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Selbstüberschätzung

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Das kleine Handbuch kognitiver Irrtümer
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Zusammenfassung

Dieses Kapitel ist einer Verzerrung gewidmet, die vorwiegend bei Männern zu beobachten ist. Dazu werden nur wenige Irrtümer vorgestellt, aber die haben es in sich. Der Overconfidence-Effekt bildet die wesentliche Voraussetzung für die meist schädliche Selbstüberschätzung. Er ist die Grundlage für den Dunning-Kruger-Effekt: die Tendenz von wenig kompetenten Menschen, das eigene Können zu überschätzen und die Kompetenz anderer zu unterschätzen. Damit verwandt ist der Hard-Easy-Effekt, die Tendenz, die eigenen Fähigkeiten zur Erledigung einer schwierigen Aufgabe über- und leichterer Aufgaben unterzubewerten. Der Overconfidence-Effekt wird anschaulich anhand des Vorgehens vieler Politiker (etwa dem selbsterklärten zweitbesten Präsidenten der USA), Wirtschaftslenker und Investmentbanker erläutert. Bedenklich ist die dadurch erzeugte Sicherheitskultur in bestimmten Bereichen, was z. B. zum Untergang der Titanic, dem Absturz zweier Spaceshuttles sowie zu diversen Atomreaktor- und Ölkatastrophen führte. Diskutiert wird auch der Above-Average-Effekt, wonach – in Ignoranz der Statistik – Mehrheiten glauben, hinsichtlich Ihres Könnens zur jeweils besseren Hälfte zu gehören.

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Notes

  1. 1.

    Allerdings leiden viele der rund 100.000 Helfer noch immer unter den eingeatmeten giftigen Dämpfen sowie den psychischen Begleiterscheinungen, und die Spätfolgen haben zahlreiche weitere Todesopfer gefordert. Doch man kann Tote nicht gegeneinander „aufrechnen“.

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Wenski, G. (2022). Selbstüberschätzung. In: Das kleine Handbuch kognitiver Irrtümer. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-64776-9_5

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  • DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-662-64776-9_5

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  • Publisher Name: Springer, Berlin, Heidelberg

  • Print ISBN: 978-3-662-64775-2

  • Online ISBN: 978-3-662-64776-9

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