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Die einzelnen Bestimmungsfaktoren der Ausgabenflexibilität und ihr Einfluß auf den ausgabenpolitischen Handlungsspielraum

  • Jürgen Maaß
Chapter
Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 2305)

Zusammenfassung

Versucht man, den ausgabenpolitischen Handlungsspielraum der staatlichen Willensträger im einzelnen auszuloten, so kommt man, wie bereits an anderer Stelle angedeutet, nicht umhin, auch die jeweiligen gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten mit ins Kalkül zu ziehen. Dabei spielt vor allem die Tatsache eine Rolle, daß in jedem real-historischen Zeitpunkt ein gewisser Bestand an allgemein akzeptierten wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Zielvorstellungen existiert, der den politischen Willensträgern praktisch bestimmte ausgabenpolitische Entscheidungen aufnötigt. Realistischerweise wird man daher wohl davon ausgehen mässen, daß es in jeder Situation einen gewissen Bestand an Staatsaufgaben und Staatsausgaben gibt, deren Erfällung grundsä.tzl1ch von der Gesell-schaft gefordert wird. 1) Wir haben es also, wenn man so will, mit einem gesellschaftlichen Mindestbedarf zu tun, den der Staat in einer bestimmten real-historischen Situation nicht unterschreiten kann, will er die ihm von der Gesellschaft jeweils zugedachten Aufgaben erfüllen. 1) „Aber ähnlich wie man zwischen dem im strengen Sinne physiologischen und kulturellen Existenzminimum eines Individuums unterscheidet, wobei nur ersteres eine schlechterdings nicht unterschreitbare Untergrenze bezeichnet, ist auch hinsichtlich des Bedarfs öffentlicher Gebietskörperschaften zu bedenken, daß das, was man heute als unabweisbaren Mindestbedarf ansieht, mehr oder minder erheblich oberhalb jenes Niveaus liegt, das die Grenze des Aufwandes darstellt, jenseits derer ein Staat auch nur die elementarsten Aufgaben nicht mehr versehen könnte“2).

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Literatur

  1. 1).
    Dieser Ausgabenkatalog entspricht etwa den Aufgabenbereichen, die in der Funktionenübersicht des Bundeshaushaltes als “allgemeine Dienste” bezeichnet werden, vgl. Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplanes für das Haushaltsjahr 1970, Bundesratsdrucksache 100/70 vom 13. Febr. 1970, S. 53Google Scholar
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    Steuern und Staatsausgaben in der öffentlichen Meinung der Bundesrepublik, hrsg. vom Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Universität zu Köln, KölnOpladen 1960, und Schmölders, G., Finanz-und Steuerpsychologie - Das Irrationale in der öffentlichen Finanzwirtschaft, Hamburg 1970Google Scholar
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  4. 3).
    Vgl. dazu Neumark, F., Schleichende Inflation und Fiskalpolitik, in: “Kieler Vorträge”, NF Heft 14, 1959, wiederabgedruckt in: ders., Wirtschafts-und Finanzprobleme des Interventionsstaates, Tübingen 1961, S. 268Google Scholar
  5. 4).
    Schmölders, G., Finanz-und Steuerpsychologie, a.a.O., S. 401) Speziell für die Verwaltungsausgaben äußert sich R. Noell von der Nahmer ähnlich, vgl. Noell von der Nahmer, R., Lehrbuch der Finanzwissenschaft, Bd. I., Allgemeine Finanzwissenschaft, Köln und Opladen 1964, S. 175Google Scholar
  6. 1).
    Diese Feststellung gilt sowohl für die Ausgaben des Bundes als auch für die Ausgaben aller Gebietskörperschaften zusammen.Google Scholar
  7. 2).
    Diese Feststellung gilt sowohl für die Ausgaben des Bundes als auch für die Ausgaben aller Gebietsk’ perschaften zusammen (vgl. dazu die Tabellen I c, d, e, Anhang, S.234 bis 236, und die Tabellen V a, b, c, Anhang, S. 249 bis 251); für die einzelnen Länder braucht diese Feststellung allerdings nicht unbedingt zu gelten, da durchaus eine Verlagerung der einzelnen Ausgabenanteile von den Ländern auf den Bund erfolgen kann.Google Scholar
  8. 1).
    Schmölders, G., Finanzpolitik, 3. neu überarb. Aufl., a.a.0., S. 119Google Scholar
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    Vgl. hierzu auch Mackscheidt, K., Das optimale Budget: Von der Lösung zum Problem, in: Das rationale Budget. Ansätze moderner Haushaltstheorie, hrsg. v. K. H. Hansmeyer, Köln 1971, S. 46 f.Google Scholar
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  17. 3).
    R. Glaeser weist in diesem Zusammenhang nach, daß die Verbände der gewerblichen Wirtschaft aus ihrer Interessenlage heraus in erster Linie für eine Steuerminimierung plädieren, während sich die Forderungen der Landwirtschaft angesichts ihrer relativ geringen Steuerbelastung in erster Linie auf Subventionen konzentrieren; vgl. Glaeser, R., Finanzpolitische Willensbildung in der Bundesrepublik Deutschland, Berlin 1964, S. 62 und 64Google Scholar
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    Aber um zu verstehen, wie die demokratische Politik dem sozialen Ziel dient… müssen wir vom Konkurrenzkampf um Macht und Amt ausgehen und uns klar werden, daß die soziale Funktion, so wie die Dinge nun einmal liegen, nur nebenbei erfüllt wird…“, Schumpeter, J., Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, Bern 1946, S. 448Google Scholar
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    Vgl. zur Kritik an der Theorie Hardings vor allen Dingen: Politik als Stimmenmaximierung, Konfrontation-Diskussion-Dokumentation, hrsg. von Ph. HerderDorneich, Sozialökonomisches Archiv, Bd. 3, Köln 1968, dariiber hinaus auch die den Downschen Ansatz umfassende Kritik von Remy, W., a.a.O., S. 84 ff.Google Scholar
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    Schmölders, G., Besprechung von Harding, F., Politisches Modell zur Wirtschaftstheorie, in: Schmollers Jahrbuch, Jg. 81, 1961, S. 621Google Scholar
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  32. 1).
    Vgl. Schmidt, K., Entwicklungstendenzen der öffentlichen Ausgaben im demokratischen Gruppenstaat, a.a.O., S. 223Google Scholar
  33. 1).
    Zum Problem der Wahlabhängigkeit der Sozialleistungen siehe auch Bank, H. P., Sozialpolitik und Wahlpolitik, in? Berichte des Deutschen Industrieinstituts zur Sozialpolitik, Jg. II (S), Nr. 11Google Scholar
  34. 2).
    Vgl. Hansmeyer, K. H., Finanzielle Staatshilfen für die Landwirtschaft, a.a.O., S. 19 f.Google Scholar
  35. 3).
    Schmidt, K., Entwicklungstendenzen der öffentlichen Ausgaben im demokratischen Gruppenstaat, a.a.O., S.224Google Scholar
  36. 1).
    Willgerodt, H., Sozialpolitik und ökonomie, zu dem Buch von Elisabeth Liefmann-Keil ökonomische Theorie der Sozialpolitik, in: Ordo“, 14+. Bd., 1963, S. 378Google Scholar
  37. 2).
    Schmidt, K., Entwicklungstendenzen der öffentlichen Ausgaben im demokratischen Gruppenstaat, a.a.O., S. 225Google Scholar
  38. 1).
    Vgl. dazu die Ausführungen zum Problem des kulturellen Mindestbedarfs in Abschnitt C I, 1 dieser Arbeit.Google Scholar
  39. 2).
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  40. 3).
    Schmölders G., Finanzpolitik, 3. neu überarb. Aufl., a.a.O., S. 113beizumessen.Google Scholar
  41. 1).
    Vgl. dazu auch Albers, W., Anforderungen an eine moderne Haushaltswirtschaft, in: Theorie und Praxis des finanzpolitischen Interventionismus, a.a.O., S. 358Google Scholar
  42. 2).
    Schmölders, G., Finanzpolitik, 3. neu überarb. Aufl., a.a.0., S.195Google Scholar
  43. 3).
    Vgl. auch Albers, W., Anforderungen an eine moderne Haushaltswirtschaft, a.a.0., S. 356Google Scholar
  44. 5).
    Downs, A., Inside Bureaucracy, Boston 1967Google Scholar
  45. 1).
    Vgl. Hennis, W., Verfassungsordnung und Verbandseinfluß, Bemerkungen zu ihrem’Zusammenhang im politischen System der Bundesrepublik, in: Politische Vierteljahresschrift, Jahrgang I und II, 1960/61, S. 24 f.Google Scholar
  46. 2).
    Vialon, F.K., Haushaltsrecht, 2. Aufl., Berlin 1959,S. 5Google Scholar
  47. 1).
    Die Bundesregierung hat bisher nur zweimal, im Jahre 1953 und 1961, beide Male aus verhältnismäßig unbedeutenden Anlässen, von ihrem Vetorecht gegen ausgabenerhöhende Beschlüsse des Bundestages Gebrauch gemacht.Google Scholar
  48. 2).
    Institut “Finanzen und Steuern”, Parlament und Haushalt, Mittel gegen die Ausgabenflut, Brief Nr. 76, Bonn 1956, S. 20Google Scholar
  49. 1).
    H. Schelsky führt diese Haltung, besonders soweit sie die Sozialleistungen betrifft, auf eine gewisse Wohlfahrtsmentalität unserer Gesellschaft zurück, Schelsky, H., Die skeptische Generation, Düsseldorf und Köln 1958, S. 460 f.Google Scholar
  50. 2).
    Vgl. Witte, K., Deviseneinsparung durch Subventionen? Die Unterstützung der Mineralölverarbeitungsindustrie, in: Hansmeyer, K. H., Subventionen in der Bundesrepublik Deutschland, a.a.0., S. 19Google Scholar
  51. 2).
    Schmölders, G., Die Wirkungen öffentlicher Ausgaben auf Struktur und Konjunktur der Volkswirtschaft, in: Traveaux de l’Institut International de Finances Publiques, Paris 1956, S. 7Google Scholar
  52. 1).
    Schmölders, G., Die Wirkungen öffentlicher Ausgaben auf Struktur und Konjunktur der Volkswirtschaft, a.a.O., S. 7Google Scholar
  53. 2).
    Siehe dazu vor allem Welter, E., Der Staat als Kunde, Heidelberg 1960, S. 292 ff.Google Scholar
  54. 2).
    Naturgemäß beschränkt sich die Problematik des Verausgabungszwangs nicht allein auf die Investitions-programme, sondern sie erfaßt grundsätzlich alle längerfristigen Ausgabenprojekte; allerdings stellt sie sich in allen anderen Fällen nicht so sehr als ein technisch-ökonomisches, sondern vielmehr als ein allgemein politisches Phänomen dar.Google Scholar
  55. 1).
    Der Verfasser hatte hierzu die Möglichkeit, Einblick in die Unterlagen des Bundesfinanzministeriums zur haushaltspolitischen Entscheidungsfindung der Jahre 1965–1969 zu nehmen.Google Scholar
  56. 2).
    In diesem zusammenhang fällt besonders auf, daß die Haushaltsgesetze der Jahre 1965 und 1966 ausdrücklich eine Verausgabungssperre für Mittel zur Fortführung bereits begonnener Baumaßnahmen verfügen und sich nicht auf die Sperre neuer Baumaßnahmen beschränken; vgl. 9 Abs. 2 Haushaltsgesetz 1965 und 8 Abs. 2 Haushaltsgesetz 1966.Google Scholar
  57. 3).
    Genaue Zahlen über die finanziellen Aufschubverluste konnten dem Verfasser auf Anfrage beim Burr desschatzminìsterium leider nicht genannt werden, wenngleich die Tatsache derartiger Verluste nicht bestritten wurde.Google Scholar
  58. 3).
    Ein aufschlußreiches Beis piel für den oftmals langwierigen Prozeß der Bauprojektierung mit seinen labyrinthischen Verwaltungsabläufen findet sich im Verteidigungswedßbuch 1970; danach betrug die Zeit von der militärischen Forderung bis zur Inangriffnahme einer Sporthalle - also eines verhältnismäßig einfachen Bauprojektes, das kein Raumordnungsverfahren ausgelöst hatte - allein 16 Monate; vgl. Weißbuch 1970, Zur Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland und zur Lage der Bundeswehr, hrsg. vom Presse-und Informationsamt der Bundesregierung, Bonn 1970, S. 163Google Scholar
  59. 2).
    Finanzbericht 1969, S. 1321 ) Investitbnsprogramm des Bundes für die Jahre bis 1972, a.a.O., S. 22Google Scholar
  60. 1).
    Möller, A., Kommentar zum Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft, 2. neubearb. Aufl., Hannover 1969, S. 172/173Google Scholar
  61. 2).
    Investitionsprogramm des Bundes für die Jahre bis 1972, a.a.O., S. 24Google Scholar
  62. 2).
    Auf Beschluß der Bundesregierung wurde im März 1969 eine Ausgabensperre über insgesamt 1,8 Mrd. DM verhängt (vgl. Beschlüsse der Bundesregierung zur Sicherung der Preisstabilität, Bulletin des Presse-und Informationsamtes der Bundesregierung, Nr. 35 v. 20. März 1969, S. 293); 1970 wurde die Sperre durch das Haushaltsgesetz verfügt und auf 2,7 Mrd. DM•festgesetzt (vgl. § 2 des Haushaltsgesetzes 1970). Allerdings entfiel jeweils nur ein Teil des gesperrten Betrages auf Eigeninvestitionen des Bundes.Google Scholar
  63. 1).
    Vgl. auch Investitionsprogramm des Bundes für die Jahre bis 1972, a.a.O., S. 25Google Scholar
  64. 1).
    Vgl. dazu Schwedes, H., Konjunkturpolitik mit Fernmeldeinvestitionen, Stabilitätspolitische Forderungen und betriebliche Möglichkeiten, Veröffentlichungen des Forschungsinstituts für Wirtschaftspolitik der Universität Mainz, Berlin 1971, S. 18 f.Google Scholar
  65. 2).
    Schwedes schätzt die Verzögerung des Mitteleinsatzes auf der Regierungsebene auf etwa 3–4 Monate, weist aber gleichzeitig darauf hin, daß die Verzögerung in der Abschwungsphase des Jahres 1966/67 noch erheblich längere Zeit in Anspruch nahm, vgl. Schwedes, H., a.a.O., S. 151Google Scholar
  66. 4).
    Stans, M.H. (Assistant Director of the Bureau of the Budget): “Financial Responsibility of the Government”, Address at the university of North Carolina, vervielfältigtes Manuskript, Washington, April 1958, S. 12Google Scholar
  67. 1).
    Schmölders, G., Die Wirkungen öffentlicher Ausgaben auf Struktur und Konjunktur der Volkswirtschaft, 1.a.0., S. 40Google Scholar
  68. 1).
    Lindacher, W.F., Verfassungsrechtliche Grundlagen und Grenzen des Einsatzes finanzwirtschaftlicher Mittel zum Zwecke der Konjunkturgestaltung, Würzburg (Diss.) 1963, S. 103 ff.Google Scholar
  69. 2).
    Zavelberg geht beispielsweise so weit zu behaupten, daß gesetzlich gebundene Ausgaben längerfristig grundsätzlich in gleicher Weise beeinflußbar seien wie ungebundene Ausgaben, Zavelberg, H.G.,a.a.O., S. 13. Ähnlich äußert sich neuerdings auch das Bundesfinanzministerium im Finanzbericht 1968 (S.111), nachdem es in den Finanzberichten 1965 und 1966 noch eine weitgehende Irreversibilität gesetzlich fixierter Ausgabenverpflichtungen unterstellt hatte, vgl. Finanzbericht 1965, S. 525 f. und Finanzbericht 1966, S. 93 f.Google Scholar
  70. 1).
    Albers, W., Einige Fragen zur mittelfristigen Finanzplanung, in: Geldtheorie und Geldpolitik, Günter Schmölders zum 65. Geburtstag, hrsg. v. C. A. Andreae, K.H. Hansmeyer, G. Scherhorn, Berlin 1968, S. 203Google Scholar
  71. 1).
    Vgl. dazu Aufschlüsselung der rechtlich gebundenen Ausgaben im Finanzbericht 1966, S. 98/99Google Scholar
  72. 1).
    Vgl. hierzu vor allem Gesetzentwürfe zur Haushaltsreform, Bundesratsdrucksache 284/68 Tz. 73–75; Patzig, W., Probleme der Neuordnung des Finanz-und Haushaltsrechts, in: Verwaltungsarchiv, 58. Bd., Heft 1, 1967, S. 36 f.; und Zur Reform des Haushaltsrechts, Stellungnahme des Karl-Bräuer-Instituts des Bundes der Steuerzahler, Nr. 2, Dez. 1968, S. 5Google Scholar
  73. 2).
    Piduch, A., Bundeshaushaltsrecht, Kommentar, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1969, Erl. 3 zu 38 BHOGoogle Scholar
  74. 1).
    Vgl. dazu auch Koubek, K.N., Die zeitliche Dimension der Ausgaben im modernen Budget, Diss. Frankfurt/M. 1969, S. 45Google Scholar
  75. 1).
    Das Institut der Verpflichtungsermächtigungen hat erstmals im Haushalt 1970 Anwendung gefunden, so daß sich das verwertbare Zahlenmaterial lediglich auf die Haushalte 1970 und 1971 beschränkt. Ein Vergleich mit den bis dahin verwendeten Bindungsermächtigungen ist nicht möglich, weil vom Institut der Bindungsermächtigungen nur ein Teil der Verpflichtungen zu Lasten künftiger Rechnungsjahre erfaßt und ausgewiesen wurde; vgl. dazu: Haushalt der wirtschaftlichen Stabilität und finanzpolitischen Solidarität, Haushaltsrede des Bundesfinanzministers vom 18.2.1970, in: Bulletin des Presse-und Informationsamtes der Bundesregierung, Nr. 23, v. 19. 2. 1970, S. 229 f.Google Scholar
  76. 1).
    Zu den Erwartungen, die an mehrjährige Finanzpläne gestellt werden, vgl. vor allem Colm, G., Haushaltsplanung, Staatsbudget, Finanzplan und Nationalbudget, in: Handbuch der Finanzwissenschaft., 2. Aufl., 1.Bd., Tübingen 1952, S. 519 ff.; Kommission für die Finanzreform, Gutachten über die Finanzreform in der Bundesrepublik Deutschland (Troeger-Gutachten), Stuttgart, Köln, Berlin, Mainz 1966, Tz. 482; Neumark, F., Planung in der öffentlichen Finanzwirtschaft, in: Schriften des Vereins für Socialpolitik, NF Bd. 45,1966 S. 186 ff., und Tretner, C. H., Langfristige Planung von Staatsausgaben, Finanzwissenschaftliche Forschungsarbeiten, NF Heft 32, Berlin 1965Google Scholar
  77. 2).
    Vgl. hierzu auch die ähnlichen Überlegungen im Finanzbericht 1969, S. 125Google Scholar
  78. 1).
    Hettlage, K. M., Probleme einer mehrjährigen Finanzplanung, in: Finanzarchiv, NF Bd. 27, 1968, S. 240Google Scholar
  79. 1).
    Die in diesem Zusammenhang von Forsthoff (Forsthoff, E., über Mittel und Methoden moderner Planung, in: Planung III, Mittel und Methoden planender Verwaltung, hrsg. v. J. H. Kaiser, Baden-Baden 1968, S. 32) zu Fragen der Plangewährleistung angestellten liberlegungen treffen auf die bundesrepublikanische Finanzplanung nicht zu, denn Forsthoff unterstellt einen höheren Bindungsgrad des Planes und setzt darüber hinaus auch dne Durchbrechung der marktwirtschaftlichen Steuerung durch die Finanzplanung voraus, vgl. dazu auch Möller, A., a.a.O., S. 154.Google Scholar
  80. 1).
    Daum, J., Die Problematik der längerfristigen Finanzpolitik, Institut für Finanzwirtschaft und Steuerrecht, Heft 52, Wien 1967, S. 7Google Scholar
  81. 2).
    Grundsätzlich wird man jedoch der von K. Schmidt u. E. Wille vertretenen Auffassung zustimmen können, daß Regierung und Parlamentsmehrheit ihre Vorstellungen bereits bei der Aufstellung des Finanzplans abgestimmt haben, so daß die Fraktionen der Mehrheitsparteien dann “in aller Regel auch dafür sorgen (werden), daß sich die Budgetbeschlüsse im Rahmen des Finanzplans halten”. (Schmidt, K., u. Wille, E., Die mehrjährige Finanzplanung, Wunsch und Wirklichkeit, Tübingen 1970, S. 106 )Google Scholar
  82. 1).
    Abgesehen vom Finanzplan 1968/72 waren in allen bisherigen Finanzplänen Verfügungsreserven enthalten; im Finanzplan 1967/71 betrugen die Ansätze 500 Mill.Google Scholar
  83. 2).
    DMfür das vierte und 1,2 Mrd. DM für das fünfte Planjahr, im Finanzplan 1969/73 500 Mill. DM für das dritte, 1,2 Mrd. DM für das vierte und 2,0 Mrd. DM für das fünfte Planjahr.Google Scholar
  84. 1).
    Finanzbericht 1969, S. 131, vgl. auch Strauß, F. J., Finanzpolitik, Theorie und Wirklichkeit, Berlin und Frankfurt/M. 1969, S. 95Google Scholar
  85. 3).
    Vgl. Grund, W., a.a.O., S. 62; Zavelberg, H.G., Die mehrjährige Finanzplanung des Bundes, in: Der Deutsche Beamte, Zeitschrift des Deutschen Gewerkschaftsbundes, XIX Jg., Köln 1969, S. 165 ff. und Finanzbericht 1969, S. 132Google Scholar
  86. 1).
    Vgl. Pahlke, J., Beziehungen zwischen konjunkturpolitischen Zielsetzungen und anderen Aufgaben der Finanzpolitik sowie den politischen Gegebenheiten, in: Zeitel/Pahlke, Konjunkturelle Stabilität als wirtschaftspolitische Aufgabe, Tübingen 1962, S. 53 ff.; vor allem aber auch die besonders kritischen Anmerkungen von Dreißig, W., Bemerkungen zur mittelfristigen Finanzplanung, Anlage 6 zum Protokoll über die Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium am 16./17. Dez. 1966, S. 4 f.Google Scholar
  87. 2).
    Vgl. Neumark, F., Mittelfristige Finanzplanung und Konjunkturpolitik, a.a.0., S. 21Google Scholar
  88. 3).
    Dies ist vor allen Dingen auf gewisse allgemein akzeptierte gesellschaftspolitische Zielvorstellungen zurückzuführen, vgl. dazu auch Kapitel C I, 1.Google Scholar
  89. 4).
    Neumark, F., Mittelfristige Finanzplanung und Konjunkturpolitik, a.a.0., S. 21Google Scholar
  90. 5).
    Vgl. dazu auch Haller, H., Probleme einer konjunkturpolitisch orientierten Finanzpolitik, in: Zeitschrift für die gesamte Staatswirtschaft, Bd. 116, 1960, S. 51Google Scholar
  91. 1).
    Schätzung der Einnahmen und Ausgaben des Bundes 196674, Bericht der Eidgenössischen Expertenkommission zur Bearbeitung der Grundlagen und Methoden einer langfristigen Finanzplanung im Bunde, St. Gallen 1966, S. 70Google Scholar
  92. 2).
    Fischer-Menshausen, H., Probleme und Lösungsmöglichkeiten einer bundesstaatlichen Finanzreform, Schriftenreihe der Handelskammer Hamburg, Heft 8, Hamburg 1966, S.22Google Scholar
  93. 1).
    Albers, W., Einige Fragen zur mittelfristigen Finanzplanung, a.a.O., S. 204Google Scholar
  94. 2).
    Vgl. auch Hirsch, J., Parlament und Verwaltung, Teil 2: Haushaltsplanung und Haushaltskontrolle, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1968, S. 82/83 204Google Scholar
  95. 2).
    Korff, H. C., Mittelfristige Finanzplanung als Instrument einer modernen Haushaltspolitik, in: Bulletin des Presse-und Informationsamtes der Bundesregierung, Nr. 95 v. 6. 9. 1967, S. 809Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag, Opladen 1973

Authors and Affiliations

  • Jürgen Maaß
    • 1
  1. 1.Finanzwissenschaftliches ForschungsinstitutUniversität zu KölnDeutschland

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