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Drogen, deren wirksame Hauptbestandteile Schleime und Gummen sind

  • Robert Jaretzky

Zusammenfassung

Unter Schleimen versteht man kohlenhydrathaltige Stoffe, die mit Wasser stark aufquellen und eine visköse, weder fadenziehende noch klebende Flüssigkeit liefern- Einige Pflanzenschleime, die sogenannten Zelluloseschleime, werden durch Chlorzinkjod violett gefärbt, andere Schleime geben charakteristische Färbung mit Rutheniumrot, wieder andere mit Methylenblau und anderen Reagenzien. Der ungleiche Ausfall der Farbreaktionen verrät eine durch die Ergebnisse hydrolytischer Spaltung bewiesene chemische Verschiedenheit der einzelnen Schleimstoffe. Dank der leichten Färbbarkeit der Schleime ist es möglich gewesen, ihre Lokalisation im Gewebe zu ermitteln. Schleime treten in Parenchymzellen auf als „Inhaltsschleime“ und als „Membranschleime“. Die Bildung der Membranschleime in der Radix Althaeae und in den Semen Lini wird eingeleitet durch eine chemische Umwandlung der zahlreich vorhandenen Stärkekörner, die zur Folge hat, daß die Stärke durch Jod nicht mehr gebläut wird. Die umgewandelten, bei Semen Lini bereits Schleimreaktion gebenden Körner werden durch einen von außen einsetzenden Abschmelzprozeß zusehends kleiner und kleiner, bis sie schließlich vollständig aufgelöst sind. Die abgechmolzenen und in Schleim umgewandelten Massen werden an die primären Wandungen als sekundäre Verdickungsschichten angelagert, welche die Schleimzellen häufig bis auf ein winziges, Reste des Plasmas führendes Lumen ausfüllen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1949

Authors and Affiliations

  • Robert Jaretzky
    • 1
  1. 1.Pharmakognostischen Institu’sTechnischen Hochschule in BraunschweigDeutschland

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