Advertisement

Kristalle

  • Jürgen SmolinerEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Diamonds are a girl’s best friend hat Marilyn Monroe vor langer Zeit einmal gesagt, aber die Zeiten haben sich geändert. Während damals in den 1950ern der männlichen Bevölkerung akuter Haarausfall drohte, wenn eine attraktive Dame wie die Marilyn das Wort Diamant in den Mund nahm (Abb. 2.1a), schaut das heute anders aus: Industriediamanten sind billig und von den ausgebuddelten nicht zu unterscheiden. Diamantschmuck ist also kein wirkliches Problem mehr. Männer mögen die Diamanten inzwischen auch, vor allem in Form von diamantbeschichteten Bohrern auf jeder Baustelle und Fabrikhalle, als biokompatible Substrate in der Medizin, für sensorische Zwecke in diversen Anwendungen (Abb. 2.1b) und in meinem Labor gibt es sie in Form von abriebfesten und sogar leitfähigen Sensoren für mein Rasterkraftmikroskop.

Naturwissenschaftler und Naturwissenschaftlerinnen waren schon immer flexibler als die liebe Marilyn und standen daher auch schon immer auf andere Kristalle. Nanostrukturierte Siliziumkristalle mit einem wundervoll leuchtenden, holographischen Gitter verpackt in einen schönen Ohrring aus Silber sind als Sponsionsgeschenk für eine liebe Kollegin schon in den späten 1980er Jahren gut angekommen. Falls Sie etwas exklusives für ihren Verlobungsring suchen, so empfehle ich Galliumnitrid, das glänzt so schön wie Diamant, kostet vermutlich aber 10–100 mal so viel. Hausaufgabe: Finden Sie heraus, woher Sie das bekommen könnten.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Inst. für FestkörperelektronikTechnische Universität WienWienÖsterreich

Personalised recommendations