Advertisement

Fermentdrogen

  • Robert Jaretzky

Zusammenfassung

Als Fermente bezeichnen wir die von lebenden Zellen erzeugten organischen Katalysatoren, welche die wichtigsten Phasen im tierischen und pflanzlichen Stoffwechsel beherrschen, indem sie an den meisten aufbauenden und abbauenden Prozessen in den einzelnen Zellen maßgeblich beteiligt sind. Nach ihrer Wirkungsweise lassen sich die Fermente in zwei Hauptgruppen einteilen: die Hydrolasen und die Desmolasen. Die Hydrolasen beschleunigen die hydrolytische Spaltung irgendeiner Substanz unter Wasseraufnahme nach dem Schema der Esterhydrolyse: RCOOR’ + H2O⇄RCOOH + R’OH. Sind Ester das Wirkungssubstrat einer Hydrolase, so bezeichnen wir diese als Esterase (hierher gehört die Lipase, welche Fett zu Glycerin und Fettsäure spaltet und die Tannase, die aus Tannin Zucker abspaltet), sind dagegen Kohlenhydrate das Wirkungssubstrat, so nennen wir sie Karbohydrase (Fruktosidase, Glukosidase, Mannosidase, Anthraglykosidase, Saponase, Inulinase, Zellulase, Pektinase u. a m.). Von anderen Hydrolasen sind von allgemeinerer Bedeutung die Amidasen, welche die_ Bindung zwischen Kohlenstoff und Stickstoff lösen nach dem Schema: -CO-NH→COOH + NH2 (Urease spaltet Harnstoff in Ammoniak +CO2; Arginase spaltet d-Arginin in Ornithin + Harnstoff), die Peptidasen, welche Polypeptide zu freien Aminosäuren spalten (z. B. das Erepsin des Darmes) und die Proteasen, welche genuine Eiweißstoffe zu Polypeptiden spalten (Pepsin, Trypsin u. a.)

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1949

Authors and Affiliations

  • Robert Jaretzky
    • 1
  1. 1.Pharmakognostischen Institu’sTechnischen Hochschule in BraunschweigDeutschland

Personalised recommendations