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Purves Biologie pp 1027–1054Cite as

Der Pflanzenkörper

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Zusammenfassung

Faszination Forschung: Das Brot der Tropen

Europäer und Nordamerikaner nennen sie Tapioka, Mittel- und Südamerikaner sprechen von Yuca, und Afrikaner von Maniok oder Bananku. Die Wurzelknollen der Maniok- oder Cassavapflanze (Manihot esculenta) bilden für mehr als 800 Mio. Menschen einen wichtigen Bestandteil ihrer Ernährung. Überwiegend wird Maniok von Kleinbauern für den persönlichen Bedarf angepflanzt. In ihren Wurzeln speichert diese Pflanze Stärke, die sie hydrolytisch in ihre Glucosebausteine spalten kann, um Letztere für das Wachstum von Sprossachse und Blättern zu verwenden. Andere Nutzpflanzen wie Reis und Weizen speichern ungefähr 35 % ihres gesamten photosynthetisch fixierten Kohlenstoffs in ihren Samenkörnern, bei Maniok sind es dagegen erstaunliche 80 %, die die Pflanze in Form von Stärke in den Wurzeln einlagert. Für den Menschen sind diese Wurzelknollen eine leicht zugängliche, konzentrierte Energiequelle. Maniok wird auch als das „Brot der Tropen“ bezeichnet, weil er in den Tropen in ähnlicher Weise als wichtigster Stärkelieferant dient wie Weizenbrot in der westlichen Welt. Bei den meisten Maniokpflanzen handelt es sich um Klone. Die Pflanzen sind äußerst anpassungsfähig und wachsen auch gut auf trockenen Böden heißer oder kalter Klimate. Normalerweise vermehren die Bauern die Maniokpflanzen, indem sie Sprossstücke als Stecklinge pflanzen. Da die meisten Pflanzenzellen totipotent sind (Abschn. 19.1), dedifferenzieren sich einige der Sprosszellen und bilden Wurzeln, andere bilden die neu wachsende Sprosse. Auf diese Weise entstehen neue Pflanzen, deren Wurzelknollen im Zeitraum von sechs Monaten bis zu zwei Jahren zum Verzehr bereit sind.

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Markl, J., Sadava, D., Hillis, D.M., Heller, H.C., Hacker, S.D. (2019). Der Pflanzenkörper. In: Markl, J. (eds) Purves Biologie. Springer Spektrum, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-58172-8_33

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