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NATO 2000 pp 11-12 | Cite as

Einführung

  • Johannes Varwick
  • Wichard Woyke
Part of the Analysen book series (ANA, volume 68)

Zusammenfassung

Kenneth Waltz, amerikanischer Politikwissenschaftler und Nestor der neorealistischen Theorie der internationalen Politik, prognostizierte im Spätherbst 1990, daß die NATO ein „disappearing thing“ und es nur eine Frage der Zeit sei, wie lange sie noch als bedeutsame Institution erhalten bliebe. Dieses Buch beginnt demnach mit einer Überraschung: Ein Jahrzehnt nach dem Ende des Ost-West-Konflikts erfährt die Schlüsselorganisation transatlantischer Sicherheit wachsende Bedeutung, und dies, obwohl derartig dramatische Veränderungen internationaler Konstellationen wie der Strukturbruch Ende der 80er/ Anfang der 90er Jahre es hätten erwarten lassen, daß auch zentrale Institutionen der alten Konstellation die neue Lage nicht überstehen würden. Wenn wir hinzufügen, daß sie diese neue Lage nicht unverändert überstehen würden, dann wäre schon die Quintessenz dieses Buches vorweggenommen: Die NATO ist tot, es lebe die NATO! Die neue NATO hat allerdings nicht mehr allzuviel mit der alten NATO gemein. 50 Jahre nach ihrer Gründung haben sich Konzeption und Aufgaben des wichtigsten Militärbündnisses grundlegend verändert.

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1999

Authors and Affiliations

  • Johannes Varwick
    • 1
  • Wichard Woyke
    • 2
  1. 1.Kulturwissenschaftlichen InstitutWissenschaftszentrum Nordrhein-WestfalenEssenDeutschland
  2. 2.Universität MünsterDeutschland

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