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Drogen, deren wirksamer Hauptbestandteil Jod ist

  • Robert Jaretzky

Zusammenfassung

Jod wir d von einigen Pflanzen in größeren Mengen aufgenommen und in or ganischer oder anorganischer Bindung gespeichert. Durch einen besonders hohen Jodgehalt zeichnen sich die Meeresalgen aus, deren Asche früher die einzige Quelle für die Gewinnung des Jods war. Auch der tierische Körper speichert Jod. Hier sind es vor allem wieder die Meerestiere, im besonderen die Schwämme, die sich durch den Besitz größerer Mengen Jod auszeichnen. Bei den Säugetieren ist die Schilddrüse das Sammelbecken für Jod; nur im Blut und in der Haut finden sich noch geringe Mengen Jod vor, Knochensubstanz, Fettgewebe, Hirn und Rückenmark sind jodfrei. Das Jod ist für die normale Funktion der Schilddrüse unentbehrlich. Ohne Jod vermag die Drüse die für den Stoffw echsel überaus wichtigen jodhaltigen Schilddrüsenhormone nicht zu bilden. Jodmangel führt daher zu einer Herabsetzung der inneren Sekretion. Der Organismus versucht, allerdings erfolglos, diesen Hormonmangel durch eine Hypertrophie des Drüsengewebes zu kompensieren; es kommt zur Ausbildung eines Kropfes. Sobald der Organismus nach hinreichender Zufuhr anorganischer oder organischer Jodverbindungen wieder Schilddrüsenhormone zu bilden vermag, schmilzt das hyperplastische, kolloidarme, d. h. chemisch und funktionell mangelhafte Gewebe ein, der Kropf verschwindet. Damit hat die seit altersher viel geübte Anwendung jodhaltiger Drogen gegen Kropf ihre wissenschaftliche Begründung gefunden.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1949

Authors and Affiliations

  • Robert Jaretzky
    • 1
  1. 1.Pharmakognostischen Institu’sTechnischen Hochschule in BraunschweigDeutschland

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