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Nahrungsmittel

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Faktencheck Nachhaltigkeit
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Zusammenfassung

Das Jahr 2015 markiert wohl den bisherigen Höhepunkt bei der internationalen Verständigung über die wesentlichen Herausforderungen für die Menschheit. Zum einen wurde im Dezember 2015 das Pariser Klimaabkommen von praktisch allen Nationen unterzeichnet, zum anderen fand im September 2015 ein UN-Gipfeltreffen statt, bei dem einstimmig die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet wurde.

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Notes

  1. 1.

    1 Gcal = 1 Mrd. Kalorien = 1 Mio. kcal.

  2. 2.

    Alle Daten dieses Kapitels sind der – sehr umfassenden und gut strukturierten – Datenbank der FAO (FAOSTAT) entnommen.

  3. 3.

    Natürlich schwankt die Ackerfläche pro Kopf erheblich innerhalb Afrikas – aber praktisch alle Länder haben zumindest 0,1 ha/Kopf zur Verfügung und damit etwa so viel wie Großbritannien oder Italien. Das Kernproblem sind daher die niedrigen Erträge pro Hektar.

  4. 4.

    Auch in Deutschland verursacht der gesamte Fleischkonsum nur etwa so viel Treibhausgasemissionen wie zwei große Braunkohlekraftwerke.

  5. 5.

    Oft steht hier ja der hohe Fleischkonsum im Westen im Fokus. Und in der Tat deckt der Westler im Mittel etwa 12 % seines Kalorienbedarfs durch Fleisch, der Weltbürger 8 %.

  6. 6.

    Die EU importiert zwar (netto) ca. 20 Mio. t Futtermittel (vor allem Soja) aus Südamerika, und sie beansprucht damit rund 5 % der dortigen Ackerfläche (ca. 7 von 130 Mio. ha). Aber sie könnte diese auch aus den USA beziehen. Das heißt, insgesamt ist der Westen bzgl. Futtermitteln und damit bezüglich seiner Fleischproduktion völlig autark. Die EU könnte diese Futtermittel übrigens auch selbst produzieren, könnte dann aber kein Getreide mehr exportieren und müsste die – ohnehin nicht sinnvolle – Nutzung von Ackerflächen für energetische Zwecke beenden.

  7. 7.

    Größenordnungen der (Netto-)Exporte in 2017 lt. FAO: 100 Mio. t Getreide, 35 Mio. t Futtermittel, 30 Mio. t Milchprodukte, 10 Mio. t Fleisch. Dagegen stehen vor allem etwa 30 Mio. t (Netto-)Importe von Obst und Gemüse und 10 Mio. t (Netto-)Importe von Fisch.

  8. 8.

    Der Westen (EU + USA) ist der größte Netto-Lebensmittelexporteur der Welt, vor Südamerika und Russland.

  9. 9.

    Vgl. FAO (2012, 2017a, 2017b).

  10. 10.

    Auf diese Ausweitung der Ackerflächen kann sogar verzichtet werden, wenn die Energiegewinnung über Agrarprodukte wieder beendet wird, was ich für wahrscheinlich halte (vgl. Kap. 9).

  11. 11.

    Bei Getreide ist dafür eine Ertragssteigerung im Weltdurchschnitt von heute 4,1 t/ha auf rund 5 t/ha erforderlich.

  12. 12.

    Vielleicht fragen Sie sich, ob denn die Kunstdüngerproduktion mit einer solchen Entwicklung Schritt halten kann. Siehe dazu Kap. 10 (Phosphor).

  13. 13.

    1960 wurden weltweit etwa 33 Mio. t Kunstdünger eingesetzt, heute sind es über 200 Mio. t.

  14. 14.

    Bemerkenswert ist auch, dass über längere Zeiträume betrachtet – also abgesehen von kurzfristigen Schwankungen – die Weltmarktpreise für Nahrungsmittel ziemlich konstant sind, vgl. Abb. 10.12.

  15. 15.

    Die weitergehende Frage, was wiederum die Ursache für diesen Zustand ist, ist naheliegend, geht aber über den Rahmen dieses Buches hinaus.

  16. 16.

    Das gilt zumal dann, wenn man die rund um den Globus in Entwicklung befindlichen neuen landwirtschaftlichen Techniken berücksichtigt: Hydrokulturen in Japan und China, Stoffnetz-Gewächshäuser in Indien, mit Brackwasser gekühlte Gewächshäuser am Rande der Sahara, Produktion von künstlichem Fleisch in den USA u. v. a.

  17. 17.

    Stark geneigte Flächen sind naheliegenderweise viel gefährdeter als ebene Flächen. Eine wesentliche Abhilfe stellt der Terrassenanbau dar.

  18. 18.

    Eingeschränkt wird die Veränderungsbereitschaft der lokalen Bauern allerdings dadurch, dass die Effekte selbst von starker Bodenerosion (d. h. die resultierenden Ertragseinbußen) relativ gering und daher nur über Jahrzehnte hinweg spürbar sind.

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Unnerstall, T. (2021). Nahrungsmittel. In: Faktencheck Nachhaltigkeit. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-62601-6_7

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