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Die Anwendung basischer Schmelzüberhitzung — ein aussichtsreicher Weg zur Erzeugung eines hochwertigen Gußeisens

  • Eugen Piwowarsky
  • Ernst Günter Nickel
Part of the Forschungsberichte des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen book series (FWV, volume 348)

Zusammenfassung

In basischen Schlacken treten vor allem Elemente der Alkali- bzw. Erdalkaligruppe als Komponenten auf. Diese Elemente wandern nach dem Verteilungsgesetz:
$$ L = \frac{{(MeO)}}{{[MeO]}} $$
(4)
als solche, d.h. in der gleichen Form ins Bad. Im Metallbad dissoziieren sie in gleicher Weise wie die Oxyde von Silizium, Aluminium und Mangan. In dieser Gleichung bedeutet Konzentration des Metalloxyds in der Schlakke, [Meo] dessen Konzentration in der Schmelze. Zum Unterschied von den vorgenannten Elementen Si Al und Mn liegt der Siedepunkt der Elemente der Alkali- bzw. Erdalkaligruppe unter den üblichen Behandlungstemperaturen des Eisens. Das bedeutet, daß diese Stoffe nicht flüssig, sondern gasförmig in der Schmelze auftreten und somit einen eigenen Partialdruck bewirken müssen. Der Ausdruck „gasförmig“ ist bei diesen Ausführungen mit Bedacht gewählt, obwohl die Vorgänge mit einem Verdampfen zu vergleichen sind. Physikalisch verhält sich aber dieser Metalldampf wie ein einatomiges Gas und folgt insofern den Gasgesetzen, als — vgl. H. SCHENCK (5) — seine spezifische Wärme für den einatomig zu betrachtenden Magnesiumdampf gleich dem eines einatomigen Gases
$$ {C_p} = \frac{5}{2}R = 4,963 $$
(5)
gesetzt werden kann. Dies kann zu wesentlichen Änderungen der thermodynamischen Verhältnisse in der Schmelze führen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1956

Authors and Affiliations

  • Eugen Piwowarsky
    • 1
  • Ernst Günter Nickel
    • 1
  1. 1.Gießerei — InstitutTechnischen Hochschule AachenDeutschland

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