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Ostern – Eier, Hasen und Kaninchen

  • Bruno P. Kremer
Chapter

Zusammenfassung

Im kirchlichen Leben der christlichen Konfessionen nimmt das Osterfest wie kein anderes eine zentrale Rolle ein: Es ist nach übereinstimmender Einschätzung der Höhepunkt des Kirchenjahres und sein höchstes Fest. Die evangelischen Christen feiern damit eher den Tod Jesu, die katholischen dagegen seine von den Bibeltexten verkündete gloriose Auferstehung. Kulturhistorisch gesehen steht das Osterfest klar in der Nachfolge des jüdischen Passahfestes, wie die auffällige sprachliche Nähe des aramäischen „pas‐cha“ bzw. des hebräischen „Pessach“ zum französischen „Pâques“, zum italienischen „pasqua“ oder zum griechischen „Pascha“ belegt. In vielen anderen Sprachen lauten die Festbezeichnungen sehr ähnlich.

Ein sprachliches Problem ist allerdings die vertraute deutsche Bezeichnung. Während für die Festbezeichnungen Weihnachten und Pfingsten (vgl. Kap. 9) eindeutige Wortherleitungen bestehen, ist die Namensherkunft für Ostern (bzw. das auf die gleiche sprachliche Wurzel zurückgehende englische „Easter“) schwierig bis umstritten. Manche Etymologen sehen hier Anklänge an das altgermanische „austro“ = Morgenröte; im Althochdeutschen wurde daraus „ostra“, im Altenglischen „eastre“. Von hier mag ein begrifflicher Zusammenhang mit der Himmelsrichtung Osten entstanden sein, da die aufgehende Sonne schon früh als Symbol für den auferstandenen Christus steht.

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© Springer Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.WachtbergDeutschland

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