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Der positive Wurzelgeotropismus

  • Karola Otte
Chapter
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Zusammenfassung

Bezüglich der Aufnahme des Schwerereizes in der Wurzel spricht bereits D arwin von einer „Gehirnfunktion“ der Wurzelspitze. Es hatte sich nämlich schon in Versuchen von Ciesielski gezeigt, daß dekapitierte Wurzeln nicht geotropisch reagieren, wenn sie nach der Dekapitation horizontal gelegt werden, wohl aber wenn die Dekapitation in der Zeit zwischen Reizung und Reaktion ausgeführt wird. Später ist dann mit Hilfe der Piccardscheu Methode durch Haberlandt (1908) an Hauptwurzeln von Vicia, Lupinus und Phaseolus gezeigt worden, daß die ganze Wurzel einheitlich im Sinne der Reizung der Spitze reagiert, wenn diese 1,5 bis 2 mm über die Zentrifugenachse hinausragt. Bei nur 1 mm weit hervorragender Spitze war die Reizung des übrigen Teiles der Wurzel maßgebend.

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Notes

Referenzen

  1. 1).
    Es liegen ähnliche Versuche vor von Czaja(1935b) und Faber (1936). Bei Czaja krümmten sich höchstens 50 % der dekapitierten Wurzeln (Pisum, Lupinus) nach Horizontallegen schwach aufwärts, und Vicia Faba- und Maiswurzeln blieben überhaupt gerade. Noch ungünstiger ist das Ergebnis bei Faber : 58% blieben gerade, 26% krümmten sich abwärts und nur 16% aufwärts. A mlong erklärt dies damit, daß die Wurzeln schon zu bald nach der Dekapitation horizontal gelegt wurden und deshalb der Wuchsstoffgehalt noch zu groß war.Google Scholar
  2. 1).
    Verschiedenes deutet darauf hin, daß auch bei traumatotropischen und haptotropischen Krümmungen die Wuchsstoffe im Spiel sind. Vgl. hierzu Boysen-Jensen 1935, S. 142–146.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1937

Authors and Affiliations

  • Karola Otte

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