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Zusammenfassung

Die vorliegende Abhandlung gehört in den Kreis der Arbeiten, die mit dem methodischen und sachlichen Ausbau der inhaltbezogenen und weiterhin der energetischen Sprachbetrachtung zusammenhängen. Bei diesen — von der Arbeitsgemeinschaft in äußerst dankenswerter Weise geförderten — Untersuchungen geht es darum, die Formen wissenschaftlichen Verfahrens zu erarbeiten, mit denen eine angemessene Darstellung des inhaltlichen Aufbaues und der Wirkungsart einer Sprache gegeben werden kann. Dazu gehört insbesondere die Aufhellung der geistigen Verfahrensweisen, die den Kern einer jeden Sprache ausmachen. Daß bei diesen Untersuchungen weithin an die eigene Sprache angeknüpft werden muß, liegt in der Sache selbst, weil das primäre Sprach,gefühl’, d. h. die aus dem Vollbesitz einer Sprache gewonnene unreflektierte Urteilsfähigkeit gerade über ihre inhaltlichen Leistungen, dort am ehesten mitausgewertet werden kann. Das gilt für den Forscher selbst, es gilt aber auch für die Mitarbeit der anderen Sprachteilhaber, die aus ihren unmittelbaren Erfahrungen mit der Sprache oft auf Sachverhalte gestoßen werden, die im Gang der Forschung selbst sich nicht so nachdrücklich oder in dieser Form aufdrängen, in denen sich aber Aufgaben ankündigen, die vom wissenschaftlichen wie vom öffentlichen Standpunkt aus gleich wichtig sind.

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Literatur

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    Zur Begründung der hier angewandten Betrachtungsweise, insbesondere auch der inhaltbezogenen und energetischen Methoden, vgl. Verf., Von den Kräften der deutschen Sprache, Teil I—IV, 1949 ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1958

Authors and Affiliations

  • Leo Weisgerber

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