Advertisement

Schuldfähigkeit und Verantwortlichkeit

Chapter
  • 1.5k Downloads

Zusammenfassung

Breiten Raum in der forensisch-psychiatrischen Gutachtenpraxis nimmt die Einschätzung der Schuldfähigkeit im Strafrecht ein. Die Entscheidung über die strafrechtliche Verantwortlichkeit obliegt dabei dem Gericht, der Sachverständige soll diese ermöglichen und kann allenfalls eine Empfehlung abgeben. In zweistufiger Prüfung ist zunächst zu klären, ob der oder die Untersuchte zum Tatzeitpunkt an einer psychischen Störung litt, die bei rechtlicher Bewertung den in § 20 StGB aufgeführten Eingangsmerkmalen („krankhafte seelische Störung“, „tiefgreifende Bewusstseinsstörung“, „Schwachsinn“ oder „schwere andere seelische Abartigkeit“) zuzuordnen ist. Anschließend ist zu prüfen, ob der Untersuchte aufgrund seines psychopathologischen Zustandes zum Tatzeitpunkt außerstande war, das Unrecht der begangenen Tat einzusehen (fehlende Einsichtsfähigkeit) bzw. nach dieser Einsicht zu handeln (fehlende Steuerungsfähigkeit) oder ob er in seiner Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt war.

Literatur

  1. Albrecht P-A (1983) Unsicherheitszonen des Schuldstrafrechts – „Bewusstseinsstörung“ und „Abartigkeit“ zwischen normativen Setzungen und empirischer Psychologie. GA 130:193–217Google Scholar
  2. Arab-Zadeh A (1978) Schuldfähigkeit und Strafzumessung bei drogenabhängigen Klienten. NJW 31:2326–2329Google Scholar
  3. Basdorf C (2008) Gebotene psychiatrische Begutachtung in Fällen auffälliger Besonderheiten in der Tat und/oder bei dem Täter. HRRS 9:275–279Google Scholar
  4. BeckOK-StGB: Beck’scher Online-Kommentar Strafgesetzbuch (2018) 40. Aufl. Beck, München (zit. BeckOK-StGB-Bearbeiter)Google Scholar
  5. BeckOK-StPO: Beck’scher Online-Kommentar Strafprozessordnung (2019) 32. Aufl. Beck, München (zit. BeckOK-StPO-Bearbeiter)Google Scholar
  6. Bieri P (2005) Untergräbt die Regie des Gehirns die Freiheit des Willens? In: Gestrich C, Wabel T (Hrsg) Freier oder unfreier Wille? Handlungsfreiheit und Schuldfähigkeit im Dialog der Wissenschaften (Beiheft zur Berliner Theologischen Zeitschrift). Wichern, Berlin, S 20–36Google Scholar
  7. Blau G (1988) Anmerkung zu BGH JR 1988, S. 208 f. und 209 f. JR 5:210–214Google Scholar
  8. Blau G (1989) Methodische Probleme bei der Handhabung der Schuldfähigkeitsbestimmungen des Strafgesetzbuchs aus juristischer Sicht. MSchrKrim 72:71–77Google Scholar
  9. Blau G (1993) Paraphrasen zur Abartigkeit. In: Leygraf N (Hrsg) Die Sprache des Verbrechens – Wege zu einer klinischen Kriminologie. Festschrift für Wilfried Rasch. Kohlhammer, Stuttgart, S 113–125Google Scholar
  10. Boetticher A (2010) „Raus aus dem Richterstaat, rein in den Neuro-Staat!“- Der Angriff der Neurowissenschaften auf das Schuldstrafrecht. In: Stompe T, Schanda H (Hrsg) Der freie Wille und die Schuldfähigkeit. MWV, Berlin, S 187–207Google Scholar
  11. Boetticher A, Nedopil N, Bosinski HAG, Saß H (2005) Mindestanforderungen für Schuldfähigkeitsgutachten. NStZ 25:57–61Google Scholar
  12. Böhm A, Feuerhelm W (2004) Einführung in das Jugendstrafrecht, 4. Aufl. Beck, MünchenGoogle Scholar
  13. Bresser PH (1984) Trunkenheit, Bewusstseinsstörung, Schuldfähigkeit. Zum Methodischen: Das Typische und das Abnorme. Forensia 5:45–60Google Scholar
  14. Brunner R, Dölling D (Hrsg) (2018) Jugendgerichtsgesetz-Kommentar, 13. Aufl. de Gruyter, BerlinGoogle Scholar
  15. Deiters M (2002) Die freie Entscheidung zur Tat: Zur Rechtsfigur der actio libera in causa. In: Schneider F, Frister H (Hrsg) Alkohol und Schuldfähigkeit. Springer, Berlin/Heidelberg/New York/Tokio, S 121–139CrossRefGoogle Scholar
  16. Detter K (1998) Der Sachverständige im Strafverfahren – eine Bestandsaufnahme. NStZ 18:57–61Google Scholar
  17. Detter K (1999) Zur Schuldfähigkeitsbegutachtung aus revisionsrechtlicher Sicht. BA 36:3–21Google Scholar
  18. Dilling H, Freyberger HJ (Hrsg) (2016) Taschenführer zur ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen, 8. Aufl. Hogrefe, BernGoogle Scholar
  19. Dreßing H, Dreßing A, Gass P, Retz W, Rösler M (2015) Neurobiologische Erkenntnisse: mögliche Relevanz für die strafrechtliche Begutachtung. In: Dreßing H, Habermeyer E, Venzlaff U, Foerster K (Hrsg) Psychiatrische Begutachtung – Ein praktisches Handbuch für Ärzte und Juristen, 6. Aufl. Elsevier, München, S 54–59Google Scholar
  20. Eisenberg U (2005) Anmerkungen zu dem Beitrag „Mindestanforderungen für Schuldfähigkeitsgutachten“, NStZ 2005, 57–62. NStZ 25:304–307Google Scholar
  21. Eisenberg U (2017) Beweisrecht der StPO, 10. Aufl. Beck, MünchenGoogle Scholar
  22. Eisenberg U (2018) Jugendgerichtsgesetz, 20. Aufl. Beck, MünchenGoogle Scholar
  23. Endres J (1998) Psychologische und psychiatrische Konzepte der „tiefgreifenden Bewusstseinsstörung“ nach §§ 20, 21 StGB. StV 18:674–682Google Scholar
  24. Fischer T (Hrsg) (2019) Strafgesetzbuch, 66. Aufl. Beck, MünchenGoogle Scholar
  25. Foerster K (1989) Gedanken zur psychiatrischen Beurteilung neurotischer und persönlichkeitsgestörter Menschen bei strafrechtlichen Fragen. MSchrKrim 72:83–87Google Scholar
  26. Foerster K, Leonhardt M (2002) Die Beurteilung der Schuldfähigkeit bei akuter Alkoholintoxikation und Alkoholabhängigkeit. In: Schneider F, Frister H (Hrsg) Alkohol und Schuldfähigkeit. Springer, Berlin/Heidelberg/New York/Tokio, S 55–67CrossRefGoogle Scholar
  27. Foerster K, Bork S, Venzlaff U (2015) Die „tiefgreifende Bewusstseinsstörung“ und andere affektive Ausnahmezustände. In: Dreßing H, Habermeyer E, Venzlaff U, Foerster K (Hrsg) Psychiatrische Begutachtung – Ein praktisches Handbuch für Ärzte und Juristen, 6. Aufl. Elsevier, München, S 260–269Google Scholar
  28. Frehsee D (1993) Strafreife – Reife des Jugendlichen oder Reife der Gesellschaft? In: Albrecht P-A (Hrsg) Festschrift für Horst Schüler-Springorum. Heymanns, Köln, S 379–395Google Scholar
  29. Frisch W (1989) Grundprobleme der Bestrafung „verschuldeter“ Affekttaten. ZStW 101:538–610CrossRefGoogle Scholar
  30. Frister H (1993) Die Struktur des „voluntativen Schuldelements“. Duncker & Humblot, BerlinGoogle Scholar
  31. Frister H (1994) Der Begriff der Schuldfähigkeit. MSchrKrim 72:316–323Google Scholar
  32. Frister H (2003) Anmerkung zu BGH JZ 2003, 1017 ff. JZ 58:1019–1020Google Scholar
  33. Frister H (2013a) Überlegungen zu einem agnostischen Begriff der Schuldfähigkeit. In: Freund G, Murmann U, Bloy R, Perron W (Hrsg) Grundlagen und Dogmatik des gesamten Strafrechtssystems. Festschrift für Wolfgang Frisch zum 70. Geburtstag. Duncker & Humblot, Berlin, S 533–554Google Scholar
  34. Frister H (2013b) Der strafrechtsdogmatische Begriff der Schuld. JuS 12:1057–1065Google Scholar
  35. Frister H (2018) Strafrecht Allgemeiner Teil, 8. Aufl. Beck, MünchenGoogle Scholar
  36. Glatzel J (1982) Zur forensisch-psychiatrischen Problematik der tiefgreifenden Bewusstseinsstörung. StV 2:434–437Google Scholar
  37. Glatzel J (1990) Die Bedeutung des Nachweises einer Hirnverletzung für die Beurteilung der Schuldfähigkeit. StV 10:132–134Google Scholar
  38. Grasnick W (1987) Über Schuld, Strafe und Sprache. Mohr, TübingenGoogle Scholar
  39. Günter M, Karle M (2010) Das Gutachten zu Strafmündigkeit und Entwicklungsstand. In: Kröber H-L, Dölling D, Leygraf N, Sass H (Hrsg) Handbuch der Forensischen Psychiatrie, Bd 2. Psychopathologische Grundlagen und Praxis der Forensischen Psychiatrie im Strafrecht. Springer, Heidelberg, S 561–599Google Scholar
  40. Habel U, Schneider F (2002) Diagnostik und Symptomatik von Alkoholintoxikationen, schädlichem Gebrauch und Alkoholabhängigkeit. In: Schneider F, Frister H (Hrsg) Alkohol und Schuldfähigkeit. Springer, Berlin/Heidelberg/New York/Tokio, S 23–54CrossRefGoogle Scholar
  41. Habermeyer E, Saß H (2007) Die Mindeststandards der Schuldfähigkeitsbegutachtung aus psychiatrischer Sicht. FPPK 1:10–14Google Scholar
  42. Haffner H-T, Blank JH (2002) Berechnung und Stellenwert der Blutalkoholkonzentration bei der Schuldfähigkeitsbeurteilung. In: Schneider F, Frister H (Hrsg) Alkohol und Schuldfähigkeit. Springer, Berlin/Heidelberg/New York/Tokio, S 69–89CrossRefGoogle Scholar
  43. Haggard P, Clark S, Kalogeras J (2002) Voluntary action and conscious awareness. Nat Neurosci 5:382–385PubMedCrossRefGoogle Scholar
  44. Helmrich H (2004) Wir können auch anders: Kritik der Libet-Experimente. In: Geyer C (Hrsg) Hirnforschung und Willensfreiheit. Zur Deutung der neuesten Experimente. Suhrkamp, Frankfurt/Main, S 92–97Google Scholar
  45. Herzberg R (2012) Setzt strafrechtliche Schuld ein Vermeidenkönnen voraus? ZStW 124:12–63CrossRefGoogle Scholar
  46. HK-JGG: Diemer H, Schatz H, Sonnen B-R (2015) Jugendgerichtsgesetz-Kommentar, 7. Aufl. Müller, Heidelberg (zit. HK-JGG-Bearbeiter)Google Scholar
  47. Jacobi F, Wittchen H-U, Hölting C, Höfler M, Pfister H, Müller N, Lieb R (2004) Prevalence, co-morbidity and correlates of mental disorders in the general population: results from the German Health Interview and Examination Survey (GHS). Psychol Med 34:597–611PubMedCrossRefGoogle Scholar
  48. Jäger C (2013) Willensfreiheit, Kausalität und Determination. Stirbt das moderne Schuldstrafrecht durch die moderne Gehirnforschung? GA 160:3–14Google Scholar
  49. Janzarik W (1991) Grundlagen der Einsicht und das Verhältnis von Einsicht und Steuerung. Nervenarzt 62:423–427PubMedGoogle Scholar
  50. Kellermann B (2005) Glücksspielsucht und Beschaffungsdelinquenz. StV 25:287–295Google Scholar
  51. Kindhäuser U, Neumann U, Paeffgen H-U (Hrsg) (2017) NK: Nomos-Kommentar zum Strafgesetzbuch, Bd 1, §§ 1–79b, 5. Aufl. Nomos, Baden-Baden (zit. NK-Bearbeiter)Google Scholar
  52. Konrad N, Rasch W (1992) Zur psychiatrischen Beurteilung forensisch relevanter Rauschzustände. In: Frank C, Harrer G (Hrsg) Kriminalprognose. Alkoholbeeinträchtigung – Rechtsfragen und Begutachtungsprobleme. Forensia-Jahrbuch 3. Springer, Berlin/Heidelberg/New York Tokio, S 167–177Google Scholar
  53. Konrad N, Rasch W (2014) Forensische Psychiatrie. Rechtsgrundlagen, Begutachtung und Praxis, 4. Aufl. Kohlhammer, StuttgartGoogle Scholar
  54. Koufen H (1984) Zur forensischen Beurteilung psychischer Auffälligkeiten von Epileptikern. MSchrKrim 67:389–393Google Scholar
  55. Kröber H-L (1996) Kriterien verminderter Schuldfähigkeit nach Alkoholkonsum. NStZ 16:569–576Google Scholar
  56. Kröber H-L (2003) Freie Entscheidung gegen den Fahrstuhl. Aktuelle Argumente gegen die menschliche Willensfreiheit basieren auf verkürzten Interpretationen einzelner Experimente. Gehirn & Geist: Angriff auf das Menschenbild 2:13Google Scholar
  57. Kröber H-L (2004) Die Hirnforschung bleibt hinter dem Begriff strafrechtlicher Verantwortlichkeit zurück. In: Geyer C (Hrsg) Hirnforschung und Willensfreiheit. Zur Deutung der neuesten Experimente. Suhrkamp, Frankfurt am Main, S 103–110Google Scholar
  58. Kröber H-L (2016) Die Beurteilung der Steuerungsfähigkeit bei psychischen Störungen. Forens Psychiatr Psychol Kriminol 10:181–188CrossRefGoogle Scholar
  59. Lackner K, Kühl K (Hrsg) (2018) Strafgesetzbuch, 29. Aufl. München, BeckGoogle Scholar
  60. Langelüddeke A, Bresser PH (1976) Gerichtliche Psychiatrie, 4. Aufl. de Gruyter, BerlinGoogle Scholar
  61. Laufhütte H-W, Rissing-van Saan R, Tiedemann K (Hrsg) (2007) LK: Leipziger Kommentar zum Strafgesetzbuch. Bd 1. Einleitung, §§ 1–31, 12. Aufl. de Gruyter, Berlin (zit. LK-Bearbeiter)Google Scholar
  62. Laufs A (2011) Der aktuelle Streit um das alte Problem der Willensfreiheit. Eine kritische Bestandsaufnahme aus juristischer Sicht. MedR 1:1–7CrossRefGoogle Scholar
  63. Lenckner T (1972) Strafe, Schuld und Schuldfähigkeit. In: Göppinger H, Witter H (Hrsg) Handbuch der forensischen Psychiatrie I. Springer, Berlin/Heidelberg/New York/Tokio, S 3–286Google Scholar
  64. Leygraf N (2010) Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen. In: Kröber H-L, Dölling D, Leygraf N, Sass H (Hrsg) Handbuch der Forensischen Psychiatrie, Bd 2. Psychopathologische Grundlagen und Praxis der Forensischen Psychiatrie im Strafrecht. Springer, Heidelberg, S 507–513Google Scholar
  65. Libet B, Gleason CA, Wright EW, Pearl DK (1983) Time of conscious intention to act in relation to onset of cerebral activity (readiness-potential). Brain 106:623–642PubMedCrossRefGoogle Scholar
  66. Lindemann M (2006) Wir müssen (und können) nicht aufhören, von Freiheit zu sprechen: Die Erkenntnisse der modernen Neurowissenschaften und das Schuldstrafrecht. In: Barton S (Hrsg) „… weil er für die Allgemeinheit gefährlich ist“ Prognosegutachten, Neurobiologie, Sicherungsverwahrung. Nomos, Baden-Baden, S 343–359Google Scholar
  67. Maatz KR (1998) §§ 20, 21 StGB, Privilegierung der Süchtigen? – Zur normativen Bestimmung der Schuldfähigkeit alkoholisierter Straftäter. StV 18:279–285Google Scholar
  68. Maatz KR (2001) Erinnerung und Erinnerungsstörungen als sog. psychodiagnostische Kriterien der §§ 20, 21 StGB. NStZ 21:1–8Google Scholar
  69. Maatz KR (2005) Der alkoholisierte Affekttäter – Bedeutung für die Schuldfähigkeit. Nervenarzt 76:1389–1401Google Scholar
  70. Maatz KR (2007) Schuldfähigkeitsbeurteilung – Juristische Aspekte bei der Begutachtung von Persönlichkeitsstörungen. FPPK 1:147–155Google Scholar
  71. Marneros A (2007) Affekttaten und Impulstaten. Schattauer, StuttgartGoogle Scholar
  72. Mathiak K, Dyck M, Schneider F (2017) Persönlichkeitsstörungen (F60-F62). In: Schneider F (Hrsg) Facharztwissen Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, 2. Aufl. Springer, Berlin/Heidelberg, S 459–472CrossRefGoogle Scholar
  73. Meier B-D, Rössner D, Schöch H (2013) Jugendstrafrecht, 3. Aufl. Beck, MünchenGoogle Scholar
  74. Meyer-Goßner L, Schmitt B (Hrsg) (2018) Strafprozessordnung, 61. Aufl. München, BeckGoogle Scholar
  75. Müller JL (2009) Forensische Psychiatrie im Zeitalter der „neuroscience“. Nervenarzt 80:241–251PubMedCrossRefGoogle Scholar
  76. Müller JL, Nedopil N (2017) Forensische Psychiatrie – Klinik, Begutachtung und Behandlung zwischen Psychiatrie und Recht, 5. Aufl. Thieme, Stuttgart/New YorkGoogle Scholar
  77. MünchKomm: Münchener Kommentar zum Strafgesetzbuch (2016, 2017, 2018) Bd 1 (2017), §§ 1–37 StGB. Joecks W, Miebach K (Hrsg) Bd 2, 3. Aufl. (2016), §§ 38–79b StGB. Joecks W, Miebach K (Hrsg) 3. Aufl.; Bd 6 (2018), JGG (Auszug) Nebenstrafrecht I Strafvorschriften aus AMG, AntiDopG, BtMG, BtMVV, GÜG, NpSG, TPG, TFG, GenTG, TierSchG, BNatSchG, VereinsG, VersammlungsG. Joecks W, Miebach K (Hrsg) 3. Aufl. Beck, München (zit. MünchKomm-Bearbeiter)Google Scholar
  78. Nedopil N (1999) Verständigungsschwierigkeiten zwischen dem Juristen und dem psychiatrischen Sachverständigen. NStZ 19:433–439Google Scholar
  79. Nedopil N (2008) Forensische Psychiatrie – Psychopathologie zwischen Neurowissenschaft und normativen Zwängen. In: Schöch H (Hrsg) Strafverteidigung, Revision und die gesamten Strafrechtswissenschaften. Festschrift für Gunter Widmaier. Heymanns, Köln, S 925–939Google Scholar
  80. Nedopil N (2010) Der freie Wille und die Schuldfähigkeit aus der Perspektive des forensisch-psychiatrischen Gutachters. In: Stompe T, Schanda H (Hrsg) Der freie Wille und die Schuldfähigkeit. MWV, Berlin, S 209–222Google Scholar
  81. Neumann U (2003) Anmerkung zu BGH StV 2003, S. 497 ff. StV 23:527–531Google Scholar
  82. Ostendorf H (2016) Jugendgerichtsgesetz-Kommentar, 10. Aufl. Nomos, Baden-BadenGoogle Scholar
  83. Pfister W (2013) Die Beurteilung der Schuldfähigkeit in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs. NStZ-RR 6:161–167Google Scholar
  84. Pittrow L, Saß H (1994) Epilepsie und Dämmerzustand bei motivisch unklaren Delikten. MSchrKrim 77:82–88Google Scholar
  85. Plate J (2002) Psyche, Unrecht und Schuld. Die Bedeutung der psychischen Verfassung des Täters für die allgemeinen Voraussetzungen der Strafbarkeit. Beck, MünchenGoogle Scholar
  86. Rasch W (1982) Angst vor der Abartigkeit – Über einen schwierigen Begriff der §§ 20, 21 StGB. NStZ 2:177–183Google Scholar
  87. Rasch W (1984) Die Zuordnung der psychiatrisch-psychologischen Diagnosen zu den vier psychischen Merkmalen der §§ 20, 21 StGB. StV 4:264–269Google Scholar
  88. Rasch W (1991) Die psychiatrisch-psychologische Beurteilung der sogenannten schweren anderen seelischen Abartigkeit. StV 11:126–131Google Scholar
  89. Rasch W (1992) Die Auswahl des richtigen Psycho-Sachverständigen im Strafverfahren. NStZ 12:257–265Google Scholar
  90. Rissing-van Saan R (2002) Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit bei der Begehung von Straftaten und deren strafrechtliche Folgen. In: Schneider F, Frister H (Hrsg) Alkohol und Schuldfähigkeit. Springer, Berlin/Heidelberg/New York/Tokio, S 103–119CrossRefGoogle Scholar
  91. Rösler M, Blocher D (1996) Die Begutachtung alkoholisierter Straftäter aus der Sicht der forensischen Psychiatrie. BA 33:329–338Google Scholar
  92. Roth G (2003) Fühlen, Denken, Handeln – Wie das Gehirn unser Verhalten steuert. Suhrkamp, Frankfurt am MainGoogle Scholar
  93. Roxin C (2006) Strafrecht Allgemeiner Teil, Bd 1, 4. Aufl. Beck, MünchenGoogle Scholar
  94. Salger H (1988) Die Bedeutung des Tatzeit-Blutalkoholwertes für die Beurteilung der erheblich verminderten Schuldfähigkeit. In: Gamm OF (Hrsg) Strafrecht, Unternehmensrecht, Anwaltsrecht. Festschrift für Gerd Pfeiffer zum Abschied aus dem Amt als Präsident d. Bundesgerichtshofes. Heymanns, Köln, S 379–395Google Scholar
  95. Sappok T, Sinzig J, Lehmkuhl G, Diefenbacher A (2019) Intelligenzminderung. In: Berger M (Hrsg) Psychische Erkrankungen, 6. Aufl. Urban & Fischer, München, S 703–716CrossRefGoogle Scholar
  96. Saß H (1983) Affektdelikte. Nervenarzt 54:557–572PubMedGoogle Scholar
  97. Saß H (1987) Psychopathie – Soziopathie – Dissozialität. Zur Differentialtypologie der Persönlichkeitsstörungen. Springer, Berlin/Heidelberg/New York/TokioGoogle Scholar
  98. Saß H (2010) Tiefgreifende Bewusstseinsstörung. In: Kröber H-L, Dölling D, Leygraf N, Sass H (Hrsg) Handbuch der Forensischen Psychiatrie, Bd 2. Psychopathologische Grundlagen und Praxis der Forensischen Psychiatrie im Strafrecht. Springer, Heidelberg, S 343–372Google Scholar
  99. Saß H (2011) Forensische Erheblichkeit seelischer Störungen im psychopathologischen Referenzsystem. In: Nedopil N (Hrsg) Die Psychiatrie und das Recht – Abgrenzung und Brückenschlag. Lengerich, Berlin/Bremen/Miami/Riga/Viernheim/Wien/Zagreb, S 175–194Google Scholar
  100. Saß H, Habermeyer E (2007) Die Begutachtung von Persönlichkeitsstörungen aus psychopathologischer Sicht. FPPK 1:156–161Google Scholar
  101. Schaffstein F, Beulke W, Swoboda S (2014) Jugendstrafrecht, 15. Aufl. Kohlhammer, StuttgartGoogle Scholar
  102. Schepker R (2011a) Forensische Relevanz psychiatrisch-psychologischer Diagnosen (unter Bezug auf ICD-10). In: Häßler F, Kinze W, Nedopil N (Hrsg) Praxishandbuch Forensische Psychiatrie des Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalters. MWV, Berlin, S 93–96Google Scholar
  103. Schepker R (2011b) Neurotische und Belastungsstörungen. In: Häßler F, Kinze W, Nedopil N (Hrsg) Praxishandbuch Forensische Psychiatrie des Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalters. MWV, Berlin, S 265–270Google Scholar
  104. Schmidt-Recla A (2000) Theorien zur Schuldfähigkeit, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig (zugl.: Leipzig, University Dissertation 1999)Google Scholar
  105. Schneider K (1953) Die Beurteilung der Zurechnungsfähigkeit, 2. Aufl. Thieme, StuttgartGoogle Scholar
  106. Schneider U (2008) Die Reform des Maßregelrechts. NStZ 28:68–73Google Scholar
  107. Schneider F (2013) Borderline. Der Ratgeber für Patienten und Angehörige. Herbig, MünchenGoogle Scholar
  108. Schöch H (2005) Zum Verhältnis von Psychiatrie und Strafrecht aus juristischer Sicht. Nervenarzt 76:1382–1388PubMedCrossRefGoogle Scholar
  109. Schöch H (2006) Abschied von der Strafmilderung bei alkoholbedingter Dekulpation? GA 153:371–375Google Scholar
  110. Schöch H (2008) Mindestanforderungen für Schuldfähigkeits- und Prognosegutachten. In: Schöch H (Hrsg) Strafverteidigung, Revision und die gesamten Strafrechtswissenschaften. Festschrift für Gunter Widmaier. Heymanns, Köln, S 967–986Google Scholar
  111. Schockenhoff E (2004) Wir Phantomwesen. Über zerebrale Kategorienfehler. In: Geyer C (Hrsg) Hirnforschung und Willensfreiheit. Zur Deutung der neuesten Experimente. Suhrkamp, Frankfurt am Main, S 166–170Google Scholar
  112. Schönke A, Schröder H (2019) Strafgesetzbuch Kommentar, 30. Aufl. Beck, München (zit. Schönke und Schröder-Bearbeiter)Google Scholar
  113. Schreiber H-L, Rosenau H (2015) Rechtliche Grundlagen der psychiatrischen Begutachtung. In: Dreßing H, Habermeyer E, Venzlaff U, Foerster K (Hrsg) Psychiatrische Begutachtung – Ein praktisches Handbuch für Ärzte und Juristen, 6. Aufl. Elsevier, München, S 90–152Google Scholar
  114. Schünemann B (1989) Die Entwicklung der Schuldlehre in der Bundesrepublik Deutschland. In: Hirsch H-J, Weigend T (Hrsg) Strafrecht und Kriminalpolitik in Japan und Deutschland. Duncker & Humblot, Berlin, S 147–176Google Scholar
  115. Singer W (2004) Verschaltungen legen uns fest: Wir sollten aufhören, von Freiheit zu sprechen. In: Geyer C (Hrsg) Hirnforschung und Willensfreiheit. Zur Deutung der neuesten Experimente. Suhrkamp, Frankfurt am Main, S 30–65Google Scholar
  116. Streng F (2004) „Komorbidität“, Schuld(un)fähigkeit und Maßregelanordnung – Befunde zur rechtlichen Relevanz des Zusammentreffens mehrerer psychischer Störungen. StV 24:614–620Google Scholar
  117. Theune W (1999) Auswirkungen des normalpsychologischen (psychogenen) Affekts auf die Schuldfähigkeit sowie den Schuld- und Rechtsfolgenausspruch. NStZ 19:273–280Google Scholar
  118. Theune W (2002a) Die Beurteilung der schweren anderen seelischen Abartigkeit in der Rechtsprechung und ihre Vereinbarkeit mit dem Schuldprinzip. ZStW 114:300–318CrossRefGoogle Scholar
  119. Theune W (2002b) Auswirkungen einer schweren anderen seelischen Abartigkeit auf die Schuldfähigkeit und die Zumessung von Strafe und Maßregel. NStZ 22:225–229Google Scholar
  120. Tondorf G, Tondorf B (2011) Psychologische und psychiatrische Sachverständige im Strafverfahren – Verteidigung bei Schuldfähigkeits- und Prognosebegutachtung, 3. Aufl. Müller, HeidelbergGoogle Scholar
  121. Undeutsch U (1974) Schuldfähigkeit unter psychologischem Aspekt. In: Eisen G (Hrsg) Handwörterbuch der Rechtsmedizin, Bd 2. Enke, Stuttgart, S 91–115Google Scholar
  122. Venzlaff U (1975) Aktuelle Probleme der forensischen Psychiatrie. In: Kisker KP, Lauter H, Meyer J-E, Müller C, Strömgren E (Hrsg) Psychiatrie der Gegenwart, Bd 3, 2. Aufl. Springer, Berlin/Heidelberg/New York/Tokio, S 883–932Google Scholar
  123. Venzlaff U (1983) Die Mitwirkung des psychiatrischen Sachverständigen bei der Beurteilung der Schuldfähigkeit. In: Schmidt-Hieber W (Hrsg) Justiz und Recht, Festschrift aus Anlass des 10jährigen Bestehens der Deutschen Richterakademie. Müller, Heidelberg, S 277–292Google Scholar
  124. Venzlaff U (1985) Die forensisch-psychiatrische Beurteilung affektiver Bewusstseinsstörungen – Wertungs- oder Quantifizierungsproblem? In: Schwind HD (Hrsg) Festschrift für Günter Blau zum 70. Geburtstag am 18. Dezember 1985. de Gruyter, Berlin, S 391–403Google Scholar
  125. Venzlaff U (2003) Über den sogenannten „pathologischen Rausch“ oder die zähe Lebensdauer eines „Unbegriffs“. In: Amelung K (Hrsg) Strafrecht. Biorecht. Rechtsphilosophie. Festschrift für Hans-Ludwig Schreiber. Müller, Heidelberg, S 509–518Google Scholar
  126. Wendt F, Kröber H-L (2010) Alkoholrausch. In: Kröber H-L, Dölling D, Leygraf N, Sass H (Hrsg) Handbuch der Forensischen Psychiatrie, Bd 2. Psychopathologische Grundlagen und Praxis der Forensischen Psychiatrie im Strafrecht. Springer, Heidelberg, S 240–258Google Scholar
  127. Winckler P (1999) Der „pathologische Rausch“ – Diagnostische Fehlkonstruktion oder zuverlässige psychiatrische Diagnose? Nervenarzt 70:803–809Google Scholar
  128. Wittchen H-U, Jacobi F, Rehm J et al (2011) The size and burden of mental disorders and other disorders of the brain in Europe 2010. Eur Neuropsychopharmacol 21:655–679PubMedCrossRefGoogle Scholar
  129. Wolter J (Hrsg) (2016) SK-StPO: Systematischer Kommentar zur Strafprozessordnung, Bd 2, 5. Aufl. Heymanns, Köln (zit. SK-StPO-Bearbeiter)Google Scholar
  130. Wolter J (Hrsg) (2017) SK-StGB: Systematischer Kommentar zum Strafgesetzbuch, Bd 1, 9. Aufl. Luchterhand, Neuwied (zit. SK-StGB-Bearbeiter)Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.Universitätsklinikum Düsseldorf, Heinrich-Heine-Universität DüsseldorfDüsseldorfDeutschland
  2. 2.Juristische FakultätHeinrich-Heine-Universität DüsseldorfDüsseldorfDeutschland

Personalised recommendations