Lichterglanz und Feststimmung – Weihnachten

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Zusammenfassung

In der jährlich wiederkehrenden Festfolge ist Weihnachten der allgemeinen Wahrnehmung nach das größte Feiertagsereignis, wenngleich es nach kirchlichem Verständnis hinter dem Osterfest klar zurücksteht. Wie kein zweites Jahresfest wird es – aus gutem Grunde gerade in der dunkelsten Zeit des Winterhalbjahres – als besonders glanzvolle Inszenierung begangen. Mögen schon während der gesamten Adventszeit öffentliche Räume wie Plätze, Straßen, Warenhäuser und Weihnachtsmärkte, aber auch Gehölze privater Gärten ebenso wie Hausfassaden in aufwendigem vorfestlichem Lichterschmuck erstrahlt sein, zieht meist erst mit dem Heiligen Abend (24. Dezember) der helle Glanz auch in die gute Stube ein – gewöhnlich als prächtig geschmückter und vor allem beleuchteter Weihnachtsbaum, den man regional auch Christ‐ oder Lichterbaum nennt. Kaum ein anderes christliches Jahresfest ist mit so vielfältigem und bis heute lebendigem Brauchtum verknüpft – selbst bei solchen Zeitgenossen, die religiöse Überzeugungen längst verdrängt haben. Bezeichnenderweise sind die weihnachtlichen Gottesdienste so gut besucht wie sonst zu keinem anderen Anlass. Hier schwingen offenbar viele Saiten mit – nachdenkliche Erinnerungen an die eigene Kindheit sowie ein die Seele stark bewegendes, weil zum sonstigen kühl‐distanzierten Alltag betont kontrapunktisches Erleben. Die anrührende Weihnachtsgeschichte, die nur von dem Evangelisten Lukas berichtet wird (Lk 2, 1–20), wirkt eben zuverlässig nach.

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© Springer Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.WachtbergDeutschland

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