Advertisement

Exkurs II: Die „Psalmen der Wanderer“ im koptisch-manichäischen Psalmbuch und Augustins Canticum amatorium

Chapter
  • 16 Downloads
Part of the Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften book series (VG, volume 281)

Zusammenfassung

Eine langere Gruppe von Psalmen in dem von Allberry herausgegebenen Psalmbuch heifien „Psalmen der Wanderer“, ΣAPAKΩTE (p. 133–186).1 In die- sem Ausdruck ist das koptische Wort ΣΑΡΑΚΩΤΕ (Wanderer) griechisch flektiert; da man zu dieser Zeit den Diphthong -at- bereits als -e- sprach, hat man wohl APAKΩTE als identisch mit einem Nominativ Plural σαρακώτat angesehen und dazu einen Genitiv Plural σαρακωτών gebildet.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 1.
    Vgl. P. Nagel, Orientalische Literaturzeitung 62 (1967) 123–130.Google Scholar
  2. 2.
    Kölner Codex p. 67, 2.Google Scholar
  3. 3.
    MacKenzie, Bulletin of the School of Oriental and African Studies 42 (1979) 500–534; die zitierten Stellen auf S. 507, 519 und 521.Google Scholar
  4. 4.
    Strophe 187a/b, übersetzt von Tsui Chi, Bulletin of the School of Oriental and African Studies 11 (1943) 191.Google Scholar
  5. 5.
    Strophe 260 d: Prepare clothes and provision industriously.Google Scholar
  6. 6.
    Übersetzt von K. Kessler, Mani, Forschungen über die manichäische Religion I, Voruntersuchungen und Quellen (Berlin 1889), S. 319.Google Scholar
  7. 7.
    Contra Faustum XIII 18 (p. 400 Zycha) credidistis lucem pugnasse cum tenebris, et ut posset ligare lux tenebras, prius esse lucem a tenebris devoratam et ligatam et inquinatam et dilaniatam; quam vos manducando recreatis et solvitis et purgatis et sanatis, ut vobis merces retribuatur hanc fabellam cotidie et moribus et vocibus cantatis. Vgl. noch Contra Faustum XXXI 4 (p. 759 Zycha); XV 7 (p. 430, 18/9 Zycha). De natura boni 45 (p. 884 Zycha). Enarratio in psalm. 140, 12 (Corp. Christ. Lat. 40, 2034f.). De haeresibus 46, 5 (Corp.Christ. Lat. 46, 313). Confess. III 18. De moribus Manichaeorum 36/7.Google Scholar
  8. 8.
    Das ist die TedxeCa des Kölner Codex (p. 35, 7).Google Scholar
  9. 9.
    Henning, Selected Papers I 455 Abhandlungen der preußischen Akademie der Wissenschaften 1936, Nr. 10, S. 41. Der Text ist in sogdischer Sprache abgefaßt.Google Scholar
  10. 10.
    E. Waldschmidt — W. Lentz, Manichäische Dogmatik aus chinesischen und iranischen Texten, Sitzungsberichte der preußischen Akademie der Wissenschaften, phil-hist. Klasse 1933, 490/1; englische Übersetzung von Tsui Chi, Bulletin of the School of Oriental and African Studies, University of London, 11 (1943) 191.Google Scholar
  11. 11.
    Tsui Chi übersetzt: for the „Collection of Offerings“; es ist das Einsammeln der Lichtpartikeln (- des voik) beim Mahl der Electi gemeint, das oft in den koptischen Psalmen erwähnt wird, z. B. p.152, 10; 162, 25; 173, 13; 174, 13; 177, 31Google Scholar
  12. 12.
    Ich folge hier der Übersetzung von Tsui Chi („who is the king of Law of the three generations“). Waldschmidt beginnt einen neuen Satz: „Eben diese bilden die drei Schöpfungen. Der König im Gesetze . . .“. Die manichäische Kirche lehrt das Gesetz der drei Zeiten.Google Scholar
  13. 13.
    Tsui Chi übersetzt the meaning of the natures and forms“.Google Scholar
  14. 14.
    Die zwölf Tugenden werden auch in den Strophen 164–7 und 173–5 sowie im Sermon vom LichtNot% (sog. Traktat Pelliot, Journal asiatique 1911, 568/9) erwähnt. Sie kommen auch in iranischen und türkischen Texten vor; vgl. die Nachweise in den Synopsen am Ende des Aufsatzes von H. J. Klimkeit und H. Schmidt-Glintzer in „Zentralasiatische Studien“ 17, 1984, 108–115; die iranischen Texte stehen bei M. Boyce, A Reader in Manichaean Middle Persian and Parthian (1975) S. 132–5 „The twelve dominions“ als Nr. bz-cd. — Die syrischen Namen sind bekannt aus Theodor bar Konai; dort sind sie die zwölf Jungfrauen, die Töchter des dritten Gesandten. Übersetzungen bei F. Cumont, Recherches sur le manichéisme I, La cosmogonie manichéenne d’après Théodore bar Khôni (Brüssel 1908) 35; Schaeder(-Reitzenstein), Studien zum antiken Synkretismus (1926) 345; A. V. Williams Jackson, Researches in Manichaeism (New York 1932) 241/2; A. Adam, Texte zum Manichäismus, 2. Aufl. 1969, S. 20.Google Scholar
  15. 15.
    Augustins Vorstellung von der civitas dei ist manichäischen Ursprungs, s. A. Adam, Theologische Literatur-Zeitung 77, 1952, 385–390.Google Scholar
  16. 16.
    Diese Gottheit muß in der Lücke p. 138, 1–2 erwähnt worden sein; sie wird dann am Ende des Abschnitts (p. 138, 25) wieder genannt.Google Scholar
  17. 17.
    dies sind die drei großen Himmelsräder, auf welchen Sonne, Mond und Zodiacus montiert sind. the Sonne läuft mit dem Rad des Feuers, der Mond mit dem des Wassers, der Zodiacus mit dem des Windes.Google Scholar
  18. 18.
    In p. 139, 63 ist das „Buch der Mysterien“ erwähnt worden, in 140, 6 das „Buch der Giganten“, in p. 140, 11 wahrscheinlich das Buch Elxὡv, das illustrierte Buch.Google Scholar
  19. 19.
    Die Zeilen 140, 36–41 sind entsprechend zu ergänzen.Google Scholar
  20. 20.
    Der Hymnus enthält dieselben zwölf Gottheiten wie der oben angeführte Hymnus; nur die elfte Gottheit ist nicht klarersichtlich.Google Scholar
  21. 21.
    Im ersten der „Psalmen der Wanderer“ wird der Vater der Größe angerufen (p. 133, 6–7): He of the crowns that fall not, he of the garlands that do not wither.Google Scholar
  22. 23.
    heroam die Handschriften.Google Scholar
  23. 24.
    Hymnus an Sethel p. 144–146, 13. Sethel ist das Vorbild der ,jungfräulich“ lebenden Electi, vgl. p. 179, 22. Der Hymnus enthält dieselben zwölf Gottheiten wie der oben angeführte Hymnus; nur die elfte Gottheit ist nicht klarersichtlich. — P.166, 23–167, 22 Hymnus an Jesus den Glanz, beginnend mit denselben zwölf Gottheiten; die fünf Lichtelemente, die Rüstung des Urmenschen, oben die vierte Gottheit, hier p. 166, 31; Jesus dem Glanz, oben der zehnten Gottheit, ist hier der ganze Hymnus gewidmet. Die elfte Gottheit ist wieder nicht klar ersichtlich.Google Scholar
  24. 25.
    Wörtlich „has been revealed“ (Allberry). Jedenfalls ist der „neue Wein“ allegorisch gemeint.Google Scholar
  25. 26.
    Eine der fünf psychischen Tugenden.Google Scholar
  26. 27.
    Psalmbuch p. 171, 25–173, 12.Google Scholar
  27. 28.
    Psalmbuch p. 9, 31–10, 5 und 180, 11–13; Acta Archelai 28 (p. 40/1 Beeson).Google Scholar
  28. 29.
    Ergänzt nach p. 172, 15–17.Google Scholar
  29. 30.
    Die Ergänzungen sollen nur den Sinn bezeichnen.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH Opladen 1986

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations