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Drogen, deren wirksame Hauptbestandteile Zucker oder verwandte Süßstoffe mit sechs Kohlenstoffatomen sind

  • Robert Jaretzky

Zusammenfassung

Monosaccharide vom Typus der Hexosen, besonders Glukose und Fruktose, sind im Pflanzenreich ganz allgemein verbreitet, ja in vielen Fällen finden sie sich sogar in größeren Mengen vor, so daß sie diesen einen stark süßlichen Geschmack verleihen. Von solchen süßschmeckenden Früchten mit hohem Fruktose- und Glukosegehalt werden heute nur noch die Caricae gelegentlich als süßmachendes Geschmackskorrigens gebraucht. Häufiger wird Melals Geschmackskorrigens angewandt. Die angeblich abführende Wirkung der genannten Zuckerdrogen versuchte man mit der Annahme einer Wasserretention im Darm durch die Hexosen zu erklären. Neuere Untersuchungen haben jedoch gezeigt, daß von den Zuckern nur die Mannose abführend wirkt, und diese auch nur schwach. Honig ist selbst in großen Dosen unwirksam. Dagegen zeigt das Reduktionsprodukt der Mannose, der im Eschenmanna in großen Mengen vorkommende d-Mannit, eine stärkere Abführwirkung, die in gleicher Weise wie bei den aliphatischen Säuren (s. S. 51) durch Hinderung der Wasserresorption zustande kommt. Auch andere sechswertige Zuckeralkohole wirken abführend, doch schwächer als Mannit, wie z. B. der im Madagaskar-Manna vorkommende Dulcit. Unter den sechswertigen Zuckeralkoholen spielt der Sorbit, der dem Traubenzucker entsprechende Alkohol, als Diabetikerzucker eine beachtliche Rolle, wird er doch bei leichten und mittelschweren Diabetesfällen praktisch vollkommen verbrannt.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1949

Authors and Affiliations

  • Robert Jaretzky
    • 1
  1. 1.Pharmakognostischen Institu’sTechnischen Hochschule in BraunschweigDeutschland

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