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Texturen der Absenz: Räumlichkeit zwischen Horror Vacui und Möglichkeitsdenken

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Entleerte Räume

Part of the book series: Kontemporär. Schriften zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur ((KSDG,volume 9))

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Zusammenfassung

Die Annahme von der Zirkularität des Virtuellen und Aktuellen nach Gilles Deleuze bekräftigt die Funktion der Bewegung und des unendlich Differenziellen für stabile Raum-Zeit-Formationen. Vorstellungen von Absenz in Resonanz mit Virtualität zu untersuchen, ermöglicht es, auf das Räumliche im Verhältnis von Stabilität und Bewegung zu fokussieren, mit dem auch Thomas Bernhards und Christoph Ransmayrs Erzähltexte an abstraktere Denkfiguren heranführen, um das schwierige Verhältnis zum Unanschaulichen der Virtualität zu verhandeln. Damit ist zugleich der Rahmen einer Ästhetik der Absenz konturiert, zu dem sich eine Theorie der Verräumlichung zu verhalten hat, um daran anschlussfähig zu sein: Eine methodische Reflexion präzisiert zunächst Topo-Graphie und Topologie als Verfahren zur Untersuchung von Räumlichkeit und nähert die topologische Methode dem Fokus auf Virtualität an. Der theoretische Nachvollzug von Verräumlichungsstrategien der Stabilität und Dynamik erfolgt im Rekurs auf Modelle von Michel de Certeau (Kunst des Handels) sowie von Gilles Deleuze und Félix Guattari (Tausend Plateaus). Im Sinne einer Ästhetik der Absenz, die zwar auf der Erzählbarkeit der aisthesis aufruht, sich aber zugleich nicht auf das Sinnliche allein verlässt, gehen die Ausführungen den Weg von der Figur als raumproduzierendem Element im de Certeau’schen Ansatz, der zwischen den Denkfiguren des Voyeurs und des Fußgängers unterscheidet, zu Deleuze/Guattaris Konzepten der ›doppelten Artikulation‹, des Glatten und Gekerbten sowie der Nah- und Fernsicht.

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Notes

  1. 1.

    Koschorke: Wahrheit und Erfindung, S. 112 (Hervorh. im Orig.).

  2. 2.

    Ebd., S. 113 (Hervorh. im Orig.).

  3. 3.

    Ebd.

  4. 4.

    Ebd., S. 117 (Hervorh. im Orig.).

  5. 5.

    Ebd.

  6. 6.

    Ebd.

  7. 7.

    Zum Begriff der ›Eigenzeiten‹ vgl. Gamper/Hühn: Was sind Ästhetische Eigenzeiten?, S. 23 f.: »Ästhetische Eigenzeiten werden als exponierte und wahrnehmbare Formen komplexer Zeitgestaltung, -modellierung und -reflexion verstanden, wie sie einzelnen Gegenständen bzw. Subjekt-Ding-Konstellationen eigen sind. Dies ist bei Kunstwerken unterschiedlicher medialer und materieller Provenienz in hohem Maße der Fall, trifft aber auch in vergleichbarer Weise für andere Artefakte und Objekte der materiellen Dingkultur zur, bei denen komplexe, auf vielen Ebenen zugleich stattfindende (Selbst-)Bezüglichkeiten in der Beobachtung zur Wahrnehmung idiosynkratischer Zeitlichkeit führen.«

  8. 8.

    Zum third space bzw. ›dritten Raum‹ vgl. besonders Bhabha: The Location of Culture.

  9. 9.

    Eine auf kultureller Dynamik und Heterogenität basierte Raumvorstellung durchzieht auch die Rede von staatlichen Grenzen, die als Ausdruck geopolitischer Bestrebungen zwar eine Vorstellung von Raum als geographischer Einheit mobilisieren, letztlich aber nur als »das Ergebnis kultureller Handlungen« (Borsò: Grenzen, Schwellen und andere Orte, S. 23) und vor dem Hintergrund räumlich sichtbarer Markierung in ihrer machtstrategischen Funktion als Übergangszone, als Grenzräume staatlicher Kontrolle begreifbar werden. Vgl. dazu auch Simmel: Soziologie des Raumes, S. 141, dem zufolge Grenzen »nicht eine räumliche Tatsache mit soziologischen Wirkungen, sondern eine soziologische Tatsache, die sich räumlich formt«, sind.

  10. 10.

    Hallet/Neumann: Raum und Bewegung in der Literatur: Zur Einführung, S. 11.

  11. 11.

    Lefebvre: Die Produktion des Raums, S. 330 (Hervorh. im Orig.).

  12. 12.

    Vgl. Günzel: Raum – Topographie – Topologie.

  13. 13.

    Zum »Determinismus« und »Possibilismus« des Raums vgl. Günzel: Raum, S. 35–44.

  14. 14.

    Derrida: Die Struktur, das Zeichen und das Spiel, S. 424.

  15. 15.

    Esposito: Virtualisierung und Divination, S. 36.

  16. 16.

    Böhme: »Nur leerer Raum und Schatten«, S. 88.

  17. 17.

    Foucault: Die Geburt der Klinik, S. 9.

  18. 18.

    Im Zuge der sogenannten ›Wende zum Raum‹ wurde sowohl der Topo-Graphie als auch der Topologie turn-Qualität zugeschrieben. Eine ›topographische Wende‹ hat etwa Sigrid Weigel proklamiert (vgl. Weigel: Zum ›topographical turn‹). Stephan Günzel macht demgegenüber vor allem den Zugriff auf Räumlichkeit unter topologischer Perspektive stark (vgl. dazu Günzel: Raum – Topographie – Topologie; Ders.: Spatial Turn – Topographical Turn – Topological Turn; sowie Ders. [Hg.]: Topologie). Auch Vittoria Borsò spricht von einer »topologische[n] Wende der Kulturwissenschaften«, die sie auf »mehrere Publikationen des 20. Jahrhunderts« zurückführt (Borsò: Grenzen, Schwellen und andere Orte, S. 13). In ihrem Aufsatz »Topologie als literaturwissenschaftliche Methode« (2007) weist sie allerdings darauf hin, dass »[e]in ›topologischer turn‹ der Literaturwissenschaft […] keine neue Mastererzählung in der Theoriebildung darstellen [sollte], wie etwa die Texttheorien, die in den 1980er Jahren durch die Herrschaft in der Anthropologie als Passepartout gedient haben« (Borsò: Topologie als literaturwissenschaftliche Methode, S. 294).

  19. 19.

    Gottschling: Verloren Gehen in den Polargebieten der Literatur, S. 32.

  20. 20.

    Vgl. Borsò: Topologie als literaturwissenschaftliche Methode, S. 279.

  21. 21.

    Vgl. Bachmann-Medick: Cultural Turns, bes. S. 284–289.

  22. 22.

    Borsò: Topologie als literaturwissenschaftliche Methode, S. 279. In Anlehnung an Borsò verwende ich in der vorliegenden Studie die von ihr vorgeschlagene Schreibweise mit Bindestrich an jenen Stellen, an denen von der Topo-Graphie als Methode der ›Repräsentation‹ – eingedenk deren Konstruktivität – die Rede ist, um genau diesen Bezug zu Verfahren der Einkerbung anzuzeigen.

  23. 23.

    Vgl. Weigel: Zum ›topographical turn‹.

  24. 24.

    Ebd., S. 153.

  25. 25.

    Stockhammer: Hier, S. 15.

  26. 26.

    Vgl. Stockhammer: Kartierung der Erde.

  27. 27.

    Bachmann-Medick: Cultural Turns, S. 300.

  28. 28.

    Eine ambitionierte Studie zur Geographie der Literatur liefert in dieser Hinsicht Barbara Piattis gleichnamige Monographie von 2008, die das Verhältnis von fiktionalen und realen Räumen in Bezug auf Strategien der Überschreibung exemplarisch untersucht und den »methodische[n] Horizont für einen Literaturatlas« (Piatti: Die Geographie der Literatur, Klappentext) gegeben hat.

  29. 29.

    Günzel: Raum – Topographie – Topologie, S. 19.

  30. 30.

    Vgl. ebd., S. 19 f.

  31. 31.

    Vgl. Iser: Das Fiktive und das Imaginäre, S. 426–430.

  32. 32.

    Ebd., S. 426.

  33. 33.

    Vgl. ebd., S. 428.

  34. 34.

    Borsò/Görling: Einleitung, S. 8.

  35. 35.

    Frahm: Jenseits des Raums, S. 44.

  36. 36.

    Dass die Untersuchung der medialen Kerbung von Räumen, wie sie in gráphein angelegt ist, einen wesentlichen Beitrag zum Verhältnis von Literatur und Wissen leisten kann, hat beispielsweise nicht nur die bereits erwähnte Studie von Robert Stockhammer Kartierung der Erde, sondern auch Jörg Dünnes 2011 erschienene Monographie Die kartographische Imagination gezeigt, die auf das Verhältnis von Raumpraxis und Medialität der Karte mit Blick auf die Modalitäten des Erzählens, Fingierens und Erinnerns in literarischen Texten der Frühen Neuzeit fokussiert.

  37. 37.

    Borsò: Topologie als literaturwissenschaftliche Methode, S. 290 (Hervorh. im Orig.).

  38. 38.

    Ebd., S. 290 f.

  39. 39.

    Günzel: Raum – Topographie – Topologie, S. 23.

  40. 40.

    Ebd., S. 21 (Hervorh. im Orig.).

  41. 41.

    Ebd., S. 23.

  42. 42.

    Salisbury: Michel Serres, S. 37.

  43. 43.

    Foucault: Von anderen Räumen, S. 934.

  44. 44.

    Deleuze: Foucault, S. 117.

  45. 45.

    Die Merkmale der Heterotopie entwickelt Michel Foucault anhand von sechs Grundsätzen. Für deren ausführliche Darstellung vgl. Foucault: Von anderen Räumen, S. 936–942.

  46. 46.

    Ebd., S. 935.

  47. 47.

    Ebd., S. 934 f. Vgl. dazu auch ebd., S. 935: Heterotopien »[stehen] in Verbindung und dennoch im Widerspruch zu allen anderen Orten«.

  48. 48.

    Ebd, S. 935. Handelt es sich bei Utopien um »Orte ohne realen Ort«, um »ihrem Wesen nach zutiefst irreale Räume« (vgl. ebd.), eignen demgegenüber der Heterotopie ein »reales räumliches Substrat« (Warning: Heterotopien als Räume ästhetischer Erfahrung, S. 12) und ihre Lokalisierbarkeit.

  49. 49.

    Foucaults Ansatz faltet die ›Innen/Außen‹-Relation auch auf die Beschreibung von Heterotopien, die zwar kulturelle Konstanten darstellen, jedoch ebenso kulturspezifisch sind, wie sie sich zeitlich in gesellschaftlichen Ordnungen jeweils herausbilden, wandeln und wieder auflösen können. Vgl. ebd., S. 936–942.

  50. 50.

    Frahm: Jenseits des Raums, S. 104.

  51. 51.

    Deleuze: Woran erkennt man den Strukturalismus?, S. 274 (Hervorh. im Orig.). Um das raumgreifende Moment des Spatiums auch typographisch sinnfällig zu machen, hebt Gilles Deleuze den Begriff an dieser Stelle mit einer (breiter gesetzten) Sperrung hervor.

  52. 52.

    Günzel: Immanenz, S. 102 [FN 242].

  53. 53.

    Günzel: Spatial Turn – Topographical Turn – Topological Turn, S. 24.

  54. 54.

    Vgl. auch Frahm: Jenseits des Raums, S. 84.

  55. 55.

    Zum Möbiusband vgl. Hofstadter: Gödel, Escher, Bach.

  56. 56.

    Borsò: Topologie als literaturwissenschaftliche Methode, S. 294.

  57. 57.

    Tulatz: Technikinduzierte Räume bei Deleuze und Guattari, S. 1.

  58. 58.

    Bönisch: Geopoetiken des Terrors, S. 100.

  59. 59.

    Lotman: Die Struktur literarischer Texte, S. 22 (Hervorh. im Orig.).

  60. 60.

    Vgl. ebd., S. 327–330. Jurij M. Lotman schließt an seine Überlegungen einen Ereignis-Begriff an, der in Abschn. 4.4 in der vorliegenden Studie zu problematisieren sein wird.

  61. 61.

    Hoffmann: Konfigurationen des Erhabenen, S. 8.

  62. 62.

    Friedrichs: Passagen der Pädagogik, S. 103.

  63. 63.

    Massumi: Parables for the Virtual, S. 134 (Hervorh. im Orig.).

  64. 64.

    Ebd.

  65. 65.

    Borsò: Grenzen, Schwellen und andere Orte, S. 13.

  66. 66.

    Ebd.

  67. 67.

    Ebd.

  68. 68.

    Borsò: Topologie als literaturwissenschaftliche Methode, S. 294.

  69. 69.

    Borsò: Grenzen, Schwellen und andere Orte, S. 13.

  70. 70.

    Böhme: Einleitung, S. XV.

  71. 71.

    Koschorke: Wahrheit und Erfindung, S. 112 (Hervorh. im Orig.).

  72. 72.

    Waldenfels: Ortsverschiebungen, Zeitverschiebungen, S. 56.

  73. 73.

    Ebd. (Hervorh. im Orig.)

  74. 74.

    Ebd. (Hervorh. im Orig.)

  75. 75.

    Schroer: Räume, Orte, Grenzen, S. 13.

  76. 76.

    Waldenfels: Sinnesschwellen, S. 205.

  77. 77.

    Ebd.

  78. 78.

    Massumi: Parables for the Virtual, S. 180 (Hervorh. im Orig.).

  79. 79.

    Ebd. (Hervorh. im Orig.)

  80. 80.

    Ebd. (Hervorh. im Orig.)

  81. 81.

    Ebd. (Hervorh. im Orig.)

  82. 82.

    Ebd., S. 180 f. (Hervorh. im Orig.)

  83. 83.

    Waldenfels: Sinnesschwellen, S. 205.

  84. 84.

    Ebd.

  85. 85.

    Brandstetter: SchnittFiguren, S. 13 f.

  86. 86.

    Waldenfels: Ortsverschiebungen, Zeitverschiebungen, S. 74.

  87. 87.

    Borsò: Grenzen, Schwellen und andere Orte, S. 22.

  88. 88.

    Vgl. Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung, S. 297 f.

  89. 89.

    Ebd., S. 298.

  90. 90.

    Ebd.

  91. 91.

    Ebd., S. 299.

  92. 92.

    Baudelaire: Der Abgrund, S. 95.

  93. 93.

    Vgl. dazu Vidler: Warped Space, S. 16–24, bes. S. 17; sowie Abschn. 2.1.1 in der vorliegenden Studie.

  94. 94.

    Waldenfels: Ortsverschiebungen, Zeitverschiebungen, S. 106.

  95. 95.

    Merleau-Ponty: Das Auge und der Geist, S. 300. Zum ›Nullpunkt der Orientierung‹ aus phänomenologischer Perspektive vgl. auch Holenstein: Der Nullpunkt der Orientierung. Elmar Holenstein stellt neben der Heterogenität insbesondere die Relativität und Labilität der Orientierung fest. Er geht davon aus, dass »die räumliche Orientierung der Wahrnehmung ausgesprochen relativ ist. Das jeweils dominierende Wahrnehmungsgefüge zieht den Nullpunkt der Orientierung auf sich. Dem eigenen Leib fällt die orientierende Dominanz in der Wahrnehmungswelt weder ständig noch wenigstens ursprünglich zu. Der Mensch ist nicht die absolute Mitte aller Dinge und er fungiert auch nicht als ihr alleiniges Ma[ß].« (Ebd., S. 61) Eng mit der Relativität der Orientierung ist deren Labilität verknüpft: »Die Wahrnehmung ist weder nach ihrer Gestalt noch nach ihrem Sinn – den beiden die Dominanz bestimmenden Faktoren – ein fertig vorgegebenes Gebilde. Sie ist in ständigem Werden und Wechsel begriffen. Der Grund dafür liegt in der Inadäquatheit der Erscheinungsweisen des sinnlich Wahrgenommenen. Jede Erscheinung impliziert Horizonte, die leer und unbestimmt sind und die nach anschaulicher Erfüllung und Ausgestaltung streben. So wird das sinnliche Bewusstsein immerfort von Spannungen in Bewegung gehalten, die Umgruppierungen auf der Objektseite und neue Einstellungen auf der Subjektseite provozieren. Was dabei neu zu Gesicht und zu Gewicht kommt, wirkt sich ipso facto auch auf die Orientierung aus, die nun gleichfalls in Bewegung gerät.« (Ebd., S. 62)

  96. 96.

    Vgl. dazu besonders Foucaults Ausführungen zum »Panoptismus« in Foucault: Überwachen und Strafen, S. 251–292.

  97. 97.

    Borsò: Topologie als literaturwissenschaftliche Methode, S. 290.

  98. 98.

    De Certeau: Kunst des Handelns, S. 217 f. Kunst des Handelns wird im Folgenden mit der Sigle ›KdH‹ und Seitenzahl im Haupttext nachgewiesen.

  99. 99.

    Mit dem Begriff der ›Strategie‹ bezeichnet Michel de Certeau »eine Berechnung von Kräfteverhältnissen, die in dem Augenblick möglich wird, wo ein mit Macht und Willenskraft ausgestattetes Subjekt (ein Eigentümer, ein Unternehmen, eine Stadt, eine wissenschaftliche Institution) von einer ›Umgebung‹ abgelöst werden kann. Sie setzt einen Ort voraus, der als etwas Eigenes umschrieben werden kann und der somit als Basis für die Organisierung seiner Beziehungen zu einer bestimmten Außenwelt (Konkurrenten, Gegner, eine Klientel, Forschungs-›Ziel‹ oder ›-Gegenstand‹) dienen kann.« (KdH 23; Hervorh. im Orig.) Demgegenüber verweist der Begriff der ›Taktik‹ auf »ein Kalkül, das nicht mit etwas Eigenem rechnen kann und somit auch nicht mit einer Grenze, die das Andere als eine sichtbare Totalität abtrennt. Die Taktik hat nur den Ort des Anderen. Sie dringt teilweise in ihn ein, ohne ihn vollständig erfassen zu können und ohne ihn auf Distanz halten zu können. Sie verfügt über keine Basis, wo sie ihre Gewinne kapitalisieren, ihre Expansionen vorbereiten und sich Unabhängigkeit gegenüber den Umständen bewahren kann. […] Sie muß andauernd mit den Ereignissen spielen, um ›günstige Gelegenheiten‹ daraus zu machen.« (KdH 23)

  100. 100.

    Buchanan: Michel de Certeau, S. 14.

  101. 101.

    Lippuner: Sozialer Raum und Praktiken, S. 274.

  102. 102.

    Ebd. Roland Lippuner verweist an dieser Stelle im Besonderen auf die Ausführungen zu den Medien Raum und Zeit in Luhmann: Die Kunst der Gesellschaft, S. 180.

  103. 103.

    Luhmann: Die Politik der Gesellschaft, S. 31 (Hervorh. im Orig.).

  104. 104.

    Luhmann: Die Kunst der Gesellschaft, S. 180. Niklas Luhmann begreift Raum vornehmlich als ein Medium, durch das besetzte Stellen wahrnehmbar werden, und zwar als Atmosphäre: »Ein besetzter Raum läßt Atmosphäre entstehen. Bezogen auf die Einzeldinge, die die Raumstellen besetzen, ist Atmosphäre jeweils das, was sie nicht sind, nämlich die andere Seite ihrer Form; also auch das, was mitverschwinden würde, wenn sie verschwänden. Das erklärt die ›Ungreifbarkeit‹ des Atmosphärischen zusammen mit ihrer Abhängigkeit von dem, was als Raumbesetzung gegeben ist. Atmosphäre ist gewissermaßen ein Überschußeffekt der Stellendifferenz. Sie kann nicht in Stellenbeschreibungen aufgelöst, nicht auf sie zurückgerechnet werden, denn sie entsteht dadurch, daß jede Stellenbesetzung eine Umgebung schafft, die nicht das jeweils festgelegte Ding ist, aber auch nicht ohne es Umgebung sein könnte. Atmosphäre ist somit das Sichtbarwerden der Unsichtbarkeit des Raumes als eines Mediums für Formbildungen.« (Ebd, S. 181)

  105. 105.

    Zu den Konzepten ›Karte‹ und ›Wegstrecke‹ vgl. KdH 220–226.

  106. 106.

    Der Begriff des ›Dispositivs‹ wird an dieser Stelle in Anlehnung an Foucault verwendet, um zu betonen, dass der Blick, aber auch Bewegung, wie sie de Certeau in der Figur des Fußgängers entfaltet, eingebunden sind in ein diskursives Netz. Um diesen Anschluss zu markieren, sei an die Grundlegung von Foucault angeknüpft, demnach das Dispositiv »ein entschieden heterogenes Ensemble, das Diskurse, Institutionen, architekturale Einrichtungen, reglementierende Entscheidungen, Gesetze, administrative Maßnahmen, wissenschaftliche Aussagen, philosophische, moralische oder philanthropische Lehrsätze, kurz: Gesagtes ebensowohl wie Ungesagtes umfaßt. Soweit die Elemente des Dispositivs. Das Dispositiv selbst ist das Netz, das zwischen diesen Elementen geknüpft werden kann.« (Foucault: Ein Spiel um die Psychoanalyse, S. 119 f.)

  107. 107.

    Dünne: Die kartographische Imagination, S. 180.

  108. 108.

    Mit dem Begriff der ›Ausübung‹ schließe ich an Deleuze an, der ihn in seinen Foucault-Ausführungen vorgeschlagen hat, um gegenüber der Macht als spezifischere Konstellation seine Foucault’sche Adaption im Sinne eines »Kräfteverhältnis[ses]« (Deleuze: Foucault, S. 99) und des damit verbundenen Perspektivwechsels zu bestimmen: »Man sollte nicht fragen ›Was ist die Macht? Und von woher kommt sie?‹, sondern fragen, wie sie ausgeübt wird. Eine Ausübung von Macht erscheint wie eine Affektion, da die Kraft sich selbst durch ihr Vermögen [pouvoir] definiert, andere Kräfte zu affizieren (mit denen sie in Beziehung steht) und von anderen Kräften affiziert zu werden.« (Ebd., S. 100; Hervorh. im Orig.)

  109. 109.

    Im Fall eines den Stadttext unterlaufenden und von ihm abweichenden Gehens »[dringt] [e]ine metaphorische oder herumwandernde Stadt […] in den klaren Text der geplanten und leicht lesbaren Stadt ein« (KdH 182; Hervorh. im Orig.).

  110. 110.

    Die Performativität, wie sie im de Certeau’schen Ansatz deutlich hervortritt, wird in Bezug auf Raum auch in der Forschung verschiedentlich hervorgehoben. So spricht beispielsweise Borsò von der »performative[n] Natur des Raums« (Borsò: Grenzen, Schwellen und andere Orte, S. 21).

  111. 111.

    Wirth: Zwischenräumliche Bewegungspraktiken, S. 9.

  112. 112.

    Füssel: Tote Orte und gelebte Räume, S. 28.

  113. 113.

    De Certeau stellt das Gehen und Verfehlen des Orts bzw. eines Eigenen in den Kontext des Traums. Vor dem Hintergrund seiner Studien der Mystik sei die Abwesenheit an dieser Stelle daher auch im Rekurs auf Marian Füssel in Bezug auf Abwesenheit als »Bedingung der Möglichkeit des christlichen Glaubens« (ebd., S. 25) bestimmt: »Verweist der Traum auf den Diskurs der Psychoanalyse, so scheint vor dem Hintergrund von de Certeaus Erfahrungen und dem Kontext seiner Schriften der Bezug zu einer modernen Mystik als Ausweg aus einer Krise der Repräsentation und einer Fragmentierung des christlichen Glaubens und seiner Institutionen noch bestimmender.« (Ebd., S. 31) Ich würde allerdings nicht mit Füssel so weit gehen, dass »die Stadt als kontrollierter Ort der Identitätsstiftung nicht nur mit dem Staat, sondern auch mit der Kirche verglichen werden« (ebd.) könne.

  114. 114.

    Vgl. dazu auch die zeichentheoretische Konturierung der Absenz im Rekurs auf die Dekonstruktion und die différance in Abschn. 2.3 in der vorliegenden Studie.

  115. 115.

    Die Rede vom »ganzen Raum[]« (KdH 195) mag zunächst irritieren, scheint sie doch den Raum als eine geschlossene ›Einheit‹ zu re-essenzialisieren. Sie ist jedoch der Tatsache geschuldet, dass de Certeaus Sprachduktus an dieser Stelle deutlich von Seiten der rhetorischen Figur der Synekdoche als begriffliche Ersetzungsoperation, als Einsetzung eines ›Teils‹ für ein ›Ganzes‹, bestimmt ist. Die Vorstellung vom Raum als ›Einheit‹ wird bereits in der Grundannahme von operativen Praktiken ent-essenzialisiert.

  116. 116.

    Vgl. dazu auch weiterführend Borsò: Grenzen, Schwellen und andere Orte, S. 22.

  117. 117.

    Dies ist selbstredend der Fall, wenn etwa Zwischenräume im Schriftbild eine notwendige Segmentierung der Wörter erzeugen oder die bereits angesprochenen ›weißen Flecken‹ im Rahmen eines kartographischen Dispositivs die noch nicht vermessenen Gebiete kenntlich machen.

  118. 118.

    Günzel: Immanenz, S. 102 [FN 242].

  119. 119.

    Ott: Gilles Deleuze zur Einführung, S. 7.

  120. 120.

    Schweitzer: Topologien der Kritik, S. 69.

  121. 121.

    Ebd.

  122. 122.

    Doris Schweitzer wählt die Wendung »Topologien der Kritik« als Titel ihrer instruktiven Studie zu den kritischen Raumkonzeptionen bei Gilles Deleuze und Michel Serres. In ihrer Monographie von 2011 untersucht sie die »Frage, was der Zusammenhang von Kritik und Raum, mithin also eine verräumlichte Kritik bzw. ein kritisches Raumverständnis bedeuten kann« (ebd., S. 19). Diese Frage durchmisst sie in Bezug auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Theoriebildung von Deleuze und Serres. Sie bilden die Referenzpunkte der Ausführungen, nicht nur weil sie beide an die mathematische Topologie anschließen und zu zentralen Bezugspunkten eines raumtheoretisch informierten Denkens geworden sind. Bestimmend für die Auswahl dieser beiden Autoren ist vor allem »die Tatsache, dass der ›Raum‹ bei beiden als Möglichkeit der Selbstverortung im Sozialen bzw. Kulturellen dient, gerade hierüber der Bezug zur Gesellschaft hergestellt wird, und das kritische Unternehmen sich damit in die Frage nach dem Sozialen und der gegenwärtigen Problemlagen der Gesellschaft einbettet. In diesem Sinne erfolgt über den Raum eine Hinwendung zu sozialphilosophischen Fragestellungen – und insbesondere auch zur Frage nach der Gesellschafts- und Kulturkritik, wie sie für die Soziologie relevant ist.« (Ebd., S. 20)

  123. 123.

    Ebd., S. 75.

  124. 124.

    Zum ›Rhizom‹ vgl. Deleuze/Guattari: Tausend Plateaus, S. 11–42. Tausend Plateaus wird im Folgenden mit der Sigle ›TP‹ und Seitenzahl im Haupttext nachgewiesen.

  125. 125.

    Vgl. dazu auch die treffende Konturierung der ›Raumtheorie‹ von Deleuze im Anschluss an Russell West-Pavlov: »Deleuze’s theory of space is not built like a tree, with a central hierarchical trunk from which subordinated ›branches‹ then spread out, themselves branching out into smaller twig-like subtopics. Rather his theory of space seems to develop horizontally, spreading out tendrils and runner-shoots which then cross each other at some later point, forming a dense web of allusions and interconnections.« (West-Pavlov: Space in Theory, S. 171)

  126. 126.

    Böhme: »Nur leerer Raum und Schatten«, S. 88.

  127. 127.

    Gottschling: Verloren Gehen in den Polargebieten der Literatur, S. 79.

  128. 128.

    Der Begriff der ›Gliederung‹, der in der deutschen Übersetzung der Tausend Plateaus verwendet wird, wird nachfolgend durch denjenigen der ›Artikulation‹ ersetzt, da er dem französischen Original im Wortlaut nähersteht, wobei der französische Begriff articulation – vermittelt durch lateinisch articulatio, ›Gelenk‹ – zugleich auf die Glieder(ung) des menschlichen Körpers verweist. Die Verwendung des Begriffs der ›Artikulation‹ bzw. der ›doppelten Artikulation‹ hat auch Dünne vorgeschlagen (vgl. Dünne: Die kartographische Imagination, S. 19–23), dem ich in dieser Übersetzung folge.

  129. 129.

    Ebd., S. 19.

  130. 130.

    Im Hintergrund der ›doppelten Artikulation‹ firmiert die Linguistik, die den Begriff verwendet, um – in Anlehnung an André Martinets Studie La linguistique synchronique, études et recherches (1965) – für natürliche Sprachen Morpheme als signifikative Elemente und Phoneme als distinkte Merkmale zu qualifizieren. Deleuze/Guattari stellen den Bezug zur Linguistik im Rekurs auf den dänischen Linguisten Louis Hjelmslev her, auf den sich auch Martinet beziehe (vgl. TP 64, 66 u. 94 [FN 27]). Allerdings nehmen Deleuze/Guattari eine entscheidende Modifikation vor, indem sie die ›doppelte Artikulation‹ in ihrem linguistischen Kontext lediglich als spezifisches Beispiel betrachten und das Konzept aus diesem Kontext abstrahieren, um die ›doppelte Artikulation‹ als wesentlich umfassendere Formation vorzuschlagen.

  131. 131.

    Die Begriffe ›molekular‹ und ›molar‹ werden in der vorliegenden Studie im Zusammenhang mit Raumtextur, Textualität und Sinnkonstruktion aufzugreifen und zu erläutern sein (Abschn. 4.2).

  132. 132.

    Adkins: Deleuze and Guattari’s A Thousand Plateaus, S. 44 f. (Hervorh. im Orig.)

  133. 133.

    Dünne: Die kartographische Imagination, S. 19.

  134. 134.

    Vgl. dazu West-Pavlov: Space in Theory, S. 192: »For Deleuze and Guattari, space is a fluid medium, a domain whose topography is one of constant flux, and it is out of this flux of becoming that bounded, mappable territorialities with identifiable coordinates emerge.«

  135. 135.

    Deleuze: Woran erkennt man den Strukturalismus?, S. 274 (Hervorh. im Orig.). Zum Begriff des ›reinen Spatiums‹ vgl. auch Abschn. 3.1 in der vorliegenden Studie.

  136. 136.

    Vgl. dazu West-Pavlov: Space in Theory, S. 176: »The space of an identity (of an entity) is a function of difference [Hervorh. K. S.], and not vice versa. Spatially, it is based on a domain of flow. Temporally, it is based upon discontinuities.«

  137. 137.

    Vgl. ebd., S. 184: »Just as the flows of becoming-being oscillate in a fluid form between the poles of fluidity and territoriality, constantly moving from the one to the other, so too are social forms in general dynamically mobile between degrees of codification and de-codification«.

  138. 138.

    Vgl. dazu ausführlicher Dünne: Die kartographische Imagination, S. 19–23. Dünne sieht in der Überwindung des Raumdeterminismus und der gleichzeitigen Möglichkeit, Territorialität zu denken, das Potenzial des Ansatzes von Deleuze/Guattari. Mit dem Anschluss an die mediale Konstitution von Raum als ›doppelte Artikulation‹ werde es möglich, eine moderate Position zwischen der Frontstellung einer sozialwissenschaftlich konstruktivistischen Perspektive auf Räumlichkeit und einer auf Vorstellungen des Territoriums bezogenen einzunehmen, ohne dass Letztere in einem Raumdeterminismus aufgehe (vgl. ebd., S. 21–23).

  139. 139.

    Koschorke: Wahrheit und Erfindung, S. 112.

  140. 140.

    Vgl. dazu West-Pavlov: Space in Theory, S. 178: »Deleuze and Guattari eschew the mere inversion of binary hierarchies for the simple reason that such binaries are from the outset bound into the underlying economy of absence and presence. It is this fundamental binary which they wish to eradicate, instead proposing flow as an option […].«

  141. 141.

    Zum Konstitutionszusammenhang des Diagramms vgl. auch Ruf: Fluchtlinien der Kunst, S. 125 f., der mit Blick auf Deleuze’ Untersuchung der Malerei von Francis Bacon fünf zentrale Merkmale des Diagramms konstatiert: »Es ist deformierend, da es die primären Figurationen auflöst. Es ist defigurierend, und zwar nicht nur auf der Ebene dieser Figurationen, sondern auch auf der Ebene der Figur oder der Person des Malers. Denn die freien Markierungen des Diagramms entstehen nicht aufgrund eines Gestaltungswillens des Malers, sondern bejahen und integrieren den Zufall, der sich jeder Intentionalität entzieht, im Malakt. Es ist operativ, weil es sich nicht auf der gesamten Leinwand ausbreiten darf, sondern begrenzt bleiben muß in Hinblick auf die entstehende Figur. Dem Diagramm kommt somit eine strategische Funktion zu, wobei diese Strategie dem Maler nicht oder nur teilweise bewußt ist.« (Ebd.; Hervorh. im Orig.) Die »Hauptfunktion des Diagramms« (ebd., S. 126) scheint allerdings in der Kräfteverteilung zu liegen. Es wird zur »Karte der variablen und instabilen Kräfteverhältnisse, die die Figur konstituieren – eine Figur, die sich nicht durch eine feste Form auszeichnet, sondern durch Beziehungen der Kräfte, die sich ständig verändern und die Figur in einen unaufhörlichen Werdensprozeß hineinreißen« (ebd.; Hervorh. im Orig.).

  142. 142.

    Adkins: Deleuze and Guattari’s A Thousand Plateaus, S. 46.

  143. 143.

    Hahn: Fluchtlinien des Politischen, S. 92.

  144. 144.

    West-Pavlov: Space in Theory, S. 181.

  145. 145.

    Zum Begriff des ›Ungrunds‹ vgl. Abschn. 2.1.2 in der vorliegenden Studie.

  146. 146.

    Deleuze: Woran erkennt man den Strukturalismus?, S. 274 (Hervorh. im Orig.).

  147. 147.

    Vgl. dazu Massumi: Parables for the Virtual, S. 134.

  148. 148.

    Zechner: Deleuze/Guattari, S. 1.

  149. 149.

    Balke: Gilles Deleuze, S. 143 (Hervorh. im Orig.).

  150. 150.

    Tulatz: Technikinduzierte Räume bei Deleuze und Guattari, S. 4.

  151. 151.

    Doetsch: Intervall, S. 38.

  152. 152.

    Ebd. (Hervorh. im Orig.)

  153. 153.

    Deleuze/Guattari formulieren ihre Gedanken zwar zunächst in direktem Bezug auf Alois Riegl und konstatieren, dass dieser »dem Begriffspaar nahsichtige Anschauung – haptischer Raum« einen nicht zu unterschätzenden »ästhetischen Stellenwert verliehen« habe, doch betonen sie zugleich, »die von Riegl (dann von Worringer und heute von Henri Maldiney) vorgeschlagenen Kriterien beiseite lassen [zu wollen], um selber etwas zu wagen und frei mit diesen Begriffen umzugehen« (TP 682; Hervorh. im Orig.).

  154. 154.

    Vgl. dazu Worringer: Abstraktion und Einfühlung.

  155. 155.

    Flach: Abstrakt/Abstraktion, S. 37, li. Sp.

  156. 156.

    Vgl. Massumi: Parables for the Virtual, S. 157.

  157. 157.

    Vgl. ebd., S. 157 f.

  158. 158.

    Ebd., S. 158 (Hervorh. im Orig.).

  159. 159.

    Vogl: Medien-Werden, S. 116.

  160. 160.

    An anderer Stelle halten Deleuze/Guattari fest: »Die abstrakte Linie ist der Affekt eines glatten Raumes, ebenso wie die organische Darstellung das Gefühl ist, das den gekerbten Raum beherrscht.« (TP 692)

  161. 161.

    Heinrich: Philosophie, S. 45. Als solche spezifischen Kontexte nennt Richard Heinrich »eine Darstellungsform, die Wissenschaft der Geometrie, die Graphik, die Kunsttheorie, die Phänomenologie oder Transzendentalphilosophie« (ebd.). Zum Liniendenken bei Deleuze vgl. weiterführend ebd., S. 68–78.

  162. 162.

    Dünne: Die kartographische Imagination, S. 19.

  163. 163.

    Bönisch: Geopoetiken des Terrors, S. 187.

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Schuchmann, K. (2022). Texturen der Absenz: Räumlichkeit zwischen Horror Vacui und Möglichkeitsdenken. In: Entleerte Räume. Kontemporär. Schriften zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, vol 9. J.B. Metzler, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-64025-8_3

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