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Das innere Team am Start

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Zusammenfassung

Dieses Kapitel gibt Aufschluss darüber, wie genau sich Erkenntnisse aus dem erfolgreichen Führen heterogener Teams auf die Selbstführung übertragen lassen: Wichtig ist die gemeinsame Vision, von der das Bewusstsein fest überzeugt ist: Alle zusammen sind mehr und können mehr als jeder Einzelne. Wer ist jeder Einzelne? Der Verstand mit kognitiver Intelligenz, der Körper mit somatischer Intelligenz, das Gefühl mit emotionaler Intelligenz und das Bewusstsein, das intuitive Intelligenz zugänglicher macht. Das Ziel besteht in der bereichernden Kombination dieser multiplen Intelligenzen und dem Erkennen ihrer Zusammenhänge. Als Teamkoordinator übernimmt das Bewusstsein die Führung und arbeitet an der Auflösung innerer Machtstrukturen, an der Schaffung einer einenden Basis, an Raum für Unterschiedlichkeit, am Erlernen einer gemeinsamen Sprache und am systematischen Managen gewonnener Erkenntnisse. Dabei stärkt es den Teamgeist, der von einem mutigen Aufeinander-Zugehen, großer Offenheit, innerer Stabilität, Wertschätzung von Andersartigkeit, dem Fokus auf ein gemeinsames Ziel und dessen Erreichung geprägt ist.

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Abb. 2.1
Abb. 2.2
Abb. 2.3
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Abb. 2.5
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Abb. 2.8
Abb. 2.9
Abb. 2.10

Notes

  1. 1.

    Eine Anmerkung zur Verwendung des Wortes Gefühl: Der Einfachheit halber verwende ich in diesem Buch die Ausdrücke Emotion und Gefühl als Synonyme. Grundsätzlich gibt es jedoch einen Unterschied, was die Durchdringung durch Bewusstsein angeht: Emotionen sind Empfindungen, die eher in Mustern ablaufen und oberflächlicher sind. Gefühle können sehr tief gehen mit steigendem Bewusstsein der Person, die die Empfindungen hat. Bei voller Koordination des inneren Teams entsteht eine Art stille Explosion, ein Fühlen mit allen Sinnen und Sensoren. Dieses konkrete Gefühl ist der Zustand von bewusstem Sein und sehr schwer in Worte zu fassen. Es ist der Gefühlszustand eines Core-Moments.

  2. 2.

    Dilt (1999) beschreibt das Anker-Setzen oder Anchoring im Kontext von NLP (Neuro Linguistic Programming) als eine Hilfestellung, um auf dem Ozean des Bewusstseins eine bestimmte Stelle wiederzufinden und zielsicher ansteuern zu können.

  3. 3.

    Die gängige Definition von Flow ist ein müheloses Aufgehen in einer Tätigkeit, die aus sich selbst heraus motivierend ist. Flow kann entstehen, wenn ein Gleichgewicht besteht zwischen wahrgenommener Fähigkeit, eine Handlung auszuführen, und wahrgenommener Herausforderung (Nakamura und Csikszentmihalyi 2009). Bei einem Gleichgewicht fühlt man sich weder überfordert, noch verspürt man Langeweile. Es handelt sich also um ein temporäres Optimum, das eine optimale Erfahrung bietet (Hönig 2017). Im Kontext dieses Buches gilt das Flow-Konzept nur begrenzt, da sich im Zuge der Weiterentwicklung von Bewusstsein die Sichtweise von Tätigkeit und Zielgerichtetheit erweitert.

  4. 4.

    Die Ursprünge der Intelligenzforschung und deren Messung, beispielsweise in Form eines Intelligenzquotienten (IQ), befasst sich mit rein kognitiven Fähigkeiten, die verbal ausdrückbar sind (Wechsler 1958), und basiert auf Grundannahmen, die andere Arten von Intelligenz außer Acht lassen.

  5. 5.

    Achtsamkeit wurde insbesondere durch das in den USA. entwickelte Programm der Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) in Deutschland bekannt (Kabat-Zinn 1990; Freisinger 2014; Hölzel und Brähler 2015).

  6. 6.

    Im Kontext dieses Buches verwende ich die Begriffe Unbewusstes, Unbewusstheit und Unterbewusstsein synonym. Im Falle der Bewusstwerdung verdrängter Erinnerungen und Gefühle ist der Begriff Unterbewusstsein am geläufigsten. Er steht hier nicht im Zusammenhang einer psychologischen Schule, sondern allgemein als das dem Wachbewusstsein oder Tagesbewusstsein nicht Zugängliche.

  7. 7.

    Sowohl Quantenphysik als auch fernöstliche Weisheitstraditionen sind sich einig: Bewusstsein ist das Allumfassende. Der Quantenphysiker Bohm spricht von Geist oder Energie, die alles durchdringt und ohne die alles Leben in seine einzelnen Bestandteile auseinanderfallen würde (Peat 1996). Planck spricht vom Urgrund, der alles lenkt (Stelzl 2014). Daher ist es unerlässlich, Bewusstsein in die Gleichung menschlichen Seins systematisch miteinzubeziehen.

  8. 8.

    Es ist dem Medium Buch geschuldet, dass letztlich alle Facetten und Nuancen in das geschriebene Wort gegossen werden müssen. Dieser Prozess bringt Informationsverlust mit sich, wie fast jede Art der Übersetzung. Videos können darüber hinaus nonverbale Informationen übermitteln, weswegen dieses Buch durch Videos ergänzt wird.

  9. 9.

    Details zu Retrospektiven und weiteren nützlichen Kommunikationsinstrumenten diskutiert Häusling et al. (2018).

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Köster, K. (2021). Das innere Team am Start. In: Inner Leadership - selbstbewusst und authentisch führen. Springer Gabler, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-63225-3_2

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