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Der negative Geotropismus

  • Karola Otte
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Zusammenfassung

Bereits Rothert (1894) schloß aus dem analogen Verlauf der phototropischen und geotropischen Krümmung, daß auch für den Schwerereiz die Spitzenregion von Keimstengeln am meisten empfindlich ist. Allerdings hatte schon Darwin (1881) gefunden, daß dekapitierte Koleoptilen sich noch geotropisch krümmen können. Eine einwandfreie Feststellung der Perzeptionszone am intakten Organ ist bei Schwerereizung natürlich methodisch weit schwieriger als bei Lichtreizung. F. D arwin (1899) versuchte es mit horizontaler Fixierung der Koleoptilspitze in einer Glaskapillare. Dabei zeigte sich, daß die Reizung der Spitze maßgebend ist für die Reaktion der Wachstumszone. Einen guten Fortschritt brachte dann die Piccardsche Zentrifugenmethode, bei der das zu untersuchende Organ schräg zur Rotationsachse angebracht wird, so daß Spitze und Basis in entgegengesetztem Sinne geotropisch gereizt werden. Mit Hilfe dieser von Piccard zunächst für Wurzeln angewandten Methode hat später v. Guttenberg (1911) Avena-, Hordeum- und Phalariskoleoptilen untersucht mit dem Ergebnis, daß eine kurze Spitzenzone von 3 mm bei Avena und von 4 bis 5 mm bei Phalaris und Hordeum bedeutend stärker empfindlich ist als die Basis, aber auch diese ist nicht ganz unempfindlich.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1937

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  • Karola Otte

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