Lichtquanten pp 189-192 | Cite as

‚Lichtquantum’ als ‚conceptual blendin’

  • Klaus Hentschel
Chapter

Zusammenfassung

Kapitel 7 reinterpretiert das Konzept ‚Lichtquanten‘ als eine begriffliche Überlagerung im Sinne des kognitiven Modells von ‚conceptual blending‘ von Gilles Fauconnier und Mark Turner (2002). Analog dazu, wie das Konzept eines schwarzen Loches interpretiert werden kann als die Überlagerung der Alltagsvorstellung eines dunklen Loches, in das Objekte wie z. B. Golfbälle hineinrollen können und dann nicht mehr gesehen werden mit dem mathematischen Konzept einer Raum-Zeit-Singularität, analog dazu können Photonen interpretiert werden als die Überlagerung einer aus dem Newtonschen Projektilmodell des Lichts folgenden Vorstellung einer Teilchenartigkeit mit der aus Entropie und Schwankungsbetrachtungen folgenden Vorstellung einer Quantisierung der Energie jener ‚Lichtquanten‘. Die Abb. 7.1–3 liefern drei verschieden fein aufgelöste Beschreibungen für diese Interpretation, die im Kontrast zu der in Kapitel 3 diskutierten und in der Zeit fortschreitenden Deutung nur aus dem historischen Rückblick heraus angestellt werden kann.

Bibliographische Abkürzungen

  1. Fauconnier, Gilles & Mark Turner (2002) The Way We Think: Conceptual Blending And The Mind’s Hidden Complexities, New York: Basic Books.Google Scholar
  2. Kidd, Richard & James Ardini & Anatoi Anton (1989) Evolution of the modern photon, American Journal of Physics 57: 27–35.ADSMathSciNetCrossRefGoogle Scholar
  3. Turner, Mark (2006) The Artful Mind: Cognitive Science and the Riddle of Human Creativity, Oxford: OUP.CrossRefGoogle Scholar

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Authors and Affiliations

  • Klaus Hentschel
    • 1
  1. 1.Historisches InstitutUniversität StuttgartStuttgartDeutschland

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