Herbst 1982 – Juli 2002

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Zusammenfassung

Die Zuversicht, die Dirac immer verbreitete, wenn er über Physik sprach, verdeckte eine Verzweiflung, die er anscheinend nur einmal jemandem gegenüber zu erkennen gegeben hat, den er kaum kannte – Pierre Ramond, einem theoretischen Physiker an der Universität von Florida in Gainesville. Ramond ist ein höflicher und wortgewandter Amerikaner mit einem musikalischen Tonfall, dessen Akzent seine Zuhörer daran erinnert, dass er in Frankreich geboren und aufgewachsen ist. An einem Mittwoch im Vorfrühling 1983 fuhr er nach dem Mittagessen mit dem Auto von Gainesville zur Florida‐State‐Universität, um ein Kolloquium abzuhalten und hoffte, sein „Held und Leitstern“ Dirac werde dabei sein. In der Tat: Als Ramond den Seminarraum im siebten Stock mit Blick über den Campus betrat, entdeckte er unter seinen Zuhörern die versonnen dreinblickende Gestalt Diracs, zart wie ein Elf.

In seinem spekulativen, aber selbstbewusst präsentierten Vortrag diskutierte Ramond die Möglichkeit, fundamentale Theorien nicht in den üblichen vier Dimensionen der konventionellen Raum‐Zeit zu entwerfen, sondern in einer höheren Zahl von Dimensionen. Die ganze Zeit über schien Dirac zu dösen, er sagte auch danach, als Fragen gestellt wurden, kein Wort. Als aber das Seminar beendet war, blieb er – für ihn sehr ungewöhnlich – im Raum, bis sich die Tür schloss und er allein mit dem Redner war.

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Authors and Affiliations

  1. 1.c/o Faber & Faber LtdLondonGroßbritannien

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