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Die Schmelzüberhitzung und Desoxydation als ein Weg zur Erzeugung eines hochwertigen Gußeisens

  • Eugen Piwowarsky
  • Ernst Günter Nickel
Part of the Forschungsberichte des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen book series (FWV, volume 348)

Zusammenfassung

Werden Legierungen erschmolzen, so ist es — wenn nicht besondere Maßnahmen getroffen werden — unvermeidbar, daß sie mit gasförmigem Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff, Kohlenoxyd und Kohlendioxyd in Berührung kommen und dabei auch einen Teil der Gase aufnehmen. Damit folgt ein flüssiges Metall den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten, die für Flüssigkeiten hinsichtlich der Gasaufnahme Gültigkeit besitzen. Es enthalten also alle Rohstoffe, die zur Herstellung von Gußeisen verwendet werden, einen größeren oder kleineren Anteil dieser Gase, der bei weiterem Umschmelzen in den meisten Fällen zunehmen wird; es sei denn, besondere metallurgische Maßnahmen werden ergriffen oder eine Desoxydation wird angeschlossen, um den Gasgehalt der Schmelzen auf ein Minimum herabzudrücken. Der Gasgehalt eines Gußeisens wird abhängig sein vom Ausgangsmaterial und vom Schmelzaggregat. Beim Schmelzen im Kupolofen ist jedes einzelne Eisentröpfchen mit seiner relativ großen Oberfläche den Einflüssen der Ofenatmosphäre ausgesetzt und mit dieser in inniger Berührung. Der Gasgehalt von Kupolofenschmelzen muß größer sein als der von Elektroofenschmelzen, da evtl. Schutzgase, Ofenabdichtungen oder verschiedene Schlackenarbeiten für einen geringeren Gasgehalt der Elektroofenschmelzen sorgen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1956

Authors and Affiliations

  • Eugen Piwowarsky
    • 1
  • Ernst Günter Nickel
    • 1
  1. 1.Gießerei — InstitutTechnischen Hochschule AachenDeutschland

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