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CSR in der DIY-Branche – Nachhaltigkeitskommunikation auf Verbandsebene

  • Jana Stange
Chapter
Part of the Management-Reihe Corporate Social Responsibility book series (MRCOSORE)

Zusammenfassung

Verbände nehmen nicht nur Einfluss auf die Ausgestaltung neuer Gesetze und bringen ihre Expertise aktiv in den Gesetzgebungsprozess mit ein. Neben der aktiven Mitgestaltung des ordnungspolitischen Rahmens ist es eine der Hauptaufgaben der Verbandsarbeit, die Erwartungen und Anforderungen, die seitens der verschiedenen Akteure an die einzelnen Unternehmen herangetragen werden, frühzeitig zu erkennen, zu bündeln und branchenübergreifende Strategien zu entwickeln, diesen gerecht zu werden. Eine dieser gesellschaftspolitischen Erwartungen ist die der nachhaltigen Unternehmensführung. Als Branchenverband kompetenter Ansprechpartner rund um das Thema CSR in der DIY-Branche zu sein, dient einerseits als Flankenschutz für die Verbandsmitglieder: Das Risiko, dass einzelne Unternehmen konfrontativen NGO-Aktivitäten ausgesetzt sind, soll minimiert werden, indem ex ante durch Dialog mit den NGOs Missstände identifiziert und gemeinsam Lösungswege und Strategien entwickelt werden, diese zu beheben. Ziel der CSR-Verbandskommunikation ist es, Konfrontationen erst gar nicht entstehen zu lassen. Andererseits fungiert der Verband als Bindeglied zwischen NGOs und Unternehmen und bietet eine Plattform, auf der die vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten eruiert werden können. Wirtschaftsverbandskommunikation ist keine Endverbraucherkommunikation. Kommunikation von CSR auf Verbandsebene findet viel eher auf einer vorgelagerten Ebene in drei Richtungen statt: in Richtung des politischen Systems, des zivilgesellschaftlichen Systems und in Richtung der Mitgliedsunternehmen.

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Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Leitung Ressort Product Compliance, Umwelt & CSRBHB Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V.KölnDeutschland

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