Advertisement

Betriebliche Sozialpolitik als Teilbereich der Unternehmenspolitik

  • Karl Hax

Zusammenfassung

Die betriebliche Sozialpolitik befaßt sich mit dem Menschen im Betrieb. Es könnte deshalb der Eindruck entstehen, als sollten mit der folgenden Untersuchung die Bestrebungen unterstützt werden, die eine »Ausweitung« der Betriebswirtschaftslehre durch Einbeziehung der menschlichen Probleme im Betrieb zum Ziele haben. Das ist aber nur bedingt richtig. Es soll im Gegenteil versucht werden, diese überwuchernden und vielfach unklaren Bestrebungen auf ihren fachwissenschaftlich berechtigten Kern zurückzuführen. Dementsprechend wird die betriebliche Sozialpolitik hier ausschließlich als Instrument der Unternehmungsführung und als Teilbereich der allgemeinen Unternehmungspolitik betrachtet. Dabei handelt es sich um ein ökonomisches Problem, für welches die Betriebswirtschaftslehre ohne weiteres zuständig ist, so daß es also einer Ausweitung ihres Arbeitsbereichs nicht bedarf, wenn sie sich mit den Fragen der betrieblichen Sozialpolitik auseinandersetzt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 2.
    Vgl. dazu H. Lelonek, Die Erfassung des freiwilligen Sozialaufwandes. In: „Der Betrieb“, Jahrgang 5, 1952, S. 253 ff.; F. Spiegelhalter, Ein Sozialkontenplan für die Industrie. In: „Der Arbeitgeber“, Jahrgang 4, 1952, S. 544 ff.; Aufwendungen für den arbeitenden Menschen. Sonderbeilage zu H. 4, 1953, der Informationen der Gesellschaft für soziale Betriebspraxis mbH, S. 1 ff.Google Scholar
  2. 3.
    F. Spiegelhalter, Weg der Verantwortung. Die Lohnnebenkosten der westdeutschen Industrie. „Der Arbeitgeber“, 3. Jahrgang, 1951, S. 23 ff.; F. Spiegelhalter, Die Entwicklung des betrieblichen Sozialaufwandes. „Der Arbeitgeber“, 5. Jahrgang, 1953, S. 903 ff. Der erste Aufsatz enthält die Ergebnisse der Erhebung für 1949, der zweite die Ergebnisse der Erhebung für 1951.Google Scholar
  3. 4.
    Ober den Umfang der freiwilligen Sozialleistungen im Handwerk und im Kleingewerbe hat das Institut für Handwerkswirtschaft an der Universität Frankfurt a. M. (Leiter Prof. Dr. Wehrle) eine Reihe von Untersuchungen durchführen lassen. Vgl. z. B. Bericht Nr. 15: Die freiwilligen sozialen Leistungen des Klein-und Mittelbetriebes (Dezember 1953), Bericht Nr. 18: Struktur und freiwillige Sozialleistungen von Handwerks-und industriellen Kleinbetrieben im Dillgebiet (November 1954).Google Scholar
  4. 5.
    H. Lelonek, Betriebliche Sozialpolitik oder soziale Betriebspolitik? Gewerkschaftliche Monatshefte, 5. Jahrgang, 1954, S. 13 ff.; F. Spiegelhalter, Verfehlte Kritik am betrieblichen Sozialaufwand. Gewerkschaftliche Monatshefte, 5. Jahrgang, 1954, S. 157 ff.Google Scholar
  5. 7.
    Geck, L. H. Adolph, Soziale Betriebsführung. 2. Aufl., Essen 1953, S. 250.Google Scholar
  6. 9.
    Verordnung über die Preise bei öffentlichen Aufträgen vom 21. 11. 1953 mit Anlage „Leitsätze für die Preisermittlung auf Grund der Selbstkosten“ (LSP), Leitsatz Nr. 25, Abs. 2 b. Vergleiche auch Verordnung über die Preisermittlung auf Grund der Selbstkosten bei Leistungen für öffentliche Auftraggeber vom 15. 11. 1938 mit Anlage „Leitsätze für die Preisermittlung auf Grund der Selbstkosten bei Leistungen für öffentliche Auftraggeber“ (LSO), Leitsatz Nr. 25, Abs. 2 c.Google Scholar
  7. 10.
    Gußstahlwerk Bochumer Verein AG, Bilanz per 30. 9. 1953: Grundkapital 69, Rücklagen 112, Pensionsrückstellung 73,2 Millionen DM. Eisenwerke Gelsenkirchen AG, Bilanz per 30. 9. 1953: Grundkapital 30, Rücklagen 55,3, Pensionsrückstellung 35,1 Millionen DM. Eisenwerke Mülheim/Meiderich AG, Bilanz per 30. 9. 1953: Grundkapital 26, Rücklagen 38,8, Pensionsrückstellung 40,8 Millionen DM. Im allgemeinen hat das „Sozialkapital“ bilanzmäßig nicht die große Bedeutung wie in den vorstehend genannten Fällen. Immerhin hat es häufig einen beachtlichen Umfang, wie die folgenden Beispiele zeigen: Demag AG, Duisburg, Bilanz per 31. 12. 1953: Grundkapital 42,4, Rücklagen 33,7, Pensionsrückstellung 19,0 Millionen DM. Mannesmann Hüttenwerk AG, Duisburg, Bilanz per 31. 12. 1953: Grundkapital 140, Rücklagen 63, Pensionsrückstellung 40,4 Millionen DM. Hüttenwerk Rheinhausen AG, Bilanz per 30. 9. 1953: Grundkapital 18, Rücklagen 5,4, Pensionsrückstellung 11,2 Millionen DM.Google Scholar
  8. 11.
    Zellstoff Waldhof AG, Mannheim, Bilanz per 31. 12. 1953: Grundkapital 49,9, Rücklagen 15,3, Pensionsrückstellung 22,4 Millionen DM. Deutsche Shell AG, Hamburg, Bilanz per 31. 12. 1953: Grundkapital 120, Rücklagen 8,8, Pensionsrückstellung 21,6 Millionen DM.Google Scholar
  9. 12.
    Fachgutachten Nr. 1/1951 — in der Fassung von 1953. „Die Wirtschaftsprüfung“, Jahrgang 6, 1953, S. 356.Google Scholar
  10. 13.
    Vgl. dazu E. Poom, Wirtschaftlichkeit, Effektivität und Rentabilität in der Sowjetwirtschaft. ZfhF 1952, S. 145 ff. und S. 193 ff., sowie E. Poom, Das Leistungsprinzip in der marxistischen Theorie und in der sowjetischen Praxis. ZfhF 1954, S. 1 ff. und S. 72 ff.Google Scholar
  11. 14.
    Vgl. Leopold von Wiese, System der allgemeinen Soziologie. München 1933, insbesondere den Abschnitt „Soziale Wünsche“, S. 167–169, sowie T. N. Whitehead, Leadership in a Free Society, Cambridge 1937.Google Scholar
  12. 15.
    Eugen Schmalenbach, Pretiale Wirtschaftslenkung. Bd. 2: Pretiale Lenkung des Betriebes. Bremen-Horn 1948.Google Scholar
  13. 16.
    H. Langen und C. Wirtz, Die Kommission als Organisationsform der Leitung oder der Aufgabengliederung. ZfhF 1950, S. 131 ff.; C. Wirtz, Die Organisationsformen der Betriebsführung. ZfhF 1949, S. 10 ff.Google Scholar
  14. 17.
    E. J. Lever and Francis Goodell, Labor-Management Cooperation and how to achieve it. New York and London 1948. Deutsche Übersetzung: Die Zusammenarbeit im Betrieb. München 1951.Google Scholar
  15. 18.
    Götz Briefs, Betriebsführung und Betriebsleben in der Industrie, Stuttgart 1934, S. 14 ff.Google Scholar
  16. 22.
    Frederick Winslow Taylor, Die Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung (The Principles of Scientific Management). Deutsche Ausgabe von R. Roesler. München und Berlin 1913.Google Scholar
  17. 23.
    Eugen Rosenstock, Werkstattaussiedlung. Berlin 1922; R. Lang und W. Hellpach, Gruppenfabrikation. Berlin 1922; Hyacinthe Dubreuil, La République industrielle. Paris (o. J.).Google Scholar
  18. 24.
    Elton Mayo, The Human Problems of an Industrial Civilization. New York 1933; T. N. Whitehead, Leadership in a Free Society. Cambridge 1937; F. J. Roethlisberger and W. J. Dickson, Management and the Worker. Cambridge 1941; F. J. Roethlisberger, Management and Morale. Cambridge 1942. Deutsche Cbersetzung: Betriebsführung und Arbeitsmoral. Köln und Opladen 1954.Google Scholar
  19. 25.
    Vgl. u. a. Dale Yoder, Personnel Management and Industrial Relations. New York 1947, und W. D. Scott, R. C. Clothier and W. R. Spriegel, Personnel Management. New York 1954.Google Scholar
  20. 26.
    Erich Potthoff, Theorie und Praxis der sozialen Betriebspolitik. Stuttgart und Düsseldorf 1953.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Köln und Opladen 1969

Authors and Affiliations

  • Karl Hax

There are no affiliations available

Personalised recommendations