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Drogen, deren wirksame Hauptbestandteile niedere aliphatische Säuren sind

  • Robert Jaretzky

Zusammenfassung

Niedere aliphatische Säuren sind in kleinen Mengen in den verschiedensten Pflanzen als häufige und regelmäßige Stoffwechselprodukte nachgewiesen worden. Sie verleihen den entsprechenden Pflanzen oder Pflanzenteilen einen erfrischenden, angenehm säuerlichen Geschmack. Man verwendet daher die durch den Besitz von Äpfel-, Bernstein-, Zitronen- und Weinsäure ausgezeichneten Früchte mehrerer Pflanzenarten zur Herstellung von Fruchtsirupen, die zu durstlöschenden Getränken am Krankenbett (bei Fieber) Verwendung finden und auch als Geschmackskorrigenzien in der Arzneiverordnung eine nicht unbedeutende Rollespielen. Zur Herstellung von Fruchtsäften werden in der Regel nur solche säureführenden Früchte herangezogen, die einen angenehmen Aromastoff besitzen oder einen solchen bei der Fruchtsaftbereitung entwickeln Früchte mit reichlichen Mengen Weinsäure oder Zitronensäure oder Salzen derselben können aber auch als mild wirkende Abführmittel mit Erfolg gebraucht werden. Die genannten Säuren und ihre Salze werden nur sehr langsam vom Organismus resorbiert, sie verbleiben im Darm und verhindern dort die normale Resorption des Darmwassers und die Eindickung der Fäkalien, indem sie das Wasser osmotisch zurückhalten. Die Folge dieser Wasserspeicherung ist eine Auflockerung und Verdünnung der Fäkalmassen und Vermehrung des Dickdarminhaltes, welcher durch mechanische Reizung der Darmwände eine stärkere Peristaltik und Pendelbewegung des Darms auslöst.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1949

Authors and Affiliations

  • Robert Jaretzky
    • 1
  1. 1.Pharmakognostischen Institu’sTechnischen Hochschule in BraunschweigDeutschland

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