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Zusammenfassung

Als ich im Jahre 1950 vor der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen einen Vortrag über Ernährung und Leistungsfähigkeit hielt, standen wir alle noch unter dem Eindruck der soeben überwundenen Mangelsituation. So beschäftigte sich mein Vortrag hauptsächlich mit den Folgen einer ungenügenden Nahrungsversorgung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Man kann die damaligen Betrachtungen nicht besser illustrieren als durch die Abbildung 1, deren vollständige Daten mir erst nach jenem Vortrag zugänglich geworden sind. Sie zeigt das Absinken der gesamten industriellen Produktion, der Kohlenförderung und der Rohstahlproduktion mit dem Absinken des Kaloriengehaltes der Nahrung in der Kriegs- und Nachkriegszeit und den Wiederanstieg mit der Verbesserung unserer Ernährungslage. Selbst der der übrigen Produktion vorangehende Anstieg der Kohlenförderung hat seine ernährungsphysiologische Parallele. Um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, haben bekanntlich die Bergleute bereits im Jahr 1946 eine erhebliche Nahrungsmittelzulage erhalten. Aus der damaligen Zeit stammt unsere Formulierung einer Definition der vollwertigen Ernährung: Die Ernährung ist dann vollwertig, wenn sie den Menschen in die Lage versetzt, alle von ihm geforderten Funktionen, soweit sie ernährungsabhängig sind, voll zu erfüllen.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag, Köln und Opladen 1960

Authors and Affiliations

  • Heinrich Kraut
    • 1
  1. 1.DortmundDeutschland

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