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Sprachliche Fassung, Geistige Ordnung und Gedankliches Verfahren

  • Leo Weisgerber
Part of the Wissenschaftliche Abhandlungen der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (WISSABHAGFO, volume 2)

Zusammenfassung

Die Gesichtspunkte, die uns bei der Materialsammlung leiteten, waren auf das zunächst äußere Beschreiben sprachlicher Verfahrensweisen gerichtet, die sich in Verbindung mit bestimmten Typen der Wortbildung ergeben. Indem wir für eine Reihe von Aufgaben (hier im Rahmen von Wortständen gesehen) die in der heutigen deutschen Sprache verfügbaren Lösungen zu überblicken suchten, wurde uns das Zusammenspiel von Wortbildungstypen und Wortfügungen sichtbar, das mit deutlichen Differenzierungen jene Aufgaben sprachlich zu lösen gestattet. Wir bedienten uns bei diesen Feststellungen zunächst der herkömmlichen sprachwissenschaftlichen Begriffe in der Form der Termini, mit denen die Grammatik zu arbeiten gewohnt ist: Akkusativ, Dativ, transitives Verb, Akkusativkonstruktion, Objekt, Veränderung der Konstruktion usw.

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Literatur

  1. 33.
    Zu diesen drei Stufen sprachwissenschaftlicher Arbeit vgl. L. Weisgerber: Vom Weltbild der dt. Sprache 21 S. 23 ff. Google Scholar
  2. 34.
    Die beiden hier einbezogenen Begriffe sind sonst kaum nachzuweisen, wenigstens nicht mit den angeschlossenen Folgerungen.Google Scholar
  3. 35.
    so Leumann-Hofmann, Lat. Gramm. 1928, S. 410.Google Scholar
  4. 36.
    Vgl. zu diesen Fragen Verf., Vom Weltbild der deutschen Sprache 2 I S. 196 ff.Google Scholar
  5. 37.
    Vgl. dazu Verf., Vom Weltbild der deutschen SprachI S. 206 ff.Google Scholar
  6. 38.
    Dazu H. Brinkmann, Der Umkreis des persönlichen Lebens im deutschen Dativ, Muttersprache 1953, S. 104 ff.Google Scholar
  7. 39.
    Für diese und weitere Beispiele vgl. H. Brinkmann a. a. O.Google Scholar
  8. 40.
    Zum einzelnen vgl. Brinkmann a. a. O.Google Scholar
  9. 41.
    Eine Reihe solcher Ansätze ist in meiner Darstellung ,Vom Weltbild der deutschen Sprache’ in den beiden Teilen ,Die inhaltbezogene Grammatik’ und ,Die sprachliche Erschließung der Welt’ soweit ausgebaut, daß Möglichkeit und Weg solcher Arbeit deutlich wird. Für viele hier nur kurz angedeutete Probleme läßt sich aus dieser Darstellung Begründung und Tragweite entnehmen. Die Ausweitung der herkömmlichen lautbezogenen Grammatik in inhaltbezogener und energetischer Richtung bildet den Gegenstand des ersten Arbeitsabschnittes des Forschungsschwerpunktes ,Sprache und Gemeinschaft’, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft seit 1956 in ihr Programm aufgenommen hat; vgl. dazu die Leitsätze ,Die Erforschung der Sprachzugriffe I’ (Wirkendes Wort Bd. VII, 1956/57, S. 65 ff.). — Wertvolle Beiträge wird das für Ende 1957 angekündigte Werk von H. Brinkmann ,Die deutsche Sprache: Aufbau und Leistung’ bringen. Vgl. auch H. Glinz, Die innere Form des Deutschen, 1952.Google Scholar
  10. 42.
    H. Brinkmann a. a. O. bes. S. 104 f.Google Scholar
  11. 43.
    Aufschlüsse solcher Art bringt der auf der Marburger Tagung der deutschen Hochschulgermanisten, September 1957, gehaltene Vortrag von H. Brinkmann über ,Austausch zwischen den Wortarten‘ (noch nicht gedruckt).Google Scholar
  12. 44.
    Der heutige Bestand der Verben mit ver- (o. Anm. S. 17) S. 181. Google Scholar
  13. 45.
    Sie gelten als eine besonders eng mit der Sprache der Mystik verbundene Neuerung und gehören auf jeden Fall zu den Kennzeichen des beginnenden Neuhochdeutsch; vgl. F. Karg, Das literarische Erwachen des deutschen Ostens im Mittelalter. 1932.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1958

Authors and Affiliations

  • Leo Weisgerber

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