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Stechapfel

Nachtschattengewächse, Solanaceae
  • Fritz Schade
  • Harald Jockusch
Chapter

Zusammenfassung

Aber warum soll uns diese Pflanze interessieren? Das hat zwei Gründe: Zum Ersten ist sie durch den Gehalt an mehreren Alkaloiden sehr giftig, zum Zweiten sind einige dieser Alkaloide halluzinogen. Tückisch ist das Gemisch von Atropin, dem Hauptgift der Tollkirsche (vgl. Kap. 51), und Scopolamin, einem Halluzinogen. Es erzeugt lang anhaltende Rauschzustände, die vom psychedelischen Höhenflug in rasender Geschwindigkeit mit Aufhebung des Zeitempfindens bis zu Angstzuständen reichen. Der Alkaloidgehalt des Stechapfels kann stark schwanken und die Giftwirkung des Atropins überlagert den Scopolaminrausch. Fünfzehn Stechapfelsamen können für einen Menschen tödlich sein.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.HamburgDeutschland
  2. 2.Universität BielefeldFreiburgDeutschland

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