigennützigkeit in Verbindung gebracht. NGOs vertreten Interessen über Grenzen hinweg — es sind Interessen die in der Regel Probleme jenseits der Lebenswelt ihrer Mitarbeiter/innen1 thematisieren. Das Ziel der NGOs ist nicht klientelistisch, es geht nicht um die Vertretung von Mitgliederinteressen. Daher stellt sich die Frage, ob in diesem Arbeitsumfeld der Begriff „Karriere“ zutrifft.

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Literatur

  1. 1.
    In der Arbeit stellt sich die Frage einer angemessenen Verwendung der femininen/maskulinen Form. Die Entscheidung fiel zu Gunsten einer losen Abfolge femininer und maskuliner Formen. Dies dient nicht nur der Anonymisierung der Interviews, sondern ist angesichts eines genderspezifisch ausgewogenen Samples angemessen. Ist genderspezifische Eindeutigkeit erforderlich, folgt die Klärung durch den Kontext.Google Scholar
  2. 2.
    Ein Beispiel hierfür ist die Berichterstattung des Journalisten Horand Knaup im Spiegel über die Rettungsaktion afrikanischer Flüchtlinge durch das Team der Cap Anamur unter Beteiligung von Cap Anamur-Chef Bierdl im Juli 2004. Am Ende der Rettungsaktion, bei der eine Einfahrt in den italieni schen Zielhafen erwirkt worden war, stand die zeitweilige Verhaftung von Bierdel und zweier Mitarbeiter sowie die Abschiebung der Flüchtlinge durch die italienischen Behörden. (Knaup 2004)Google Scholar
  3. 3.
    Die vorliegende Arbeit basiert auf den empirischen Daten der Interviews mit 74 NGOHauptamtlichen. Diese werden codiert und in dieser Arbeit zitiert. Aufgrund der besseren Lesbarkeit werden die Verweise auf die Interviews bei Vielfachverweisen in Fußnoten verschoben. Bei Zitaten und Einzelbeispielen verbleibt der Verweis im Text.Google Scholar
  4. 4.
    Die Übernahme englischsprachiger Fachbegriffe ist in der vorliegenden Arbeit immer dann notwendig, wenn sie der Präzisierung dient. Nicht in der deutschen Alltagssprache vermittelte englischsprachige Begriffe sind im Text kursiv gesetzt und kenntlich gemacht, dies hat nicht den Sinn besonderer Hervorhebung.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

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